Papst Benedikt: Der Titel „Miterlöserin“ verdunkelt den wesentlichen Vorrang Christi

Was sagen Heilige Schrift, Tradition und kirchliches Lehramt zur „Miterlöserschaft“ Mariens?

In einigen erscheinungsbewegten Kreisen wird vermehrt dafür geworben, daß die Kirche bzw. der Papst ein neues marianisches Dogma verkünden solle, nämlich den Titel „Miterlöserin“ (Co-Redemptrix) für die Gottesmutter.

Manche fügen zwei weitere Ehrenbezeichnungen hinzu, nämlich „Fürsprecherin und Mittlerin„, weil dies in den innerkirchlich umstrittenen“Marienerscheinungen“ von Amsterdam gefordert wurde.

(Wobei das Vertrauen auf die Fürsprache Marias ohnehin seit jeher zur kirchlichen Verkündigung, Liturgie und Volksfrömmigkeit gehört, also unstrittig ist. Auch der Titel „Mittlerin“  ist  –  in recht verstandener Weise  –  in Gebet und Theologie nichts Außergewöhnliches.) Wetzlar-DSC_0640-2 - Kopie

In den angeblichen „Botschaften“ von Marpingen im Saarland wurde das Dogma „Maria Miterlöserin“ ebenfalls gewünscht; zudem von der selbsternannten „Seherin“ Anne aus Gütersloh (sog. „Anne-Botschaften“): dort soll Christus selbst dies in einer Vision zugunsten seiner Mutter verlangt haben.   –  Bei den „Marienerscheinungen“ von San Damiano wurde ebenfalls die kirchliche Verkündigung der „Miterlöserin“ gefordert. (Diese drei Privatoffenbarungen sind alle kirchlich nicht anerkannt.)

Am bekannsten ist der energische Wunsch nach diesem Dogma  jedoch im Zusammenhang mit den sog. Amsterdamer „Botschaften„:

Am 15. April 1951 soll sich die „Madonna“, die dort als „Frau aller Völker, die einst (!) Maria war“ erscheint, vor das Kreuz gestellt und der „Seherin“ Ida Peerdemann das Folgende gesagt haben:

„Der Sohn kam in die Welt als der Erlöser der Menschen. Das Erlösungswerk war das Kreuz. Er war vom Vater gesandt. Nun aber will der Vater und der Sohn die Frau in die ganze Welt senden. Sie ist ja dem Sohn auch früher vorausgegangen und gefolgt. Darum stehe ich jetzt auf der Welt, auf der Erdkugel. Das Kreuz steht dort fest verankert, eingepflanzt. Nun stellt sich die Frau davor als die Mutter des Sohnes, die mit Ihm dieses Erlösungswerk vollbracht hat. Dieses Bild spricht eine deutliche Sprache und soll jetzt schon in die Welt gebracht werden, weil die Welt das Kreuz wieder braucht. Die Frau aber steht als die Miterlöserin und Fürsprecherin vor dem Kreuz.“

Hierzu wollen wir gern zwei Punkte klarstellen:

1. Christus ist prä-existent: als Sohn Gottes existiert er vor aller Zeit (vor seiner Menschwerdung): „Ehe Abraham ward, bin ich“, sagte Jesus von sich selbst. ER ist die zweite Person der dreieinigen Gottheit. Daher ist ihm „die Frau“ keineswegs „vorausgegangen“, denn Maria ist ein Geschöpf, entstanden in der Zeit;  Christus hingegen ist Gott selbst, geboren aus dem Vater vor aller Zeit.

2. Das Bild einer Madonna, die sich vor das Kreuz stellt, weil sie angeblich „mit ihm“ (Christus) dieses „Erlösungswerk vollbracht“ habe, ist theologisch abwegig und widerspricht sowohl der Form wie dem Inhalt nach der Heiligen Schrift, die uns berichtet, daß Maria unter dem Kreuze stand, als ihr göttlicher Sohn, der einzige Erlöser des Menschengeschlechtes, sich für das Heil der Welt hingab.

