Esoterisch beeinflußte, falsche „Erinnerungen“ an sexuellen Mißbrauch in der Kindheit

Aufschlußreicher Bericht der Beratungs-und-Aufklärungs-Webseite  „NRW-Sekten-Info“:

„In unserer Beratungsstelle Sekten-Info Nordrhein-Westfalen hatten wir in den letzten Jahren vermehrt Fälle, in denen es um die Aufdeckung eines angeblichen sexuellen Missbrauchs in der Kindheit durch esoterische Therapieangebote ging.

Da die Folgen sowohl für die KlientInnen als auch für die Angehörigen in der Regel sehr einschneidend sind, soll diesem Phänomen hier nachgegangen werden.

Exemplarisch möchte ich zwei Fälle aus der Beratungsstelle des Sekten-Infos schildern:

Frau R. (40 Jahre) wendet sich aufgrund von Eheproblemen an eine Heilpraktikerin. Bald kommt das Gespräch auf die Scheidung der Eltern zu sprechen, und wie sehr die Klientin als Kind unter dieser Trennung gelitten hat. Die Beraterin gibt sich mütterlich und fürsorglich. Frau R. fühlt sich aufgehoben und fasst schnell Vertrauen zu der Heilpraktikerin.

Nach einiger Zeit erläutert diese ihre Theorie, dass jeder Mensch entweder Täter oder Opfer von sexuellem Missbrauch sei. Ohne dass die Klientin das Thema selbst anspricht oder Erinne­rungen in diese Richtung hat, wird ihr immer wieder suggeriert, dass ein Missbrauch stattgefunden haben muss. Schließlich übernimmt Frau R. den Missbrauchsvorwurf, konfrontiert ihre Eltern und stellt schließlich eine Strafanzeige. Den Kontakt bricht sie ab.

Als Frau R. nach einigen Jahren das Umfeld der Heilpraktikerin verlässt, meldet sie sich in unserer Beratungsstelle. Nach all den Jahren ist sie sich sicher, dass die damaligen Vorwürfe haltlos sind. Vor allem schämt sie sich, dass sie sich hat manipulieren lassen. Große Schuldgefühle gegenüber den Eltern machen ihr zu schaffen.

In den Beratungs­gesprächen werden die damalige Lebenssituation sowie die lebensgeschichtlichen Aspekte zu einem Erklärungsmodell herangezogen, um zu klären, warum die Klientin zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Lebens für diesen Weg offen war. Langsam bringt Frau R. Verständnis für ihre damalige Notlage auf. Ihre Wut verlagert sich weg von der eigenen Person hin zu der unseriösen Beraterin. Diese hat die Bedürftigkeit der Klientin für ihre Zwecke ausgenutzt. Hinsichtlich der Zukunftsplanung wurden Überlegungen angestellt, wie Frau R. wieder Kontakt zu ihrer Familie aufnehmen kann.

Frau B. (65 Jahre) meldet sich in großer Verzweiflung in unserer Beratungsstelle. Ihre erwachsene Tochter hatte auf Anraten ihres Arztes an einer sogenannten Familienauf­stellung teilgenommen, die von der Ehefrau des Arztes durchgeführt wurde. Diese war ebenfalls Ärztin, praktizierte allerdings nicht mehr als solche. Zu dieser Familienaufstellung hatte die Tochter auch eine ihrer Schwestern mitgenommen.

Die Aufstellung hatte unter anderem ergeben, dass zwei weitere Geschwister angeblich nicht die leiblichen Kinder des Vaters seien. Diese seien nach Vergewaltigungen der Mutter durch deren Vater geboren worden. Dieses Familiengeheimnis sei nun gelüftet worden.

Die Töchter hätten sie nach der Fami­li­enaufstellung völlig fassungslos mit dieser angeblichen Wahrheit konfrontiert. Es sei ihr nicht gelungen, die Töchter vom Gegenteil zu überzeugen. In ihrem Ärger und ihrer Hilflosig­keit sei sie am nächsten Tag mit zu dieser Veranstaltung gegangen, um das Ganze richtig zu stellen. Es habe einen großen Tumult gegeben, die Ärztin habe sie der Lüge bezichtigt und letztendlich aus der Praxis geschmissen. Die Töchter seien noch immer völlig aufgelöst und sie wisse nicht, was sie jetzt tun solle.

