Botschaft des Papstes zum Weltgebetstag für geistliche Berufungen

Der 49. Weltgebetstag ist am 29. April 2012, dem 4. Sonntag nach Ostern

Am 29.4.2012 wird zum 49. Mal der Weltgebetstag um geistliche Berufunen gefeiert. Das Leitwort dieses Jahres lautet: „Die Berufungen: Geschenk der Liebe Gottes“.

Der Vatikan veröffentlichte heute die Botschaft von Papst Benedikt XVI. an alle Bischöfe, Priester und das ganze Kirchenvolk. Hier folgt die Papst-Botschaft im vollen Wortlaut:

Liebe Brüder und Schwestern!

Der 49. Weltgebetstag um geistliche Berufungen, der am 29. April 2012, dem vierten Sonntag der Osterzeit, gefeiert wird, lädt uns ein, über folgendes Thema nachzudenken:

Der Quell jedes vollkommenen Geschenks ist Gott, der die Liebe ist: „Deus caritas est“: „Wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott  und Gott bleibt in ihm.“ (1 Joh 4,16).

Die Heilige Schrift erzählt die Geschichte dieses ursprünglichen Bandes zwischen Gott und der Menschheit, das der Schöpfung selbst vorausgeht.

In seinem Brief an die Christen der Stadt Ephesus erhebt der hl. Paulus ein Dank- und Loblied zum Herrn, der durch alle Jahrhunderte hindurch mit unendlicher Güte für die Verwirklichung seines universalen Heilsplans, der ein Liebesplan ist, sorgt.

In seinem Sohn Jesus, so sagt der Apostel, „hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott“ (Eph 1,4).

Wir sind von Gott geliebt, noch ehe wir ins Dasein gelangen!

Einzig und allein aus seiner bedingungslosen Liebe heraus hat er uns „aus dem Nichts erschaffen“ (vgl. 2 Makk 7,28), um uns zur vollen Gemeinschaft mit sich zu führen.

Angesichts des Werkes der Vorsehung Gottes von großem Staunen ergriffen, ruft der Psalmist aus:

„Seh‘ ich den Himmel, das Werk deiner Hände,
Mond und Sterne, die du befestigt:
Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?“ (Ps 8,4-5).

Die tiefe Wahrheit unserer Existenz ist also in diesem erstaunlichen Geheimnis geborgen: Jedes Geschöpf, insbesondere jede menschliche Person, ist Frucht eines Gedankens und einer Tat der Liebe Gottes, einer unendlichen, treuen, ewigen Liebe (vgl. Jer 31,3).

Die Entdeckung dieser Wirklichkeit ist es, was unser Leben tatsächlich zutiefst verändert.

In einem berühmten Abschnitt der „Bekenntnisse“  bringt der hl. Augustinus mit großer Tiefe seine Entdeckung Gottes, der höchsten Schönheit und höchsten Liebe, zum Ausdruck.

„Du hast mich angerührt“

Dieser Gott war ihm stets nahe, doch endlich öffnete er ihm seinen Verstand und sein Herz, um verwandelt zu werden:

„Spät habe ich dich geliebt, du Schönheit,                                                                           
Jesus-Christus-Kirche in Meinerzhagen

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so alt und doch so neu, spät habe ich dich geliebt.
Siehe, du warst in meinem Innern,
und ich war draußen und suchte dich dort.
Ich stürzte mich, hässlich wie ich war, auf diese schönen Dinge,
die du geschaffen hast.
Du warst bei mir, aber ich nicht bei dir.
Die Dinge hielten mich fern von dir.
Und sie wären doch nicht da, wären sie nicht in dir.
Du riefst, du schriest  –  und da durchbrachst du meine Taubheit.
Du strahltest auf, du leuchtetest und vertriebst meine Blindheit.
Duft ging von dir aus, ich zog den Hauch ein  – 
und nun verlangte ich nach dir.
Ich habe gekostet – und nun hungere und dürste ich.
Du hast mich angerührt – 
und ich entbrannte nach deinem Frieden“  (X, 27,38).