Die Vorstellung einer direkten und eigentlichen „Miterlöserschaft“ der Madonna gehört nicht zur überlieferten kirchlichen Mariologie; selbst der Ausdruck „Miterlöserin“ war bis ins hohe Mittelalter unbekannt; er ist erst in der frühen Neuzeit stärker zum Vorschein gekommen.  

Gemälde: Evita GründlerIm Hoch- und Spätmittelalter wurde die Gottesmutter vor allem als Fürsprecherin, Beistand und Hilfe der Christen verehrt, zudem als „Schutzmantel-Madonna“  und oft als Mitleidende, als „Schmerzensmutter“  unter dem Kreuz oder vor der Grablegung: erinnern wir uns an die zahlreichen Pieta-Darstellungen in Kirchen und Kapellen, die Maria mit ihrem verstorbenen Sohn auf ihrem Schoß zeigen.

Der große Franziskaner-Theologe Bonaventura bezeichnete die Gottesmutter gerne als Advokatin  bzw. als „Anwältin des Menschengeschlechtes“.

Dem Titel „Miterlöserin“ fehlt die Beheimatung in der kirchlichen Tradition, also die Kontinuität, die Beständigkeit in der Lehrverkündigung, ganz zu schweigen von einem Vorhandensein in der apostolischen Überlieferung oder wenigstens im Frühchristentum (Kirchenväterzeit, Spätantike).

Ein solches Eingebettetsein ist aber für eine Dogmatisierung nicht nur wünschenswert, sondern unerläßlich. Ohne eine nachweisbare Überlieferung bis in die Frühzeit der Kirche führt kein Weg zu einem Dogma.

Selbst für das allgemeine katholische Glaubensgut gilt das bekannte Prinzip, das der spätantike Kirchenlehrer Vinzenz von Lerin aufstellte: „Katholisch ist das, was immer, was überall und was von allen geglaubt wurde.“   – „Katholisch“ bedeutet schon rein sprachlich betrachtet soviel wie „allumfassend“.

Angesichts dieses „Traditions-Befundes“ kann es demzufolge kaum jemals zu einem Dogma „Maria Miterlöserin“ kommen.

Noch Mitte des 18. Jahrhunderts untersagte das Hl. Offizium (Vorläufer der vatikanischen Glaubenskongregation) ausdrücklich den Ausdruck „Miterlöserin des Menschengeschlechtes“ bei der Zensur einer Franziskaner-Schrift. Danach war dieser Titel zwar erlaubt, er gehört aber bis heute nicht zur amtlichen kirchlichen Verkündigung.

Es gibt freilich durchaus eine „un-eigentliche“ Miterlöserschaft der Madonna hinsichtlich ihrer einzigartigen Mitwirkung am göttlichen Erlösungswerk, beginnend von der übernatürlichen Empfängnis des HERRN bis hin zu Marias Treue unter dem Kreuz; deshalb ist die selige Jungfrau zugleich das ideale Vorbild und Urbild der Kirche  – und die geistliche Mutter der Christgläubigen. Radio Vatikan

Im KKK (Katechismus der Kath. Kirche) heißt es unter Nr. 967, daß Maria dem Erlösungswerk ihres Sohnes „voll und ganz zustimmte“; dadurch sei sie das „Vorbild des Glaubens und der Liebe“ geworden und damit „das Urbild der Kirche“.

Klar ist also in der katholischen Verkündigung, daß Maria  auf geschöpflicher Ebene  aktiv mitwirken durfte am Heilswerk des Ewigen  – freilich in völliger Abhängigkeit von Christus und ermöglicht durch die Gnade Gottes selbst; insofern ist die Gottesmutter zweifellos die vorzüglichste  „Mithelferin“ und „Mitarbeiterin“ unseres göttlichen Erlösers.

