Papst ernannte konservativen deutschen Theologen zum Apostolischen Protonotar

Bischof Gerhard L. Müller würdigt das Lebenswerk von Prof. Dr. Georg May

Der 85-jährige Schriftsteller und Theologe Dr. Georg May ist gebürtig aus Schlesien (Bistum Breslau) und wirkte lange an der Universität Mainz als Professor für Kirchenrecht und kirchliche Rechtsgeschichte.

Der Geistliche wurde nun von Papst Benedikt hoch geehrt und zum Apostolischen Protonotar ernannt.

Die päpstliche Ernennungs-Urkunde übersandte ihm interessanterweise der Regensburger Bischof Gerhard L. Müller, nicht der eigentlich zuständige Mainzer Erzbischof Karl Lehmann (Prof. Georg May wohnt in Budenheim und ist im Bistum Mainz inkardiniert, also kirchenrechtlich dort zugehörig).

Diese hohe Ehrung für Prof. May erfolgte auf Antrag von Bischof Müller.

In seinem  (von „kath.news“ veröffentlichten) Beischreiben würdigt der Regensburger Oberhirte das Lebenswerk des kirchentreuen Theologen:

„Zu dieser hohen Auszeichnung, mit der die Kirche ihre Wertschätzung für Ihr jahrzehntelanges akademisches und pastorales Wirken, Ihr standhaftes sentire cum ecclesia und Ihre gewissenhafte Verkündigung des unverkürzten katholischen Glaubens zum Ausdruck bringt, gratuliere ich Ihnen sehr herzlich.“

Der kernkatholische Kirchenrechtler Georg May befaßt sich seit Jahrzehnten in Büchern, Vorträgen und Aufsätzen kritisch und ohne Umschweife mit dem Niedergang des Glaubens vor allem in den deutschsprachigen Ländern   – und mit dem Verfall der kirchlichen Führung und Autorität.

Die Hauptursache für die Mißstände, auch in liturgischer Hinsicht, sieht der konservative Theologe in der Unfähigkeit und mangelnden Konsequenz vieler Bischöfe, zumal im deutschsprachigen Raum.

In glaubenstreuen Kreisen ist Prälat Georg May auch bekanntgeworden wegen seiner vielzitierten Feststellung: „Die Krise der Kirche ist eine Krise der Bischöfe.“   (Ursprünglich stammt die Aussage von Franjo Kardinal Seper, dem Leiter der Glaubenskongregation in der Zeit vor Kardinal Ratzinger.)

In seiner Schrift „Die andere Hierachie“, die 1997 erschien, schreibt der Kirchenrechtler glasklar Folgendes:

„Es ist eine offenkundige und unbestreitbare Tatsache: Die Bischöfe sind die Hauptverantwortlichen für den unaufhörlichen dramatischen Niedergang der Kirche. Selten in der Geschichte hat eine Führungsschicht in so ungeheurem Ausmaß versagt wie die Mehrheit des Bischofskollegiums nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil.
Um es genau zu sagen: Die deutschen Bischöfe haben sich als unfähig erwiesen, die letztlich entscheidenden Aufgaben der katholischen Kirche in Deutschland adäquat zu lösen: den Glauben zu erhalten und zu verbreiten, die Sitten zu heben und zu bessern, den Gottesdienst zu fördern und zu schützen.“

 


Der Papst über das Heil und die Heilung: Gottesliebe, Gebet, Sakramente, gute Werke!

Am Sonntag, den 5.2.2012, hielt Papst Benedikt eine Ansprache über die Krankenheilungen Christi während seines öffentlichen Wirkens. Dazu sagte der Papst u.a.:

„Es bleibt jedoch wahr, dass die Krankheit eine typische Bedingung des Menschseins ist, in der wir eindringlich erfahren, dass wir uns selbst nicht genügen, sondern der anderen bedürfen.

In diesem Sinne könnten wir mit einem Paradox sagen, dass die Krankheit eine heilsame Zeit sein kann, in der wir die Aufmerksamkeit der anderen erfahren und den anderen Aufmerksamkeit schenken.

Dennoch ist sie immer eine Prüfung, die auch noch lang und schwierig werden kann.

Wenn es nicht zur Heilung kommt und die Leiden anhalten, können wir wie zermürbt und isoliert verbleiben  –  und unser Leben wird niedergedrückt und entmenschlicht.“

Entscheidend sei dann, so der Papst, „die Haltung des Glaubens an Gott und seine Güte“.

