„Reformstau“? – Die wahre Reform: Erneuerung in Christus!

Hirtenbrief von Bischof Müller zur Fastenzeit zeigt klares Profil

Bischof Gerhard Ludwig Müller von Regensburg ist ein Oberhirte, der klare Worte nicht scheut. Das zeigt auch sein neuer Hirtenbrief zur Fastenzeit, aus dem wir den zweiten Teil dokumentieren, der sich mit dem  angeblichen „Reformstau“ in der Kirche befaßt und alle dazu aufruft, den „Reformstau“ vor der Türe des eigenen Herzens zu überwinden:

Jesus-Christus-Kirche in Meinerzhagen

Image via Wikipedia

„Das ist die Botschaft dieser vorösterlichen Gnadenzeit: Wir sind gerufen zur Erneuerung in Jesus Christus. In weltlichen Institutionen ist immer wieder von notwendigen Reformen die Rede. Und manche übertragen unreflektiert das Schlagwort vom „Reformstau“ auf die Kirche.

Dabei merken sie nicht, dass sie dadurch den Tempel Gottes entweihen und die Kirche Jesu Christi verweltlichen. Die Kirche aber muss heilig werden, indem nicht die Welt, sondern Gott ihr Maß ist. Mit der Unterwerfung kirchlicher Einrichtungen und Lehren unter den Zeitgeist kann man keine neue Glaubwürdigkeit vor der Welt gewinnen.

Es gibt jedoch Reformbedarf; aber der liegt bei uns. Bauen wir den Reformstau vor der eigenen Haustür ab, indem wir die Gebote Gottes und die Weisungen der Kirche treu und freudig erfüllen. Sie wollen uns nicht ärgern oder gängeln, sondern dienen unserem Heil, auch wenn uns Bequemlichkeit und Unlust manchmal das Gegenteil vorgaukeln.

Neue Glaubenskraft und der Wagemut zur Neuevangelisierung werden wach, wenn wir den persönlichen Reformstau vor der Tür unseres Herzens abbauen, wenn wir Lauheit und Kälte in unserer Gottesliebe überwinden.

Werden wir stark im Glauben und sicherer in der Hoffnung! Übertreffen wir einander in der Liebe zu Gott und zum Nächsten. Hinweise für die Erneuerung des persönlichen Lebens

Die regelmäßige Mitfeier des Kreuzesopfers und der Auferstehung unseres Herrn in der hl. Messe, der Empfang des Leibes und Blutes Christi als Speise und Trank zum ewigen Leben in der hl. Kommunion helfen am meisten, den Reformstau abzubauen. Auf diese Weise öffnen wir dem Herrn die Tür zu unserem Innern.

Er sagt: „Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten,
und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir“ (Offb 3,20). So bleiben wir im geistlichen Leben jung und fit, aktiv und gesund.

Denken wir an die Sakramente der Buße und der Krankensalbung. Überhöre nicht, wenn er Dir in die Augen schaut, Seinen Ruf zum geistlichen Stand im Priesterdienst und Ordensleben. Schätzt die Heiligkeit der Ehe und bedenkt den herrlichen Tag Eurer Hochzeit. Als Braut und Bräutigam habt Ihr vor Gottes Angesicht für alle Tage Eures Lebens einander das große Jawort der Liebe versprochen – in Freude und Leid.

Richten wir unser moralisches Leben aus an den zehn Geboten und den Seligpreisungen der Bergpredigt, den Werken der leiblichen und geistigen Barmherzigkeit! Stellen wir das Wohl des Nächsten über das eigene. Fragen wir, was gut ist für meinen Mann, für meine Frau, für meine Kinder, für meine Eltern, für meine Schulfreunde, für meine Arbeitskollegen und für meine Verwandten und Freunde. Wie kann ich meine Talente einsetzen für das Gemeinwohl in Kirche und Gesellschaft?

Reformieren wir unseren persönlichen Tagesablauf: Beginnen wir den Tag mit einem Gebet und beschließen wir ihn mit Dank und einer Gewissenserforschung. Verschlingen wir unser tägliches Brot nicht gedankenlos, sondern danken wir im Tischgebet dem, der wie der gute Hausvater ohne Unterlass für seine Kinder sorgt.

