Rekord: Laura Dekker vollendete ihre Weltumseglung

Die 16-jährige Holländerin Laura Dekker hat ihre Weltumseglung vollendet.
Die Niederländerin erreichte am Samstag gegen 20 Uhr MEZ mit ihrem Boot „Guppy“ die Karibikinsel Sint Maarten. Dekker ist damit der jüngste Mensch, der jemals allein die Welt umsegelt hat.

Bisher galt die australische Seglerin Jessica Watson als Rekordhalterin, die ihre Solo-Weltumseglung drei Tage vor ihrem 17. Geburtstag am 15. Mai 2010 erfolgreich beendet hatte.

Im Hafen Philipsburg auf Sint Maarten wurde Laura Dekker am Samstag von ihren Eltern, Freunden und vielen Schaulustigen empfangen.

Die Holländerin war im Sommer 2010 von Gibraltar aus auf ihre Weltumseglung gestartet. Ihre Route führte über den Atlantik und die Karibik nach Australien und dann vorbei an Afrika nach Sint Maarten. Die Reise umfaßte insgesamt rund 27.000 Seemeilen.

Vor Beginn der Tour gab es allerdings Ärger mit den niederländischen Behörden, erst in letzter Instanz gab ein Gericht grünes Licht für die Weltumseglung. Bedingung war allerdings, dass Dekker weiter für die Schule lernt und im Internet an einem Fernunterricht teilnimmt.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Neue OZ zur Affäre Wulff: „Das Niveau sinkt weiter“

Zum derzeitigen Stand der Medienkampagne in puncto Wulff äußert sich die „Neue Osnabrücker Zeitung“ vom 23.1.2011 wie folgt:

„Eine frühe Biografie über Christian Wulff heißt „Der Marathon-Mann“. Wie wahr. Seit sieben Wochen hält er durch und treibt seine Gegner zur Weißglut und zu immer neuen Attacken.

Oft sind die in Rede stehenden Dinge läppisch – so wie jetzt die Verteilung eines imagepflegenden Kochbuches mit regionalen Rezepten durch das Agrarministerium beim Nord-Süd-Dialog.(…)

Dass ein SPD-Abgeordneter Wulff nun verklagt, ist sein Recht und kann der Sache dienen. Zu seinen Zielen zählt freilich auch, aus den Vorgängen so viel Kapital wie möglich zu schlagen. Aus Sicht der Opposition zieht sich die Sache am besten bis zur Landtagswahl in genau einem Jahr.

Nebenbei bemerkt: Dem Verfahren könnte sich ein weiteres hinzugesellen.

Die Wortwahl des Grünen Stefan Wenzel, der Wulff einen „Lügner“ nannte, der „Recht und Gesetz“ in den „Dreck“ ziehe, ist geneigt, als Beleidigung juristisch geahndet zu werden. Dazu bräuchte es gar nicht den Paragrafen gegen die Verunglimpfung eines Präsidenten. Schon unter Normalbürgern ist eine solche Behauptung, wenn nicht beweisbar, justiziabel. Ein weiteres, bestürzendes Beispiel, wie tief das Niveau gesunken ist – beiderseits.“

 


Nord-Nigeria: Christen kündigen neue Massenflucht an

Pressemitteilung der „Gesellschaft für bedrohte Völker“ (GfbV) in Göttingen vom 22.1.2012:

Nach den Terroranschlägen am letzten Freitag in Nordnigeria kündigen christliche Ibo die Flucht von drei Millionen Angehörigen ihrer Bevölkerungsgruppe aus dem Bundesstaat Kano an.

Der Vorsitzende der Ibo-Organisation „Ohanaeze Ndigbo“ im Bundesstaat, Michael Idika, appellierte nun an die Behörden, Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen, um die in der Region lebenden Ibo in den Südosten Nigerias zu evakuieren.

„Die Ibo fühlen sich als Opfer einer gezielten Terror-Kampagne der Boko Haram-Sekte und haben kein Vertrauen mehr in den Schutz durch Polizei und Armee“, erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius.

Mehrere zehntausend Christen sind bereits in den letzten vier Wochen aus dem Norden des Landes geflohen, der mehrheitlich von Muslimen bewohnt wird.

