Philipp Mißfelder (CDU) solidarisiert sich mit christlichen Kopten in Ägypten

English: Philipp Mißfelder MP, chair of the yo...

Image via Wikipedia

Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder, erklärte heute in einer Pressemitteilung u.a.:

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat den Arabischen Frühling von Beginn an unterstützt. Unser Ziel ist Würde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und eine Garantie der universellen Menschenrechte für die Menschen in der arabischen Welt.

Besonders am Herzen liegt uns das Wohl der christlichen Minderheiten. Sie wissen immer weniger, ob sie sich in Ägypten noch sicher fühlen können. Wir sehen mit Sorge, dass Abgeordnete des neu gewählten Parlamentes ihren Amtseid durch die Berufung auf die Scharia einschränken. Diese Sorge teilen wir mit der koptischen Gemeinde in Ägypten.

Die Justiz darf nicht als Mittel der politischen Auseinandersetzung missbraucht werden. Eine neue ägyptische Führung muss ein klares Bekenntnis zu Religions- und Meinungsfreiheit ablegen und diese Grundrechte in der Verfassung und im Alltag garantieren.“


Nigeria: Boko Haram unterhält Kontakte zu Al Kaida

Die radikal-islamische „Boko Haram“ ist mit der Terrororganisation Al Kaida in Kontakt. Das geht aus einem Bericht des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen hervor.

Demnach unterhält „Boko Haram“ Verbindungen zu Al Kaida in der nordafrikanischen Maghreb-Region. Boko Haram-Mitglieder aus Nigeria und dem Tschad seien zum Beispiel in Al-Kaida-Camps in Mali ausgebildet worden, heißt es in dem Bericht.

Sieben Mitglieder von Boko Haram seien vor kurzem im Niger verhaftet worden, heißt es weiter. Neben Flugblättern und Kontaktdaten von Al Kaida hätten sie Dokumente bei sich gehabt, in denen die Herstellung von Bomben erklärt wird.

Der Bericht ist Ergebnis einer Untersuchungskommission, die die Auswirkungen der Libyen-Krise auf die Sahelzone untersuchte. Dabei trat auch die destabilisierende Wirkung von Boko Haram und von Al Kaida zutage.

Quelle: Radio Vatikan


Schah-Sohn Reza Pahlavi übt scharfe Kritik an Irans Führung

Reza Pahlavi, ältester Sohn des  gleichnamigen letzten Schahs von Persien, beschuldigt den obersten politischen und religiösen Führer Irans, Ayatollah Ali Khamenei, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Der 51-Jährige hat einen Bericht beim UN-Sicherheitsrat eingereicht. Darin dokumentiert er Vergehen der islamischen Diktatur, die 2009 begangen worden seien, um einen Aufstand gegen die Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad zu unterdrücken.

Der Bericht enthalte genügend Beweise, so Pahlavi, um den Sicherheitsrat zu veranlassen, den Fall an den Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag (Niederlande) weiterzuleiten.

In den vergangenen 33 Jahren habe der Oberste Führer der Islamischen Republik Iran eine Politik der Unterdrückung von ethnischen und religiösen Minderheiten betrieben.

Der Sohn von Schah Reza Pahlavi (1919-1980) setzt sich aus dem Exil für eine rechtsstaatliche Demokratie in seinem Heimatland ein. Wegen der islamischen Revolution konnte er 1979 nicht von seiner Pilotenausbildung in den USA zurück in den Iran.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA


PUR-Redakteure Müller: Reportage über die „Weltbilderstürmer“

Die religiöse Beilage „Christ und Welt“ (früher Rheinischer Merkur, heute Wochenzeitung Die Zeit) veröffentlichte jetzt in ihrer Web-Ausgabe einen ausführlichen Bericht über die glaubenskonservativen Redakteure Bernhard und Martin Müller aus der oberschwäbischen Ortschaft Immenried bei Kisslegg   –  und über deren Fe-Verlag und das dort erscheinende PUR-Magazin.