Beschäftigen wir uns mit den Inhalten unseres Glaubens, sodass wir den Spöttern schlagfertig begegnen können. Wir müssen in der Lage sein, den Suchenden Sinn, Inhalt und Logik der Offenbarung Gottes, des Schöpfers und Erlösers, überzeugend darzulegen.“


Bahnt sich eine Sensation in der Bibelforschung an?

Markus-Evangelium: Bestätigung für die Früh-Datierung entdeckt?

Das Markus-Evangelium könnte von einem Zeitzeugen geschrieben worden sein, der zu Zeit von Jesus lebte. Das nimmt der Handschriften-Forscher Prof. Daniel B. Wallace an, der neue Funde von Fragmenten untersucht.

Wallace hat sieben Fragmente mit Auszügen aus dem Neuen Testament entdeckt, von denen sechs aus dem zweiten Jahrhundert stammten und eins aus dem ersten. Dabei handle es sich um einen Auszug aus dem Markus-Evangelium.

Diese Datierung habe ein von Wallace namentlich nicht genannter Handschriften-Experte als gesichert bestätigt. Wallace kündigte an, Details über Fundort, Datierung und Inhalt im nächsten Jahr zu veröffentlichen.

Die bisher ältesten Abschriften des Markus-Evangeliums stammen aus dem frühen dritten Jahrhundert. Experten gehen davon aus, daß eine Bestätigung von Wallaces Vermutung zu einer neuen Sicht über die Entstehung der Evangelien führen werde:

Zunächst würde sich herausstellen, wie gut die späteren Handschriften mit der ursprünglichen Fassung übereinstimmen  –  zudem wäre dies ein Hinweis darauf, daß die Verfasser der Evangelien zeitlich sehr nahe an den Berichten über das Leben, Sterben und Auferstehen Jesu  Christi waren.

Nach Angaben des deutschen Orientalisten Martin Heide, der als Privat-Dozent an der Universität Marburg lehrt, ist Wallace ein weltweit anerkannter und vertrauenswürdiger Wissenschaftler.

In der Forschung sei es durchaus üblich, dass man auf wichtige Entdeckungen frühzeitig aufmerksam mache und erste Beurteilungen der Fachwelt mitteile, um sie zu einem späteren Zeitpunkt umfassend zu dokumentieren.

Aus Sicht von Heide, der auch in der neutestamentlichen Textforschung tätig ist, wäre es eine Sensation, wenn Wallace recht hätte. Allerdings müsse man dessen künftige Veröffentlichung abwarten.

Quelle: evangelische Nachrichtenseite http://www.jesus.ch


Film über prominente Ordensfrau für den «Oscar» nominiert

Dolores Hart: von der Schauspiel-Karriere ins Kloster

Bei der «Oscar»-Verleihung morgen Sonntag (26.2.2012)  ist auch ein Film mit christlichem Bezug nominiert. Der Film «God is the bigger Elvis» zeigt das Leben von Dolores Hart, die sich trotz erfolgreicher Schauspielerkarriere für ein Leben als Nonne entschied.

In der Kategorie «Dokumentation kurz» darf sich dieser Film Hoffnungen auf die begehrte Trophäe machen. Dolores Hart begann ihre Filmkarriere im Alter von 19 Jahren mit «Gold aus heisser Kehle» (1957) an der Seite von Elvis Presley (siehe Foto).

Bis in die frühen sechziger Jahre war sie in neun weiteren Filmproduktionen zu sehen, darunter in der monumentalen Filmbiographie «Franz von Assisi» (1961) des Regisseurs Michael Curtiz («Casablanca»); sie spielte auch erfolgreich im Theater, unter anderem am Broadway und gewann für ihre Leistungen den Tony Award und den Theatre World Award.

Im Alter von 25 Jahren entschloß sich Hart jedoch, ihre Filmkarriere aufzugeben und Nonne in der Benediktiner-Abtei «Regina Laudis» in Bethlehem im US-Bundesstaat Connecticut zu werden.

Gleichwohl fühlte sich die Ordensfrau stets der Filmakademie in Los Angeles verbunden, berichtet «Kath.web». Als sie Nonne wurde, habe sie ihre Mitgliedschaft an der Akademie zwar abgegeben. Im Jahr 1990 wurde sie jedoch wieder aufgenommen und ist damit die einzige Nonne in der Vergabekommission für den „Oscar“.

