Organspende: Erzbischof Woelki kritisiert gesetzlichen Druck

Die Organspende muß völlig freiwillig bleiben. Dazu rät der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki in einem Interview im RBB Hörfunk. Niemand dürfe gesetzlich dazu verpflichtet werden, sich zu seiner Spendenbereitschaft zu äußern.

Der Berliner Oberhirte warnte davor, Druck auszuüben. Es dürfe nicht als unmoralisch dargestellt werden, wenn jemand nicht zu einer Organspende nach seinem Tod bereit sei. „Organspender und -empfänger dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, so der Erzbischof.

Die Bundestagsfraktionen arbeiten derzeit gemeinsam an einem Gesetzentwurf zur Reform des Transplantationsgesetzes. Danach soll sich künftig jeder Bürger mindestens einmal im Leben mit der Frage der Organspende befassen und seine Entscheidung festlegen (zB. auf seiner Versicherungskarte).

Quelle: Radio Vatikan

Anmerkung des Christlichen Forums: Diese Klarstellungen des Erzbischofs sind erfreulich. Zu seiner Bemerkung „Organspende nach (seinem) Tod“: Die Kritik an der Organspende entsteht gerade aus der zunehmenden Kenntnis darüber, daß die Organentnahme eben nicht bei Toten stattfindet, sondern bei Sterbenden.


2 Kommentare on “Organspende: Erzbischof Woelki kritisiert gesetzlichen Druck”

  1. Um aufzuzeigen wie die Laienorganisation Neuapostolische Kirche International e.V. das Thema beurteilt hier auch ein Link zu der entsprechenden Seite dieser Sekte: http://www.nak.org/de/glaube-kirche/nak-von-a-bis-z/glossar/all/organspende/

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  2. Diese Klarstelung des designierten Kardinals ist m e h r als erfreulich (der heilige Vater hat ein „sehr gutes Händchen“ bei der Besetzung der in Berlin entstandenen Vakanz gezeigt)! Umsomehr, wenn man sieht das andere christliche Organisationen (z.B. die sogenannte Neuapostolische Kirche) sich hinter die Hirntod-Definiton stellen, die auf einem 1968 veröffentlichten Konzept der Harvard Medical School beruht, und die Organspende befürworten.

    Ich kann mir vorstellen, dass die Seite theologe.de hier in diesem Forum nicht so gern gesehen wird – der theologe ist einfach zu katholiszismusfeindlich. Aber für denjenigen, der mehr über die tatsächlichen Probleme bei der Organentnahme bei angeblich toten Spendern wissen will, bietet er eine lesenswerte Informationsseite:
    http://www.theologe.de/theologe17.htm

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