CSU-Politiker Beckstein kritisiert BILD-Zeitung

Der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein hat eine Medienkampagne gegen Bundespräsident Christian Wulff kritisiert. Beim zweiten Christlichen Medienkongress in Schwäbisch Gmünd warf der CSU-Politiker der BILD-Zeitung „abgrundtiefe Scheinheiligkeit“ vor.

Er sei „betroffen“, daß diese Zeitung es als Skandal darstellte, daß ihnen Wulff in einem persönlichen Anruf mit rechtlichen Maßnahmen drohte, sagte Beckstein am 21. Januar 2012. Er bezweifelte, daß der Mailbox-Anruf „die Sensibelchen in der Bild-Redaktion“ in Angst und Schrecken versetzt habe.

Beckstein, der auch stellvertretender Präses der EKD-Synode ist, sprach vor rund 200 Besuchern über die Bedeutung des Gebots „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden“. Seiner Ansicht nach gehört es nicht zu den Aufgaben von Medienmachern, Belanglosigkeiten zu Staatsaffären aufzubauschen oder Skandale hochzuzüchten.

Eine andere Frage sei, ob Wulff bei der Annahme eines Kredits klug gehandelt und später einen professionellen Umgang mit den Medien bewiesen habe.

Beckstein appellierte an die Medienschaffenden, sich gegen Politikverdrossenheit einzusetzen und durch „konstruktive Kritik“ zur Stärkung der Demokratie beizutragen. Dies bedeute nicht, Politiker von Kritik auszunehmen. Je mehr Macht jemand habe, desto mehr Verantwortung trage er und dementsprechend stehe er auch im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA


„Mohammeds“ himmlische Botschaften bei Esoterikern heute

Auf der New-Age-Webseite „Nebadonia“ wird fleißig „gechannelt“, also Infos aus angeblich überirdischen Welten abgezapft  –  meist per „automatischem Schreiben“ (zwanghaftes, von „oben“ diktiertes und gelenktes  Schreiben des „Mediums“), wie man dies seit langem aus dem Spiritismus kennt.

Angeblich melden sich alle möglichen himmlischen Wesen bei entsprechend „sensiblen“ Medien (Botschaftsempfängern), darunter die Madonna, Johannes der Täufer, Jesus selbst oder auch gerne mal Maria Magdalena.

Doch ein echter Esoteriker beschränkt nicht aufs Christentum, schließlich sind alle Religionen im Grunde gleichwertig und nur verschiedene Varianten aus der „geistigen Welt“, wie man dort glaubt.

Unter dem Stichwort „Säulen der Welt“ kann man auch die Botschaften von Mohammed nachlesen. Freilich äußert sich der Gründer des Islams als einer militanten Ideologie in diesen New-Age-Welten ganz „spirituell“, etwas heidnisch angehaucht („Mutter Erde“)  und gelinde, garniert mit pseudo-biblischen Anleihen (Zahl 144 aus der Apokalypse).

Am 2. April 2011 soll er z.B. Folgendes geoffenbart haben:

„Geliebte Menschen, meine Geschwister aus der Ewigkeit! Ich bin der Eine, der als Prophet Gottes herabgestiegen ist, vor langer, langer Zeit, und der erneut wiedergekommen ist. So wie auch ihr erneut wieder gekommen seid, wahrlich, niemand aus dem Menschengeschlecht steht mir nach! Wir sind alle eins.

Und wir alle sind aus Liebe zur Mutter Erde herabgestiegen aus dem Licht, mit einem kleinen Unterschied. Während die Meisten von euch noch karmische Angelegenheiten zu lösen haben, bin ich, so wie die hohe Anzahl der Meister, die jetzt vor Ort ist, frei davon.
Das ist das Einzige, was uns unterscheidet, doch uns verbindet die Eine Absicht: Diese Welt in die göttliche Ordnung des Lichts zurückzubringen, durch unsere Liebe. So ist es.
Ich bin MOHAMMED,
der Prophet der ganzen Menschheit und mit mir erfüllen heute diesen Raum, den Ort, an dem wir uns zusammenfinden, 144 Meister und Lichtwesen des Himmels.“
Damit wollen wir es gut sein lassen, der Unfug geht in diesem Sinne bzw Unsinne nämlich endlos weiter – siehe hier:
http://nebadonia.wordpress.com/2011/04/02/saulen-der-welt-mohammed/
Gewisse Ähnlichkeiten in Gedankengut und (Schreib-)Weise mit „Botschaften“ aus dem erscheinungsmarianischen Lager sind natürlich rein „zufällig“…

Staatsanwaltschaft: Kein Anhaltspunkt für Anfangsverdacht gegen Bundespräsidenten

Vorermittlungen wegen Wulff-Kredit eingestellt

Gegen Bundespräsident Christian Wulff und Verantwortliche der BW-Bank wird nicht wegen der Vergabe eines zinsgünstigen Kredits ermittelt.

„Zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für die Bejahung eines Anfangsverdachts sind nicht ersichtlich“, teilte die Staatsanwaltschaft Stuttgart am 18.1.2012 mit und stellte daher ihre Vorermittlungen ein. Ein Ermittlungsverfahren wird nicht eingeleitet, weil sich kein Anfangsverdacht auf Untreue und Vorteilsnahme ergab.

English: President of Germany Christian Wulff ...

Image via Wikipedia

Es waren 19 Anzeigen gegen den Bundespräsidenten und Verantwortliche des Kreditinstituts eingegangen.

Zudem hatte die Staatsanwaltschaft Hannover hatte bereits am 16.1.2012 bekanntgegeben, keinen „strafprozessualen Anfangsverdacht” für Ermittlungen gegen das Staatsoberhaupt wegen seiner Immobilienkredite und Urlaubsreisen feststellen zu können.


Kommunistisches Vietnam: Aids-Keule gegen Kritiker

Auf Anordnung der Regierung in Hanoi ist die bekannte regimekritische Bloggerin Bui Thi Minh Hang ohne Gerichtsurteil in ein Sonderstraflager eingewiesen worden.

Laut Beschluss des Volkskomitees soll Frau Hang dort zwei Jahre lang „umerzogen“ werden, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Sie leidet an mehreren Hautkrankheiten und läuft zusätzlich Gefahr, mit HIV infiziert zu werden, da sie mit AIDS-Kranken im fortgeschrittenen Stadium untergebracht ist. In den Produktionshallen des Straflagers stellen die Insassen Nähnadeln her.

Mit scharfer Kritik reagierte die IGFM auf die willkürlich angeordnete Inhaftierung der Regimekritikerin und ihre für Leib und Leben gefährliche Haftbedingungen. Da Frau Hangs Strafmaßnahme nicht auf einer gerichtlichen Grundlage beruht, kann sie immer wieder verlängert werden.

Bui Thi Minh Hang wurde am 27. November 2011 in Ho Chi Minh Stadt (Saigon) verhaftet, als sie vor der katholischen Kathedrale gegen Versammlungsverbot und leere Lippenbekenntnisse der kommunistischen Diktatur demonstrierte. Seitdem fehlte jegliches Lebenszeichen von ihr.

Erst jetzt wurde bekannt, daß die 47-jährige Regimekritikerin nach Festnahme sofort nach Nordvietnam in die Hauptstadt Hanoi transportiert wurde. Das Hanoier Volkskomitee ordnete eine zweijährige „Umerziehung“ von Frau Hang in einem Sonderstraflager für HIV-infizierte Straftäterinnen in der nordvietnamesischen Provinz Vinh Phuc an, rund 1900 km von ihrer südvietnamesischen Heimatstadt Vung Tau entfernt.

Die Ansteckungsgefahr durch HIV-Übertragung über Verletzungen während des Arbeitsvorgangs ist besonders groß, weil Frau Hang in Zusammenarbeit mit anderen Häftlingen Nähnadeln fertigt. Ihre Bitte, sie in Einzelhaft einzuweisen, um die Ansteckungsgefahr zu mindern, wurde von der Lageradministration zurückgewiesen. Daraufhin trat Frau Hang in Hungerstreik, der als Vorwand verwendet, den Besuch ihres Sohnes zu untersagen.

Frau Hangs Verhaftung Ende November 2011 war bereits die vierte in vier Monaten, wobei die drei vorangegangenen wegen ihrer öffentlichen Protestaktionen gegen Chinas aggressives Verhalten im Südchinesischen Meer stattfanden. So auch am 16. Oktober 2011, als ihr das Tragen eines Strohhuts mit Anti-China-Slogans im Hanoier Stadtzentrum drei Tage Polizeigewahrsam einbrachten.

Mit beharrlichen Hungerstreiks kämpfte sie sich regelmäßig frei und wurde von der Bloggerwelt zu „Vietnams Frau des Jahres 2011“ ausgerufen.

Auf die gezielte Unterbringung politischer Gefangener mit AIDS-kranken Häftlingen in Vietnam hatte bereits der mennonitische Pastor Nguyen Quang nach seiner Inhaftierung 2005 aufmerksam gemacht. Der IGFM sind mehrere Fälle von politischen Gefangenen bekannt, die während der Haft HIV infiziert und AIDS krank wurden.

Besonders verwerflich ist für die IGFM die Tatsache, dass einige vietnamesische Straflager diese Maßnahme gezielt einsetzen, um den Willen der Gefangenen zu brechen.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Vietnam unter: http://www.igfm.de/Vietnam.543.0.html


Thomas Gottschalk nimmt den Bundespräsidenten in Schutz

Hape Kerkeling verteidigt Wulff ebenfalls und kritisiert die BILD-Zeitung

Nach Ansicht von Thomas Gottschalk ist die Affäre um Christian Wulff  „ein großer Klamauk“. Man könne sich darüber „nur noch lustig machen oder aufregen“, sagte der  61-jährige Moderator in der jüngsten Ausgabe der Illustrierten „Stern“.