Frau B. konnte ihre Töchter motivieren, mit in unsere Beratungsstelle zu kommen. Die Fami­lie war sehr überrascht, dass uns Frau Dr. Sch. von früheren Beratungs­fällen bekannt war. In der Beratung konnten wir zunächst durch Informationen über die sehr unprofessionell durchgeführten Familienaufstellungen die Gemüter beruhigen.

So stellte sich heraus, dass alle Familienaufstellungen an jenem Wochenende um Familien­geheimnisse kreisten, die die Themen Vergewaltigung und sexueller Missbrauch beinhal­teten. Auch wurden Informationen über den Unterschied zwischen einer professio­nell durchge­führten Familientherapie und der Pseudotherapie von Frau Sch. gegeben. Die Glaubwür­digkeit der Ärztin konnte angekratzt werden.

Allerdings blieb bei einer der Töchter ein Rest von Skepsis der Mutter gegenüber. Auf Anregung der Beratungsstelle beschloss die Mutter, einen Vaterschaftstest durch­führen zu lassen. Dieser ergab das eindeutige Ergebnis, dass alle vier Kinder tatsächlich durch den Vater gezeugt wurden. Danach wurde von unserer Seite Anzeige bei der Staatsan­waltschaft Essen erstattet. Frau Sch. musste 3000 Euro Strafe bezahlen.“

Quelle und vollständiger Artikel hier: http://sekten-info-nrw.de/index.php?option=com_content&task=view&id=200&Itemid=1


Medjugorje aktuell: „Seherin“ Mirjana erlebte am 18. März ihre jährliche „Erscheinung“

Seherin Mirjana

Die  Medju-Visionärin Mirjana Dragicevic-Soldo erhielt  – eigenen Angaben zufolge  – vom 24.6.1981 bis 25.12.1982 tägliche Erscheinungen der Madonna.

An diesem Weihnachtstag 1982 soll ihr die „Gottesmutter“ das zehnte „Geheimnis“ anvertraut haben; zudem wurde ihr angekündigt, daß sie ihr ganzes Leben lang jährlich eine besondere Erscheinung haben werde  – und zwar passenderweise stets am 18. März, ihrem Geburtstag.

Seit dem 2. August 1987 hört und sieht Mirjana zusätzlich an jedem 2. Tag des Monats die Erscheinungs-„Madonna“.   Hierbei  handelt es sich allerdings um eine „Privatbotschaft“,  die nicht öffentlich verbreitet wird.

Anders bei der jährlichen Erscheinung, die Mirjana nun vor zwei Tagen an ihrem Wiegenfest erlebt haben will; diese ist laut Mirjana von öffentlicher Bedeutung.

Darüber berichtet der heutige „Medjugorje-Newsletter“. Mehrere tausend Pilger haben sich demnach am 18.3. zum Rosenkranzgebet am „Blauen Kreuz“ versammelt. Die „Erscheinung“ begann um 14 Uhr und dauerte 5 Minuten; die hierbei empfangene „Botschaft“ lautet folgendermaßen (vollständiger Wortlaut):

„Liebe Kinder! Ich komme unter euch, weil ich eure Mutter, eure Fürsprecherin sein möchte. Ich möchte das Bindeglied zwischen euch und dem himmlischen Vater, eure Vermittlerin, sein.

Ich möchte euch an den Händen nehmen und im Kampf gegen den unreinen Geist mit euch schreiten. Meine Kinder, weiht euch mir ganz. Ich werde euer Leben in meine mütterlichen Hände nehmen, und ich werde sie den Frieden und die Liebe lehren und dann meinem Sohn übergeben.