Die seit über 30 Jahren journalistisch aktiven Zwillingsbrüder haben mit ihrer faktenstarken öffentlichen Aufdeckung des Porno-Vertriebs beim kircheneigenen Weltbild-Verlag einen medienwirksamen Stein ins Rollen gebracht, der die deutschen Bischöfe zum Handeln veranlaßte, nachdem zuvor zahllose Beschwerdebriefe glaubenstreuer Katholiken nichts fruchteten – und dies jahrelang.

Mit Recht weisen die beiden einsatzfreudigen Katholiken im Gespräch mit dem Redakteur von „Christ und Welt“ darauf hin, daß man den  geplanten Verkauf des Weltbild-Konzerns beileibe nicht als Königsweg ansehen kann.

Eine weitaus bessere Lösung wäre eine inhaltliche Umgestaltung mit einer sittlich unbedenklichen Ausrichtung gewesen  –  ohne Porno-, Erotik- und Esoterik-Bücher,  stattdessen katholische und vielseitig-seriöse Literatur im Angebot. Voraussichtlich hätte die Mediengruppe hierfür „abspecken“ müssen, der Gesamtumsatz wäre gesunken, aber für das katholische Deutschland wäre eine solche Neuorientierung des Weltbildverlags zweifellos ein großes Plus.

Hier lesen Sie diese fair geschriebene Reportage über die Gebrüder Müller, ihre Arbeit und ihre Ideale:

http://www.christundwelt.de/detail/artikel/die-weltbilderstuermer/


Henryk Broder amüsiert sich über „Antisemitismusforscher“

In der Schweizer „Weltwoche“ vom Donnerstag, den 26.1.2012 erschien ein satirischer Artikel des humorvoll schreibenden Buchautors und Querdenkers Henryk Broder über jene oberschlaue, amtlich beauftragte  „Studie“ zum Thema Antisemitismus in Deutschland, die kürzlich vorgestellt wurde.

Solche Umfragen und Studien mit ähnlichen bis gleichartigen Ergebnissen gibt es  längst in rauhen Mengen, doch war damit „deutscher Gründlichkeit“ und Wiederholungsfreude offenbar noch keine Genüge getan.

Der bekannte jüdische Publizist H. Broder schreibt  in der „Weltwoche“ hierzu einleitend:

„Wann immer die Bundesregierung nicht weiter weiß oder sich ein Problem vom Hals schaffen möchte, bittet sie „unabhängige Experten“ um Rat, weil im Kanzleramt und in den 14 Bundesministerien offenbar nur abhängige Beamte Dienst nach Vorschrift schieben, auf deren Sachverstand kein Verlass jetzt. So kam es, dass vor drei Jahren, 2009, ein „Expertengremium“ mit dem Auftrag eingesetzt wurde, ein Gutachten zum gegenwärtigen Stand des Antisemitismus zu erarbeiten.

Dieses Gutachten wurde letzten Montag in Berlin vorgestellt. Es kommt zu einem überraschenden Ergebnis – Antisemitismus sei in der deutschen Gesellschaft noch immer „tief verankert“ – und es nennt auch eine Zahl, die man in allen Studien zum Antisemitismus der letzten Jahre findet. Etwa 20% der Deutschen seien mehr oder weniger antisemitisch eingestellt.  Ferner stellen die „unabhängigen Experten“ fest, der “Antisemitismus in unserer Gesellschaft“ basiere „auf weit verbreiteten Vorurteilen, tief verwurzelten Klischees und auf schlichtem Unwissen über Juden und das Judentum”.

Auch das eine umwerfend neue Erkenntnis, wobei man freilich inzwischen fragen muss, wer wovon weniger Ahnung hat: Die Antisemiten von den Juden oder die Antisemitismusforscher von den Antisemiten. Die Behauptung, Antisemitismus sei eine Folge des „Unwissens über Juden und das Judentum“, gehört ihrerseits in das Reich der Vorurteile und Klischees. Viele Antisemiten, von Voltaire bis Goebbels, waren gebildete Leute und wussten über das Judentum gut Bescheid.“

Auf der niveauvollen, oft witzig zu lesenden Webseite „Ach gut“ finden Sie regelmäßig Beiträge von Broder und anderen interessanten Autoren: www.achgut.com


Nord-Nigeria: Panikartige Massenflucht von bedrohten Christen

Berichten zufolge, die das kath. Hilfswerk „Kirche in Not” am 24. Januar 2012 von Repräsentanten der Kirche in Nigeria erhielt, haben ca.  35.000 Menschen Haus und Heimat wegen der anhaltenden Gewalt durch die islamische Terrorgruppe „Boko Haram“ verlassen.