Mit diesen Bildern versucht der heilige Bischof von Hippo das unaussprechliche Geheimnis der Begegnung mit Gott zu beschreiben, mit seiner Liebe, die das ganze Leben verwandelt.

Es handelt sich um eine vorbehaltlose Liebe, die uns vorausgeht, uns das ganze Leben hindurch stützt und ruft und die ihre Wurzel in der absolut ungeschuldeten Gnade Gottes hat.

Mit besonders Bezug auf das Priesteramt sagte mein Vorgänger, der sel. Johannes Paul II.:

„Alles Handeln des Priesters zielt dahin, die Kirche zu lieben und ihr zu dienen, und ist gleichzeitig darauf ausgerichtet, immer mehr zu reifen in der Liebe zu Christus und im Dienst für Jesus Christus, der Haupt, Hirte und Bräutigam der Kirche ist.

Es handelt sich um eine Liebe, die sich stets nur als Antwort auf die zuvorkommende, freie und unverdiente Liebe Gottes in Christus gestaltet.“

Jede besondere Berufung entsteht in der Tat aus der Initiative Gottes heraus; sie ist Geschenk der Liebe Gottes!

Er unternimmt den „ersten Schritt“  –  und zwar nicht, weil er in uns etwas besonders Gutes vorgefunden hätte, sondern kraft der Gegenwart seiner Liebe, die „ausgegossen ist in unsere Herzen durch den Heiligen Geist“ (Röm 5,5).

In allen Zeiten steht am Ursprung des göttlichen Rufs die Initiative der unendlichen Liebe Gottes, die in Jesus Christus in Fülle offenbar wird.

In meiner ersten Enzyklika „Deus caritas est“ habe ich geschrieben: „In der Tat gibt es eine vielfältige Sichtbarkeit Gottes. In der Geschichte der Liebe, die uns die Bibel erzählt, geht er uns entgegen, wirbt um uns, bis hin zum Letzten Abendmahl, bis hin zu dem am Kreuz durchbohrten Herzen, bis hin zu den Erscheinungen des Auferstandenen und seinen Großtaten, mit denen er durch das Wirken der Apostel die entstehende Kirche auf ihrem Weg geführt hat. Und in der weiteren Geschichte der Kirche ist der Herr nicht abwesend geblieben: Immer neu geht er auf uns zu, durch Menschen, in denen er durchscheint; durch sein Wort, in den Sakramenten, besonders in der Eucharistie“ (Nr. 17).

Die Liebe Gottes besteht für immer, er ist sich selbst treu, dem „Wort, das er gegeben hat für tausend Geschlechter“ (Ps 105,8).

Besonders den neuen Generationen muss daher die einladende Schönheit dieser göttlichen Liebe, die vorausgeht und begleitet, neu verkündet werden: Sie ist der verborgene Antrieb, der Beweggrund, der nicht weniger wird, selbst unter schwierigsten Umständen.

Liebe Brüder und Schwestern, dieser Liebe müssen wir unser Leben öffnen, denn zur Vollkommenheit der Liebe des Vaters (vgl. Mt 5,48) ruft uns Jesus Christus jeden Tag!

Das hohe Maß des christlichen Lebens besteht nämlich darin, „wie“ Gott zu lieben; es ist eine Liebe, die in der treuen und fruchtbringenden Ganzhingabe seiner selbst zum Ausdruck kommt.

Der hl. Johannes vom Kreuz antwortete der Priorin des Klosters von Segovia, die wegen der dramatischen Situation seiner Amtsenthebung in jenen Jahren sehr besorgt war, mit der Aufforderung, nach dem Willen Gottes zu handeln: „Denken Sie nie etwas anderes, als dass Gott alles fügt. Und wo es keine Liebe gibt, da bringen Sie Liebe hin –  und Sie werden Liebe ernten“ (Briefe, 26).

Auf diesem Nährboden der Hingabe, in der Offenheit gegenüber der Liebe Gottes und als Frucht dieser Liebe entstehen und wachsen alle Berufungen.

Und im Gebet aus dieser Quelle schöpfend, im beständigen Lesen des Wortes Gottes und im häufigen Empfang der Sakramente, insbesondere der Eucharistie, ist es möglich, die Liebe zum Nächsten zu leben, in dem man das Antlitz Christi, des Herrn, zu sehen lernt (vgl. Mt 25,31-46).

Um die unauflösliche Verbindung zum Ausdruck zu bringen, die zwischen diesen „beiden Arten der Liebe“, der Liebe zu Gott und der Liebe zum Nächsten, besteht, die derselben göttlichen Quelle entspringen und auf diese ausgerichtet sind, gebraucht der heilige Papst Gregor der Große das Beispiel der Pflanze:

„In den Grund unseres Herzens hat Gott zuerst die Wurzel der Liebe zu ihm eingepflanzt, und dann hat sich gleichsam als Baumkrone die brüderliche Liebe entfaltet“ (Moralium Libri, sive expositio in Librum B. Job, VII, 24,28: PL 75, 780D).

Diese beiden Formen der einen göttlichen Liebe müssen mit besonderer Intensität und Herzensreinheit von jenen gelebt werden, die sich entschlossen haben, einen Weg der Entscheidungsfindung im Hinblick auf eine Berufung zum Priesteramt oder zum geweihten Leben zu beschreiten; sie bilden sein kennzeichnendes Element.

Denn die Liebe zu Gott, dessen sichtbares – wenngleich stets unvollkommenes  – Abbild die Priester und Ordensleute werden, ist der Beweggrund für die Antwort auf die Berufung zur besonderen Weihe an den Herrn durch die Priesterweihe oder die Profess der evangelischen Räte.

Die nachdrückliche Antwort des hl. Petrus an den göttlichen Meister: „Du weißt, dass ich dich liebe“ (Joh 21,15) ist das Geheimnis einer hingeschenkten und in Fülle gelebten und daher mit tiefer Freude erfüllten Existenz.

Der Priester – ein Sämann der Hoffnung

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Der andere konkrete Ausdruck der Liebe, die Liebe zum Nächsten, vor allem zu den Armen und Notleidenden, ist der entscheidende Antrieb, der den Priester und die gottgeweihte Person zu einem Gemeinschaftsstifter unter den Menschen und zu einem Sämann der Hoffnung macht.

Die Beziehung der Gottgeweihten, besonders des Priesters, zur christlichen Gemeinde ist lebenswichtig und wird auch zu einem wesentlichen Teil ihrer gemüthaften Dimension.

Diesbezüglich pflegte der hl. Pfarrer von Ars immer wieder zu sagen: „Der Priester ist nicht Priester für sich selbst, er ist es für euch“ (vgl. Le curé d’Ars. Sa pensée – Son cœur, Foi Vivante, 1966, S. 100).

Liebe Mitbrüder im Bischofsamt, liebe Priester, Diakone, gottgeweihte Männer und Frauen, Katecheten, pastorale Mitarbeiter und alle, die ihr im Bereich der Erziehung und Bildung der neuen Generationen tätig seid, ich ermahne euch aufrichtig, allen aufmerksam Gehör zu schenken, die in den Pfarrgemeinden, Verbänden und Bewegungen Anzeichen für eine Berufung zum Priestertum oder zu einer besonderen Weihe wahrnehmen.

Es ist wichtig, in der Kirche günstige Bedingungen zu schaffen, damit bei vielen das „Ja“ gedeihen kann als großherzige Antwort auf den liebenden Ruf Gottes.

Inmitten der vielen Stimmen den Ruf Gottes vernehmen

Aufgabe der Berufungspastoral soll es sein, die Bezugspunkte für einen fruchtbringenden Weg anzubieten. Das zentrale Element soll die Liebe zum Wort Gottes sein, wobei eine immer größere Vertrautheit mit der Heiligen Schrift sowie ein aufmerksames und beständiges persönliches und gemeinschaftliches Gebet gepflegt werden müssen, um in der Lage zu sein, inmitten der vielen Stimmen, die den Alltag füllen, den göttlichen Ruf zu vernehmen.

Vor allem aber die Eucharistie möge der „lebenswichtige Mittelpunkt“ eines jeden Berufungsweges sein:

Hier berührt uns die Liebe Gottes im Opfer Christi, dem vollkommenen Ausdruck der Liebe, und hier lernen wir immer wieder, nach dem „hohen Maß“ der Liebe Gottes zu leben.

Wort Gottes, Gebet und Eucharistie sind der kostbare Schatz, um die Schönheit eines ganz für das Reich Gottes hingegebenen Lebens zu verstehen.

Ich vertraue darauf, dass die Ortskirchen in ihren verschiedenen Gliederungen zum „Ort“ sorgfältiger Entscheidungsfindung und gründlicher Prüfung der Berufung werden und den jungen Männern und Frauen weise und wirksame geistliche Begleitung anbieten.

So wird die christliche Gemeinde selbst zur Offenbarung der Liebe Gottes, die jede Berufung in sich birgt.

Diese Dynamik, die den Anforderungen des neuen Gebots Christi entspricht, kann eine vielsagende und einzigartige Umsetzung in den christlichen Familien finden, deren Liebe Ausdruck der Liebe Christi ist, der sich für seine Kirche hingegeben hat (vgl. Eph 5,32).

In der Familie, der „Gemeinschaft des Lebens und der Liebe“ (Gaudium et spes, 48), können die neuen Generationen eine wunderbare Erfahrung dieser sich schenkenden Liebe machen.

Denn die Familien sind nicht nur der bevorzugte Ort für die menschliche und christliche Erziehung, sondern sie können „zum ersten und besten Seminar für die Berufung zu einem dem Reiche Gottes geweihten Leben“ werden (Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, 53), indem sie gerade innerhalb der Familie die Schönheit und die Bedeutung des Priestertums und des geweihten Lebens neu entdecken lassen.

Die Hirten und alle gläubigen Laien sollen stets zusammenarbeiten, damit diese „Häuser und Schulen der Gemeinschaft“ in der Kirche sich vermehren, nach dem Vorbild der Heiligen Familie von Nazareth; sie war auf Erden der harmonische Abglanz des Lebens der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.

Mit diesen Wünschen erteile ich euch, verehrte Mitbrüder im Bischofsamt, den Priestern, den Diakonen, den Ordensmännern und Ordensfrauen sowie allen gläubigen Laien den Apostolischen Segen, insbesondere den jungen Männern und Frauen, die mit wachem Herzen auf die Stimme Gottes hören, in der Bereitschaft, sie mit großherziger und treuer Zustimmung anzunehmen.


Israel: Parlament entscheidet über Bestrafung der „Freier“ (Prostitution)

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Die „Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen“ soll verboten werden

Das israelische Ministerialkomitee für Gesetzgebung hat am 12.2.2012 einen Gesetzentwurf gebilligt, wonach die Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen in Zukunft mit Gefängnisstrafen von bis zu sechs Monaten bestraft werden soll.   Das Gesetz wird nun zur Abstimmung in der Knesset (Parlament) vorgelegt.

Der Gesetzentwurf sieht vor, daß Freier, die zum ersten Mal ertappt werden, an einem Programm teilnehmen sollen, das sie über die gesundheitlichen Risiken, die Gesetzeslage und die Umstände aufklärt, unter denen Prostituierte tätig sind.

Wer zum ersten Mal erwischt wurde und das Programm erfolgreich absolviert, wird zunächst nicht angeklagt. Erst beim zweiten Vergehen werden die Freier angezeigt und der Fall zur Anklage gebracht.