Von euch fordere ich, dass ihr betet und fastet, denn nur so werdet ihr wissen, wie ihr durch mein mütterliches Herz auf rechte Weise für meinen Sohn Zeugnis ablegen könnt. Betet für eure Hirten, dass sie, vereinigt in meinem Sohn, immer das Wort Gottes froh verkünden können. Ich danke euch.“

Schon beim ersten Satz fragt man sich: Daß die Visions-„Maria“  eine Mutter und Fürsprecherin der „Kinder“ (der längst erwachsenen Seher) sein möchte, erfordert keine einzige Erscheinung. Laut kirchlicher Lehre ist die Gottesmutter die geistliche Mutter der Christgläubigen und auch ihre Fürsprecherin.Um dies zu wissen, braucht Seherin Mirjana nur auf die Kirche hören!

Der nächste Satz der „Botschaft“  ist theologisch zumindest grenzwertig: „Ich möchte das Bindeglied zwischen euch und dem himmlischen Vater, eure Vermittlerin, sein.“  –  Maria ist kein „Bindeglied“ und auch keine Vermittlerin zwischen uns und dem „himmlischen Vater“, denn dieser Mittler ist Christus allein, wie das Neue Testament und die kirchliche Lehre verkündet.  – Die Madonna führt uns durch ihre Fürsprache und ihr leuchtendes Glaubensvorbild zu ihrem Sohn, unserem Erlöser Jesus Christus, der auch sie erlöst hat (Vorauserlösung als Immaculata).

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Zudem heißt es: „Ich werde euer Leben in meine mütterlichen Hände nehmen, und ich werde sie den Frieden und die Liebe lehren und dann meinem Sohn übergeben.“  Der Satz ist grammatikalisch falsch (statt „ich werde sie“ muß es „ich werde euch“ heißen).   –  Den „Frieden und die Liebe lehren“? Das sind hohle Sprechblasen. Zudem benötigt kein Christgläubiger hierfür eine Erscheinung. Warum will diese Erscheinungs-Madonna die „lieben Kinder“ erst „dann“ (nach dieser Unterweisung in puncto Frieden und Liebe) ihrem „Sohn übergeben“? Warum nicht sogleich?

Weiter sagt die Visions-Maria:Von euch fordere ich, dass ihr betet und fastet, denn nur so werdet ihr wissen, wie ihr durch mein mütterliches Herz auf rechte Weise für meinen Sohn Zeugnis ablegen könnt.“  – Der einzige, der etwas von uns „fordern“ kann, ist der allmächtige Gott selber. Maria ist ein Geschöpf, wenngleich das edelste von allen; sie untersteht selber dem Regiment des Ewigen.  Fastengebote werden überdies von der Kirche erlassen, nicht von einer angeblichen „Erscheinung“.

Zudem ist das Medju-Fasten zweimal die Woche bei Wasser und Brot (mittwochs und freitags) völlig unsinnig, weil es zu viel innere Energie für übertriebenes Fasten einspannt und Menschen seelisch zermürbt. Es kann nicht angehen, daß hier für Laien mitten in der Welt ein härteres Fasten gefordert wird, als es in den strengsten Klöstern geübt wird. Zudem ist Fasten bei Wasser und Brot schlicht ungesund.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Integration oder Ausmerzung – Kommt das „TÜV-geprüfte“ Baby?

Pressemitteilung der Aktion Leben zum Welttag Down-Syndrom am 21. März 2012

„In der Regel begegnen sie einem mit einem Lächeln, oft sind sie die Lebensfreude pur. Und das, obwohl sie in der Regel verschiedene körperliche und geistige Beeinträchtigungen zu bewältigen haben. Menschen mit Trisomie 21, Down-Syndrom.

Aber sie schaffen es, sie schaffen es immer häufiger, einen Platz im Leben zu finden, sie schaffen es aber noch schneller, einen Platz in den Herzen ihrer Mitmenschen zu bekommen, denn wer kann dieser strahlenden Liebe auch widerstehen?

Aber offensichtlich gab und gibt es doch Menschen, die meinen, das zu können. Menschen, die lediglich auf die Äußerlichkeiten schauen oder die ihre Mimenschen lediglich nach Kosten und Nutzen berechnen. Und da haben Menschen mit Trisomie 21 tatsächlich schlechte Karten.

