Krippenpolitik wird eigenen Ansprüchen nicht gerecht – schlechte Sprachförderung der Kleinen

Seit Jahren argumentieren die Befürworter der frühkindlichen „Kitas“ (Kindertagesstätten) damit, daß dies den sprachlichen Fähigkeiten der Kleinen zugute komme.

Wie der Berliner „Tagesspiegel“ vom 27.2.2012 berichtet, sieht die Wirklichkeit ganz anders aus, denn es zeigte sich, daß jene Kinder, die jahrelang eine „Krippe“ besuchten, bei Sprachtests überdurchschnittlich schlecht abgeschnitten haben.

Die Tageszeitung berichtet unter dem Titel „Ergebnis von Sprachtests Kitabesuch garantiert keine ausreichenden Sprachkenntnisse“ sodann:

„Mehr als die Hälfte der Vier- bis Fünfjährigen, die in Berlin spezielle Sprachförderung brauchen, haben jahrelang eine Kita besucht. Dabei war man bisher davon ausgegangen, dass Kinder in der Kita leicht Deutsch lernen.“

Damit wurde die staatlich geförderte Krippenpolitik tatsächlich oft schöngeredet. Nun wird man den Fakten ins Auge schauen müssen:

„Jahrelanger Kitabesuch garantiert noch keine ausreichenden Sprachkenntnisse. Das ist das Ergebnis des aktuellen Sprachtests unter allen Vorschulkindern. Demnach hatte die Hälfte der Vier- bis Fünfjährigen mit Sprachförderbedarf zwei bis vier Jahre lang eine Kita besucht.“

Eine Sprachstandserhebung der Kitas von 2011 hatte ergeben, daß  –  vergleichbar den Ergebnissen aus den Vorjahren   –  etwa 17 Prozent der 27.000 Kitakinder aus dem Geburtsjahrgang 2006 einen „Sprachförderbedarf“ nötig haben.

Hierzu erklärt der „Tagesspiegel“: Dies bedeutet, dass sie dem Schulbesuch nicht gewachsen sind: Sie können vielleicht einfache Sätze verstehen und sprechen, aber nicht so gut, dass sie dem Unterrichtsgeschehen vollständig folgen können. Sie wären also von Anfang an in der Schule benachteiligt, wenn sie in dem verbleibenden Jahr bis zur Einschulung keine zusätzliche Sprachförderung bekämen.“

Noch einmal weist die Zeitung darauf hin: „Bislang war die Politik davon ausgegangen, dass sich der Befund verbessert, wenn die Kinder lange genug eine Kita besuchen.“

Die rauhen Fakten sprechen eine andere Sprache.


CDU-Politiker protestieren morgen vor der iranischen Botschaft in Berlin

Erika Steinbach (CDU-Menschenrechts-Beauftragte)  und Hermann Gröhe (CDU-Generalsekretär)  bei Mahnwache für Pastor Y. Nadarkhani

Wann: Donnerstag, 1. März 2012, von 15-18 Uhr
Wo: Vor der iranischen Botschaft in Berlin, Podbielskiallee 67, 14195 Berlin
Hintergrund: Bevorstehende Hinrichtung des iranischen, christlichen Pastors Youcef Nadarkhani
Foto-Termin: 15 bis 15.30 Uhr mit Hermann Gröhe und Erika Steinbach

Vor der iranischen Botschaft in Berlin protestieren am Donnerstag Mitglieder und Unterstützer der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) mit einer Mahnwache gegen die bevorstehende Hinrichtung des iranischen Pastors Youcef Nadarkhani.

Von 15 bis 18 Uhr werden IGFM-Aktive mit Transparenten, Flugblättern, Unterschriftenlisten und Kerzen auf diesen Fall aufmerksan machen.

Interessierte sind sehr herzlich eingeladen.

Teilnehmen werden auch der CDU-Generalsekretär MdB Hermann Gröhe (Politischer Pate im IGFM-Patenschaftsprogramm für Pastor Youcef Nadarkhani) sowie die Parlamentarierin Erika Steinbach (Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe).