Maria ist nun freilich selbst eine Erlöste; sie ist aufgrund ihrer makellosen Empfängnis in einzigartiger Weise die Voraus-Erlöste, Erst-Erlöste und Voll-Erlöste des Neuen Bundes  – sie nimmt unter allen Erlösten also den höchsten Rang ein, doch ändert dies nichts daran, daß auch die Madonna zur erlösungsbedürftigen Menschheit gehört. Dies wird besonders am Dogma von der makellosen Empfängnis deutlich – hier folgt der  Wortlaut des Immaculata-Dogmas:

„Die Lehre, daß die allerseligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis aufgrund einer besonderen Gnade und Auszeichnung des allmächtigen Gottes im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi, des Erlösers der Menschheit, von jedem Makel der Erbsünde bewahrt blieb, ist von Gott geoffenbart und muß deshalb von allen Gläubigen fest und unabänderlich geglaubt werden.“

Die Kirche hat mit diesem Dogma verdeutlicht, daß die Auszeichnung der makellosen Empfängnis ein besonderer Akt der „Gnade“ Gottes ist, der im Hinblick auf die „Verdienste Christi“ geschah, welcher der Erlöser des Menschengeschlechtes ist  – vorzüglich der Erlöser Mariens, seiner Mutter.

Die Madonna war sich dieser hohen Begnadigung bewußt, wie die Heilige Schrift bezeugt, denn sie jubelt in ihrem dankbaren Lobgesang, dem Magnificat, über „Gott, meinen Retter„.

Der Ewige ist auch  i h r  Erlöser, ihr Heiland, wobei sie sich als „die Magd des HERRN“ versteht und stets auf Christus verweist, so auch bei der Hochzeit zu Kana, als Jesus sein erstes öffentliches Wunder wirkte, indem er Wasser in Wein verwandelte. 

Foto: Dr. Bernd F. PelzVorher sprach die Madonna zu den Knechten: „Was ER euch sagt, das tut!“  – Dies ist im Grunde das Leitwort aller kirchlichen Verkündigung: Was Christus euch sagt, das tut!

Der Ausdruck „Miterlöserin“ für die Madonna ist weitgehend mißverständlich und stark auslegungsbedürftig  – und er könnte leicht irreführend wirken, als ob mit diesem Titel die einzige Erlöserschaft Christi, des Sohnes Gottes, zumindest indirekt infrage gestellt würde.

Manche kirchlichen Würdenträger oder Theologen sehen das freilich anders: einige vielleicht wegen einer gewissen Anhänglichkeit an die Amsterdamer „Botschaften“, andere eher aufgrund spekulativer theologischer Überlegungen.

(Was die kirchliche Stellung zur Amsterdamer Privatoffenbarung der „Frau aller Völker“  betrifft, so verweisen wir auf unsere folgende Dokumentation)

Zu den Befürwortern des Titels „Miterlöserin“ gehört beispielsweise der St. Pöltener Bischof Klaus Küng: Er erklärte am 22.8.2009 in einer Predigt im bekannten Wallfahrtsort Mariazell, die Gottesmutter verdiene mit Recht den Titel „Miterlöserin“.

Papst Benedikt XVI. beurteilt dies allerdings anders. Er würdigt zwar durchaus die wohlmeinenden Intentionen bzw. Absichten vieler Miterlösungs-Anhänger, aber gut gemeint ist eben nicht immer gut gemacht.

In dem im Jahr 2000 erschienenen Buch „Gott und die Welt“ (Interview mit Peter Seewald) äußerte sich der damalige Kardinal Joseph Ratzinger im Abschnitt „Von den Dogmen“  wie folgt zum Thema „Maria Miterlöserin“ (Taschenbuch-Ausgabe: S. 329 f):

„Die Antwort der Glaubenskongregation darauf lautet, daß das, was damit gemeint ist, in anderen Titeln Marias schon auf bessere Weise ausgesagt ist, während die Formel „Miterlöserin“ sich von der Sprache der Schrift und der Väter zu weit entfernt und daher Mißverständnisse hervorruft.

Was ist richtig daran? Nun, richtig ist, daß Christus nicht außerhalb von uns oder neben uns stehenbleibt, sondern mit uns eine tiefe, neue Gemeinschaft bildet. Alles, was sein ist, wird unser, und alles, was unser ist, hat er angenommen, so daß es sein wurde:

Dieser große Austausch ist der eigentliche Inhalt der Erlösung, die Entschränkung des Ich und das Hineinreichen in die Gemeinschaft mit Gott.

Weil Maria die Kirche als solche vorwegnimmt und sozusagen Kirche in Person ist, ist dieses „Mit“ in ihr exemplarisch verwirklicht.

Aber über diesem „Mit“ darf man nicht das „Zuerst“ Christi vergessen. Alles kommt von ihm, wie besonders der Epheser- und der Kolosserbrief sagen; auch Maria ist alles, was sie ist, durch ihn.

Das Wort „Miterlöserin“ würde diesen Ursprung verdunkeln. Eine richtige Intention drückt sich in einem falschen Wort aus.

Für die Dinge des Glaubens ist gerade die Kontinuität mit der Sprache der Schrift und der Väter wesentlich; die Sprache ist nicht beliebig manipulierbar.“

Ähnlich sieht es der Präfekt der römischen Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen, Erzbischof Angelo Amato:

In einem Interview mit der italienischen Zeitung ‘Avvenire’erklärte der Kurien-Erzbischof im Juli 2008, eine Dogmatisierung der Gottesmutter als „Miterlöserin“ sei weder biblisch noch patristisch (von der Lehre der Kirchenväter her gesehen) noch überhaupt theologisch gerechtfertigt.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

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18 Kommentare on “Papst Benedikt: Der Titel „Miterlöserin“ verdunkelt den wesentlichen Vorrang Christi”

  1. […] Küble, Felizitas: Papst Benedikt: Der Titel “Miterlöserin” verdunkelt den wesentlichen Vorrang Christi, 2012, in: Blog „Christliches Forum”, Impressum: Christoferuswerk, Münster, URL https://charismatismus.wordpress.com/2012/02/11/papst-titel-miterloserin-fur-maria-verdunkelt-den-we… […]

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  2. Stefanie sagt:

    Ein Bitte an alle, die sich nicht damit anfreunden können, dass die Kirche die „Miterlöserin“ nicht einführt: Betet doch mal bitte um den Hl. Geist für alle Bischöfe, damit sie die Wahrheit in Christus erkennen mögen und sich von Ihm leiten lassen in der rechten und angemessenen Verehrung (nicht Anbetung!) Mariens. Ich denke, dann muss keiner ausflippen und auch keiner Angst haben, dass die Welt untergeht weil wir nicht allem streng gefolgt sind, was Erscheinungen gesagt haben.

    Noch eine Frage: Hat nicht Jesus selbst gesagt, viele werden auftauchen und sagen „Ich bin es“, aber ich bin es noch nicht? Wir sollen also wachsam sein und nicht allen Modeerscheinungen nachrennen?

    Und wenn ich so mein eigenes geistliches Leben anschaue, versucht der Teufel immer zu pervertieren, was von Gott kommt und treibt es ins Extreme oder ad absurdum. Und wenn ich mir die zig Erscheinungen anschaue, dann finde ich das WIRKLICH inzwischen extrem und irgendwie lächerlich. In der einen Erscheinung fordert Maria einen abgespeckten Rosenkranz den dann Jesus in einer nächsten Erscheinung revidiert, weil die Forderung zu demütig gewesen sei und seine Mutter denkt ihr stehen nur 7 statt 10 Ave Maria zu … dabei geht ganz verloren dass jedes Ave Maria auf Jesus ausgerichtet ist – wir wiederholen die Worte des Engels und die Prophetie Elisabets. Und in der nächsten Erscheinung FORDERT Maria völlige Unterwerfung und drückt den Psychoknopf der Angstmache, wenn ich mich nicht unterwerfe. Wirklich, ich sage mir: SO eine Mutter möchte ich nicht haben. Wo sind da Liebe? Wo ist ihre Demut hin? Und wo ist der freie Wille hin, den Gott uns geschenkt hat und den Er immer respektiert wenn Er mit uns arbeitet?