Manche haben körperliche Beeinträchtigungen, die man heute zwar in der Regel heilen oder kompensieren kann, aber das kostet Geld und damit die Bereitschaft, es zu investieren. Sie benötigen mehr Zeit zum Lernen und für das Reagieren auf Lebenssituationen, das kostet wieder Geld für zusätzliche Betreuung und Hilfen, Geld und Einsatz, den man bereit sein muß, zu investieren.

Auch ist es manchen Menschen einfach peinlich, zusammen mit einem Menschen gesehen zu werden, der früher schlichtweg als „geistig behindert“ bezeichnet wurde.

 

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Alles dies sind Gründe, die schon vor vielen Jahren dazu führten, Untersuchungsmethoden zu entwickeln, um Behinderte möglichst frühzeitig im Mutterleib aufzuspüren und diese dann per Abtreibung zu beseitigen, bevor diese allzuviele Kosten verursachen oder sich gar mit einem Lächeln in das Herz ihrer Mitmenschen eingeschlichen haben könnten.

Mit eiskalter Raffinesse wurden diese Methoden der sog. Pränataldiagnostik immer mehr verfeinert. Bislang bedeuteten diese Untersuchungen immer einen mehr oder weniger riskanten Eingriff durch den Körper der Mutter hindurch in das Fruchtwasser, die Nabelschnur oder die sog. Chorionzotten. Infolge dieser Eingriffe wurden mehr ungeborene Kinder durch anschließende Spontanaborte getötet, als daß man tatsächlich behinderte Kinder erkannt hatte.

Ein Blutzoll, den die Humangenetiker gerne zahlen, um eine nach ihren Vorstellungen genetisch reine Bevölkerung zu erzielen.

Viele Eltern aber schreckten bisher davor zurück, wollten das Leben ihres ungeborenen Kindes nicht gefährden. Deshalb kommen doch immer noch einige wenige Kinder mit Trisomie 21 oder anderen (genetischen) Erkrankungen auf die Welt.

Das soll sich jetzt ändern! Wissenschaftlern gelang es nämlich, aus dem Blut der Mutter zellfreie DNA-Bruchstücke von Mutter und Kind zu isolieren und daraus eindeutige Hinweise auf Vorliegen von Trisomie 21 oder anderen Chromosomenabweichungen zu ziehen. Man braucht hierfür lediglich ein klein wenig Blut, das man der Mutter (derzeit in der 10. Schwangerschaftswoche) abnimmt.

Noch ist dieser Test recht teuer, aber schon tauchen wieder Wirtschaftlichkeitsberechnungen auf, die zeigen, daß selbst ein teurer Test langfristig billiger ist als alle Fördermaßnahmen und evtl. medizinischen Versorgungen eines Kindes mit Trisomie 21.

In der Regel führen alle diese Untersuchungen lediglich zu einem Ergebnis: Nämlich dem massiven Druck auf die Eltern, ihr potentiell behindertes Kind durch Abtreibung töten zu lassen. Nur wenige Eltern haben die Kraft und den Mut, zu widerstehen.

Etwas anderes kann die Pränataldiagnostik auch nicht bieten, denn so gut wie alle Therapiemöglichkeiten, die es gibt, setzen erst nach der Geburt ein und bedürfen darüber hinaus weiterer nachgeburtlicher Untersuchungen des Kindes.

Kommt also bald die genetisch einwandfreie Gesellschaft? Das „TÜV-geprüfte“ Baby? Werden Eltern nicht schon bald gezwungen sein, solche Untersuchungen über sich ergehen zu lassen ohne das Recht auf Widerspruch?

Was ist mit dem Recht eines jeden Menschen auf seine genetische Individualität, auch dann, wenn diese nicht den von Humangenetikern festgelegten Standards entspricht?

„Krankenkassen und Sozialsysteme werden oft ‚Solidargemeinschaft‘ genannt“, meint Walter Ramm von der Aktion Leben e.V., „aber eine Solidargemeinschaft, die jenenTeil, der ihrer Solidarität bedarf, bewußt und zielgerichtet ausmerzt, hat das Recht verloren, sich noch Solidargemeinschaft zu nennen!

Zum Welttag Down-Syndrom fordere ich die Politik und alle im Gesundheitswesen tätigen Menschen auf, dieser unheilvollen Entwicklung nicht nur den Kampf anzusagen, sondern solche unmenschlichen und herzlosen Möglichkeiten und Methoden durch eindeutige Gesetze auf alle Zeit zu verbieten.“

Aktion Leben e.V.
K. Lichter
Postfach 61
69518 Abtsteinach/Odw.
www.aktion-leben.de


Ermordete Kinder von Toulouse werden in Israel beigesetzt

EU-Kommissarin brüskiert Israel mit absurden Vergleichen

Die Familien der Opfer des Anschlages an einer jüdischen Schule im südfranzösischen  Toulouse haben darum gebeten, ihre Angehörigen in Israel zu bestatten. Die Leichname sollen daher so schnell wie möglich nach Israel überführt werden.

Der Vatikan hat das Attentat vom Montag als «entsetzliche und abscheuliche Tat» verurteilt.

Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman hat unterdessen mit Unverständnis auf die Äußerung der EU-Kommissarin für Außenpolitik, Lady Catherine Ashton, reagiert, die den Anschlag in Toulouse mit israelischen Militäraktionen im Gazastreifen verglichen hatte.


Die Opfer des Anschlags  (Fotos: privat)

Lieberman erklärte, die Äußerungen seien unwürdig und er hoffe, sie werde sie noch einmal überdenken und zurücknehmen – wozu aus unserer Sicht auch aller Anlaß besteht!

Quelle: Radio Vatikan, Israelische Botschaft in Berlin


EU-Kommission will Deutschland zu verfassungswidriger Vorratsdatenspeicherung zwingen

Der Streit über die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland wird aus Brüssel neu befeuert: Die EU-Kommission droht der Bundesrepublik mit Sanktionen, weil sie die einschlägige EU-Richtlinie noch nicht umgesetzt habe.
Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ will die Kommission der deutschen Politik am morgigen Mittwoch eine knappe Frist von vier Wochen setzen „um einen vertragsgemäßen Zustand“ herzustellen.
Wenn diese Frist nicht eingehalten wird, droht die Kommission mit einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg. Die Europarichter sollen dann ein Zwangsgeld gegen Deutschland verhängen – wie es vor zwei Jahren gegen Schweden bereits verhängt worden ist; dort weigerte sich die Regierung, ein Gesetz zu erlassen, das die Vorratsdatenspeicherung in nationales Recht umsetzt.

Die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung stammt aus dem Jahr 2006. Das auf dieser Basis erlassende deutsche Gesetz zur Telefon-Überwachung wurde vom Bundesverfassungsgericht im März 2010 als verfassungswidrig verworfen. Seit diesem Urteil darf in Deutschland nicht mehr ohne Anlaß auf Vorrat gespeichert werden.

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EU NO (Photo credit: Wikipedia)

Während die EU-Kommission Deutschland mit Sanktionen bedroht, hat sie ihre eigenen Aufgaben noch nicht erfüllt: Sie hat schon im April 2011 erhebliche Änderungen an der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung angekündigt. Diese wurden bisher nicht vorgelegt. Die Überarbeitung der EU-Richtlinie wird nun bis Juni 2012 erwartet. Deutschland so! ll also noch die nicht überarbeitete Richtlinie in Gesetzesform gießen.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


CDL gegen „Eugenik von unten“: Kritik an pränataler Eugenik und Selektion!

CDL fordert am Welt-Down-Syndrom-Tag Widerstand gegen neue  Zulassung von selektiven Bluttests auf Trisomie 21

 
Pressemitteilung der Christdemokraten für das Leben vom 20.3.2012:

Zum morgigen Welt-Down-Syndrom-Tag (21.3.) erklärt Mechthild Löhr, Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL):

„Der Welt-Down-Syndrom-Tag macht uns darauf aufmerksam, dass in Deutschland inzwischen schon über 90 % der ungeborenen Kinder, bei denen Trisomie 21 diagnostiziert wird, abgetrieben werden.

