Dom-Museum in Würzburg verhöhnt das Abendmahl Christi

„Politisch korrekter Kitsch ist das, mehr nicht.“

Die Tageszeitung WELT-online berichtet heute (5.3.2012) über ein „modernes“ Abendmahls-Gemälde aus dem kirchlichen Bistums-Museum in Würzburg, das schon in früheren Jahren mit – gelinde gesagt – geschmacklosen Ausstellungsstücken für erheblichen Wirbel sorgte.

Oberhirte der Diözese Würzburg ist Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, ein früherer Weihbischof aus dem Erzbistum Köln.

Unter dem aufschlußreichen Titel „Nackt-Abendmahl in Kirchen-Museum nervt Besucher informiert „Die WELT“ über das (Mach-)Werk des Münchner Malers Henning von Gierke, das mit einigen splitternackten Personen aufwartet und insgesamt eine gemischte Gesellschaft von 12 Personen um einen länglichen Tisch darstellt, wobei die 12. Person  –  ein älterer Mann  –  nackt vor dem Tisch liegt, der mit einem überlangen weißen Tuch bezogen ist. Einige der Darsteller wirken krank und depressiv.

Der Stuhl in der Mitte ist frei bzw Bestandteil einer Video-Projektion, wodurch der direkt vor dem Gemälde stehende Museumsbesucher quasi den Platz Christi einnimmt  –   das Bild des Zuschauers wird sogleich ins Gemälde übertragen.

WELT-online schreibt hierzu: „Eine Neufassung des Abendmahl-Motivs (…) entzweit die Besucher.(…) „Das Bild wird vielleicht Vorbehalte auslösen, wenn man sich auf den Begriff „Abendmahl“ konzentriert und eine Abbildung erwartet“, sagte Jürgen Lenssen, Kunstreferent der Diözese Würzburg.“

Der Herr „Kunstreferent“ ist katholischer Priester  – und noch dazu Domkapitular.

Hier der Link zum WELT-Artikel samt Gemälde-Abbildung: http://www.welt.de/regionales/muenchen/article13904029/Nackt-Abendmahl-in-Kirchen-Museum-nervt-Besucher.html

Die Zeitung berichtet weiter:

„Geistlichkeit steht hinter Künstler. „Abendmahl ist für mich überall da, wo die Feier des Lebens geschieht“, sagt der Priester Lenssen. Das Bild zeige nicht das Abendmahl, sondern vielmehr das Leben in seinen unterschiedlichen Polen: jung und alt, gesund und krank, schön und hässlich, Enttäuschung und Freude.“  

Während Domkapitular Dr. Lenssen also behauptet, das Gemälde „zeige nicht das Abendmahl„, widerspricht dem der bistumseigene Kirchensender mit seinem Werbe-Video:http://www.ein-blick-ins-leben.tv/von-uns/film/persoenlich-zu-gast

Dort heißt es unter diesem Filmbeitrag als Unterzeile in frommer Betulichkeit:

„Christen sollten sich in der Fastenzeit auf Ostern vorbereiten – was vielen nicht leicht fällt. Die Kunst kommt dabei dem Suchenden zu Hilfe: im Museum am Dom kann der Besucher das letzte Abendmahl selbst erleben – in einer Installation.“

WELT-online läßt ihre Leser freilich wissen, daß das „Kunstwerk“ bereits „Kritik geerntet“ habe.

Gerade WELT-Leser sorgen jetzt allerdings in Windeseile dafür, daß die Flut der Beschwerden weiter anwächst.

Von 30 Leserkommentaren (Stand 5.Februar um 19,40 Uhr) äußern sich 27  g e g e n  die Abendmahls-Karikatur, also 90% Kritiker.

Hier einige Ausschnitte aus den Zuschriften

„Ja, alles wird immer blöder und weltfremder, warum nicht auch Teile des Klerus?“

“Unglaublich, dass man solchem Schwachsinn überhaupt ein Podium in den Medien gibt. Ziemlich krank, das ganze.“

„Unorigineller und armseliger Kram.“

„Na, da wär ich doch mal sehr a) auf die Reaktionen der anderen großen Religion bei ähnlichem und b) den Erklärungsversuch des Kunsthistorikers in diesem Fall gespannt!“

„Der „Künstler“ hat sich auf läppische Weise bei Salvador Dali bedient. Der allerdings hat gewusst, was der Thematik angemessen ist und was nicht. Da liegt der Unterschied!“

„Machen Sie sogenannter Künstler doch so eine Schweinerei mit einem islamischen Motiv! Das würde ich als mutige Tat bezeichnen. Aber so: Schlechte Pornographie.“