Hintergrund
Pastor Youcef Nadarkhani befindet sich seit dem 12. Oktober 2009 im Iran im Gefängnis. Am 22. September 2010 wurde er wegen „Abfalls vom islamischen Glauben“ und „Verbreitung nicht-islamischer Lehre“ zum Tode durch den Strang verurteilt. Das Oberste Gericht bestätigte das Urteil im Juli 2011. Offensichtlich aufgrund des starken politischen Drucks wurde das Urteil bisher noch nicht vollstreckt, jedoch wurde das Gefängnis, in dem er einsitzt, vor einigen Tagen angewiesen, die Hinrichtung vorzubereiten.

Die IGFM bittet darum, auf das Mitbringen von Emblemen jedweder Organisationen zu verzichten. Transparente und Plakate mit Texten für die Freilassung von politischen Gefangenen sowie für die Achtung der Menschenrechte können jedoch gerne mitgebracht werden, ebenso Kerzen und Teelichter.

Online-Petition für Pastor Youcef Nadarkhani:
http://openpetition.de/petition/online/freiheit-fuer-iranischen-pastor-youcef-nadarkhani
 
Mehr Infos über Pastor Youcef Nadarkhani
http://www.igfm.de/Iran-Todesstrafe-fuer-Pastor-Youcef-Nadarkhani.2942.0.html
 
Zur Lage der Menschenrechte im Iran unter:
www.igfm.de/Menschenrechtsverletzungen-in-der-Islamischen-Republik-Iran.573.0.html

 


Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis: Vergleich von Kirche und GEW

Ist das Mißbrauchsthema nur als Knüller gegen die kath. Kirche interessant?

Christine Bergmann, Mißbrauchs-Beauftragte der Bundesregierung bis Oktober 2011 und frühere SPD-Familienministerin, erklärte in einem Interview mit der GEW-Zeitschrift „Erziehung und Wisenschaft“ (Nr. 7-8/2011), zur Vorbeugung vor Mißbrauch sollten alle Lehrer und Pädagogen wegen ihres Dauerkontaktes mit Kindern und Jugendlichen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.

Zudem erläuterte die Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Mißbrauchs, hinsichtlich der bei ihr gemeldeten Fälle seien die Schulen mit 24% im Bereich der Institutionen sehr hoch plaziert bzw der zweithäufigste Tatort.

Während die meisten katholischen Bistümer in den letzten drei Jahren ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis von allen ihren Priestern verlangen (selbst dann, wenn diese längst im Ruhestand sind und nicht in der Kinder- und Jugendarbeit aktiv), hat sich die seit Jahrzehnten links-orientierte GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) bislang geweigert, von den ständig mit Kindern und Jugendlichen im Kontakt stehenden Lehrern und Pädogogen ein solches erweitertes Führungszeugnis zu fordern.

Bundesvorsitzender der GEW ist der 53-jährige Ulrich Thöne (SPD), früherer Landesvorsitzender des Berliner GEW, die als besonders links ausgerichtet gilt.

Warum kümmern sich unsere doch sonst so „enthüllungsfreudigen“ Medien nicht um dieses merkwürdige Mißverhältnis in puncto Führungszeugnis und GEW?

Oder ist das Thema Mißbrauch nur dann von Interesse, wenn es dazu vereinnahmt werden kann, die katholische Kirche zu attackieren? Geht es nicht um die geschädigten Opfer, sondern um eigene ideologischen Vorurteile?

Felizitas Küble

 

 


Erfolg für EU-Skeptiker: Bundesverfassungsgericht schränkt EFSF-Sondergremium stark ein

Das sog. „Neuner-Gremium“, das in Deutschland zur Regelung des Euro-Rettungsschirms EFSF eingerichtet wurde,  verstößt größtenteils gegen die Verfassung, weil es die Rechte des Parlaments und damit der Bundestagsabgeordneten als Vertreter des Volkes zu stark beschneidet.
Das entschied das Bundesverfassungsgericht am Dienstag, dem 28.2.2012.
Lediglich dann, wenn das Sondergremium Entscheidungen zum Ankauf von Staatsanleihen durch den EFSF an den Börsen treffe, sei es mit der Verfassung vereinbar, befand Karlsruhe.

Das Neuner-Gremium sollte  – so war es bislang geplant  – in besonders dringenden oder vertraulichen Fällen anstelle des Bundestags oder des parlamentarischen Haushaltsausschusses Entscheidungen zum Euro-„Rettungsschirm“ EFSF fällen.

Das Verfassungsgericht stärkte mit dem Urteil die Mitwirkungsrechte des Bundestages bei der Euro-„Rettung“. Bereits Ende Oktober 2011 hatte Karlsruhe eine einstweilige Anordnung erlassen und das Gremium zunächst gestoppt.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


„Unsere Liebe Frau des Sieges“ spricht zu Ned Dougherty

Von Felizitas Küble

Die erfindungsreiche Erscheinungsmadonna legt sich immer wieder neue Ehrentitel zu, um ihre leichgläubige Schar zu faszinieren. In New York meldet sich das Visionsphantom zum Beispiel als “Unsere Liebe Frau des Sieges”. vierge_pellevoisin

Am ersten Februar dieses Jahres gab sie dort ihrem “lieben Sohn”, dem Seher Ned Dougherty, folgende Offenbarung:

“Ich komme heute zu dir als eure Liebe Frau des Sieges und Ich gebe Meinen Titel dir und allen Brüdern und Schwestern der Welt bekannt, in Jesus Christus, der erkennt, dass sich die Erfüllung der Verheißungen des Vaters hier auf Erden ereignet; denn die Zeit ist bald da, wo Ich Meinen Sieg über den Teufel hier auf Erden erklären werde. So bitte Ich euch alle, im Voraus zu erkennen, dass die Feier nahe ist, wenn Ich als eure Liebe Frau des Sieges über die Erde regieren werde.

Meine Regierung während dieser Zeitspanne wird: durch die Macht des Heiligen Geistes sein, durch den Vater im Himmel, der Meine Rolle in dieser Endzeit — in Erfüllung der Heiligen Schrift — bestimmt hat und sie zuerst durch die Geburt Meines Sohns realisiert hat, und durch euren Herrn und Erlöser, Jesus Christus.

Durch den Sohn des Vaters wird die Welt in sehr naher Zukunft zum Besseren verändert werden, und durch den Vater und Seinen Sohn ist Mir der Titel der Lieben Frau des Sieges über den Teufel gegeben worden. So bitte Ich euch erneut, im Voraus mit Mir als eure Mutter zu feiern. Ich bitte euch, jetzt auch in Vorbereitung auf die schweren Zeiten, die hier auf Erden noch kommen sollen, zu feiern.”

Diese Botschaft widerspricht sich selbst: erst heißt es, die Welt werde “in sehr naher Zukunft zum Besseren verändert werden”, dann wiederum sollen wir uns “auf die schweren Zeiten vorbereiten, die hier auf Erden  noch kommen sollen”  – und ob nun gute oder schlechte Zeiten zu erwarten sind, “gefeiert” wird so oder so.

Daß die Madonna selbst in der Endzeit “über die Erde regieren wird”, ist uns das Neueste –  ebenso daß sie “ihren Sieg über den Teufel hier auf Erden erklären” wird.

Satan wurde  bereits vor 2000 Jahren am Kreuz von Golgotha grundsätzlich besiegt  –  und das Neue Testament bezeugt, daß ER “gekommen ist, um die Werke des Teufels zu zerstören” (1 Joh 3,8).  –  Kam ER etwa vergeblich, wenn die Madonna den Sieg über den Teufel erst noch „auf Erden erklären” wird?

Der Irrgeist, der sich hier zu Wort meldet, zeigt immer klar sein wahres Gesicht.

Demselben „Seher“ haben wir bereits im Vorjahr einen Artikel gewidmet: https://charismatismus.wordpress.com/2011/12/03/%E2%80%9Eerzengel-michael-meldet-sich-zu-wort/

 


„Morgenröte“: Der visionäre „Jesus“ will ins Internet

Die „Botschaften“, die besonders erleuchtete und begnadete Seelen von Jesus oder Maria erhalten wollen, werden immer zeitgemäßer. Auch die Aufforderung, jeweils aktuelle Offenbarungen rasch ins Internet zu setzen, gehört nicht selten zum himmlischen Auftrag an die Seher von heute.

Solch übernatürliche Botschaften bietet auch die erscheinungsselige Webseite „Morgenröte“  seit dem 26.3.2011. Lesen wir zunächst deren Selbstdarstellung:

„Es sind Worte aus der Ewigkeit, die zu uns sprechen.(…) Diese Worte empfängt eine Familienmutter, eine einfache Frau, von unserem Herrn Jesus Christus. Er bat diese Worte in das Internet zu setzen. Der Herr berühre die Herzen und den Geist von uns armen Menschen. (…) Der Herr selber eilt uns entgegen, um uns Heilung und Rettung zu eröffnen!

Am „Ostermontag  2011“ heißt es dort:

Jesus spricht:
„Mein Kind:
Alles was Ich dir jetzt mitteile,
sind Botschaften, die dringendst ins Internet sollen!
Damit Mein Name verherrlicht, Mein Herz geliebt und Meine Auferstehung
durch Glaube und Vertrauen, wieder neu entfacht wird!
Das Feuer der Wahrheit möge brennen
in den erloschenen, kalten Herzen so vieler Menschen!“

Quelle: http://morgenroete.eu/index.php/2011-10-21-08-52-08

Am 22. Januar 2012 präsentierte sich der Visions-Jesus gar als moderner Dichterling:

Jesus spricht:
„Das Korn wird gedroschen!
Das Mühlrad steht still!
Der Atem wird eingetaucht in das Licht!
Die Fußsohlen brennen!
Die Schuhe lodern im Feuer des Gestankes!
Der Absatz zerschlägt nicht das Feuer.
Die Füße wandern über den Dornenbusch, der nicht mehr blüht!“

Einen Tag später, am 23. Januar 2012, empfiehlt der Erscheinungs-Jesus wortreich einen (uns bislang unbekannten) „Rosenkranz des Friedens“ sowie den „Barmherzigkeitsrosenkranz“.  –

Den in der Kirche seit Jahrhunderten bewährten, also den „normalen“ klassischen Rosenkranz mit den biblisch bezeugten Heilsgeheimnissen scheint er nicht zu kennen:

„Während des Barmherzigkeitsrosenkranzes spricht Jesus:
Immer, wenn ihr diesen Rosenkranz betet,
fällt aus jeder Heiligen Wunde Meines Heiligsten Leibes,
ein Tropfen Meines Kostbaren Blutes, in jedes Menschenherz.
Ich habe Mein Blut gegeben und gebe immer wieder
Mein Kostbares Blut hin, zur Rettung der Seelen!
Der Rosenkranz des Friedens und der Barmherzigkeitsrosenkranz,
ist eine große Hilfe für alle Menschen auf Erden.
Ich ziehe die ganze Menschheit an Mein liebendes Herz
und tränke sie in Meine Barmherzigkeit, Güte und Milde.
Groß ist die Zahl derer, die sich von Mir berühren lassen.
Ich danke euch. Ich liebe euch. Ich brauche euch. Ich danke euch.
Gebet ist die stärkste Waffe.
Gebet  –  es ist als würdet ihr Satan selbst die Zähne in seinem Maul heraus schlagen
und dadurch fallen viele Seelen von seinem Maul herunter.
Er ist wie gelähmt und kann dadurch, im Augenblick des Gebetes
keine Seelen verschlucken, die er schon im Maul hängen hat,
sondern muss sie voller Wut ausspeien.
Dies ist möglich mit der Waffe des Gebetes, das Ich euch schenkte!“

Merkwürdige Ausdrucksweise des Himmels (dreimal „Maul“ kurz hintereinander). Als ob Christus, der allmächtige Gott, es „nötig“ hätte, in dieser seltsam emotionalen Art gegen Satan zu „wettern“. Auch theologisch gesehen ist diese „Botschaft“ von einem ziemlichen Durcheinander geprägt und entspricht nicht der erhabenen Herrlichkeit des Ewigen, wie wir sie aus der Heiligen Schrift kennen.

Felizitas Küble