Die Dokumentation wird am 1. April 2012 beim amerikanischen Fernsehsender HBO zum ersten Mal zu sehen sein.

Neben «God is the bigger Elvis» sind vier weitere Kurzdokumentationen nominiert. Die «Oscar»-Verleihung findet am kommenden Sonntag im Kodak-Theatre von Los Angeles statt.

Quelle: evangelische Nachrichtenseite http://www.jesus.ch


Joachim Gauck: vertritt er die Mächtigen?

Das Heise-Nachrichtenportal (www.heise.de) veröffentlichte am 21.2.2012 einen Artikel von Peter Mühlbauer, der sich vor allem  mit der früheren Tätigkeit Joachim Gaucks als Leiter der sog. „Gauck-Behörde“ befaßt, also jener Institution, die mit der Verwaltung der Stasi-Unterlagen betraut war.

Dabei geht es um einige ungeklärte Vorgänge, die der weiteren Aufklärung harren, etwa warum der 1990 ernannte Behördenchef die Stasi-Unterlagen zum ehem. schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel (CDU) nicht an den Lübecker Chef-Ermittler Heinrich Wille herausrücken wollte.

Außerdem schreibt der Heise-Autor:

„Eine merkwürdige Amtsführung konstatiert auch der Gerichtsreporter Rolf Schälike, der (anders als Gauck) in der DDR aus politischen Gründen inhaftiert war. Ihm verbot die Stasi-Unterlagenbehörde unter Gauck die Einsichtnahme in die Unterlagen, welche die DDR-Staatssicherheit über ihn gesammelt hatte. Später waren sie dann „verschwunden“. Schälikes Gesamteinschätzung: „Gauck vertritt die Mächtigen. Das tat er in der DDR, das tut er jetzt. […] Er wurde und wird missbraucht.“  (…)

Der Berliner Tagesspiegel wirft ihm vor, in seiner Zeit als Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde eine falsche Auskunft über die Beschäftigung von ehem. Stasi-Angehörigen gegeben zu haben.

Von konservativer Seite wird bemängelt, dass der evangelische Pastor Medienberichten zufolge seit langem in einem ehebrecherischen Verhältnis mit einer anderen Frau zusammenlebt.

Um daraus Rückschlüsse auf Gaucks Umgang mit Menschen zu ziehen, müsste man allerdings erst herausfinden, wer am Zerbrechen seiner Ehe konkret schuld war, was in heutigen Scheidungsverfahren nicht mehr ermittelt wird. Zudem hat Gauck bislang auch gar keine Anstalten gemacht, sich überhaupt scheiden zu lassen, was die Frage aufwirft, ob seine Gattin wohl mit ihm zusammen im Schloss Bellevue einziehen wird.“


Konservative Ökumene führt glaubenstreue Christen zusammen

Gernot Facius, der bekannte WELT-Redakteur, der sich vor allem zu Fragen von Religion und Kirche äußert, befaßt sich in seinem Leitartikel vom 24. Februar 2012  in WELT-online mit dem weltweit erkennbaren Schulterschluß zwischen gläubigen Katholiken und bibelorientierten Protestanten.

Der katholische Brückenschlag zu den Evangelikalen und umgekehrt zeigt sich besonders klar in den USA: dort wurde unlängst der Protest katholischer Bischöfe gegen die Abtreibungspolitik von Präsident Obama von theologisch konservativen Evangelischen unmißverständlich unterstützt.

Auch die von Papst Benedikt geübte Kritik an der „Diktatur des Relativismus“  wird von evangelikaler Seite seit langem geteilt, so etwa von Prof. Dr. Peter Beyerhaus, der Kardinal Joseph Ratzinger hierin schon beipflichtete, als dieser noch nicht zum Papst gewählt war.

Auch bei den Themen Abtreibung, Homo-Ehe, Euthanasie, Sexualmoral oder Gentechnik besteht eine fast vollständige Übereinstimmung zwischen romtreuen Katholiken und bibelgeprägten Protestanten.

„Ethik-Verständnis trennt Katholiken und Protestanten“, so der Titel des Facius-Artikels  – freilich findet sich dies Hindernis nur auf der Ebene amtlicher ökumenischer Bemühungen, nicht jedoch im Rahmen der eben dargestellten „konservativen Ökumene“. Dort führen die moraltheologischen Fragen enger zusammen im gemeinsamen Einsatz für die göttliche Schöpfungsordnung und die Zehn Gebote.

