Kaiserschnitt verdoppelt das Risiko für Diabetes-1 beim Nachwuchs

Kinder, die per Kaiserschnitt zur Welt kommen, haben ein mehr als doppelt so hohes Risiko, an Typ1-Diabetes zu erkranken wie Kinder, die auf natürlichem Weg entbunden wurden.
Das ergab die Langzeit-Studie BABYDIAB der Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München.

Unter anderem wurde der Einfluß von Umweltfaktoren auf die Entwicklung der Erkrankung bei mehr als 1600 Kindern aus Risikofamilien untersucht. Die Studienteilnehmer wurden von Geburt an durchschnittlich elf Jahre lang beobachtet.

„Eine Erklärung für diese Ergebnisse ist die Tatsache, dass die Entbindung per Kaiserschnitt auf die Beschaffenheit der kindlichen Darmflora und damit auf das Immunsystem einwirkt“, erklärte Anette-Gabriele Ziegler, Studienleiterin und Leiterin der Forschergruppe.

Unter den Mikroorganismen, die den Darm besiedeln, lassen sich bei Kindern, die per Kaiserschnitt auf die Welt kamen, zum Beispiel weniger Bifidobakterien nachweisen. „Somit ähnelt die Darmflora dieser Kinder der gestörten Darmflora von Diabetikern“, so Ziegler weiter.

In Deutschland ist die Zahl der Kaiserschnitt-Entbindungen auf Wunsch (also nicht aus einer medizinischen Notlage heraus) seit Jahren im Ansteigen begriffen.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur



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