Mehr als 270 Menschen sind seit Weihnachten 2011 Überfällen und Terroranschlägen von Boko Haram zum Opfer gefallen. „Der Terror in Nordnigeria gegen Christen und Polizisten eskaliert immer mehr“, erklärte Delius. „Wenn Boko Haram mit der gleichen Intensität weiter Angst und Schrecken verbreitet, wird das Jahr 2012 das blutigste Jahr in Nigeria seit dem Völkermord in Biafra.“

So wurden zwischen Januar und November 2011 vergleichsweise „nur“ 425 Menschen bei Überfällen und Bombenanschlägen der radikal-islamischen Sekte getötet.

Am letzten Freitag starben mindestens 165 Menschen in Kano bei mehreren Dutzend Bombenanschlägen gegen Einrichtungen der Polizei. Ein weiterer geplanter Bombenanschlag auf das Polizeipräsidium im Stadtviertel Bompai in der Stadt Kano konnte am letzten Freitag nur knapp verhindert werden. So erschoss die Polizei einen mutmaßlichen Selbstmordattentäter, als er sich mit seinem Fahrzeug verdächtig dem Polizeigebäude näherte. In dem Auto wurde später eine Bombe gefunden.

„Nigerias Polizei und Sicherheitsapparat ist mit dem Schutz der Minderheiten und staatlicher Einrichtungen sichtlich überfordert. Korruption, unkoordinierte Aktivitäten und Machtmissbrauch schüren in der Bevölkerung das Misstrauen gegen die Polizei“, erklärte Delius. „Auch koordinieren Polizei, Armee und andere Sicherheitsdienste zu wenig ihr Vorgehen gegen Boko Haram.“

Massive Kritik an der Polizei war vor allem laut geworden, nachdem vergangenen Mittwoch dem Hauptverdächtigen für die Planung eines Bombenanschlags auf eine katholische Kirche die Flucht aus dem Polizeigewahrsam gelang. Der 28 Jahre alte Kabiru Soto wird verdächtigt, den Anschlag auf die Kirche St. Theresa in Madalla (nahe der Hauptstadt Abuja) geplant zu haben, bei dem 37 Gläubige getötet und 57 Menschen Weihnachten 2011 verletzt wurden.

Webseite: http://www.gfbv.de/


Matthias Matussek über die Causa Wulff und den „Herdentrieb der Presse“

Der bekannte „Spiegel“-Mitarbeiter und Buchautor Matthias Matussek äußerte sich in einem Interview mit dem „Donaukurier“ vom 17.1.2012 auch zur Affäre Wulff.

Die Zeitung fragte ihn: „Sie haben Papst Benedikt XVI. einmal vier Fragen gestellt, im Wissen um eine umfassende und ehrliche Antwort. Welche beiden Fragen würden Sie gerne Bundespräsident Christian Wulff stellen?“

Matusseks Antwort: „Grundsätzlich kann ich mich allmählich über die ganze Geschichte nur noch lustig machen. Ich finde, dass Wulff ein Paradebeispiel für einen verhängnisvollen Herdentrieb der Presse ist. Hinz und Kunz trampeln auf ihn ein.“

Weitere Frage der Zeitung: „Wulff hat sich mit seinem taktischen Verständnis von Wahrheit nichts vorzuwerfen?“

Matussek: „Mich würde interessieren, warum er den Kredit verschleiert hat, was er glaubte, befürchten zu müssen. Da hat er ja viel Energie verwendet. Aber auch diese Geschichte ist absurd. Alle stürzen sich nun auf den Unterschied von einem Prozent. Und das, obwohl wir doch ein Volk von Schnäppchenjägern sind, „Geiz ist geil“ ist sozusagen das absolute Motto.(…)“

Die Redaktion weiter: „Frage zwei an Herrn Wulff?“

Matussek: „In erster Linie interessiert mich, mit welchem Kalkül er damals gesagt hat, dass der Islam zu Deutschland gehört. Ob das der Versuch war, die grünen Wähler und die bunte linke Mitte an sich zu binden. Es ist ja effektiv richtig, dass in Deutschland viele Moslems leben. Aber der Islam gehört nicht, wie das Christentum zu Deutschland. Das ist eine typisch opportunistische Rede gewesen.“

 


Bosnien: Kardinal Puljic warnt erneut vor zunehmender Islamisierung

Jetzt hat der Erzbischof von Sarajevo, Vinko Puljic, erneut vor einer Zunahme des radikalen Islam auch in Bosnien gewarnt. Der Kardinal ist seit 1990 Oberhaupt des Bistums Sarajevo und  Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz von Bosnien-Herzegowina.

Anläßlich eines Besuchs in Königstein beim kath. Hilfswerk „Kirche in Not“ kritisierte der Würdenträger besonders das Verhalten der bosnischen Regierung:  Die Politiker ignorierten die Probleme und besäßen nicht den Mut, diese anzusprechen. Der Bau immer neuer Moscheen werde mit Geldern aus Saudi-Arabien finanziert, erklärte der Erzbischof; er zeigte sich sehr besorgt über die  islamische Bewegung des Wahabismus, die in Bosnien-Herzegowina immer mehr Einfluß gewinne. Der Wahabismus gilt in Saudi-Arabien als offizielle Form der islamischen Religion.

Die Bedingungen der Christen Sarajewos werden immer schwieriger; sie bilden nur noch eine verschwindend kleine Minderheit, wie Kardinal Puljic in einem  2010 erschienenen Sachbuch (Christiani a Sarajevo) des italienischen Historikers Roberto Morozzo della Rocca berichtet:

„Vor dem Krieg gab es 60.000 Katholiken in Sarajewo, heute sind es gerade noch 13.000. Es fand eine ethnisch-religiöse Säuberung statt“, erklärt der bosnische Erzbischof deutlich.

„Die Islamisierung entmutigt die Katholiken, die zurückweichen und auswandern“, so der Purpurträger.

Die Situation gilt mehr oder wenig für ganz Bosnien-Herzegowina. Vor dem Krieg von 1992-1995 lebten 860.000 Katholiken im Balkanstaat. Heute sind es nur noch 420.000. Der Katholikenanteil an der Gesamtbevölkerung sank von 17 auf  9 Prozent.

Sarajewo sei das zivilgesellschaftliche Aushängeschild des Multikulturalismus und der Multikonfessionalität gewesen. „Heute kann Sarajewo nicht mehr als ‚pluralistische Stadt‘ bezeichnet werden“, so der Geschichtswissenschaftler.

„Den ausländischen Besucher und der internationalen Gemeinschaft erzählt man: ‚Wir sind offen für ein Zusammenleben‘. Doch in Wirklichkeit gibt es keinen Platz für faires Zusammenleben, vor allem in den Bereichen Arbeit, Verwaltung und Information. Es befindet sich alles in einer einzigen Hand“, erläutert der Erzbischof von Sarajewo.

Gleichzeitig ruft er seine katholischen Landsleute auf, nicht den Mut zu verlieren: „Ich will mein Volk ermutigen, nicht aufzugeben: Schafft Neues mit eurem Glauben und aus eurem Glauben heraus! Es gilt, den öffentlichen Raum stärker durch den Glauben zu beeinflussen. Nicht nur in Bosnien-Herzegowina, sondern in ganz Europa.“

Quellen u.a.: Radio Vatikan


USA: Bischöfe üben scharfe Kritik an Präsident Obama

„Entscheidung gegen die Gewissensfreiheit“

Eine klare Entscheidung gegen die Religions- und Gewissensfreiheit der Bürger  –  so kommentieren die US-Bischöfe den jüngsten Beschluß der Regierung Obama, wonach fast alle Arbeitgeber und Arbeitehmer ab nächstem Jahr Krankenversicherungen akzeptieren müssen, die auch Sterilisierung, künstliche Verhütung, Frühabtreibung und Abtreibung abdecken, so die Anweisung des Präsidenten.

„Obama gibt uns de facto zu verstehen, daß wir ein Jahr Zeit haben, uns damit abzufinden, daß wir unseren Gewissen Gewalt antun müssen“, erklärt dazu Erzbischof Timothy Dolan von New York. Er fügt hinzu:

„Ich fürchte, die Regierung ist auf der falschen Seite der Verfassung. Fast alle Amerikaner, auch solche mit ethischen oder religiösen Einwänden, müssen künftig über ihre Steuern für Sterilisierung und Verhütung bezahlen, inklusive solcher Mittel, die abtreibende Wirkung haben.

Die Obama-Regierung erlaubt bloß einige wenige Ausnahmen für Arbeitgeber, zum Beispiel für Kirchen. Aber das gilt nicht für Steuerzahler.

Das ist eine echte Kehrtwende. Noch nie zuvor hat die US-Regierung Personen und Organisationen dazu gezwungen, Produkte zu kaufen, die sie mit ihrem Gewissen nicht verantworten können. Derartiges sollte nicht geschehen in einem Land, in dem die freie Ausübung der Religion das erste der in der Verfassung garantierten Rechte ist.“

Die Regierung solle die Bürger nicht dazu zwingen, sich so zu verhalten, als sei Schwangerschaft eine Krankheit, die zu verhindern sei, sagte Dolan, der im Februar 2012 vom Papst zum Kardinal erhoben wird.

Dolan kündigte entschiedenen Widerstand der US-amerikanischen Bischöfe an.

 Papst Benedikt hatte letzte Woche vor US-Bischöfen deutlich zu verstehen gegeben, daß er die Religionsfreiheit in den Vereinigten Staaten in Gefahr sehe. Der moralische Konsens in der amerikanischen Gesellschaft erodiere derzeit deutlich; „machtvolle kulturelle Strömungen“ und ein „radikaler Säkularismus“ zeigten sich „immer feindlicher gegenüber dem Christentum an sich“. Dem müßten sich die Bischöfe entgegenstemmen:

„Mit ihrer langen Tradition des Respekts für das richtige Verhältnis zwischen Glauben und Vernunft spielt die Kirche eine wichtige Rolle, wenn es gilt, kulturellen Trends entgegenzutreten, die auf der Basis eines extremen Individualismus für einen Freiheitsbegriff fern jeder moralischen Wahrheit eintreten. Unsere Tradition spricht nicht aus blindem Glauben heraus, sondern aus einer rationalen Perspektive: Dabei verbinden wir unseren Einsatz für den Aufbau einer wahrhaft menschlichen Gesellschaft mit der letztlichen Gewißheit, dass dem Kosmos eine innere Logik innewohnt, die für menschliches Nachdenken zugänglich ist.“

Das Zeugnis der Kirche sei „von Natur aus öffentlich“, so der Papst weiter: „Sie versucht zu überzeugen, indem sie rationale Argumente auf dem öffentlichen Platz vorträgt.“

Die „legitime Trennung“ von Kirche und Staat dürfe nicht „dahin gedreht werden, dass die Kirche zu bestimmten Themen den Mund zu halten habe“.

Katholiken dürfe nicht das Recht verweigert werden, sich auf die Gewissensfreiheit zu berufen, um nicht „bei in sich bösen Praktiken mitwirken“ zu müssen.

US-Medien bezogen diesen Satz auf Vorkommnisse an staatlichen Krankenhäusern: Dort haben sich in den letzten Jahren immer wieder katholische Mitarbeiter geweigert, an Abtreibungen mitzuwirken und sich dabei auf  ihre Gewissensfreiheit berufen.

Quelle: Radio Vatikan

 


Gedenkjahr des seligen Pater Rupert Mayer im Bistum Rottenburg

Der Jesuit war katholischer Patriot und entschiedener Gegner der NS-Diktatur

Ein „Pater-Rupert-Mayer-Jahr“ hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart ausgerufen. Mit Gottesdiensten und Gedenkveranstaltungen soll 2012 an den 1876 in Stuttgart geborenen Jesuiten erinnert werden, der als mutiger Prediger gegen die NS-Diktatur bekannt und vor 25 Jahren seliggesprochen wurde.

Der Jesuitenpater war Militärpfarrer im 1. Weltkrieg und bewährte sich dort als besonders tapfer und hilfsbereit, vor allem beim lebensgefährlichen Einsatz für verwundete Soldaten.

Als der Nationalsozialismus aufkam, warnte der klarsichtige Geistliche in Reden und Predigten schon früh vor der Gottlosigkeit, Kirchenfeindlichkeit und dem Judenhaß dieser Ideologie. Der Jesuit wurde mehrfach inhaftiert, u. a. im KZ Sachsenhausen. Er überlebte zwar die Nazi-Schikanen, starb aber geschwächt schon kurz nach Kriegsende.

Während des Gedenkjahres soll es zB. am 2. Mai 2012, dem Gedenktag von Mayers Priesterweihe, im Rottenburger Dom einen Festgottesdienst geben.

Weitere Infos: http://pater-rupert-mayer.drs.de