Um die Prostitution einzuschränken, dürfe sich der Staat nicht auf die Verfolgung von Zuhältern und Frauenhändlern beschränken, sondern müsse auch aktiv gegen die Kunden vorgehen, erklärten die Initiatoren. Ähnliche Gesetze gäbe es auch bereits in anderen Ländern  – und dort hätten sie zu einer deutlichen Senkung der Prostitution geführt.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Die Saat geht auf: Kath. Kirche darf als „Kinderficker-Sekte“ verleumdet werden

Wie der „Atheist Media Blog“  – vermutlich freudestrahlend  – berichtet, darf die katholische Kirche laut Gerichtsbeschluß des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten als „Kinderficker-Sekte“ beleidigt werden.

Katholische Christen sind demnach Mitglieder einer Kinderficker-Sekte  –  und der Papst wäre Chef einer kriminellen Vereinigung.

Der Berliner Polizeipräsident bzw. die Staatsanwaltschaft StA hatte Anklage gegen Jörg Kantel, den Betreiber der Webseite „Schockwellenreiter“, erhoben, weil Kantel die kath. Kirche mit dieser Schmähkritik verleumdet hatte; dabei berief sich die StA auf § 166 StGB siehe Anmerkung unten.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Doch die Richterin verweigerte die Eröffnung eines Hauptverfahrens.
Das Gericht begründete seinen allerdings noch nicht rechtskräftigen De-facto-Freispruch damit, es gäbe „in der Tat heftige Diskussionen in der Öffentlichkeit zum Thema Missbrauch in der katholischen Kirche“.

Der Gerichtsentscheid sei „bedingt durch die in den letzten beiden Jahren bekannt gewordenen, zahlreichen Fälle von Mißbrauchshandlungen von katholischen Geistlichen und anderen Mitarbeitern der katholischen Kirche.“

Der Ausdruck „Kinderficker-Sekte“ sei daher nicht geeignet, den „öffentlichen Frieden zu stören“, verkündete die Richterin  – und insoweit gäbe es auch keinen Straftatbestand nach §166 Religionsbeschimpfung.

Die Staatsanwaltschaft kann bis eine Woche nach der Beschlußfassung noch Einspruch dagegen erheben.

Der Betreiber der Webseite ‘Schockwellenreiter’ hatte unter dem Titel „Neues vom Ayatollah aus Köln“ am 29.6.2011  Folgendes veröffentlicht: „Das Kölner Oberhaupt der Kinderficker-Sekte hat sich mal wieder zu Wort gemeldet: Kardinal Joachim Meisner hat die Abtreibung als »täglichen Super-GAU« verurteilt.“

Vor der Anklage der Staatsanwaltschaft gab es einen Briefwechsel zwischen Kantel und dem Berliner Polizeipräsidenten, der ihn über den Vorwurf der StA, Religionsgemeinschaften beleidigt zu haben, informierte. Kantel veröffentlichte diesen Brief und schrieb sodann dreist, er habe keine Religionsgemeinschaft beleidigt, weil Religionen ohnehin „eine Beleidigung jeglichen gesunden Menschenverstandes“ seien.

Faire Atheisten und Agnostiker protestieren

Es gibt allerdings auch unter „Gottlosen“ und Kirchenfernen anständige Leute. Schon vor dem  jetzigen Gerichtsbeschluß kritisierten atheistische Blogger, die auf gute Sitten, Toleranz und Fairneß durchaus Wert legen, diese massive Beleidigung der kath.Kirche,  zB. der Betreiber des Weblogs „Rock´n Roll“, der bereits am 17.11.2011 unter dem Titel „Kinderficker-Sekte ist ein böses Wort“ Folgendes klarstellte:

„Wie kann ein gebildeter Mensch sich solcher Stammtischparolen bedienen, alle Mitglieder der katholischen Kirche unter Generalverdacht stellen und so primitiv seine Abneigung gegenüber der katholischen Kirche zum Ausdruck bringen? …
Er beruft sich auf Meinungs -und Pressefreiheit. Schön und gut – doch auch wenn ich meine Meinung frei vertrete, muss ich die Rechte der Anderen achten, die allgemein bekannten guten Sitten einhalten und darf nicht beleidigen.

Und mit Pressefreiheit hat solch ein Ausdruck in meinen Augen nichts zu tun, höchstens mit schlechtem Benehmen. Ich selber halte von Glaubensgemeinschaften überhaupt nichts, schon gar nicht von den christlichen….

Auch wenn man selber kein gläubiger Mensch ist so wie ich, sollte man trotzdem die respektieren, die an irgendeinen Gott glauben und die Kirche anerkennen. Gerade eben muss ich an die Judenverfolgung im dritten Reich denken, als alle Juden über einen Kamm geschoren wurden.“

Bei diesem skandalösen Gerichtsurteil handelt es sich offenbar um die juristischen Sumpfblüten jener hysterischen Medienkampagne, die sich nicht um Fakten und wissenschaftliche Studien kümmerte, sondern sensationsgierig und scheinheilig gegen die Kirche polemisierte, vor allem gegen die katholische Priesterschaft und diese unter einen ungerechten Generalverdacht stellt.

Pfeiffer-Studie dokumentiert Faktenlage

Unlängst hat die amtlich beauftragte Pfeiffer-Studie klar dokumentiert, daß der Anteil katholischer Priester an Mißbrauchstaten weit unter dem Durchschnitt liegt: siehe hier

Gleichzeitig muß man enttäuscht feststellen, daß es nur sehr wenige Bischöfe gab, die sich diesem unfairen Kesseltreiben widersetzt haben, darunter der Regensburger Bischof Gerhard L. Müller, der daraufhin von vielen Medien und sogar aus kirchlichen Kreisen scharf attackiert wurde.

Vergleich ISLAM / Kath. KIRCHE:

Als die österreichische Autorin Elisabeth Sabaditsch-Wolff äußerte, Mohammed sei „nach heutigem Rechtsverständnis ein Kinderschänder“ gewesen, wurde sie von der Richterin Bettina Neubauer bzw dem Wiener Landesgericht wegen „Herabwürdigung religiöser Lehren“ zu 480 Euro Geldstrafe verurteilt, obgleich historisch unbestritten ist, daß Mohammed mit einem 9-jährigen Mädchen die „Ehe“ vollzog. (Abgesehen davon geht es hierbei nicht um eine „religiöse Lehre“, sondern um des „Propheten“ persönliche Lebensführung.)

Noch weitaus härter traf es die österreichische FPÖ-Politikerin Susanne Winter im Juni 2009: Wegen Islam-Kritik bzw. vor allem, weil sie erklärte, Mohammed sei aus heutiger Sicht ein „Kinderschänder“, wurde sie zu drei Monaten bedingter HAFT und saftigen 24.000 € Geldstrafe verurteilt. Begründung des Gerichts: „Herabwürdigung religiöser Lehren“ und „Verhetzung“.
Näheres hier:
< http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/488095/Susanne-Winter_Urteil-wegen-Verhetzung-bestaetigt >

Kürzlich berichteten wir hier im CHRISTLICHEN FORUM über eine Fatwa, also ein islamisches Rechtsgutachten, worin Mohammeds Ehevollzug mit einer 9-Jährigen bestätigt und als „Allahs Wille“ energisch gerechtfertigt wurde: FATWA

Diese widersprüchlichen Urteile sind genau in diesem konkreten Fall auch der pro-jüdischen Webseite „Achgut“ aufgefallen:
< http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/zweierlei_kinderficker/ >

Ergebnis: Laut derzeitiger (Un-)Rechtssprechung im deutschsprachigen Raum dürfen unstrittige Tatsachen über Mohammed nicht geäußert werden, hingegen darf die katholische Kirche als Ganzes  – und damit alle ihre Mitglieder  – aufs übelste beleidigt und als kriminell angeprangert werden.

Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MIT-Verlags und des Christoferuswerks in Münster

Unsere Berichterstattung über diesen skandalösen Gerichtsbeschluß wurde bereits auf folgenden Webseiten veröffentlicht bzw. positiv kommentiert:
VATICANISTA (kath):  < http://www.vaticanista.info/2012/02/14/berliner-gericht-erlaubt-schmahung-von-katholiken/ >
FREIE WELT (klassisch-liberal):  < http://www.freiewelt.net/blog-4007/die-saat-geht-auf%3A-kath.-kirche-darf-als-%22kinderficker-sekte%22-verleumdet-werden.html >
KULTUR und MEDIEN (kath):  < http://kultur-und-medien-online.blogspot.com/2012/02/skandal-urteil-katholische-kirche-darf.html >
IRRGLAUBE PARLARIS (evang): < http://irrglaube.parlaris.com/sutra34068.html#34068 >
DR. JOSEF BORDAT (kath):  < http://networkedblogs.com/tZxsT >
DR. MIKE BÖHM:  < http://www.news4press.com/SKANDAL-der-KLASSE-1–BERLINER-JUSTIZ-D_638335.html >

Juristische Anmerkung:
Hier folgt  § 166 des StGB (Strafgesetzbuch):
Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen
(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

Bombenanschläge auf israelische Botschaften in Neu-Delhi und Tiflis

Bei der Explosion einer Bombe am Wagen eines israelischen Diplomaten in Neu-Delhi ist heute mindestens eine Person verletzt worden.

Kurze Zeit zuvor hatte ein Mitarbeiter der israelischen Botschaft in der georgischen Hauptstadt Tiflis ebenfalls eine Autobombe unter seinem Wagen entdeckt, die aber entschärft werden konnte.

David Goldfarb, Sprecher der israelischen Botschaft in Neu-Delhi, bestätigte die Explosion und die Tatsache, daß eine Person verletzt worden sei.


Der Tatort in Neu-Delhi (Foto: AP)

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte in der Knesset zu den Vorfällen:

„In den vergangenen Monaten sind wir Zeugen einiger Versuche geworden, israelische Staatsbürger und Juden in verschiedenen Staaten anzugreifen, unter anderem in Aserbaidschan und Thailand. Es ist uns in allen Fällen gelungen, diese Angriffe in Kooperation mit den örtlichen Behörden zu verhindern. Der Iran und sein Erfüllungsgehilfe, die Hisbollah, standen hinter diesen Anschlagsversuchen.

Heute sind wir erneut Zeugen zweier versuchter Anschläge geworden, der erste richtete sich gegen eine israelische Frau, die in Neu-Delhi verletzt wurde und der zweite gegen einen vor Ort angestellten Mitarbeiter der Botschaft in Georgien. „

Abschließend betonte Netanjahu: „Wir werden weiterhin entschlossen, systematisch und beharrlich gegen den internationalen Terrorismus vorgehen, der seine Wurzeln im Iran hat.“

Quelle: Israelische Botschaft in Bonn


Rot-China: Zwei wehrlose, verwundete Tibeter in den Bergen erschossen

Wie jetzt bekannt wurde, erschossen am 9. Februar 2012 Mitglieder der chinesischen Polizei zwei verwundete Tibeter, Yeshi Rigsel (40 J.) und Yeshi Samdup (38 J.):

Beide Männer hatten bei Protesten am ersten Tag des chinesischen Neujahrs (23. Januar) im Bezirk Drango Schußverletzungen erlitten. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, stammen sie aus einer Nomadenfamilie aus Norpa und waren nach der gewalttätigen Niederschlagung der Proteste in die Berge geflohen.

Nach Tagen der Fahndung wurden sie von der Polizei aufgespürt; sie erschoß die zwei wehrlosen und verwundeten Tibeter am 9. Februar 2012.

Die IGFM ist entsetzt, daß im Jahre 2012 von chinesischer Seite erneut gewaltsame Angriffe auf Tibeter ausgehen und fordert die Europäische Union dringend auf, gegenüber der kommunistischen Pekinger Führung für die Menschenrechte der Tibeter einzutreten.

Geschichtspolitischer Hintergrund TIBET:

Am 7. Oktober 1950 marschierte Chinas kommunistische „Volksbefreiungsarmee“ in den Nachbarstaat Tibet ein und setzte bis 1959 schrittweise die Souveränität Tibets außer Kraft.

Im März 1959 schlug die „Volksbefreiungsarmee“ einen Aufstand der Tibeter blutig nieder, nachdem diese gegen die chinesische Gewaltherrschaft und den Verlust ihrer Souveränität demonstriert hatten. Nach Ende der Militäraktion waren schätzungsweise 80.000 Tote auf tibetischer Seite zu beklagen.

Es folgten Jahrzehnte des roten Terrors, der bis heute anhält.

Während der Kulturrevolution von 1966 bis etwa 1976 litt Tibet besonders hart: Bis zu 90 Prozent aller religiösen Einrichtungen wurden zerstört, viele tibetisch-buddhistischen Mönche mißhandelt oder ermordet.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in China: http://www.igfm.de/Menschenrechte-in-der-VR-China.485.0.html


Starke Nerven und Bibelverse retten einer jungen Frau das Leben

Bibelverse haben einer US-Amerikanerin das Leben gerettet. Die 32-jährige Lindsay Wood aus Shelby (Bundesstaat Nord Carolina) war am Abend des 1. Februar 2012 von einer Bibelstunde nach Hause gekommen, als ein Jugendlicher sie überfiel und ihr mit einem Messer die Haut am Hals aufschnitt.

Rund eineinhalb Stunden lang las die Frau dem Angreifer Bibelverse vor und sprach mit ihm über den christlichen Glauben. Schließlich ließ der Täter von ihr ab, bat um Entschuldigung und flüchtete mit einem Kumpanen.

Wie die Lokalzeitung „The Star“ berichtet, wurde Wood in ein Krankenhaus eingeliefert; sie erlitt schwere, aber nicht lebensgefährliche Schnittverletzungen, die mit 25 Stichen genäht wurden.

Inzwischen sind der 16-jährige mutmaßliche Täter Miguel Lopez und sein 15 Jahre alter Begleiter festgenommen worden. Lopez wird sich unter anderem wegen versuchten Mordes vor einem Jugendgericht verantworten müssen.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur  IDEA


Prälat Cornelius Roth: Engagiertes Zeugnis pro Zölibat der Priester

Dr. Cornelius Roth, Regens des Leiter des Priesterseminars in Fulda und Professor für Liturgiewissenschaft, verteidigt die priesterliche Ehelosigkeit nicht nur vor einem frommen Publikum, sondern auch im  – beileibe weniger frommen  –  Fernsehen.

In der Sendung „Horizonte“ des Hessischen Rundfunk vom 25. September 2010 plädierte der Prälat für die Beibehaltung des Zölibats aus spirituellen Gründen: Die kath. Kirche setzte damit ein sichtbares Signal für Gott und für die übernatürliche Welt; wenn der Zölibat aus „Liebe zu Christus“ gelebt werde, sei er ein klares Zeichen des Glaubens und der Einsatzbereitschaft für Gott und sein Reich.

In der Sendung, die unter dem fernseh-typischen Motto „Die verbotene Lust“ stand, kamen etwa ein Dutzend Zölibats-Kritiker zu Wort, darunter auch mehrere Bischöfe.  Die einzige Stimme pro Zölibat war jene von Regens Dr. Roth.

Hier der Link zum TV-Ausschnitt, der das Interview mit Prof. Dr. Roth zeigt: http://pl.beta3.gloria.tv/?media=100449