Konservative Ökumene – das Erfolgsrezept pur in den USA

Katholiken und Evangelikale im Schulterschluß gegen Obamas kirchenfeindliche Politik

In den letzten Jahrzehnten haben gemeinsame Erklärungen und Aktionen von katholischer und evangelikaler Seite in den USA immer mehr an Bedeutung und Gewicht gewonnen.

Bereits unter dem gläubigen Präsidenten Ronald Reagan zeichnete sich dieser Schulterschluß ab, denn konservative Katholiken standen ebensowie bibelorientierte Protestanten   –  also Evangelikale  –  vielfach hinter seiner Politik

Vor allem in sittlicher und familienpolitischer Hinsicht sind die Übereinstimmungen zwischen kirchentreuen Katholiken und Evangelikalen nahezu hundertprozentig: gemeinsam kämpft man gegen Abtreibung, Euthanasie und die Gleichstellung homosexueller „Partnerschaften“ mit der Ehe, tritt für das Schulgebet ein und wirbt für die Stärkung der klassischen Familie und konservativer Prinzpien.

Derzeit entbrennt geradezu ein Kulturkampf in den Vereinigten Staaten: Nicht genug damit, daß die Sozialversicherten zukünftig Abtreibungen mitfinanzieren sollen, was die katholische Kirche und evangelikale Vertreter gleichermaßen empörte, geht Präsident Obama jetzt noch einen Schritt weiter: er will mittels einer gesundheitspolitischen Verordnung von kirchlichen Einrichtungen (Krankenhäusern, Schulen, Sozialstationen usw) verlangen, daß sie die Kosten künstlicher Verhütungsmittel, Sterilisationen und der Pille-danach für ihre Angestellten bezahlen sollen.

Ein Sturm der Entrüstung geht jetzt ebenso durch kirchentreue katholische wie durch evangelikalen Kreise, von „Krieg (des Staates) gegen die Religion“ ist auf beiden Seiten die Rede.

Selbst ein ansonsten weniger kämpferischer, vom Zeitgeist teilweise angekränkelter evangelische Star-Prediger und Bestellerautor wie Rick Warren solidarisiert sich entschieden mit der katholischen Kirche und ihrem Widerstand gegen die jüngsten Zumutungen der Obama-Administration.

Die „konservative Ökumene“ in den USA zeigt sich aber auch angesichts der breiten evangelikalen Unterstützung für den potentiellen katholischen Republikaner-Kandidaten Rick Santorum, der sich derzeit angesichts seiner aktuellen Vorwahl-Siege wieder im Aufwind befindet. Doch bereits vorher hatten sich etwa 100 evangelikale Sprecher öffentlich für den kirchentreuen Katholiken und siebenfachen Familienvater ausgesprochen.

Der politische Graben verläuft in den USA kaum noch zwischen den Konfessionen, sondern er geht quer hindurch: Konservative  – ob katholisch oder evangelikal   –  wählen meist die Republikaner, wogegen „Reform“-Katholiken und liberale Protestanten zur Demokraten-Partei neigen.

Diese „überkonfessionelle“ Aktionseinheit der Konservativen ist ebenso notwendig wie erfolgversprechend:  im gemeinsamen Kampf für die Werte und Grundsätze des Christentums, im entschlossenen Einsatz für die Zehn Gebote und die Schöpfungsordnung Gottes, im konsequenten Eintreten für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder.

Es ist ein Erfolgsmodell, das sich auch hier in Deutschland im verstärkten Maße breitmachen sollte.

Felizitas Küble, Leiterin des katholischen KOMM-MIT-Verlags und des Christoferuswerks in Münster



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