Papst-Beleidigung in Frankreich unter Anklage gestellt

In unserem Nachbarland ticken die juristischen Uhren offenbar etwas anders als hierzulande. Vor kurzem erlaubte das Amtsgericht Berlin-Tiergarten, die kath. Kirche als „Kinderficker-Sekte“ zu verleumden (wir berichteten).

Der französische Karikaturist mit dem Künstlernamen „Plantu“ muß sich vor Gericht für eine Papst-Zeichnung verantworten: sie zeigt Papst Benedikt XVI., wie er sich von hinten über ein Kind beugt. Die Überschrift dazu lautete: „Pädophilie: Der Papst nimmt Stellung“ und wurde im März 2010 auf dem Höhepunkt der Mißbrauchsdebatte veröffentlicht.

Die kath. Vereinigung „Agrif“, die sich „für Respekt gegenüber der französischen und christlichen Identität“ stark macht, hatte Klage eingereicht; sie sieht in dem Bild eine „Provokation zur Diskriminierung“.


Natürliche Empfängnisregelung (NER) so sicher wie die Pille

Bei richtiger Anwendung der „symptothermalen Methode“ der NER wird eine von 250 Frauen im Jahr ungewollt schwanger, sagte die Frauenärztin Petra Frank-Herrmann von der Universitätsklinik Heidelberg, „sofern die Anwender an den fruchtbaren Tagen keinen ungeschützten Geschlechtsverkehr haben“.  Die Untersuchung ist im Fachjournal „Human Reproduction“ erschienen.

Die Studie basiert auf Daten zu Zyklen und Sexualverhalten von 900 Teilnehmerinnen, die in der Zeit von 1985 bis 2005 erhoben wurden. 322 Frauen wendeten ausschließlich die symptothermale Methode an, 509 nahmen an ihren fruchtbaren Tagen zusätzliche Verhütungsmittel. 69 Frauen machten keine Angaben zu ihrem Sexualverhalten.

Wenn die Teilnehmerinnen mit der natürlichen Methode verhüteten und während der fruchtbaren Zeit auf Sexualität verzichteten, lag die Rate für eine ungewollte Schwangerschaft bei 0,4 pro 100 Frauen. Bei den Frauen, die an den fruchtbaren Tagen intim wurden und dabei zusätzliche Verhütungsmittel verwendeten, stieg die Rate auf 0,6.

Bei der symptothermalen Methode, die bereits in den 1960er Jahren entwickelt wurde, messen die Frauen die Temperatur und beobachten außerdem den sog. Zervixschleim.

„Natürliche Methoden haben immer noch diesen Außenseitertouch“, betonte die Medizinerin. „Aber den Bedarf dafür gibt es, gerade auch bei jüngeren Frauen.“

Quelle und vollständiger Text hier:

http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung-medizin/forschung-innovation/wissenschaft-studie-natuerliche-verhuetung-kann-so-sicher-sein-wie-die-pille/2772626.html


„Lilie der Mohawks“: Junge Indianerin Kateri wird heiliggesprochen

Für die selige Kateri Tekakwitha (1656-1680)  folgt nun die Heiligsprechung   

Der Papst hat jetzt angekündigt, daß er die selige Kateri, die auch als „Lilie der Mohawk“ bezeichnet wird, am 21. Oktober 2012 heiligsprechen will. 1980 wurde sie seliggesprochen. Die Indianerin starb vier Jahre nach ihrer Taufe:  am 17. April 1680; sie war erst 24 Jahre alt.

1656 erblickte das Mohawk-Mädchen im heutigen US-Staat New York das Licht der Welt; sie war die Tochter des Häuptlings Kenneronkwa und der  Algonquin-Squaw Tagaskouita, die schon bald verstarben. In ihrer Jugend wurde das Mädchen pockenkrank. Von ihrer Sippe wurde sie schwer mißhandelt, weshalb sie sich in ein katholisches Indianerdorf rettete und dort getauft wurde.

In einer Jesuiten-Pfarre in der Nähe von Montreal – Kahnawake – legte sie 1679 gegen den Willen ihrer Verwandten ein Enthaltsamkeitsgelübde ab und widmete den Rest ihres kurzen Lebens Alten, Kranken und Kindern. 

Die Indianer-Jungfrau wird vor allem im Heiligtum von Kahnawake bei Montreal verehrt, wo sie beigesetzt wurde. Kahnawake ist heute ein Reservat, in dem noch ca 7300 Mohawk-Indianer leben.

Ihr liturgischer Gedenktag ist der 17. April, in Amerika der 14. Juli.

Eine ausführliche Lebensbeschreibung „Das Mädchen der Mohawks„, die der Jesuitenpater Franz Weiser verfaßte, haben wir bereits in den 8oer Jahren stark verbreitet, vor allem unter jungen Leuten.

Das ansprechende Buch kann zum Selbstkostenpreis von nur 1,40 € und Porto bei unserem Christoferuswerk oder beim Freundeskreis Maria Goretti (FMG) angefordert werden.

Hier die FMB-Bestell-Liste (auch für andere Bücher): http://www.freundeskreis-maria-goretti.de/shop/laden1.html


Priesternetzwerk protestiert gegen Pfarrer-Initiative und kritisiert passive Bischöfe

Erklärung des „Netzwerks katholischer Priester“ zur sog.  „Pfarrer-Initiative“ in Österreich

„Die sogenannte „Pfarrer-Initiative“ ruft offen zum Ungehorsam gegen die Weisungen der Kirche und des Papstes auf. In ekklesiologischen Fragen sowie in der Frage der Sakramentenspendung vertritt sie Forderungen, die der überlieferten Lehre der Kirche gefährlich nahe treten oder widersprechen. (vgl. www.pfarrer-initiative.at)

Das Priesternetzwerk weist die Forderungen der „Pfarrer-Initiative“ – insbesondere den Aufruf zum Ungehorsam gegenüber dem Lehramt der Kirche – entschieden zurück.

Wir sind befremdet über die Reaktionen jener Bischöfe, in deren Bistümern sich Pfarrer dieser Initiative angeschlossen haben. Bisher hat kein einziger Bischof die Mitglieder der „Pfarrer-Initiative“ zum Widerruf aufgefordert. Im Gegenteil wird allerorten beteuert,  es werde selbstverständlich keine Sanktionen geben: Man signalisiert „Verständnis“ für die „Sorgen“ der Initiatoren und lädt zu „Dialogen“ ein.

Bei diesen fragwürdigen Veranstaltungen stellt man angeblich fest, dass Differenzen nicht in der Analyse der Krise, sondern in den verschiedenen Wegen bestehen, wie man die Krise überwinden wolle. Dabei seien einzelne Formulierungen möglicherweise „unglücklich gewählt.“

Insgesamt entsteht der Eindruck, dass sich die Bischöfe scheuen, ein klares Wort zu sprechen und lieber zusehen, wie der Papst als Hirte der Gesamtkirche in seiner Autorität untergraben wird.

Die „Pfarrer-Initiative“ ist ein weiteres trauriges Symptom für das faktische Schisma, das sich im deutschsprachigen Raum unter den Augen der Bischöfe längst vollzogen hat. Dieses Schisma trennt weder die Laien von den Klerikern noch die deutschsprachigen Länder von der römischen Kurie. Dieses Schisma geht vielmehr quer durch alle Stände der Kirche:

Es trennt jene, die sich zur Lehre und Ordnung der Kirche bekennen von jenen, die den Glauben der Kirche nur noch selektiv akzeptieren und auf dem Weg sind, sich eine eigene „Kirche“ aufzubauen.

Einige Oberhirten treten hier als Moderatoren auf und sind der Ansicht, es gehe darum , „Extrempositionen“ miteinander ins Gespräch zu bringen. Doch: „Ein selbstgemachter Glaube ist wertlos. Der Glaube ist nicht etwas, was wir ausdenken und aushandeln.“ (Papst Benedikt XVI.,  Erfurt, 23.9.2011)

Als Priester haben wir unseren Bischöfen und dem Heiligen Vater Gehorsam versprochen. Der „Aufruf zum Ungehorsam“, in dem die Mitglieder der „Pfarrer-Initiative“ den offenen Bruch ihrer Weiheversprechen  dokumentieren, ist deshalb ein schwerwiegender Angriff auf das Priestertum, für das der Gehorsam ein konstitutives Element ist.

Das Priesternetzwerk hat in der Vergangenheit immer wieder auf Fälle hingewiesen, bei denen Priester, die sich an das geltende Recht der Kirche halten, vertrieben wurden. In den deutschsprachigen Ländern werden mittlerweile Priester, die auf den Ungehorsam im liturgischen und doktrinellen Bereich hinweisen, als „illoyal“ bezeichnet, während Priester, die offen zum Ungehorsam aufrufen, von der Hierarchie hofiert werden.

Wie tief sind wir gesunken, dass dieser Zustand bisher keinen Empörungsschrei verursacht hat? Dieses Verhalten der Obrigkeit gefährdet den Priesternachwuchs und konterkariert das Anliegen des Heiligen Vaters, der bei seinem letzten Deutschlandbesuch Priester und Laien ausdrücklich zur Einheit mit dem Stellvertreter Christi aufgefordert hat.

Viele Priester verrichten auch heute noch treu ihren pastoralen Dienst. Sie sind es leid, dass selbsternannte „Reformer“ den eigenen Mitbrüdern medienwirksam in den Rücken fallen und das Priestertum in Frage stellen. Dass diese von den Bischöfen mit mehr Aufmerksamkeit bedacht werden als jene, die dem obersten Hirten der Kirche gegenüber loyal sind, lässt Rückschlüsse auf die Geisteshaltung jener zu, die in den deutschsprachigen Diözesen Verantwortung tragen.