Der Fernsehunterhalter will am kommenden Montag seine neue Talkshow in der ARD starten.  Er wolle dabei auch die Präsidenten-Affäre thematisieren, aber nicht moralisieren: „Ich bringe Stimmung in die Angelegenheit.“  – Den Bundespräsidenten findet er „ein bißchen langweilig, aber nett“

Auch der Komiker Hape Kerkeling äußerte sich zur Causa Wulff:
„Ich hatte das Gefühl, dass diese Debatte um den Bundespräsidenten unverhältnismäßig hochgekocht wurde und man den Eindruck gewinnen konnte, es ging nicht mehr so sehr darum, aufzuklären, was da nun passiert ist oder nicht, sondern darum, den Bären zu erlegen und sich das Fell zu teilen“, sagte der Entertainer in der TV-Talkshow „Tietjen und Hirschhausen“.

Kerkeling beklagte in seinem Facebook-Eintrag überdies einen „Skandal unserer maroden und degenerierten Presse und Mediengesellschaft“.

Ihm mißfällt auch, daß sich ausgerechnet die BILD-Zeitung zum obersten Moralhüter und reinen Gewissen der Nation aufschwinge: „Mal ehrlich, nimmt irgendwer der ´Bild´-Zeitung ernsthaft ab, sie sei an Wahrheit, Anstand und ehrlicher oder gar lupenreiner Aufklärung interessiert?“, schrieb Kerkeling.

„Was hat dieser arme Präsident eigentlich verbrochen? Er hat sich Geld geliehen, nicht etwa geklaut, veruntreut oder unterschlagen“, heißt es in dem Schreiben. Mit dem Geld habe sich Wulff keine Yacht oder einen Jet, sondern nur ein eher langweiliges Haus in Hannover gekauft.

„Der Bundespräsident hat Fehler gemacht“, so der Verfasser. Er habe seine Fehler aber  eingeräumt und sich dafür entschuldigt. Im Vergleich zu anderen Verfehlungen von Politikern hält Kerkeling Wulffs Ausrutscher für weniger dramatisch. „Herr Präsident, bleiben Sie im Amt und vor allem bleiben Sie Mensch“, rief er dem Bundespräsidenten per Facebook zu.


Kommunistisches Kuba: Gefolterter Bürgerrechtler Mendoza ist verhungert

Wilmar Villar Mendoza ist am 18. Januar 2012 nach einem 50 Tage dauernden Hungerstreik verstorben.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, ist der Bürgerrechtsverteidiger am Abend des 18. Januar in einem Krankenhaus in Santiago de Cuba gestorben.

Mendoza, der bei einer friedlichen Protestkundgebung am 14. November 2011 in der Stadt Contramaestre festgenommen wurde, protestierte per Hungerstreik gegen seine willkürliche Verhaftung und die erfundenen Anklagepunkte.

Wilmar Villar Mendoza war Mitglied der Oppositionsbewegung „Patriotische Union Kubas“ (UNPACU).

Wie die IGFM berichtet, wurde der 31-Jährige in einer Gerichtsverhandlung wegen „Widerstands gegen die Staatsgewalt“ und „Körperverletzung“ zu vier Jahren Haft verurteilt.

Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurde er während seiner Inhaftierung psychisch und physisch gefoltert. Mendoza sei zeitweise nackt in eine so genannte „Wasserzelle“ gesperrt worden, in der Gefangene stundenlang im Wasser stehen müssen. Immer wieder wurden ihm außerdem Trinkwasser und medizinische Versorgung verweigert.

Der Tod des Gewissensgefangenen löste eine landesweite Protestwelle aus, das Castro-Regime setzt nun auf verstärkte „Sicherheitsmaßnahmen“; um Ausschreitungen zu verhindern.

Das Krankenhaus „Juan Bruno Zayas“ wird von Angehörigen des Militärs bewacht, da zahlreiche Dissidenten und Menschenrechtsaktivisten versuchen, in das Krankenhaus zu gelangen, um Mendoza die letzte Ehre zu erweisen. Nicht einmal seiner Witwe Maritza Pelegrino Cabrales, Mitglied der christlichen „Damen in Weiß“, ist es erlaubt, die Leiche Villar Mendozas zu sehen.  Das Haus des IGFM-Mitgliedes Jorge Perez „Antunez“ und seiner Frau Yris Aguilera wird von Sicherheitskräften bewacht.

Elizardo Cruz, Vorsitzender der offiziell verbotenen, aber tolerierten „Kubanischen Kommission für Menschenrechte und Nationale Versöhnung“ (CCDHRN) berichtete der IGFM, daß es in Kuba allein im vergangenen Dezember 796 politische Verhaftungen gab. Damit bricht das kommunistische Castro-Regime alle Negativ-Rekorde der letzten 30 Jahre.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba: http://www.igfm.de/Kuba.456.0.html