Augenzeugen berichteten: „Die Menschen laufen einfach davon; sie fliehen in Gebiete wie Jos und weiter südlich, in denen sie glauben, sicher zu sein.”  –  Ein Flüchtling ergänzte: „Es herrscht Panik. Viele haben alles zurück gelassen und laufen um ihr Leben, weil sie nicht wissen, wann die Gewalt wieder auflodert.”

Christliche Flüchtlinge berichteten, daß Kirchen in Maidiguri, im Bundesstaat Borno und in Bauchi im Bundesstaat Bauchi am 22. Januar 2012 zerstört worden waren.

„Das anvisierte Ziel von Boko Haram ist es, alle Christen aus dem Norden zu vertreiben”, bestätigte ein Zeuge gegenüber „Kirche in Not”.

Abul Qaqa, der Sprecher der muslimischen Sekte Boko Haram, stellte den Christen bereits Anfang Januar 2012 ein dreitägiges Ultimatum, den Norden zu verlassen.

Laut Angaben des Menschenrechtsverbands „Human Rights Watch“ wurden bereits 935 Menschen seit der Gründung von Boko Haram ermordet, die meisten davon Christen. Diese Zahl enthält auch die mehr als 250 Opfer seit Beginn des Jahres 2012.

Quelle: „Kirche in Not“ (München/Königstein)


Die Abschaffung der Wehrpflicht hat sich nicht bewährt

Wehrbeauftragter Königshaus kritisiert mißliche Situation der Soldaten

Die Umstellung der Bundeswehr von der allgemeinen Wehrpflicht zur Freiwilligen-Armee bzw zur Berufstruppe ist alles andere als gelungen.

Damit bestätigen sich schwerwiegende Bedenken jener Experten, die vor einer Abschaffung der Wehrpflicht gewarnt haben, darunter Prof. Dr. Michael Wolffsohn, deutsch-jüdischer Historiker aus München und Professor an der Bundeswehr-Universität Neubiberg.

Inzwischen hat der FDP-Parlamentarier Hellmut Königshaus als Wehrbeauftragter massive Mißstände vorgelegt, die vor allem durch die Reform der Bundeswehr verursacht sind. Dazu schreibt die Rhein-Neckar-Zeitung:

„Der Wehrbeauftragte des Bundestags prangert Jahr für Jahr Missstände bei der Bundeswehr an. Das ist sein Job. Selten zuvor aber war die Kritik so umfassend und fundamental wie diesmal.

Hellmut Königshaus lässt keinen Zweifel daran, dass die Reform die Truppe auf eine echte Bewährungsprobe stellt – von der noch keineswegs sicher ist, ob sie sie auch besteht. Weite Wege zur Dienststelle, horrende Scheidungsraten, mangelhafte Ausrüstung und schlechte Stimmung – wer sich nach dem Bild, das Königshaus über die Lage der Soldaten zeichnet, noch für eine berufliche Zukunft an der Waffe entscheidet, muss schon sehr überzeugt sein.

Wer die Wahl hat, dürfte sich wohl eher für einen Job in der Wirtschaft oder dem öffentlichen Dienst entscheiden. Woher aber soll die Bundeswehr dann die qualifizierten Leute bekommen, die sie so dringend braucht?

Die Politik sollte den Weckruf von Königshaus ernst nehmen und sich vor allem klar machen, dass die Reform der Bundeswehr Geld kosten wird.

Die Abgeordneten – die stets betonen, wie schwer es ihnen fällt, die Bundeswehr in einen Einsatz zu schicken – könnten ihr Gewissen etwas erleichtern, wenn sie zumindest dafür sorgen, dass die Soldaten die bestmögliche Vorbereitung und Ausrüstung erhalten.“

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung