Facebook: 50 Millionen Nutzerkonten sind unrichtig

Rund 50 Millionen Nutzerkonten beim Web-Netzwerk Facebook sind falsch. Das geht aus dem aktualisierten Börsenprospekt der Facebook Inc. hervor.

Dies sind fast sechs Prozent der insgesamt 845 Millionen Nutzerkonten. „Falsch“ meint, daß sich ein Nutzer doppelt anmeldet oder unter falschem Namen. Dies verstößt gegen die Regeln „sozialer Netzwerke“.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Namensforschung: Maria und Max(imilian) am beliebtesten

Klarer Trend zu biblischen Namen – neuerdings auch wieder zu altdeutschen

Die Deutschen haben ihren Neugeborenen im vergangenen Jahr verstärkt biblische und auch wieder altdeutsche Vornamen gegeben. Der Trend gehe auch immer mehr hin zu zwei oder mehr Vornamen, da Babys oft auch nach ihren Eltern oder Großeltern benannt würden, sagte Gabriele Rodriguez vom Namenkundlichen Zentrum der Universität Leipzig.
In den vergangenen Wochen haben die dortigen Namenforscher die Angaben von 275 Standesämtern bundesweit bekommen, mehr als 158.000 Vornamen von 2011 geborenen Kindern ausgewertet und nun der Öffentlichkeit präsentiert.“Etwa zwei Drittel aller Geburten in Deutschland sind in dieser Statistik berücksichtigt“, sagt Rodriguez, die jedes Jahr etwa 3000 Anfragen zu Vornamen beantwortet.

Danach sind Marie, Sophie, Maria und Mia bei den Mädchen sowie Maximilian, Alexander, Paul und Leon bei den Jungen die beliebtesten Vornamen.

Aufsteiger des Jahres 2011 seien Ben und Mia (Kurzform von Maria). Generell seien im Norden und Osten Deutschlands kurze Namen beliebter als in südlicheren Gefilden, wo Tradition und Religion auch bei der Namenswahl einen größeren Einfluß haben.

Im Jahr 2011 seien weniger die Namen klassischer Heiliger wie etwa Katharina oder Ursula, sondern biblische Namen wie Adam, Sarah, Elias oder Simon beliebt gewesen.

„Ein anderer Trend vor allem bei den Jungen ging hin zu altdeutschen Namen, häufig als Zweitname, wie Oskar, Karl, Hildegard und Gertrud. Sachsen ist dabei Vorreiter“, berichtet die Namenforscherin.

Bildungsferne Schichten orientierten sich bei der Auswahl der Namen für ihre Sprößlinge häufig an den Medien, wo Prominente mit ihrem Nachwuchs als „Vorbilder“ dienten.


Neuer Botschafter Israels in Deutschland: Yakov Hadas-Handelsman


Seehofer und Hadas-Handelsman   (Foto: Bundesregierung / Guido Bergmann)

Der neue Botschafter des Staates Israel in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, hat heute in einer feierlichen Zeremonie im Schloss Bellevue Bundesratspräsident Horst Seehofer sein Beglaubigungsschreiben überreicht. Seehofer nimmt derzeit die Befugnisse des Bundespräsidenten wahr.

Nach seiner Akkreditierung hielt der Botschafter eine Gedenkzeremonie an der Gedenkstätte Gleis 17 im Grunewald ab. Dort erklärte er:

„Der außergewöhnliche Charakter der deutsch-israelischen Beziehungen wird oft betont. An diesem Ort – am Gleis 17 im Berliner Grunewald – ist er zu spüren. Durch den Schmerz der Shoa sind wir – Israelis und Deutsche, Juden und Nichtjuden – miteinander verbunden. Und während wir gemeinsam dafür Sorge tragen müssen, dass die Vergangenheit nicht vergessen wird, sind wir auch weiterhin verpflichtet, uns zusammen in Bereichen zu engagieren, die eine solide Basis für unsere Zukunft bilden.

Wie für jeden israelischen Diplomaten ist es auch für mich etwas Besonderes, mein Land in der Bundesrepublik Deutschland zu vertreten. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel bilden einen komplexen Raum, in dem Erinnerungen und Traumata, hoffnungsvolle Visionen und Enttäuschungen, freundschaftliche Begegnungen und aktuelle politische Herausforderungen eng miteinander verflochten sind. Unsere beiden Länder teilen dieselben Werte. Und doch verteidigen wir Demokratie, Freiheit, Toleranz und Fortschritt in sehr unterschiedlichen Lebensrealitäten.

Mit Respekt blicke ich auf die vor mir liegende Aufgabe. Ich freue mich darauf, Deutschland und seine Bürger besser kennen zu lernen und gemeinsam die deutsch-israelische Freundschaft und Zusammenarbeit kreativ weiter zu entwickeln.“

Bei einem anschließenden Empfang in der Botschafter-Residenz sagte Hadas-Handelsman:

„Innerhalb der deutsch-israelischen Beziehungen bewegen wir uns gleichzeitig auf drei Ebenen. Wir behalten die Vergangenheit fest im Blick und in der Erinnerung. Wir gestalten zusammen aktiv und dynamisch die Gegenwart. Und wir planen mit Mut und Entschlossenheit unsere gemeinsame Zukunft.“

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin

Mehr Infos zum neuen Botschafter gibt es hier: http://embassies.gov.il/berlin/AboutTheEmbassy/Pages/Botschafter0309-2630.aspx


IRAN verabschiedet ein frauen- und familienfeindliches „Familiengesetz“

IGFM: Neues Gesetz fördert Polygamie

Am 6. März hat das Parlament in islamischen Iran ein Gesetz zur Registrierung von „Zeit-Ehen“ verabschiedet, das Frauen und Kinder benachteiligt.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt berichtet, hatten iranische Frauenrechtlerinnen gefordert, die sogenannte „Zeit-Ehe“ ganz abzuschaffen oder sie zumindest alle registrierungspflichtig zu machen.

Nach Artikel 22 des „Familienschutzgesetzes“ müssen „Zeit-Ehen“ nur in bestimmten Fällen eingetragen werden, etwa bei Vorliegen einer Schwangerschaft.

Die IGFM weist darauf hin, daß in dieser  –  nur im schiitischen Islam praktizierten  –  Form der „Ehe“ die Frauen und Kinder stark benachteiligt werden. Beide hätten in nicht registrierten „Zeit-Ehen“ vor Gesetz praktisch keinerlei Rechte. Auch das reguläre Familienrecht halte Frauen in völliger Abhängigkeit von ihren Ehemännern und diskriminiere Frauen und Mädchen dramatisch.

Nach Angabe der IGFM setzte sich Setareh Hedayatkhahs, Sprecherin des Kulturausschusses des iranischen Parlaments, für eine bedingungslose Registrierung aller Zeit-Ehen ein, der Vorschlag wurde jedoch abgelehnt.

Wie die IGFM weiter berichtet, stimmten 104 Abgeordnete des iranischen Parlaments für das frauenfeindliche Gesetz, nur sechs Abgeordnete stimmten dagegen, 12 Abgeordnete enthielten sich der Stimme. Das sog. „Familienschutzgesetz“ ist im Iran heftig umstritten, sowohl Frauenrechtlerinnen als auch Anhängerinnen konservativer Frauengruppen protestierten gegen den neuen Artikel.

Die Regimekritikerin und ehemalige Leiterin der Al-Zahra Universität, Zahra Rahnavard, die seit Februar 2011 mit Ehemann Mir Hossein Mousavi unter Hausarrest steht, bezeichnete das besagte Gesetz als „familienschädigend“.

Die IGFM kritisiert die Verabschiedung des neuen Gesetzes aufs Schärfste und fordert seine Rücknahme zum Schutz der Rechte von Frauen und Kindern im Iran.

„Unmittelbar vor dem Weltfrauentag am 8. März ein diskriminierendes Familiengesetz zu erlassen, das Polygamie fördert und Frauen und Kindern Rechte weitgehend verweigert, ist ein Affront des iranischen Regimes und verdeutlicht die menschenverachtende Rechtspraxis im Iran“, so die IGFM.


Alexander Kissler über „Sterbehilfe“, Abtreibung, Organspende

„Der Mensch verliert, der Tod siegt!“

Der bekannte Publizist und FOCUS-Autor Dr. Alexander Kissler hat sich am 8. März 2012 in FOCUS-online gegen „Sterbehilfe“, Abtreibung und Organ-Entnahme bei Sterbenden geäußert. Sein engagierter Beitrag kommt bereits in der Einleitung ungeschminkt zur Sache: „Der Tod ist neuerdings ein Meister aus Holland„.

Dr. Kissler fährt fort: „In den Niederlanden will eine Sterbehilfe-Organisation eine Sterbeklinik eröffnen und hat bereits ein „Sterben auf Rädern“ im Angebot. Die Klinik ist eine Sterbestation, in die von Mitte des Jahres an kommen kann, wer sich professionell ums Leben bringen lassen will. Das „Sterben auf Rädern“ meint mobile Ärzteteams, die seit Anfang März die Niederlande bereisen, mit tödlichen Spritzen im Gepäck. An alles ist gedacht.“

Auch beim Thema Abtreibung und Kindstötung bietet der Autor Klartext:
„Am meisten gefährdet wieder einmal der Mensch das menschliche Leben. Schon gibt es sogenannte Medizinethiker, die der Kindstötung das Wort reden. Im Journal of Medical Ethics stand jüngst zu lesen: In allen Fällen, bei denen Abtreibung erlaubt ist, sollte auch die Tötung nach der Geburt statthaft sein.
Die „Kosten für die potentiellen Eltern“ in sozialer, psychischer, wirtschaftlicher Hinsicht könnten eine „Abtreibung nach der Geburt“ rechtfertigen. Auch könne der „Stand der geistigen Entwicklung“ der „potentiellen Person“  –  des bereits geborenen Babys  –  gegen deren Lebensrecht sprechen. Der Säugling habe keine „Ziele“ und keine „wohlentwickelten Pläne“ – im Gegensatz zu den Erwachsenen mit ihren Interessen und Rechten.“
Schließlich wendet sich Dr. Kissler gegen die staatliche Organspende-Offensive, weil dabei der „sterbende und also noch lebende Mensch für „hirntot“ erklärt“ werde.
Zuletzt stellt der Autor fest: „Wo ein Apparat und eine Industrie das Leben klassifizieren, siegt der Tod. Wir müssen künftig das menschliche Leben viel stärker vor dem menschlichen Zugriff schützen. Sonst wird man die Menschen an ihrer Unmenschlichkeit erkennen.“
Quelle und vollständiger Artikel hier:

http://www.focus.de/politik/deutschland/kisslers-konter/sterbehilfe-abtreibung-organspende-schuetzt-den-menschen-vor-dem-menschen_aid_721861.html


Erika Steinbach kritisiert iranisches Urteil (18 Jahre Haft) gegen Menschenrechts-Anwalt Soltani

Zur Verurteilung des Menschenrechts-Anwalts Abdolfattah Soltani durch ein Gericht im islamisch geprägten Iran erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach (sie ist zugleich Präsidentin des Bundes der Vertriebenen/BdV)::

„Das Urteil gegen den Menschenrechtsverteidiger und Träger des Nürnberger Menschenrechtspreises, Abdolfattah Soltani, entbehrt jeglicher menschenrechtlicher und rechtsstaatlicher Grundsätze und ist zudem ein rein politisch motiviertes Urteil. Abdolfattah Soltani muss sofort freigelassen werden.

Soltani wurde wegen Gründung eines Menschenrechtszentrums, regimefeindlicher Propaganda, der Versammlung und Verdunkelung gegen die nationale Sicherheit im Iran für schuldig erachtet. Er wurde dafür mit 18 Jahren Haft bestraft.

Zudem wurde ihm vorgeworfen, im Jahr 2009 mit dem Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis einen ungesetzlichen Preis angenommen zu haben. Dafür erhielt er eine Haftstrafe von zwei Jahren.

Der Iran muss sich als Vertragsstaat des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte an den damit eingegangenen menschenrechtlichen Verpflichtungen messen lassen und seinen Bürgern essentielle Menschenrechte endlich gewähren. Mit dem Urteil im Fall Soltani zeigt das iranische Regime erneut sein wahres Gesicht.“