Wir fordern von den Bischöfen ein entschiedenes Einschreiten gegen die zweifelhaften „Reformbemühungen“ der „Pfarrer-Initiative“  und erwarten ein klares Bekenntnis zum Stellvertreter Christi auf Erden. Wer sich weiterhin aufs Zuschauen verlegt, versündigt sich an der Einheit der Kirche. Die Zeit drängt.“

Für das Netzwerk katholischer Priester:

Pfr. Dr. Guido Rodheudt, Pfr. Hendrick Jolie, Pfr. Uwe Winkel

www.priesternetzwerk.net


Ultralinke FAZ-Autorin wurde von Martin Hohmann erfolgreich abgemahnt

Ehem. CDU-Bundestagsabgeordneter wehrt sich gegen Verleumdungen

Der frühere christdemokratische Parlamentarier Martin Hohmann aus Neuhof bei Fulda hat sich erneut erfolgreich gegen die Falschbehauptung durchgesetzt, er habe die Juden als Tätervolk bezeichnet. Hohmann_start_portrait3

In dem konkreten Fall ging es um eine Veröffentlichung auf der Online-Seite der FAZ, gegen die er eine Gegendarstellung erwirkt hat. Die Autorin Julia Seeliger hatte in ihrem Blogbeitrag behauptet, Hohmann habe die Juden als Tätervolk bezeichnet. Sie mußte die falsche Tatsachenbehauptung entfernen.

In ihrem Artikel „Reden wir also über Auschwitz“ bezog sich die FAZ-Kolumnistin Seeliger auf Hohmanns Rede zum Tag der deutschen Einheit 2003. Darin hatte er sich kritisch mit der Rolle von Juden an der sowjetkommunistischen Oktoberrevolution befaßt, zugleich aber klargestellt: „Weder ‘die Deutschen’ noch ‘die Juden’ sind ein Tätervolk.“  – Die eigentlichen Täter seien vielmehr Gottlose und Religionsfeinde   –  sowohl im Kommunismus wie im Nationalsozialismus.

Die Autorin Seeliger berichtet in ihrem persönlichen Blog, sie habe den Fehler bereits am vergangenen Freitag gelöscht. Am gleichen Tag sei eine Abmahnung beim Verlag und eine Unterlassungserklärung bei ihr eingetroffen. Der Streitwert liege bei 15.000 Euro.

Vor der Antifa-Journalistin Seeliger, die sich in ihren Facebookprofil zum linksradikalen und gewaltbereiten „Schwarzen Block“ als „Lieblingsmannschaft“ bekennt, haben schon viele andere Medien Hohmanns Rede aus dem Jahr 2003 falsch wiedergegeben.

In Folge dieser verleumderischen Kampagne wurde der Christdemokrat  noch im gleichen Jahr aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ausgeschlossen.

Noch heute wehrt sich Hohmann juristisch erfolgreich gegen die Wiederholung der Falschmeldung: Allein in den Jahren 2011 und 2012 ist Hohmann nach eigenen Angaben gegen die „taz“, die FAZ, die Frankfurter Rundschau, den Hessischen Rundfunk, das Homosexuellenorgan „Queer“, den Piperverlag, den Stern, den Spiegel  und drei Einzelpersonen, darunter den linken Politiker Bodo Ramelow, vorgegangen.

Quelle: Wochenzeitung Junge Freiheit


Johannes Singhammer (CSU): Euro-„Rettung“ verletzt Hoheitsrecht des Bundestags

Vize-Chef der Unions-Fraktion beklagt Demokratie-Defizite durch EU-Zentralismus zu Lasten des   Steuerzahlers

Der stellv. Vorsitzende der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag, Johannes Singhammer, befürchtet in der Euro-Debatte einen Machtverlust des Bundestages.

Der CSU-Politiker sagte der „Süddeutschen Zeitung“, er sehe „mit großer Sorge eine faktische Haftungs- und Risikovorwegnahme durch die Europäische Zentralbank“.

Dadurch würden „außerhalb des parlamentarischen Verfahrens Haftungsrisiken auch vom deutschen Steuerzahler übernommen“.

Singhammer verwies dabei auf eine neue Aufstellung, die er vom Bundesfinanzministerium erhalten habe. Demnach hat die EZB bereits für 219 Milliarden Euro Staatsanleihen von Euro-Ländern erworben. Bei einem Ausfall müsste Deutschland 27 Prozent der Summe tragen.

Damit hafte die Bundesrepublik für 60 Milliarden Euro, ohne dass das Parlament damit befasst worden sei, sagte Singhammer. Dadurch verliere „die parlamentarische Debatte im Bundestag letztendlich an Bedeutung“.

Singhammer hatte die Regierung bereits aufgefordert, einen „monatlichen Statusbericht“ vorzulegen. Damit sollten künftig alle Abgeordneten über die „jeweils aktuelle gesamte Haftungssumme des deutschen Steuerzahlers“ aufgeklärt werden.

„Für jeden Aufsichtsrat eines Unternehmens ist die Kenntnis und Bewertung der Risiken und Haftungen in kurzen zeitlichen Abständen eine Pflichtaufgabe“, sagte Singhammer. Dies müsse künftig auch für die Parlamentarier gelten.

Nicht nur angesichts der gewaltigen Summen, um die es bei der Euro-Rettung gehe, sei eine „größtmögliche Transparenz bei eingegangenen Verpflichtungen und Risiken unverzichtbar“.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur