Thüringens Ministerpräsidentin will Volksabstimmungen zu EU-Fragen

Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hat sich für Volksabstimmungen über grundsätzliche Fragen der Europäischen Union ausgesprochen.
„Bevor weitere Souveränitätsrechte von der nationalen auf die europäische Ebene verlagert werden, sollten die Bürger darüber entscheiden“, sagte die CDU-Politikerin der Tageszeitung „Die Welt“  und fügte hinzu, daß es vor allem auch um die Haushaltshoheit des deutschen Parlaments geht:
„Dies gilt vor allem, wenn das Budget-Recht des Deutschen Bundestages betroffen ist.“
Plebiszite  (Volksabstimmungen) über Hilfen für Griechenland und andere Schuldenstaaten „in der bisherigen Größenordnung“ halte sie allerdings nicht für erforderlich. „Beim Kräftemessen der Politik mit den Märkten ist Eindeutigkeit erforderlich“, betonte sie.
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte in der „Welt am Sonntag“ Volksabstimmungen auch über Fragen der Euro-Rettung gefordert.
Volksabstimmungen könnten „ganz entscheidend dazu beitragen, die Akzeptanz der Europäischen Union bei den Bürgern zu erhöhen“, fügte Lieberknecht hinzu. „Ich habe großes Vertrauen in die Menschen. Die Bürger durchschauen die Dinge oft besser, als viele meinen.“

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Bauplan des Turms von Babel entdeckt

Erstmals wurde ein Bauplan des legendären Turms zu Babel entdeckt.  Wie das populärwissenschaftliche Magazin GEO (Nr. 3/2012) berichtet,  ist der Bauplan in eine Stele aus der Zeit des babylonischen Herrschers Nebukadnezars II. (604-562 v.Chr.) eingraviert, die sich in einer norwegischen Privatsammlung befindet.

Unter anderem ist darauf folgender Text zu lesen: „Ich dienstverpflichtete alle Länder überall, jedermann und jeden Herrscher“.  –  Demnach herrschte auf der Baustelle eine babylonische Sprachverwirrung, von der die Bibel berichtet.

Der Turm muß für damalige Verhältnisse gigantisch groß gewesen sein. Die heute noch erhaltenen Fundamente umfassen eine Seitenlänge von 91,5 Metern. Zusammen mit der Stelenskizze kann man daraus schließen, daß das Bauwerk einst rund 90 Meter hoch war.

 


NZZ übt heftige Kritik an deutschen Medien in der Causa Wulff: „Zur Strecke gebracht“

Die angesehene Tageszeitung „Neue Zürcher Zeitung“ befaßt sich am 20.2.2012 sehr kritisch mit der Rolle vieler Medien und „Meinungsmacher“ in der Affäre Wulff.

Ohne die Fehler des ehem. Bundespräsidenten zu beschönigen, wendet sich die Schweizer Zeitung unter dem Titel „Zur Strecke gebracht“ gegen das teils hysterische, teils heuchlerische Kesseltreiben, das im Blätterwald wochenlang veranstaltete wurde, wobei gerade dem Berufszweig der Journalisten beim Thema Schnäppchenjägerei eine selbstkritische Haltung gut angestanden hätte.

Der NZZ-Kommentar von Jürg Dedial beginnt mit den Worten:

„Der Fall Wulff ist ein unrühmliches Kapitel politischer und medialer Auseinandersetzung in Deutschland. (…) Ein Trost ist immerhin, dass die Selbstgerechtigkeit der Saubermänner bei der Bevölkerung mit sichtlicher Zurückhaltung quittiert wird.“

Sodann heißt es unter einem Blickwinkel, der weltweite Horizonte abmißt:

„Andere führen Krieg und rotten ganze Völker aus. Deutschland hingegen leistet sich den Luxus, sich über der Harmlosigkeit seines Staatsoberhauptes wochenlang selbst zu lähmen. Während draussen in der Welt Millionen um ihr Überleben kämpfen, ihr soziales Gefüge zerbrechen sehen und Seuchen, Wirbelstürme und Schlächtereien zu erdulden haben, ergehen sich die politische Klasse und die Medien in unserem Nachbarland in eitlen Balzritualen und Empörungsexerzitien in einem Fall, der an Trivialität und Biederkeit fast nicht mehr zu überbieten ist.“