Er fügte hinzu: „Wir alle brauchen jedoch in der Krankheit menschliche Wärme. Um einen kranken Menschen zu trösten, kommt es mehr als auf Worte auf die gelassene und aufrichtige Nähe an.“

Zudem erinnerte Papst Benedikt daran, daß die Kirche am nächsten Samstag, dem 11. Februar, den Gedenktag Unserer Lieben Frau von Lourdes begeht  – es ist dies auch der Welttag der Kranken.

Der Papst bat die Gläubigen sodann um ihre Fürbitte für Leidende:  „Machen wir es wie die Menschen zur Zeit Jesu: Bringen wir ihm im Geiste alle Kranken im Vertrauen, dass er sie heilen kann und will. Rufen wir die Fürsprache der Mutter Gottes an, insbesondere für die Situationen großen Leidens und großer Verlassenheit. Maria, du Heil der Kranken, bitte für uns!“

Die deutschsprachigen Pilger grüßte der Papst sodann mit folgenden Worten:

„Einen herzlichen Gruß richte ich an alle deutschsprachigen Pilger und Besucher. Christus, so erzählt uns heute das Evangelium, zog durch das Land Galiläa, um die Liebe Gottes zu verkündigen mit Worten und mit der Tat der Heilung. Er wird auch unser Begleiter sein und will es sein; er will uns an seiner Gemeinschaft mit dem Vater Anteil geben und so zur  Fülle des Lebens führen.

Und wir wollen ihm folgen: im Gebet, durch den regelmäßigen Empfang der Sakramente und mit guten Werken. So können wir die heilende Macht seiner Liebe erfahren und weitergeben. Der Herr geleite euch dabei mit dem Licht seiner Gnade.“


Ehem. BDI-Chef Henkel hält Euro-„Rettungsschirme“ für friedensgefährdend

Der ehem. Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, sieht in den Euro-Rettungsversuchen eine Gefahr für den Frieden in Europa, nicht zuletzt wegen des undemokratischen Zentralismus in der EU.
„Die zunehmend undemokratische Krisenbewältigung, das Hineinreden deutscher Politiker in die Angelegenheiten anderer Länder, die Einschränkung des Budgetrechts der Parlamente durch zentralistische Aufsichtsorgane führen zu einer gefährlichen Aushöhlung der Demokratie“, schreibt Henkel in einem Beitrag für das Nachrichtenmagazin „Focus“.
Er fügt hinzu:  „Mehr noch, wir beobachten immer öfter Zwist und Zwietracht innerhalb der Euro-Zone und eine ständige Verbreiterung des Grabens zwischen Euro- und Nicht-Euro-Ländern.“

Henkel wandte sich dagegen, zunehmend politische Gründe für die Euro-Rettung anzuführen. „Wenn gar nichts mehr hilft, wird sogar behauptet, der Euro sei notwendig zur Friedenssicherung. Einmal ganz davon abgesehen, dass wir auch mit unseren Nicht-Euro-Nachbarn gut auskommen, ist dieses Argument historisch unsinnig. Der Friedensgarant heißt Demokratie und nicht Euro“, so Henkel.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Euthanasie: „Lebensende-Klinik“ wird in Holland eröffnet – Ärzteverband übt Kritik

In den Niederlanden  wird am 1. März 2012 eine spezielle Klinik für Euthanasie eröffnet. Die «Lebensende-Klinik» in Den Haag richtet sich an Patienten, deren Wunsch nach „aktiver Sterbehilfe“ von ihrem Arzt nicht erfüllt werde, wie die  „Vereinigung für ein Freiwilliges Lebensende“ (!) am 6.2.2012 mitteilte.

Es geht also im Klartext um ärztliche Hilfe beim Selbstmord.

Anders als in Deutschland, wo Euthanasie bestraft wird,  ist diese seit 2002 in den Niederlanden unter bestimmten Voraussetzungen auf Wunsch des Patienten erlaubt.

Jährlich werden rund 2500 Fälle von „aktiver Sterbehilfe“ bei den entsprechenden Kommissionen gemeldet. Das Gesundheitsministerium hatte bereits mitgeteilt, daß eine derartige „Lebensende-Klinik“ rechtlich möglich sei.

Der niederländische Ärzteverband steht dem Vorhaben allerdings ablehnend gegenüber. Dadurch werde „aktive Sterbehilfe“ auch in solchen Fällen propagiert, in denen es noch andere Behandlungsmöglichkeiten gebe. «Man kann das Leiden von Menschen in vielen Fällen auch auf andere Weise beenden, als schnell den Tod herbeizuführen», hatte die Ärztevereinigung bei Bekanntwerden der Pläne kritisiert.