    Sie sagt, sie ist die wahre Braut Gottes. Dazu mal ein anderer Gedanke: Es ist richtig, dass Maria die Braut des Hl. Geistes ist. Das spreche ich ihr auch keineswegs ab. Aber es gibt in der Bibel (die einzige Offenbarung die definitiv von Gott kommt: Die Offenbarung des Johannes) eine Stelle, in der vor einer „Semi-Braut“ (Hure Babylon) gewarnt wird. Diese „Frau (die auf vielen Wassern sitzt)“ wird sich selbst nicht als Witwe ansehen und einer ihrer Titel ist ebenfalls Mutter. In dem Zusammenhang bezeichnet Gott selbst bei den AT-Propheten das Nachfolgen von anderen Göttern, Götzen bzw. Hingeben an allem was nicht der Wahrheit entspricht als Hurerei und Fremdgehen (da darf sich Israel und speziell Jerusalem ganz schön was anhören).
    Ich denke man sollte echt aufpassen, dass der Teufel in seinem Kampf gegen Gott Maria nicht zu sehr missbraucht und ihre eigentlichen Verdienste schmälert indem er alles ins Extreme treibt, um Seine Kinder von Ihm abzubringen.

    Nicht Maria regiert mich. Jesus tut es.
    Nicht Maria diene ich. Ich diene Jesus.

    Indem ich Jesus diene und indem Jesus über mich regiert, mag ich auch Maria dienen und sie mich regieren (wenn Er es will), aber dies tut sie dann nur durch Jesus. Und das ist ein riesen Unterschied.

    Alles steht und fällt mit Jesus. Die Schöpfung kommt aus Ihm und ist auf Ihn hingeordnet.
    Sollte Er mich also verdammen oder mich aus dem Paradiese ausschließen wollen oder was auch immer „Maria“ androht, dann ist es so und wenn es Sein Wille ist, wird es für mich das Beste sein. Aber dann will ich das von Ihm hören. Nicht von einer „Möchte-Gern-Maria“.

    Diese machtgeile Maria ist ein Hohn für die echte Maria. Jeder der Maria liebt sollte mal darüber nachdenken, wer sie war / ist und was die tatsächlich geleistet hat.
    Abgesehen von einer Offenbarung an Sr. Faustina in der sie ihr gezeigt hat, dass sie am liebsten mit Mutter angesprochen wird (und das wird sie bereits), hat es Maria wirklich nicht nötig auf Titeljagdt zu gehen, denn ausgerechnet sie sollte sich ihrer Identität in Gott bewusst sein.

    Komm Heiliger Geist, und erfülle die Herzen deiner Gläubigen. Führe uns in die Wahrheit. Und läutere unseren Glauben. Amen.

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  3. Kloss sagt:

    Immer wieder muß ich leider bei solchen Diskusionen feststellen,wie eingeschrenkt menschliches Verstand ist und wie oft versucht man Gottes Gecheimnisse mit dem menschlichen Mass zu erklären.Würde man öfters die eigene Sele fragen,würde man öffters andere Antworten bekommen.Zu den Offenbarungen möchte ich nur soviel sagen,man soll den Benedikt XVI respektieren,darüber muß man nicht diskutieren.man darf jedoch dabei nicht die Aussagen der Vorgänger über den Haufen werfen,denn auch Ihre Meinung hat für einen Gläubigen ewige Gültigkeit.
    Leider sieht man am besten am Bespiel von Maria Valtorta den Gegenteil davon.
    Es bedarf einer großen Demut und inneres Friedens wenn man über solche Geheimnise nachdenken möchte.
    Im übrigen haben wir Christen mehr denn je nötig für die Einigkeit zu beten,und sollche Diskusionen tragen sicherlich nicht dazu bei.

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  4. Diener Christi sagt:

    II. Vatikanisches Konzil über Privatoffenbarungen:

    «Solche Gnadengaben, ob sie nun von besonderer Leuchtkraft oder aber schlichter und allgemeiner verbreitet sind, müssen mit Dank und Trost angenommen werden, da sie den Nöten der Kirche besonders angepaßt und nützlich sind . . . Das Urteil über ihre Echtheit und ihren geordneten Gebrauch steht bei jenen, die in der Kirche die Leitung haben und denen es in besonderer Weise zukommt, den Geist nicht auszulöschen, sondern alles zu prüfen und das Gute zu behalten.»

    Dogm. Konstitution über die Kirche, z. Kap., Nr. 12

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    • Guten Tag,
      nehmen Sie bitte zur Kenntnis, daß es in dem von Ihnen zitierten Kapitel vor allem um allgemeine Gnadengaben des Heiligen Geistes geht, nicht um Erscheinungen bzw. Privatoffenbarungen – und daß es an jener Stelle, die Sie mit drei Pünktchen gestrichen haben, sogar ausdrücklich heißt, man solle nicht etwa leichthin “außerordentliche” Gnadengaben erstreben; zudem stehe das Urteil über deren Echtheit der Kirchenführung zu.

      Gewürdigt werden hier vom Konzil also die eher “unscheinbaren” Gaben des Heiligen Geistes, die zum Dienst in der Kirche führen, wohingegen die “außerordentlichen” Phänomene eher nicht erstrebt werden sollen!

      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

      Hier der Abschnitt aus Kapitel 12 von Lumen Gentium, der Dogm. Konstitution über die Kirche, im Zusammenhang und ganz ohne Pünktchen:

      “Derselbe Heilige Geist heiligt außerdem nicht nur das Gottesvolk durch die Sakramente und die Dienstleistungen, er führt es nicht nur und bereichert es mit Tugenden, sondern “teilt den Einzelnen, wie er will” (1 Kor 12,11), seine Gaben aus und verteilt unter den Gläubigen jeglichen Standes auch besondere Gnaden.

      Durch diese macht er sie geeignet und bereit, für die Erneuerung und den vollen Aufbau der Kirche verschiedene Werke und Dienste zu übernehmen gemäß dem Wort: “Jedem wird der Erweis des Geistes zum Nutzen gegeben” (1 Kor 12,7).

      Solche Gnadengaben, ob sie nun von besonderer Leuchtkraft oder aber schlichter und allgemeiner verbreitet sind, müssen mit Dank und Trost angenommen werden, da sie den Nöten der Kirche besonders angepaßt und nützlich sind.
      Außerordentliche Gaben soll man aber nicht leichthin erstreben. Man darf auch nicht vermessentlich Früchte für die apostolische Tätigkeit von ihnen erwarten. Das Urteil über ihre Echtheit und ihren geordneten Gebrauch steht bei jenen, die in der Kirche die Leitung haben und denen es in besonderer Weise zukommt, den Geist nicht auszulöschen, sondern alles zu prüfen und das Gute zu behalten (vgl. 1 Thess 5,12.19-21).”

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  5. Anonymous sagt:

    Schlicht und ergreifend: Was echt ist (oder sein könnte) und was nicht, muss ich mir selber im Herzen sagen lassen, durch Gebet und Gespräch mit Gott, Jesus und Maria. Es ist hierbei nur nötig, wie ein Kind zu werden. Großes Theologiestudium oder Bibelkenntnisse sagen hier gar nichts. Wenn ich den tiefen Glauben habe, dass Gott mich führt, dann kann ich ihm blind vertrauen. Und wenn ich alsdann merke, dass Frau aller Völker, Rosenkranz der Ungeborenen, die Warnung etc. echt sind, dann ist es mein freier Wille, dies zu glauben. Gehorchen muss ich nur Gott. Auch ihm allein muss ich Rechenschaft geben. Gerne würde man ja der Kirche Gehorsam erweisen. Aber welchen Priestern, Bischöfen etc.; den guten oder den falschen? Ich glaube, ich muss nicht deutlicher werden… Wenn einem einmal etwas vom Himmel „eingegossen“ (oder aufgezeigt) wird, kann es kein Mensch mehr verunsichern. Tiefer Glaube und Erkenntnis kommt durch Gebet und Demut. Nicht durch Hochmut und Selbstüberschätzung!

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    • Ralf sagt:

      Fräulein Gaby,
      man sollte der Kirche den größten Gehorsam erweisen, da sie in ihrer Gesamtheit nicht irren kann, diese Gesamtheit wird durch den Papst vertreten, er vertritt in Dogmen, Glaubensweisheiten, die unfehlbar sind; „Privatoffenbarungen“ sind es dagegen nicht. Jesus Christus hat die Kirche eingesetzt und Petrus zum Nachfolger und Stellvertreter und ich finde, mit Papst Benedikt haben wir einen würdigen Nachfolger und das wird auch nicht in den „Warnungs-Botschaften“ bestritten, also hören sie doch auch auf die Worte des Petri-Nachfolgers.

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      • Anonymous sagt:

        Lieber Ralf,
        zu Papst Benedikt wird ja überhaupt nichts Negatives gesagt. Im Gegenteil! Wir sollten fest in der Gemeinschaft des Glaubens zusammenhalten und für ihn beten. Und, ja, natürlich gibt es auch noch hervorragende Priester. Es wäre ja auch schade, wenn nicht. Nur! Man sollte auch nicht blind den Gehorsam jenen erweisen, die jeden Tag wieder unseren Herren kreuzigen. Und dies sind nun mal auch leider Priester, Bischöfen etc. (nicht nur die Laien). Es muss alles wieder so werden, wie der Herr es wollte. Wer dies nicht sehen kann – oder will – ist m.E. blind oder ihm ist es schlicht und ergreifend Wurst, was in Kirchen gepredigt wird oder was für „Spielchen“ dort veranstaltet werden.l Jenen Priestern, die den Willen Gottes noch hochhalten und ihm dienen, wie sie es sollten,´werde ich selbstverständlich Gehorsam erweisen. Nur, schauen wir uns einmal genauer um. Die Wirklichkeit sieht eben anders aus. Aber wir können mit Gebet dagegen vorgehen! Und – mit dem Tod des letzten Apostels haben die Prophezeihungen eben nicht aufgehört. Ein liebender Gott wird uns immer zur Seite stehen wollen. Naturlich, so glaube ich, hätte Gott am liebsten durch seine Priester gesprochen. Da dort aber viele abgeirrt sind, sucht er sich eben die Kleinen aus. Wir sollten dankbar dafür sein und ihn nicht dafür lästern – auch, wenn wir manches nicht verstehen. Niemand wird Gott wohl vom Verstand her jemals ganz erfassen können. Aber das müssen wir ja auch nicht. Nur mit einem liebenden Herzen dürfen wir ihn „hören“ wenn er uns ruft. Und rufen wird er uns alle. Nur hören wollen eben nicht alle! Dafür sollten wir eben beten. Dass jeder den Ruf des Herren hören möge, auch wenn wir nicht alles verstehen

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      • Anonymous sagt:

        Gegen den Papst sagt ja niemand etwas.
        Nur beim übrigen Klerus folge ich nur jenen, die auch dem Herrn folgen.
        Das sind definitiv leider nicht alle!!!

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  6. Mohr,Cordula sagt:

    Also ehrlich, wie kann man derart ausflippen wie Hildegard Maria. Dieser Artikel ist inhaltlich logisch nachzuvollziehen. Gerade was auch Papst Benedikt dazu sagt. Man sollte diese Worte ernst nehmen, da er ein guter Theologe ist. Ich glaube kaum, dass er sonst Papst geworden wäre. Wenn es sich doch nicht in der hl. Schrift und in den Überlieferungen findet, dass Maria „Miterlöserin “ ist, dann sollten doch diese Erscheinungsnachhascher Ruhe geben. Bei diesen Leuten muss ich feststellen, dass Sie mehr der Erscheinung glauben als der kirchl. Lehre.Wenn wir uns jetzt in dieser schwierigen Zeit der Kichenverirrungen nicht auf die Hl. Schrift und die Lehre der Kirche berufen, sondern auf Ohrenkitzel und Gefühlsglauben, gepaart mit nicht anerkannten Erscheinungen von Privatleuten, verlieren wir immer mehr das Christsein und reagieren auf Rom allergisch bis hin zu Wut, wie bei Hildegard. Diese läßt sie natürlich dann bei FR. Küble aus, weil man den Papst nicht beleidigen will.Das wäre dann nicht fromm. Es bricht der schöne Glaube an Amsterdam!! Ehrlich gesagt, ich mochte dieses Amsterdamer Bild mit Maria vor dem Kreuz noch nie gerne. Aber das ist meine Ansicht zu dem Bild. Liebe Felizitas Küble, seien Sie weiterhin mutig in der Aufklärung. Ich jedenfalls danke Ihnen. Gottes Segen!

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  7. Ralf sagt:

    …genau so ist es…Maria ist die Erste der Erlösten, nicht Miterlöserin, sondern die Erste unter vielen…deshalb ist sie die Mutter der Kirche (die Kirche ist der mystische Leib Christi, so wie sie diesen geboren hat, so hat sie auch die Kirche geboren).
    Und ich bin keiner, der der nicht den wahren Wert Marias in Frage stellen will, aber man sollte die Kirche doch im Dorf lassen.
    Sie ist die neue Eva, die der Schlange den Kopf zertritt und Jesus Christus ist der neue Adam, am Holz eines Baumes vergoß er sein Blut zur Sühne für die Sünden der Menschen.
    Wobei dies allegorisch ist.

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    • Ralf sagt:

      sorry…ich meine natürlich:
      Und ich bin keiner, der den wahren Wert Marias in Frage stellen will…

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      • Ralf sagt:

        …außerdem möchte ich Fr. Küble meinen Respekt aussprechen, da sie sich für die wahren Glaubensinhalte, dem Zorn mancher „wahren“ Christen aussetzt und das auch nicht anonym, sondern mit ihrem Namen, daß ist ist etwas anderes. Ich habe nur meinen Vornamen preisgegeben…mir kann nichts passieren…;-)
        Wie heißt es so schön, in den „Warnungs-Botschaften“…sie sind dem Spott und dem Zorn ausgesetzt…wobei die Warnungs-Anhänger die erste Geige spielen…aber nicht als Opfer-Lamm, sondern als Täter…kurios…;-)

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  8. Hildegard Maria sagt:

    Woher nehmen SIE sich das Recht
    überalles IHR URTEIL zusprechen??
    Sind SIE GOTT?
    WOLLEN SIE GOTT oder der MUTTERGOTTES
    vorschreiben
    was SIE sagen und verkünden soll-darf??
    Wer sind SIE??
    Ich finde SIE nur AROGANT und BESSERWISSERICH!
    BITTE senden SIE mir Keine MAIL,S mehr!
    Ich habe schon sooft versucht daraus zukommen
    aber diese Mail.s sind EINFACH nicht zu STOPPEN,SIE sind wie die Pest,einmal angemeldet
    und schon kommt nicht mehr raus.
    Anmeldund ist EINFACH.
    Abmeldung unmöglich.
    Echt zum K………..

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    • Guten Tag,
      in diesem Artikel wurden sachliche Argumente vorgetragen und unser Papst ausführlich zitiert – Sie können gern anderer Meinung sein, ein Wutanfall ist hierfür nicht nötig.
      Was die Abmeldefunktion für den automatisierten Artikel-Newsletter betrifft, so kann ich dies technisch nach meinem Eindruck nicht an Ihrer Statt übernehmen. (1 Stunde Herumprobieren ist genug!)
      Der Interessent meldet sich selber an und meldet sich auch ab. Soviel ich weiß, klickt man zum Stoppen des Newsletters auf den zweitletzten blauen Link im einem Artikel-Mail: dort kann man sich dann abmelden („unfollowed“ heißt der Knopf meiner Erinnerung nach).
      Freundlichen Gruß und baldige Beruhigung!
      Felizitas Küble

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    • Ralf sagt:

      Wow…für ein „Christ“…echt harte Worte…;-)

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