Die geharnischte Medienschelte führt den Autor gar zu einem frommen Stoßzeufzer:

„Wer dieses Getöse und Gezeter nun monatelang zu ertragen hatte, kann nur sagen: Gott erbarm Dich unser und lass uns gründlich darüber nachdenken, was wir der Welt für ein Schmierenstück geliefert haben. Christian Wulff, der ungelenke und glücklose Bundespräsident, ist zur Strecke gebracht worden. Damit kann man leben. Aber es wäre eine Schande, würde dieses würdelose Stück Zeitgeschichte nun mit einem «Geschafft!» zu den Akten gelegt. Jetzt gilt es erst recht, über einiges nachzudenken.“

Quelle und Fortsetzung dieses lesenswerten NZZ-Kommentar hier:

http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/zur_strecke_gebracht_1.15125869.html


Deutsche Sprachwelt: Kein Stammeldeutsch anerkennen!

Zum Internationalen Tag der Muttersprache erinnert die Zeitung DEUTSCHE SPRACHWELT an die Bedeutung des Standarddeutschen. „Hochdeutsch hält als einigendes Band unsere Sprachgemeinschaft zusammen“, erklärte  Chefredakteur Thomas Paulwitz.

Gleichzeitig wendet sich die DEUTSCHE SPRACHWELT gegen Bestrebungen, gebrochenes Deutsch unter dem Namen „Kiezdeutsch“ zu einem eigenständigen deutschen Dialekt aufzuwerten. Dies verharmlose eine bedenkliche Sprachentwicklung. Statt dessen müsse die wachsende Zahl von Sprachverlierern die Politik wachrütteln.

Ein zunehmender Teil der Bevölkerung sei nicht in der Lage, die Ausdruckskraft der deutschen Sprache auszuschöpfen. Dies erschwere den Zugang zur Bildung.

„Das sogenannte ‚Kiezdeutsch‘ ist nichts anderes als eine Pidginsprache“, sagte Paulwitz. „Es führt in die Irre, dieses in Wortschatz und Grammatik verarmte Deutsch als Dialekt schönzureden.“ Es sei „unverschämt und anmaßend“, dieses Stammeldeutsch auf eine Stufe mit so ausdrucksreichen und farbigen Mundarten wie Bairisch, Sächsisch und Schwäbisch zu stellen.

Wer beispielsweise „Mein Schwester geht Kino“ sage, der spreche keinen Dialekt, sondern habe schlicht Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache.

Das systematische Weglassen von Geschlechtswörtern (Artikeln), Verhältniswörtern (Präpositionen) und Beugungen (Flexionen) sei keine Weiterentwicklung, sondern eine Rückbildung der deutschen Sprache:

„Fehler bleiben Fehler, auch wenn sie systematisch gemacht werden. Wer Stammeldeutsch zum eigenständigen Dialekt erhebt, leistet der Auffassung Vorschub, man müsse in Deutschland die Landessprache nicht beherrschen. Bequemlichkeit, Nachlässigkeit oder Unfähigkeit im Sprachgebrauch verdienen keine Belobigung durch die Sprachwissenschaft.“

Des weiteren warf Paulwitz dem Bundesforschungsministerium vor, Wissenschaftler zu fördern, die das verarmte Deutsch als neuen Dialekt etablieren wollten. Dieses Geld sei in der Sprachförderung besser aufgehoben.

Quelle: Deutsche Sprachwelt


Erzbischof Schick bittet um „Gebete für Heimat und Vaterland“

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick bezeichnete die Nominierung von Joachim Gauck als „positives Zeichen für unsere Bundesrepublik Deutschland“.  Joachim Gauck sei eine anerkannte Persönlichkeit mit einer christlichen Herkunft und freiheitlichem Grundrechtsverständnis.

