Dr. Jérôme Lejeune: prominenter Mediziner und Anwalt des Lebensrechts

Der Entdecker des Down-Syndroms rückt der Seligsprechung näher

Vor viereinhalb Jahren wurde das diözesane Seligsprechungsverfahren für den vor 18 Jahren verstorbenen  Arzt Prof. Dr. J. Lejeune im Erzbistum Paris eingeleitet.

Johannes Paul II. hatte den  französischen Mediziner und engagierten katholischen Lebensrechtler seinerzeit zum ersten Vorsitzenden der „Päpstlichen Akademie für das Leben“ ernannt.

Nun steht die diözesane Phase des Seligsprechungsverfahrens mit einem positiven Ergebnis vor dem Abschluß. Doch dies ist nur die erste wichtige Hürde und stellt noch keine verbindliche Aussage der Kirche dar; entscheidend ist das römische Verfahren bei der vatikanischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen.

Dr. Jérôme Lejeune (1926-1994)  gilt als Vater der modernen Wissenschaft der Genetik; er wurde 1962 für die Entdeckung der genetischen Ursache von „Trisomie 21“ (Down-Syndrom) mit dem Kennedy-Preis ausgezeichnet.Er war für seinen Einsatz zugunsten behinderter Patienten und für das Lebensrecht aller Menschen  – auch der Kinder in Mutterleib –  weit über Frankreich hinaus bekannt.

Quelle: katholischer Nachrichtendienst ZENIT

Kongo: „Hexenkinder“durch heidnische Magie und pfingstlerische Sekten bedroht

Weil sie „vom Teufel“ oder „von bösen Geistern“ besessen sein sollen, werden sie verstoßen und misshandelt: die so genannten „Hexenkinder“ in verschiedenen Ländern Afrikas, die meist als Straßenkinder ohne Hab und Gut ein trauriges Dasein fristen.

Ausgerechnet das bitterarme Kongo steuert nun wirksam gegen diesen gefhrlichen Trend.

Hier entstanden in den vergangenen Monaten unter Mithilfe von Ordensleuten und Hilfsorganisationen verschiedene Jugendgerichte zum Schutz dieser Kinder und zur Bestrafung von Tätern.

Viele der Hexerei beschuldigte Kinder landen auf der Straße, wenn ein Familienangehöriger an den Folgen von Aids stirbt, die Großfamilie Probleme bekommt oder in ein plötzliches Unglück stürzt.

Im Kongo ist heidnischer Aberglaube (u.a. Voodoo) noch weit verbreitet; beim Phänomen der „Hexenkinder“ gehen alte magische Vorstellungen Hand in Hand mit dem Sektenunwesen aus der ultra-charismatischen Szene:

Oft sind es marktschreierische Prediger von Pfingstkirchen, die diese Kinder als „besessen“ abstempeln und danach  erschreckende „Exorzismen“ organisieren, um ihnen „den Teufel auszutreiben“.

Der italienische Pater Mauro Cecchinato vom Don Guanello-Werk hat in seinem Zentrum für Straßenkinder in Kinshasa viel mit Opfern von Aberglauben zu tun.

Beim Problem der „Hexenkinder“ gössen allerdings keine Voodoo-Priester Öl ins Feuer, sondern vielmehr selbsternannte Freikirchen-Sekten:  „Die größten Probleme sind klarerweise jene,  die mit Gewalt gegenüber diesen Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Insbesondere Gewalt im Zusammenhang mit Sekten, die sich im gesamten Territorium des Kongo ausgebreitet haben, vor allem in Kinshasa.“

Quelle: Radio Vatikan



Schade: „CharityWatch.de“ stellt Arbeit ein

Stefan Loipfinger, Verfasser des aufklärenden  Sachbuchs  „Die Spenden-Mafia“ (Knaur-Verlag, nur 8,99 €) gibt seine fundierte Arbeit auf, die sich kritisch mit „schwarzen Schafen“ in der Spenden-Sammel-Szene befaßte, nicht selten auch mit unseriösen „Tierschutz“-Vereinen.
Der Gegenwind, den der Autor  erlebte, war offenbar allzu zermürbend. Er schreibt hierzu Folgendes auf seiner Webseite:
„Seit 2008 kämpfe ich mit CharityWatch.de für mehr Transparenz im Spendenbereich. Ein aussichtsloser Kampf, wie sich inzwischen herausgestellt hat, wenngleich ich die vielfach positive Resonanz und die Sensibilisierung der Spender und Medien für dieses Thema nicht schmälern möchte.
Das erklärte Ziel von CharityWatch.de bestand in einer Verbesserung der deutschen Spendenkultur. Zweifelhafte Organisationen sollten entlarvt werden, damit mehr Spendengeld bei den seriösen Vereinen ankommt – und damit bei den tatsächlich Hilfsbedürftigen.
Doch ein solches Unterfangen ist durch eine einzelne Person nicht zu leisten. Eine Erkenntnis, der ich mich nach nunmehr vier Jahren stellen muss. Ganz abgesehen von der psychischen Belastung, hervorgerufen durch unzählige Drohungen, nicht nur mich und die Mitarbeiter oder Sympathisanten von CharityWatch.de betreffend, sondern auch konkret gegen meine Familie und meine fünf Kinder.
Außerdem stoße ich an finanzielle Grenzen in der juristischen Gegenwehr gegen zahlreiche Prozesse, die von Vereinen oft genug mit Spendengeldern finanziert wurden. Vielleicht findet sich ein anderer Weg, das erklärte Ziel weiter zu verfolgen.
Falls nicht, bleibt wenigstens das bisher bei CharityWatch.de und im Buch „Die Spendenmafia“ Veröffentlichte erhalten. Wenn nur ein Teil der weit über 100 Millionen Euro, die allein die auf der Warnliste stehenden Organisationen jährlich einsammeln, zu seriösen Vereinen umgelenkt werden konnte, hat CharityWatch.de mehr Hilfe geleistet, als alle seine Mitarbeiter zusammen in ihrem Leben jemals hätten spenden können.“

Quelle und Fortsetzung des Info-Artikels:

http://www.charitywatch.de/?id=1671

ISRAEL / Tel Aviv setzen Zeichen der Versöhnung: Fouad-Dajani-Platz eingeweiht

Platz nach einem vorbildlichen arabischen Arzt benannt

In Tel Aviv-Jaffa wurde am Sonntag ein Platz nach dem arabischen Arzt Fouad Ibrahim Dajani benannt. Der Mediziner, der von 1890 bis 1940 in Jaffa gelebt hat, ist Gründer des gleichnamigen Krankenhauses.

Dajani hatte das Hospital in den 1930er Jahren aufgebaut und sich auf Chirurgie und Geburtshilfe spezialisiert. Im Zweiten Weltkrieg erhielt er eine Auszeichnung für die ärztliche Behandlung britischer Soldaten.


Angehörige der Familie                      (Foto: M. Kamchi)

Zur Einweihung des Platzes waren am Sonntag dreihundert Personen angereist, darunter sein Sohn und viele weitere Familienmitglieder, u.a. aus den USA, Tunesien, Großbritannien und Jordanien.

Ahmad Mashharawi, ein arabisches Mitglied des Stadtrates, erklärte: „Dies ist ein historischer Tag, der Juden und Araber verbindet. Dajani ist mit allen zurechtgekommen.“

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Fastenzeit: Beten für die bedrohten Kinder im Mutterleib

Redakteur Klemens Hogen-Ostlender schreibt im Gießener Anzeiger vom 24.2.2012 Bemerkenswertes zur Fastenzeit:

„Das Wort „fasten“ klingt zunächst wenig einladend. „Fasten“ kommt vom mittelhochdeutschen „fastan“. Es bedeutet „befestigen“ oder „festmachen“.

Es geht also darum, Verbindungen, die lose geworden sind, wieder festzumachen. Es geht um den Halt, den man braucht, wenn es im Leben turbulent wird, wenn das Schicksal zuschlägt.

In der Fastenzeit stehen bei vielen Menschen die Gnade des Einfachen und Verzicht hoch im Kurs, stand am Aschermittwoch im Gießener Anzeiger. Aber Verzicht muss nicht immer im Vordergrund stehen in diesen 40 Tagen,
wenn man an die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs denkt.

Das weltweite katholische Hilfswerk Kirche in Not ruft seine Unterstützer zum intensiven Gebet für von Abtreibung bedrohte Kinder und deren Eltern auf. Den Teilnehmern der Gebetsaktion wird nahegelegt, ein unbekanntes von Abtreibung bedrohtes Kind geistlich zu adoptieren und während der gesamten Fastenzeit täglich im Gebet für dieses Kind und die schwierige Situation seiner Eltern einzutreten.

Kirche in Not-Geschäftsführerin Karin Maria Fenbert erklärt den Hintergrund so: „Als Christen glauben wir an die Kraft des Gebetes. Mit dieser Kraft wollen wir uns hinter die oft in schweren finanziellen und sozialen Nöten steckenden Mütter und Familien stellen, damit sie den Mut fassen, sich für das Leben ihres Kindes zu entscheiden.“

Zur Gebetsaktion gibt „Kirche in Not“ unentgeltlich ein Faltblatt mit dem Titel „Bete, faste, rette ein Kind“ heraus. Außer einem Gebetstext enthält dieses Blatt eine Stellungnahme zur geltenden Abtreibungsregelung aus katholischer
Sicht und eine Notrufnummer für in Not geratene schwangere Frauen.

Außerdem wird zur Teilnahme am nächsten „Marsch für das Leben“ des „Bundesverbands Lebensrecht“ am Samstag, 22. September, in Berlin aufgerufen.“


Innenminister empfiehl Griechenland den Austritt aus der Euro-Zone

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) rät Griechenland, aus der Euro-Zone auszutreten. „Außerhalb der Währungsunion sind die Chancen Griechenlands, sich zu regenerieren und wettbewerbsfähig zu werden, mit Sicherheit größer, als wenn es im Euro-Raum verbleibt“, sagte der CSU-Politiker dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ unmittelbar vor der heutigen Montag stattfindenden Abstimmung im Bundestag über das zweite Griechenland-Paket.

Damit plädiert zum ersten Mal ein Mitglied der Bundesregierung für einen radikalen Kurswechsel in der Euro-Rettung. „Ich rede nicht davon, Griechenland rauszuschmeißen, sondern Anreize für einen Austritt zu schaffen, die sie nicht ausschlagen können“, so Friedrich weiter.

Auch der CDU-Chefhaushälter Norbert Barthle, der das zweite Griechenland-Paket unterstützt, äußerte Bedenken, daß die damit verbundenen Hoffnungen realistisch seien. „Ob das im Paket genannte Ziel, die Verschuldung Griechenlands bis zum Jahr 2020 auf 120,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken, erreicht werden kann, da habe ich gewisse Zweifel“, sagte Barthle.

Bei einer Sitzung des Haushaltsausschusses am Freitag signalisierten SPD und Grüne Zustimmung zum Griechenland-Paket. Der Beschluß soll aber durch einen sogenannten Entschließungsantrag ergänzt werden.

Darin fordern Union und FDP, daß sich der Internationale Währungsfonds (IWF) „auch weiterhin so weit wie möglich finanziell an dem Programm beteiligt“. Die bisherigen Beschlüsse kommen ohne Geld aus Washington aus.

Der IWF hatte sich zwar bereit erklärt, 13 Milliarden Euro zum Rettungspaket beizutragen. Die Summe kann aber nur ausgezahlt werden, wenn das Exekutivdirektorium zustimmt. Vor allem unter den Vertretern  aufstrebender Schwellenländern regt sich Widerstand, Griechenland weitere Milliarden zur Verfügung zu stellen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur