Evangelischer Pastor: Prostitution verbieten – Schweden als Vorbild

Für ein Verbot der Prostitution in Deutschland plädiert der Pastor für Arbeit, Wirtschaft und Soziales der hannoverschen Landeskirche, Peer-Detlev Schladebusch aus Celle.

Mit ihrer Legalisierung durch ein Gesetz aus dem Jahr 2002 seien „Entwürdigung und Freiheitsberaubung“ erlaubt worden, schreibt er im Informationsblatt des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA).

Schladebusch ist Ansprechpartner des KDA in der Region Lüneburg-Wolfsburg sowie geistlicher Berater für Führungskräfte und Unternehmensleitungen.

Er bezeichnet es als „Ausdruck von Menschenverachtung“, wenn im Blick auf Prostituierte gesagt werde „Die machen das doch freiwillig“ oder wenn behauptet werde, käuflichen Sex müsse es geben, damit nicht noch mehr sexuelle Übergriffe geschähen.

Aus der Sicht von Pfr. Schladebusch ist es unvereinbar mit der im Grundgesetz als „unantastbar“ geschützten Menschenwürde, wenn es „Menschen zweiter Klasse“ gebe, „derer sich andere bedienen können“. Verwundungen an Körper und Seele seien „die logische und reale Konsequenz“.

Das Gesetz habe Frauen mehr Schutz geben wollen, aber in vielen Fällen das Gegenteil bewirkt. Schladebusch: „Es nutzt eher den Bordellbetreibern und Zuhältern, die jetzt legal ihr Geschäft betreiben und Frauen unter Druck setzen.“ Politik und Ordnungsbehörden scheine das kaum zu interessieren.

„Niemand verkauft seinen Körper ohne äußere oder innere Notlage“

Schladebusch verweist darauf, dass in Schweden bereits 1999 ein Prostitutionsverbot erlassen worden sei: Freiern drohten bis zu sechs Monate Haft. Trotz anfänglicher Bedenken, dass die Prostitution in den Untergrund wandern würde, sei dieses Gesetz dort heute kaum noch umstritten. Frankreich erwäge nachzuziehen.

Viele hätten erkannt, dass nur so „dem Skandal der Entwürdigung“ beizukommen sei. Schladebusch: „Niemand verkauft seinen Körper ohne Zwang oder eine äußere oder innere Notlage.“

Zur Rückgewinnung eines menschenwürdigen Lebens könnten Umschulungsangebote für Prostitutierte dienen: „Gute Arbeit baut Menschen auf und verleiht neues Selbstwertgefühl.“ Das gelte auch für die rund 400.000 Prostituierten in Deutschland. Bei Jesus Christus gebe es ohnehin keine Menschen zweiter Klasse, so Schladebusch.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA


3 Kommentare on “Evangelischer Pastor: Prostitution verbieten – Schweden als Vorbild”

  1. eine frau die wirklich liebt sagt:

    ich gebe jetzt mal etwas dazu bekannt……… jeder Mensch hat das Recht auf sexuelle Erfüllung.
    Ich habe mich vor ca 3 Jahren als Escort von einem evangelischen Pfarrer buchen lassen, weil er in seiner Ehe die Erfüllung der ehelichen Pflichten vermisste und was passierte???? Er und ich verliebten uns ineinander und wir waren 2 1/2 Jahre ein glückliches aber geheimes Paar.
    Wir haben eine Liebe gelebt die stärker nicht sein kann, sie war vom Glauben geprägt und wir konten unsere Erotik wirklich leben. Das Problem was entstand war, dass seine Ehefrau die ihren ehelichen Pflichten eben nicht nachkam und das über Jahre hinweg, und sie irgendwann eine eigentlich harmlose SMS fand und dazu kam es zu einer Art Supergau. Mein Leben wurde dadurch zerstört weil eine Scheinwelt einer Familie aufrecht erhalten werden sollte. Tut man damit den vorhandenen Kindern Gutes???????? Nein mit Sicherheit nicht!!!! Auf diese Weise sind Kinder nur belogen. Tut man was Gutes wenn man seiner Ehefrau die man jahrelang betrogen hat nicht die ganze Wahrheit sagt???? Auch das mit Sicherheit nicht. Tut man Gutes wenn man der Kirchengemeinde verschweigt,dass man eine Affäre hat, bzw hatte und der Kirchengemeinde gegenüber unglaubwürdig erscheint???? Nein mit Sicherheit auch das nicht.
    Tut man letztendlich der Affäre die wirklich liebt und viel geben will und kann gutes wenn sie durch Falschheit ihr Leben verliert Gutes?? Nein auch das nicht……….So mancher Pfarrer sollte sich besser eingestehen, dass er auch Mann ist und es einen Grund gab warum beide zueinander gefunden haben………..und Ehrlichkeit wäre in dem Fall etwas ganz anderes………
    Warum muss die Affäre versuchen der Ehefrau die Wahrheit zu sagen, während ein Mensch der Pfarrer ist zu feige ist, nur weil seine Ehefrau ihm droht die Kinder zu nehmen bzw ihn bloß zustellen was die Affäre aber genauso könnte???? Nur die Affäre liebt viel zu sehr und verzichtet und genau das ist es was Gottes Liebe ist………. Die Affäre, die wirklich liebt, verzichtet und erträgt enormen Schmerz, weil sie weiß dass Gott sie leiten wird. Aber ich gebe meiner Vorrednerin absolut Recht…………….. ohne Prostituierte gäbe es weit mehr Probleme in der Welt und sehr viele Geistliche würden weiterhin in einer Scheinwelt leben.

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  2. Grüße aus Saarbrücken sagt:

    ich habe ursprünglich nach etwas anderem gesucht und bin hier drauf gestoßen…teilweise stimmt der artikel aber anderseits steht ein haufen blödsinn da drin!!! und das macht mich gerade echt sauer.
    punkt 1. es gibt so viele gläubige die uns mädels besuchen und dabei meistens die sadistischsten wünsche haben ( ich selber bin Domina und habe dies schon mehr als einmal erlebt!)
    punkt 2. nur weil prostitution ein anerkanntes geschäft ist heißt das noch lange nicht dass Zuhälter machen dürfeen was sie wollen. Dieses Geschäft ist nur legal wenn es auf freiwillige basis passiert!Zwischen den typischen Zuhältern und Bordellbetreibern gibt es einen riesen Unterschied.Natürlich gibt es Männer die meinen uns Mädels unter Druck zu setzen…meist sind das heutzutage allerdings die Mädels auf der Straße und nicht zB in Terminwohnungen (da sind nämlich meistens frauen der chef,und klar dass man miete zahlt,zum einkaufen was dazu legt usw. soo eine wohnung kostet geld–>von wasser,strom bis hin zu putzmitteln,kondome und natürlich die werbung!!) dies hat also nichts mit illegalen geschäften in dem fall zu tun (oder muss der chef eines Autohauses nicht auch erst seine Kosten decken bevor er leute einstellt?!)
    punkt.3 Die männlichen Zuhälter sind nicht das Problem,es gibt mittlerweile verstärkte Kontrollen allerdings ist der Hauptzuhälter der Staat….Wenn wir Mädels ganz anständig sind verdient der Staat am meisten und das kann nicht sein.Niemand!!!!und ich wiederhole niemand hat das recht an einem anderen Menschen etwas zu verdienen ohne etwas zu geben!
    punkt 4. Es gibt viele Mädels wie ich die das Geld sehen und ja jeder Job hat seine negativen Seiten…Ich bin auch manchmal genervt aber dennoch liebe ich meinen Beruf, da ich so viele liebenswürdige Menschen kennengelernt habe und dennoch ohne Psychogiestudium die bessere Psychologin bin .. das ist eine Tatsache! Überlegt mal..jeder Bauarbeiter klagt über schürfwunden und rückenschmerzen….jeder büromensch über kopfschmerzen wenn eer mal wieder den ganzen tag auf den PC mit schlechter Auflösung schauen muss…und jeder arzt wurde mindestens schon einmal krank weil er am Tag zuvor ein Kind mit Schnupfen behandelt hat.Sollen wir also nun alle unsere Jobs aufgeben und freiwillig vom staat leben nur weil es mal ein wehwehchen geben könnte?

    und ja ich muss aber auch zugeben,dass viele mädchen jeden alters einschließlich die senioren so wenig Geld bekommen (zumal die welche sich wortwörtlich den buckel rund gearbeitet haben) dass ihnen keine andere Wahl hat als sich so über wasser zu halten…Aber nein der staat will das ja genau so meiner meinung nach…wenn wir mädels nämlich alle genau angeben was wir tun und wieviel wir verdienen dann müsste kein Mensch in Deutschland mehr arbeiten gehen da der Staat allein durch unsere Steuern (die man theroretisch zahlen soll) enorm reich wäre.Überlegt mal alleine in der Stadt Saarbrücken gibt es alleine 1700 registriete prostituierten.Das nenne ich schon sehr viel, und nun überlegt mal wieviele sozusagen schwarz arbeiten oder den gewerbeschein mit einem anderen pseudonym laufen lassen.Ich persönlich kenne sehr viele meinesgleichen und keine von denen hat das Wort Prostitution in ihrem Gewerbeschein stehen.Dadran muss sich etwas ändern…nicht an dem eigentlichen gewerbe!

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  3. Richtig! Ein Mensch kann niemals Mittel zum Zweck sein – er ist immer Zweck… Und so darf es nicht sein, dass weibliche oder männliche Prostituierte als Mittel zur Befriedigung der sexuellen Lust Dritter sind. – Aber dennoch kann es sein, dass in der sogenannten „käuflichen Liebe“ (obwohl es mit Liebe ja überhaupt nichts zu tun hat) auch gelegentlich umgekehrt ein Schuh daraus wird. Meint Schladebusch das mit „innerem Zwang“?

    Statt eines generellen Verbotes der Prostitution würde ich deshalb dennoch eher für die Zulassung von Einzelfällen nach strenger Prüfung der Gründe für den entsprechenden Tätigkeitswunsch plädieren.
    Abzulehnen und zu unterbinden ist aber jedenfalls jedwede Ausbeutung der Prostituierten durch Dritte…

    Und noch etwas ist in meinen Augen wichtiger als das generelle Verbot von Prostitution: Die Gesetze, die zulassen, dass Menschen in eine äußere Notlage geraten können, müssen überarbeitet bzw. ganz abgeschafft werden. Die Hartz-IV-Gesetze zum Beispiel! Besser wäre es, ein bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen, wie es Prof. Götz Werner seit langem fordert. (Siehe hier: http://www.unternimm-die-zukunft.de/de/news/2012/01/25/zitat_des_tages/)

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