Der Bamberger Oberhirte ruft daher in einem Brief alle Priester, Diakone, seelsorglichen Mitarbeiter und alle Gläubigen des Erzbistums Bamberg zum Gebet für „Heimat und Vaterland und die bürgerliche Gesellschaft“ auf.

Es sei Merkmal der Christen sich in der Politik weder durch bissige Kritik noch durch Lobhudelei hervor zu tun, sondern aktiv mitzuwirken am Wohl der Gesellschaft. „Als Christen sind wir mitverantwortlich für unser Gemeinwesen und für das Gemeinwohl in Deutschland“, schreibt Erzbischof Schick: „Der Grundwasserspiegel der Werte und Tugenden in unserer Gesellschaft muss gehoben werden.“  – Verstärkt müsse gegen die „Versuchung“ und das „Böse“, vor allem die sieben Wurzelsünden, Stolz, Habgier, Neid, Zorn, Unkeuschheit, Unmäßigkeit und Trägheit angegangen werden.

Erzbischof Schick bittet daher in den folgenden Wochen der Fastenzeit verstärkt darum, „Das Allgemeine Gebet“ im Gotteslob (790,2) zu beten.   „Wenn wir für unsere Heimat und unser Vaterland beten, haben wir auch immer die ganze Welt im Blick, die unter vielerlei Nöten leidet“, so der Bamberger Erzbischof.  Unser Land könne und solle schließlich für alle Bürgerinnen und Bürger lebens- und liebenswert sein.


21. Februar: Heute ist Internationaler Tag der Muttersprache

CDU/CSU: „Sprache ist ein gewaltiges Stück Heimat!“

Seit dem Jahr 2000 wird stets am 21. Februar der von der UNO ausgerufene Internationale Tag der Muttersprache gefeiert. Dazu erklärt der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen:

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist besorgt darüber, dass die Hälfte der aktuell 6000 Sprachen auf der Welt gefährdet ist. Nach Einschätzung der UNESCO geht alle zwei Wochen eine Sprache verloren. In Deutschland droht 13 Regional- und Minderheitensprachen das Aussterben.

Wir begreifen den Internationalen Tag der Muttersprache daher als Mahnung und Mutmacher, uns weiterhin nachdrücklich für die Pflege der deutschen Sprache und den Erhalt der Minderheitensprachen einzusetzen.

So haben wir 2009 eine Debatte im Deutschen Bundestag zum 10-jährigen Jubiläum des Inkrafttretens der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen initiiert. Vor einem Jahr haben wir einen Kongress zur Deutschen Sprache im Beisein von Nobelpreisträgerin Herta Müller sowie der Opernsängerin und Festspielleiterin Edda Moser durchgeführt.

Die eigene Sprache ist zentrales Element der eigenen kulturellen Identität und der Schlüssel zur Weltaneignung. Sprache ist ein gewaltiges Stück Heimat. Sich auf die Muttersprache zu besinnen und dennoch Fremdsprachen zu beherrschen, ist ein wichtiges Ziel. Deutschland wäre kulturell ärmer ohne seine Regional- und Minderheitensprachen.

Die Liste der Unterstützer der deutschen Sprache muss aber noch länger werden. Die CDU/CSU-Fraktion erwartet von den Bundesländern vermehrte Anstrengungen zur Sprachförderung und Sprachpflege. Initiativen wie die Einführung eines eigenständigen Schulfaches „Plattdeutsch“ in Hamburg weisen in die richtige Richtung. Auch die Medien sind aufgefordert, deutlich mehr Angebote in den Regionalsprachen zu unterbreiten.

Deutsch ist in der EU immer noch keine vollgültige Amtssprache

Nachholbedarf gibt es auch in Brüssel: Obwohl das Deutsche die meistgesprochene Muttersprache in der Europäischen Union ist, steht die vollständige und ausnahmslose Gleichberechtigung des Deutschen als Arbeitssprache in den europäischen Institutionen  noch aus.“

CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
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