Facius stellt sodann fest: „Liberalisierung der Sexualmoral, Feminismus, Frauen in kirchlichen Ämtern, Zugeständnisse in der Bioethik. Für den Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller wäre das ein „ökumenischer Holzweg“, der in Selbstsäkularisierung endet.“

Genau diesen ökumenischen Holzweg lehnen freilich auch Evangelikale ab, beileibe nicht allein katholische Kirchenmänner wie Bischof Müller.

Gernot Facius, der frühere stellv. WELT-Chefredakteur, schreibt außerdem:

„Das harsche Urteil spiegelt das Unbehagen katholischer Hierarchen über die Verhältnisse beim evangelischen Partner, der alles hat, was katholische Reformer sich wünschen, aber dennoch an Auszehrung leidet.(…)

Ökumene sei für die Katholiken nur interessant mit evangelischen Christen, die „mit uns die Grundüberzeugung teilen, dass die Offenbarung Gottes in Christus nicht ein Mythos ist“. –  Sowohl mit einem liberalen Katholizismus, der den Glauben auf eine Kulturerscheinung reduziere, als auch mit liberalen Evangelischen, für die sich der Protestantismus auf „gegen den Papst und Rom“ und überhaupt „gegen Autoritäten sein“ beschränke, werde Ökumene überflüssig.

Genau das trifft den Punkt: Die Fronten gehen schon längst quer durch die Konfessionen hindurch. Ein glaubenstreuer Katholik fühlt sich einem Evangelkalen weitaus stärker verbunden als einem modernistischen Katholiken, der wesentliche biblische Wahrheiten leugnet, etwa die Gottheit Christi, die Jungfrauengeburt oder die leibliche Auferstehung des HERRN  – was einem Evangelikalen nie in den Sinn käme.

Felizitas Küble

 


Online-Umfrage im Berliner „Tagesspiegel“ zu Gauck: 57% sagen „Nein“

Ostsee-Zeitung: „Gauck als Ehrenbürger in Rostock?“ –  58% Nein-Stimmen

Der Berliner „Tagesspiegel“ veröffentlichte am 23. Februar 2012 eine für derzeitige Gauck-Jubel-Verhältnisse bemerkenswerte Stellungnahme mit dem Titel „Wird seine wilde Ehe zum Streitthema?

Darin heißt es u.a.:

„Der Präsident ein Ehebrecher – ein Mann Gottes noch dazu, der in wilder Beziehung lebt. Pfui Teufel, finden die einen. Modern und zeitgemäß sei das, kontern die anderen. Und, was beinahe noch am schlimmsten, weil am verlogensten, ist: Na ja, sagen die meisten. Man will ja nicht mittelalterlich wirken.

Aber ein Staatsoberhaupt, dessen Ehefrau in der vorpommerschen Provinz lebt, während er mit seiner Freundin zum Champagner-Empfang bei Obamas eingeladen ist? Einer, der dem Volke von der hohen Moralkanzel herab ins Gewissen reden und demnächst beim Papst uns alle würdig repräsentieren soll – so einer sollte dann schon in geordneten Verhältnissen leben.

Und wenn er denn seine Liebste schon nicht heiratet, dann doch wenigstens sollte er geschieden sein. Mag der Wulff ja gewesen sein, wie er will. Aber das hat der wenigstens hinbekommen.“

Eine Umfrage bei Tagesspiegel-online läuft ebenfalls gegen den angeblichen Wir-wollen-Gauck- Trend:  Am Samstag, den 25. Februar, ergab sich um 10 Uhr fogender Stand:

Bei 22.514 Teilnehmern votierten 43% für Gauck als neuen Bundespräsidenten, 57% stimmten mit „Nein“.

Hier gehts zum erwähnten Artikel und zur online-Befragung:

http://www.tagesspiegel.de/politik/joachim-gauck-wird-seine-wilde-ehe-zum-streitthema/6242016.html

Die Ostseezeitung fragte ihre online-Leser, ob Joachim Gauck Ehrenbürger von Rostock werden soll. Ergebnis bislang: 58 % votieren mit NEIN (Stand vom 25.2.2012, 12 Uhr mittags)

Quelle:http://www.ostsee-zeitung.de/forum/index_umfrage.phtml?uid=1210