Ägypten: IGFM beklagt weitere Rückschritte im „Land der Revolution“

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verweist zum ersten Jahrestag der „Revolution“ in Ägypten auf die im Land immer noch inhaftierten Zivilisten. Etwa 12.000 Nichtmilitärs seien in den vergangenen zwölf Monaten vor Militärgerichte gestellt und inhaftiert worden, Soldaten und Sicherheitskräfte hätten gewaltsam Demonstranten und Passanten angegriffen, erklärte die IGFM in Frankfurt.

Der ägyptische Militärrat hat den 25. Januar, den Jahrestag der Revolution in Ägypten, offiziell zum Feiertag erklärt. Viele ägyptische Bürgerrechtler sähen in den offiziellen Feierlichkeiten eine „Taktik des Militärs, um von den Mißständen im Land und den eigenen Fehlern abzulenken“, schreibt dazu die IGFM.

außerdem beklagt der Menschenrechtsverband eine „wachsende Diskriminierung der koptischen Minderheit“, „Rückschritte in Bezug auf Frauenrechte“ und „zunehmende Angriffe auf die Meinungsfreiheit“.

Die Hintergründe der Angriffe auf koptische Kirchen seien immer noch nicht alle vollständig aufgeklärt worden. Weiter werde die Einschränkung der Meinungsfreiheit durch Zensur im staatlichen Fernsehen unter dem Militärrat fortgeführt. Drittens sei die Frauenquote im Parlament im Juli 2011 vom Obersten Militärrat abgeschafft worden, heißt es in der Pressemeldung weiter.


Christen demonstrieren gegen blasphemisches Theaterstück „Gólgota Picnic“

In Hamburg haben Christen, vor allem Katholiken, vor ausverkauftem Theater gegen die skandalöse Aufführung „Gólgota Picnic“ protestiert, weil darin der Kreuzestod Christi satirisch und pornografisch verhöhnt wird.

Selbst das linksorientierte NDR-Fernsehen spricht davon, daß das Stück mit „drastischen Bildern provoziert“, die man auf der Bühne des Thalia-Theaters zu sehen bekomme. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft, weil Anzeigen von Christen gegen „Gólgota Picnic“ eingingen.

Unterdessen behauptet der modernistische Jesuitenpater Breulmann von der bischöflichen „Katholischen Akademie Hamburg“, der es offenbar ganz genau weiß, diese Aufführung des christusfeindlichen Stücks lasse Gott durchaus „cool“.

Kein Wunder, daß der NDR genau diese Aussage zum Titel des eigenen Berichts erwählt: solch ein Spruch aus dem Mund eines (Zeit-)Geistlichen kommt doch sehr gelegen.

Wer hier von „Blasphemie“ rede, müsse bedenken, so der Jesuit, daß Christus dann auch ein Gotteslästerer gewesen sei, weil er am Kreuze gerufen habe: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“

Offenbar ist dem Theologen noch nicht bekannt, daß Christus hierbei den alttestamentlichen Psalm 22  betete, der mit dieser rhetorischen Frage beginnt, aber inhaltlich von großem Vertrauen auf Gott geprägt ist.

Hier Fotos der christl. Mahnwache und ein Fernsehbericht:

http://www.ndr.de/kultur/buehne/theaterskandal101.html

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Nigeria: Christen werden mit Bomben und Terror vertrieben

Panik, Angst und Trauer, so beschreiben einheimische Mitarbeiter des Hilfswerkes Open Doors in Nigeria die Atmosphäre nach den zahlreichen Anschlägen der radikal-islamischen Terrorgruppe „Boko Haram“.

Ihr blutiger Kampf gegen die Regierung, Sicherheitskräfte und insbesondere Christen hinterläßt eine Blutspur, die sich durch den Norden des Landes zieht.

Viele Familien trauern um Angehörige; Verletzte liegen in Krankenhäusern, Häuser und Gebäude liegen in Trümmern. Mehrere christliche Gemeinden haben ihre Versammlungsstätten verloren.

Unter Christen ist die Stimmung äußerst angespannt: „Wir gehen davon aus, dass der Massenexodus Richtung Süden nun begonnen hat“, erklärte ein Team-Mitglied von Open Doors. Seit Jahren unterstützt das evangelikale Hilfswerk „Open Doors“ Christen und Kirchen im islamisch geprägten Norden des westafrikanischen Landes.

Aufgrund der Gefahrenlage wurden nun einige Dienste wie Schulungen und Nothilfe-Projekte in betroffenen Städten ausgesetzt. So mußten Ende des vorigen Jahres theologische Seminare gestoppt werden. Unter anderem in Maiduguri. Dort hatten „Boko Haram“-Kämpfer innerhalb von drei Tagen zehn Bomben an verschiedenen Plätzen der Stadt gezündet. Zwei Seminarteilnehmer wurden niedergeschossen, als sie in ihr Haus zurückkehrt waren. Einer von ihnen war Pastor einer örtlichen „Church of Christ in Nigeria“ (COCIN).

„Doch trotz der Gefahr haben uns die Teilnehmer gebeten, die Schulungen fortzusetzen. Sie wollen ihre theologische Ausbildung abschließen“, so ein Mitarbeiter.