„Find das nicht provokativ, sondern einfallslos und einfach nur schlecht! Wie schön ist dagegen das Mailänder „Abendmahl“ von L. da Vinci!“

„Sorry, aber mir geht dieses ewige Nacktsein immer und überall mittlerweile so auf den Keks, dass ich als liberale Christin auch eine Entwertung der Sexualität sehe.“

„Das gleiche auf ein Islamisches Thema angewandt hätte schon tausende Todesopfer in den Ländern der „friedlichsten Religion“ zur Folge.“

„Politisch korrekter Kitsch ist das, mehr nicht.“

„Wer nichts zu sagen hat, probiert es mit  wohlfeilen und ungefährlichen Provokationen. So kommt man/frau ins Gespräch…

Der kath. Lebensrechtler Günter Annen brachte den skandalösen Vorgang auf den Punkt, als er hierzu schrieb: „Es war aber schon eine Kunst, dass Henning von Gierke dieses Bild dem Würzburger Dom-Museum als Kunstwerk verkaufte.“  –  Und ob!

Inzwischen laufen im Bistum Würzburg Unterschriftensammlungen gläubiger Katholiken gegen das blasphemische Machwerk.

Hier die Kontakt-Daten von Bischof Friedhelm Hofmann:
Tel.: 0931/386 – 62 6 01
Fax: 0931/386 – 62 6 09
E-Mail: bischof@bistum-wuerzburg.de

Grüne driften weiter nach links – auch in der Drogenpolitik

Von Dennis Riehle

Niemand wird daran zweifeln, dass man die „Grünen“ im gängigen parteipolitischen Spektrum eher deutlich auf die linke Seite verorten würde. Und bisher wurden von der Partei neben einzelnen taktischen Ausnahmen, die in Richtung CDU gingen, auch keine Anstalten unternommen, sich andernorts positionieren zu wollen.

Dass sich „Grün“ aber wohl immer mehr linker als links sieht, zeigen verschiedene Aussagen, die in der letzten Zeit besonders von deren Jugendorganisation verbreitet wurden. Liest man deren Pressemitteilungen, könnte man sie auch leicht mit denen der Linkspartei verwechseln – denn die jungen „Grünen“ scheinen dieser überhaupt nicht nachzustehen. Ganz im Gegenteil: Man setzt sich sogar ganz offen für die linken Freunde ein – und hat dafür sogar auch noch die Jugend der SPD (die sich bis heute nicht umsonst als „Jusos“, also Junge Sozialisten bezeichnen) „mit ins Boot“ geholt.

Am 15. Februar 2012 verhandelte das Oberverwaltungsgericht von Berlin und Brandenburg die Frage, ob die Jugendvereinigung der Linkspartei („solid“) aufgrund von Neigungen ins verfassungsfeindliche Milieu von öffentlicher, finanzieller Förderung ausgeschlossen werden soll. Die „Grüne Jugend“ veröffentlichte umgehend eine Solidaritätsbekundung, zusammen mit den „Jusos“ und schrieb darin:

„[…] Das Grundgesetz wird in diesem Fall durch die gegebenen politischen Mehrheitsverhältnisse für politische Lagerkämpfe missbraucht, wie dies auch bei der Extremismusklausel von CDU/CSU und FDP und der Überwachung Abgeordneten der Linkspartei geschieht […]“ (Pressemitteilung „Grüne Jugend“ vom 14.02.2012):

Bereits am 25. Januar 2012 hatte sich die „Grüne Jugend“ einem Antrag der linken Bundestagsfraktion angeschlossen, wonach bestimmte Drogen legalisiert werden sollen und speziell lizenzierte Fachgeschäfte geschaffen werden müssten, die für Konsumenten zugänglich sind. In der Presseaussendung von der “Grünen Jugend“ an diesem Datum heißt es:

„‘Der Vorschlag der Linksfraktion, Cannabis Social Clubs in Deutschland zu erlauben, geht klar in die richtige Richtung. Die Strafverfolgung ist für KonsumentInnen die schlimmste Nebenwirkung ihres Konsums. Die GRÜNE JUGEND kämpft für eine Legalisierung von Cannabis und einen verantwortungsbewussten und selbstbestimmten Konsum von Drogen […]‘“. Und weiter wird geschrieben: „[…]‘Suchtprävention durch die Förderung von Drogenmündigkeit kann erst nach einer Legalisierung glaubwürdig und offen und damit wirksam stattfinden. Wer für die Legalisierung eintritt, anstatt der totalitären Phantasie einer drogenfreien Gesellschaft anzuhängen, verharmlost Drogen in keiner Weise, sondern nimmt ihre Existenz als Realität an und fördert einen verantwortungsvollen Umgang‘“.

Dass die Linkspartei bereits seit langen immer wieder solche Forderungen aufstellt, war stets klar. Das offensichtliche Nacheilen der jungen „Grünen“ an diese Positionen macht aber deutlich: Offenkundig wird hier schon an möglichen Koalitionen geschmiedet, denn immerhin geht auch die Mutterpartei, die „Grünen“ selbst, den gleichen Weg und kritisiert kurz nach Veröffentlichung neuer Strategiekonzepte der Suchtbeauftragten der Bundesregierung:

„[…] Auch bei Medikamentenabhängigkeit und im Bereich der illegalen Drogen findet sich nichts als Stagnation. Eine wissenschaftliche Überprüfung des Repressionsansatzes, insbesondere bei Cannabis, findet weiterhin nicht statt“ (Pressemitteilung der grünen Bundestagfraktion vom 15. Februar 2012, Nr. 0130).

Und dass die „Grüne Jugend“ hier umgehend nochmals nachlegen muss, war eigentlich zu erwarten: „Statt undifferenzierter Verbote und Bevormundung fordert die GRÜNE JUGEND einen legalen und regulierten Markt für alle Drogen“ (Pressemitteilung von „Grüne Jugend“ vom 16.02.2012).

Man mag sich fragen, ob den Personen, die hinter solchen Forderungen stecken, bewusst ist, welcher Schaden mit solchen Aussagen angerichtet wird. Natürlich kann jeder argumentieren, dass wir mit Alkohol und Zigaretten bereits Drogen freigegeben haben – wo liegt das Problem, dann die „psychoaktiven Substanzen“ ebenso zu erlauben?

Zwar ist richtig, dass ein Staat seine Verbote so gering wie nötig halten sollte, um der Freiheit des Einzelnen so großen Raum wie möglich zu lassen. Doch wohin eine zu lockere Umgangsweise mit Suchtmitteln führt, sehen wir immer wieder daran, welche Mengen Tabak die Deutschen verrauchen – und welche sozialen, aber vor allem auch gesundheitlichen und damit finanzielle Folgen der Drogenkonsum hat.

Merkwürdig, dass sich beim Rauchen die „Grünen“ in der Vergangenheit immer wieder für mehr Restriktion stark gemacht haben –  das zweierlei Maß dürfte dem Umweltschutz geschuldet sein: Zigarettenqualm schädigt die Natur – doch um die Gesundheit der Menschen scheinen sich die „Grünen“ nicht wirklich zu sorgen, wenn sie den Deutschen den Zugang zu „weichen“ Drogen ermöglichen wollen.

Und sie liefern damit gleich eine Steilvorlage für das, was das neue linke Weltbild vorsieht: Nahe anarchistische Zustände, eine Welt, in der jeder tun und lassen kann, was er will. Nichts von gesellschaftlichem Denken, sondern das Durchsetzen von „Spaß“ für jedermann.

Statt Ursachen zu bekämpfen, verfällt man dem Drang der Masse: „Zudröhnen“ ist kein Ausdruck von „Kick“, sondern der Versuch, der absoluten Gleichgültigkeit nahe zu kommen. Das, was in die Sucht führt, sind zumeist Schicksale oder der einfache Umstand, den Zustand des Nichts erleben zu wollen.

Gerade von denen, die immer wieder ihr soziales Gewissen betonen, erwartet man, dass sie den Menschen Perspektiven geben – um dem Reiz, sich den Drogen auszuliefern, nicht einmal nahe zu kommen. Doch offenbar fällt der „Grünen Jugend“ keine Lösung ein, sich an die eigentlichen Gründe für die Drogenabhängigkeit heranzuwagen. Wahrscheinlich ist das bei allem das größte Armutszeugnis.

Wer ein Verbot von derartigen Suchtmitteln mit einer Stigmatisierung von Drogenabhängigen gleichzusetzen versucht, der verdreht bewusst die Tatsachen: Die Würde jedes Konsumenten und allen, die am „Dealen“ beteiligt sind, wird dann zerstört, wenn man sie durch die Legalisierung von solchen Suchtmitteln fallen lässt.

Und: Wer den Boden von Moral und Richtlinien, von Geboten und der Pflicht, die Bürgerinnen und Bürger vor unabsehbaren Konsequenzen zu schützen, verlässt, sollte sich klar werden, dass nicht nur die finanzielle Förderung der jungen Kollegen von „solid“ auf dem Spiel steht – die Entfernung von der Verfassung und die Annäherung hin zu randnaher Linkspolitik der „Grünen Jugend“ ist ein Alarmzeichen für uns alle.

Dennis Riehle
Martin-Schleyer-Str. 27
78465 Konstanz