Kaiserschnitt verdoppelt das Risiko für Diabetes-1 beim Nachwuchs

Kinder, die per Kaiserschnitt zur Welt kommen, haben ein mehr als doppelt so hohes Risiko, an Typ1-Diabetes zu erkranken wie Kinder, die auf natürlichem Weg entbunden wurden.
Das ergab die Langzeit-Studie BABYDIAB der Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München.

Unter anderem wurde der Einfluß von Umweltfaktoren auf die Entwicklung der Erkrankung bei mehr als 1600 Kindern aus Risikofamilien untersucht. Die Studienteilnehmer wurden von Geburt an durchschnittlich elf Jahre lang beobachtet.

„Eine Erklärung für diese Ergebnisse ist die Tatsache, dass die Entbindung per Kaiserschnitt auf die Beschaffenheit der kindlichen Darmflora und damit auf das Immunsystem einwirkt“, erklärte Anette-Gabriele Ziegler, Studienleiterin und Leiterin der Forschergruppe.

Unter den Mikroorganismen, die den Darm besiedeln, lassen sich bei Kindern, die per Kaiserschnitt auf die Welt kamen, zum Beispiel weniger Bifidobakterien nachweisen. „Somit ähnelt die Darmflora dieser Kinder der gestörten Darmflora von Diabetikern“, so Ziegler weiter.

In Deutschland ist die Zahl der Kaiserschnitt-Entbindungen auf Wunsch (also nicht aus einer medizinischen Notlage heraus) seit Jahren im Ansteigen begriffen.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Bundespräsident Wulff äußert Zweifel am Euro-„Rettungsschirm“

English: President of Germany Christian Wulff ...

Image via Wikipedia

Bundespräsident Christian Wulff hat heute vor Studenten der Mailänder Universität seine Zweifel an den Rettungsschirm-Konzept der EU geäußert.
Auch wirtschaftlich starke Länder stießen irgendwann an ihre eigenen Grenzen, wenn sie Finanzmittel und Garantien schier unbegrenzt bereitstellen, sagte Wulff im Hörsaal der bekannten Bocconi-Universität am Dienstag, den 14.2.2012 laut Redeprotokoll.

Zudem konstatierte er eine „tiefe Vertrauenskrise“ in Europa aufgrund der Schuldenproblematik.

Deshalb sei es wichtig, innerhalb der „Eigenverantwortung eines jeden Mitgliedstaates“ solidarisch zu sein, so Wulff weiter. Er unterstütze das Fiskalpaket, Strukturreformen und die Beseitigung von Wachstumshemmnissen zu, um die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu erhalten.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


IRAN: Erneut Christen muslimischer Herkunft verhaftet

In den jüngsten Festnahmen mehrerer Christen im südiranischen Shiraz Anfang Februar  2012 sieht das Hilfswerk Open Doors die erwartete Fortführung eines harten Verfolgungskurses der islamischen Regierung gegen Christen muslimischer Herkunft.

Die Sorge vor weiteren Repressalien gegen Hausgemeinden ist unvermindert groß. Wiederholt hatten die islamische Diktatur ein hartes Vorgehen gegen die christliche Hausgemeinde-Bewegung angekündigt.

Ehemalige Muslime, die als „Feinde des Volkes und Werkzeuge westlicher Propaganda“ gelten, sollen damit eingeschüchtert werden.

Das überkonfessionelle Hilfswerk Open Doors, das verfolgte Christen im Iran unterstützt, bittet um Gebet insbesondere für die Gefangenen.

Wie in anderen islamisch geprägten Ländern gilt auch im Iran „Apostasie“, also der Abfall vom Islam, als todeswürdiges Verbrechen und Verrat gegen die Gemeinschaft der Muslime.

Der Iran rangiert auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors auf Platz 5.

Mehr als drei Viertel der Christen im Land sind ehemalige Muslime. Ihnen gilt primär die Schärfe der Verfolgung. In den vergangenen Jahren kam es besonders um die Weihnachtszeit zu verstärkten Festnahmen.

Doch scheint die Regierung nun – statt mit groß angelegten Verhaftungswellen – eher über einen längeren Zeitraum hinweg gegen kleinere Gruppen vorzugehen.
 

Da es Muslimen verboten ist, eine Kirche zu betreten, geschweige denn einen christlichen Gottesdienst zu besuchen, können Christen muslimischer Herkunft ihren Glauben in der Regel nur in Hausgemeinden leben. Ihr Glaubenswechsel wird nicht anerkannt.

Auch die am 8. Februar in Shiraz festgenommenen sechs bis zehn Christen hatten sich in einem Privathaus zum Gebet versammelt. Ihr derzeitiger Aufenthaltsort ist unbekannt.

Stellen Sie sich bitte mit Ihrem fürbittenden Gebet an die Seite der Christen im Iran und insbesondere der Gefangenen, darunter der folgenden:

Pastor Farhad Sabokrouh, Naser Zamen-Defzuli und Davoud Alijani:
Am 23. Dezember 2011 lösten Sicherheitskräfte einen vorweihnachtlichen Gottesdienst in Ahwaz im Süden des Landes auf. Die drei Männer sind noch immer hinter Gittern. Vertraute des Pastors sorgen sich um dessen Gesundheitszustand. Vor seiner Festnahme war er am Auge operiert worden. Im Gefängnis habe er keinen Zugang zu Medikamenten, berichtete seine Frau nach einem Besuch Ende Januar. Auch sie wurde an Weihnachten festgenommen und kam erst am 1. Januar nach Hinterlegung der Besitzurkunde ihres Hauses auf Kaution frei.

Noorolla Qabitizade ist ebenfalls in Shiraz bereits seit dem 24. Dezember 2010 eingesperrt. Bei Verhören wurde der Konvertit unter Druck gesetzt, seinen christlichen Glauben zu widerrufen.

Farshid Fathi sitzt im berüchtigten Evin-Gefängnis in der Hauptstadt Teheran ebenfalls seit dem 24. Dezember 2010 ein. In diesem Monat soll es eine gerichtliche Anhörung geben.

Leila Mohammadi wurde zwar auf Kaution entlassen, steht aber weiter Beobachtung. Ende Januar berichtete der iranisch-christliche Nachrichtendienst „Mohabat News“ von ihrer Verhaftung im Juli 2011. Die Frau saß im Teheraner Evin-Gefängnis 74 Tage in Einzelhaft. Am 18. Januar wurde sie zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Ihr werden Kollaboration mit Gruppen, die mit dem Ausland in Kontakt stehen, islamfeindliche Propaganda, Betrug von Bürgern durch die Bildung von Hausgemeinden, Beleidigung von im Islam als heilig angesehenen Personen und Handlungen gegen die nationale Sicherheit zur Last gelegt. Am 28. Dezember 2011 kam sie auf Kaution frei. Ihr Anwalt legte ihren Fall dem Obersten Gerichtshof der Provinz Teheran vor.

Yousef Nadarkhani ist seit Oktober 2009 im Gefängnis. Der Pastor aus Rasht wurde im September 2010 wegen Apostasie zum Tode verurteilt.

Beham Irani, der wie Nadarkhani zur „Church of Iran“ gehört, ist seit Mai 2011 in Karaj gefangen. Der bereits im April 2010 festgenommene und nach ein paar Monaten auf Kaution freigelassene Mann wurde im Januar 2011 wegen „Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“ zu einem Jahr Haft verurteilt. Zudem muss er eine fünfjährige Haftstrafe aus dem Jahr 2008 absitzen.

Quellen: Compass Direct, Open Doors


Der heilige Valentin: Patron der Liebenden, Bischof und Märtyrer

Der Valentinstag fällt jedes Jahr auf den 14. Februar. 
Der heilige Valentin ist der Namensgeber dieses „Tags der Liebenden“, denn er gilt als Fürsprecher derVerlobten und aller Liebenden und als Schutzpatron zur Bewahrung jungfräulicher Reinheit. DSC05481 - Kopie

Hieraus entstand der weltliche „Valentinstag“, der in Deutschland erst in der Nachkriegszeit populär wurde. In Frankreich und England gab es ihn vorher schon.

St. Valentin ist zudem Patron der Reisenden, Bienenzüchter und Epileptiker.

Eine Legende besagt, er habe Soldaten kirchlich getraut, obwohl dies im kaiserlichen Rom verboten war. Zudem habe er frisch verheirateten Eheleuten Blumen aus seinem Garten geschenkt.

Bischof Valentin aus Terni in Umbrien (Mittelitalien) lebte im dritten Jahrhundert unter dem römischen Kaiser Claudius II.  Er wurde am 14. Februar 269 wegen seines christlichen Glaubens enthauptet,  nachdem er das heidnische „Götteropfer“ vor dem Kaiser verweigerte.

Auch die orthodoxe Kirche feiert St. Valentin als Heiligen, allerdings ist dort sein Gedenktag am 30. Juni.