Christenfreier Norden
Das vergangene Jahr war ein Jahr des Terrors für die nigerianischen Christen. Auf dem aktuellen Weltverfolgungs-Index (WVI) von „Open Doors“ rückte das Land von Platz 23 auf den 13. Negativ-Rang vor. Mindestens 300 Christen wurden im Berichtszeitraum zum WVI aufgrund ihres christlichen Bekenntnisses ermordet. Die Dunkelziffer könnte zwischen 1000 und 1500 liegen.

Die Islamistengruppe „Boko Haram“ will ganz Nigeria mittels der Scharia zu einem streng islamischen „Gottesstaat“ machen. Anfang dieses Jahres hatte die Terrorgruppe, deren Name in etwa „Moderne Erziehung ist Sünde“ bedeutet, im Norden lebende Christen ultimativ aufgefordert, die Region zu verlassen. Muslime aus dem Süden sollten in den Norden zurückkehren.

„Boko Haram“ lehnt jeden „westlichen“ Lebensstil und vor allem das Christentum strikt ab.  Bereits nach Ablauf des Ultimatums Anfang Januar kam es zur Ermordung von mehr als 50 Christen in Gombe, Adamawa, Maiduguri (Borno) und Tafawa Balewa (Bauchi). In den nördlichen Staaten Kaduna, Niger, Kano und Zamfara wurde der Ausnahmezustand verhängt.

Anschlagsserie fortgesetzt
An diesem Wochenende hatte die radikale Gruppe erneut zugeschlagen und ein Bild hinterlassen, das von Zerstörungswut und Haß gegen die eigenen Landsleute zeugt. In einem Bekennerschreiben bezeichnete der Führer der „Boko Haram“ die Anschläge als Vergeltungsmaßnahmen nach den jüngsten Verhaftungen einiger ihrer Mitglieder.

Noch immer werden Menschen aus den zerstörten Gebäuden geborgen. Während die Anschläge an Weihnachten vor allem Christen und Kirchen galten, sprengten Autobomben und Selbstmordattentäter in Kano, der Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates, Polizeistationen und öffentliche Einrichtungen in die Luft. Einige der Angreifer sollen Polizeiuniformen getragen haben.

Die Gruppe ist gut organisiert und soll über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, ihren Kampf fortzuführen. Anhänger sollen offenbar bereits kommunale Verwaltungen und Sicherheitskräfte unterwandert und auch Verbindungen zu Al Kaida in den nordafrikanischen Maghrebstaaten unterhalten.

Quelle: Hilfswerk Open Doors


Frankreich: Marsch für Leben fordert Respekt für ungeborene Kinder

32 kath. Bischöfe unterstützten die Pro-life-Demonstration in Paris

Der achte «Marsch fürs Leben» in Paris hat am Sonntag, den 22.1.2012, tausende von Franzosen mobilisiert. Die Demonstrierenden forderten drei Monate vor den Wahlen  «Respekt fürs Leben» von der Politik.

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Transparent: „Europa, verteidige das Leben!“

Die Ungeborenen müßten geschützt, «Gesetze fürs Leben» geschaffen und Schwangere in Nöten moralisch und finanziell unterstützt werden, hieß es bei der Demonstration, die sich vom „Platz der Republik“ zur Oper bewegte. Der Marsch findet seit 2005 jährlich statt. Diesmal wurde er von 13 Organisationen mitgetragen.

32 katholische Bischöfe unterstützten den Marsch. Aus der Region Paris nahmen viele katholische Priester teil. Der Erzbischof von Paris bezeichnete die Manifestation im November als «eines der Aktionsmittel» von Christen, um die Achtung des menschlichen Lebens zu fördern.

Abtreibung gehört nicht zu den Wahlkampfthemen, obwohl in Frankreich jährlich 220.000 Kinder abgetrieben werden. Christine Boutin, Vorsitzende der Christdemokraten und Präsidentschaftskandidatin, nahm immerhin am Marsch teil: sie forderte allerdings nicht die Aufhebung des Abtreibungsgesetzes von 1975, sondern lediglich mehr staatliche Maßnahmen, um «Leben willkommen zu heißen».

Foto und Quelle: evangelikale Webseite www.jesus.ch


Washington: hunderttausende Lebensrechtler demonstrieren

Am 23. Januar 2012 haben zum 39. Mal wieder Hunderttausende von Lebensrechtlern gegen Abtreibung auf den Straßen von Washington und vor dem Obersten Gerichtshof der USA demonstriert.

Aufgrund der diesjährigen Wahlen erhielt die Veranstaltung große Unterstützung zahlreicher Politiker, vor allem von Kandidaten der Republikanischen Partei. Viele Abgeordnete und Senatoren waren persönlich anwesend. John Boehner, Sprecher des Repräsentantenhaus, hielt die erste Ansprache.

  Ebenso nahmen wichtige kirchliche Vertreter teil, darunter Donald Wuerl, Erzbischof von Washington, Daniel Kardinal DiNardo, Bischof von Galveston-Houston und Erzbischof Charles Chaput aus Philalephia.

Die Mehrheit der Teilnehmer kam aus den Vereinigten Staaten, doch der „March for Life“ ist längst zu einer internationalen Demonstration für das Lebensrecht der Ungeborenen geworden. Delegationen aus vielen Ländern der Welt nehmen regelmäßig teil, so auch die Aktion SOS LEBEN aus Deutschland.

  US-Präsident Barack Obama hat jedoch anläßlich dieses Gedenktags an das Abtreibungsurteil „Roe vs. Wade“ erneut das „Recht“ auf Abtreibung verteidigt.

Fotos und Quelle: http://kultur-und-medien-online.blogspot.com/