Gefolterter Christ will kommunistisches Nordkorea verklagen

Der US-amerikanische Christ Robert Park aus Tucson im Bundesstaat Arizona will Nordkorea auf Schadensersatz und Schmerzensgeld verklagen.

Der 30-Jährige war am 25. Dezember 2009 festgenommen worden, als er von China aus über den gefrorenen Fluss Tumen in das kommunistisch regierte Land eindrang. Nach 43 Tagen wurde er überraschend freigelassen und nach Peking abgeschoben.

Während seiner Haft sei er massiv gefoltert worden. Noch heute leide er unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD). Als psychische Folge der Folterungen habe er häufig Alpträume; zweimal habe er versucht, sich das Leben zu nehmen.

Mit der Klage will Park laut Presseberichten auf die schweren Menschenrechtsverletzungen der Diktatur in Pjöngjang hinweisen. Er selbst sei nicht an einer finanziellen Entschädigung interessiert, berichtet der Informationsdienst „Assist“.

Nordkorea gilt als das Land mit der schlimmsten Christenverfolgung. Nach Schätzungen werden bis zu 70.000 Christen als Staatsfeinde in über 30 Arbeits- und Straflagern gefangen gehalten.

Von den 24 Millionen Einwohnern sind offiziellen Angaben zufolge etwa 12.000 Protestanten und 800 Katholiken, die zu vier staatlich anerkannten Kirchengemeinden gehören. Mindestens 200.000 versammeln sich im Untergrund.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA



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