Quelle: evangelische Nachrichtenseite http://www.jesus.de


Kardinal Cordes über die Kirche: „Nicht von dieser Welt“

In einem  FAZ-Leserbrief  unter dem Titel „Die Kirche und die Grenzen der Soziologie“ äußert sich der römische Kurienkardinal Paul Josef Cordes heute (6.2.2012) über die grundsätzliche Stellung des Christen zur Welt.

Dabei lehnt er Weltflucht und Absonderungstendenzen ab, stellt aber zugleich klar, daß die Kirche „nicht von dieser Welt“ ist, sondern eine Stiftung des Ewigen selbst.

Auch der vieldiskutierte Begriff der „Entweltlichung“, den der Papst bei seinem jüngsten Deutschlandbesuch betonte, meint keine Flucht aus der Welt, auch keine Gegnerschaft zur Welt, sondern eine gesunde Distanz der Kirche gegenüber der Welt, damit die Kirche ihre innere Unabhängigkeit behält  –  und sich zugleich ihrer Abhängigkeit von Gott und seinen Geboten bewußt bleibt.

Kardinal Cordes betont in seiner Stellungnahme in der FAZ,  mit dem Gebrauch des Ausdrucks „Entweltlichung“ beabsichtige Papst Benedikt „keineswegs einen Aufruf zur „Weltflucht“ oder „Weltentfremdung“.

Man müsse, so Cordes weiter, aber Jesu Wort an seine Jüngerschar bedenken, wonach sie „nicht von dieser Welt“ ist.

Der Appell des Völkerapostels Paulus „Gleicht euch nicht dieser Welt an“ (Röm 12) und die Warnungen des Johannesevangeliums vor der „Welt“ dürften nicht ausgeblendet werden, erklärt der Kurienkardinal  – und fährt fort:

Wenn die Kirche „allein auf irdische Kräfte“ setze, statt auf „Heilsbotschaft und Gnade“, dann werde die „Verzahnung mit der Gesellschaft so stark, dass die Kirche im weltlichen Fahrwasser ihr Unterscheidendes, ihre Identität nicht bewahren kann.“

Es handelt sich hier um grundlegenden Appell aus Rom an die Kirche in Deutschland, ihr Profil zu schärfen und sich nicht im „weltlichen Fahrwasser“ zu verlieren.


Bischof Hanke (Eichstätt) solidarisiert sich mit Kopten in Ägypten

Als Ausdruck der Solidarität mit den unterdrückten koptischen Christen wird Bischof Gregor Maria Hanke am 7. Februar 2012 zu einer einwöchigen Reise nach Ägypten aufbrechen.  Begleitet wird der Eichstätter Bischof u.a. von Anba Damian, dem Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland.

Bischof Hanke ist den Kirchen des Ostens besonders verbunden: Er nahm an der Sonderversammlung der Weltbischofssynode zum Nahen Osten 2010 teil und trägt die Verantwortung für das „Collegium Orientale“ in Eichstätt.

Bei seinem Besuch in Ägypten wird er sich über die Lage der dortigen Christen  informieren und Gespräche mit koptisch-katholischen und  koptisch-orthodoxen Vertretern führen.

Quelle: Bischöfliches Ordinariat Eichstätt


Grüner Ministerpräsident Kretschmann brüskiert deutsche Vertriebene

Der baden-württembergische Ministerpräsident Wilfried Kretschmann (Bündnis90/Die Grünen) läßt nichts unversucht, um deutsche Heimatvertriebene vor den Kopf zu stoßen: erstmals seit seinem Bestehen wurde der „Bund der Vertriebenen“ (BdV) nicht zum Neujahrsempfang der Landesregierung eingeladen.

Damit nicht genug: Während des Landtagswahlkampfs versicherten sowohl SPD wie Grüne dem „Bund der Vertriebenen“ ausdrücklich, daß sie eine „enge Zusammenarbeit“ mit dem Landesbeauftragten für Vertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler anstreben.

Nach gewonnener Wahl trat das genaue Gegenteil ein: Ministerpräsident Kretschmann verweigerte die Berufung eines Landesbeauftragten für Vertriebene in die neue rot-grüne Landesregierung. Beim BdV war die Enttäuschung groß, hatte man sich doch auf die Zusagen vor der Landtagswahl verlassen.

Die Landesregierung installierte hingegen als Neuigkeit einen „Landesbeauftragten für Lärmschutz“.

Soviel zu den rot-grünen Prioritäten.