Statt  –  wie von unserem Grundgesetz gefordert  –  Menschen mit Behinderungen wie dem Down-Syndrom aktive gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, fördert unser Staat dagegen sogar seit jüngstem die Einführung immer schärferer Diagnosemethoden, um wie in einer Rasterfahndung Kinder mit Trisomie 21 noch vor der Geburt zu ermitteln.

Nyfldt med Down syndrom Baby

Baby mit „DownSyndrom“  

In 2011 hat ausgerechnet das von Ministerin Schavan geführte Bundesforschungsministerium mindestens 230.000 Euro an Steuergeldern ausgegeben, um bei einem Biotechunternehmen (GATC Biotech AG, Tochterunternehmen LifeCodexx AG) die Entwicklung eines pränatalen Bluttests zu fördern, mit dem künftig Trisomie 21 mit voraussichtlicher 100 % Sicherheit schon ab der 10. Schwangerschaftswoche festgestellt werden kann.

Wenn dieser Test voraussichtlich noch Mitte des Jahres in Deutschland zugelassen wird, werden nach einer Diagnose „Down-Syndrom“ diese Kinder in Zukunft noch „sicherer“ abgetrieben werden. Unser Staat hat damit aufgehört, die ungeborenen Kinder mit Down-Syndrom und ggf. auch anderen Trisomie-Diagnosen zu schützen.

Uns droht eine neue „Eugenik von unten“: Menschen, deren genetische Eigenschaften nicht erwünscht und die wegen ihrer möglichen Behinderungen als Last empfunden werden, haben in Zukunft kaum noch eine Chance, geboren zu werden. Sie werden wenige Wochen oder Monate nach ihrer Zeugung durch Abtreibung gezielt getötet.

Wir Christdemokraten für das Leben fordern deshalb, dass der in Entwicklung befindliche pränatale Bluttest der Konstanzer Firma LifeCodexx AG nicht zugelassen werden darf.

Wir verlangen von der Bundesregierung einen konsequenten und glaubwürdigen  Einsatz für Menschen mit Behinderungen und mit Down-Syndrom.

Die Vermeidung von faktischer Eugenik muss unmißverständlich wieder zum Ziel von Politik und Forschung werden. Aufgabe des Staates ist es, gerade die Schwachen zu achten und zu schützen,  ihre Inklusion zu fördern und nicht ihre Selektion.

Derzeit ist aber eine inhumane und gefährliche gegenteilige Entwicklung in Richtung neuer „pränataler Eugenik“ zu beobachten.

Die Freigabe der Präimplantationsdiagnostik (2011) und die steigenden Zahlen von Spätabtreibungen signalisieren diese alarmierende Tendenz. Deshalb gehört auch das geltende Abtreibungsstrafrecht auf den Prüfstand. Denn es trägt dazu bei, dass nur noch selten Kinder mit Down Syndrom überhaupt eine Überlebenschance erhalten  –  man „beseitigt“ die Behinderungen durch Abtreibung. Das ist menschenverachtend und verletzt Humanität ebenso wie Menschenrechte.“

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine selbständige Initiative in der CDU/CSU mit 5.000 Mitgliedern, darunter zahlreiche Bundestags-, Landtags- und Europaabgeordnete sowie Kommunalpolitiker.

Kontakt-Daten:
CDL – Christdemokraten für das Leben
Schlesienstr. 20
48167 Münster
Tel.: 0251 / 6 28 51 60
Fax: 0251 / 6 28 51 63
info@cdl-online.de
http://www.cdl-online.de

Falschmystik: „Die Warnung“ und die fremden Religionen

Vor etwa einem Jahr am 6.4.2011, erging die 58. Botschaft aus den Visionen „Die Warnung“ mit folgendem Inhalt:

Urteilt niemals über andere Religionen, Glaubensbekenntnisse oder sexuelle Ausrichtungen. Keiner von euch ist würdig, andere zu richten. Vergesst diese Lektion nicht – keiner von euch ist würdig, andere zu richten oder zu bewerten. Niemand hat die Macht oder göttliches Wissen, andere moralisch zu bewerten.“

Zunächst werden hier einfachste Gesetze der Logik nicht beachtet, weil zwischen Person und Sache nicht unterschieden wird. Es ist ein grundlegender Unterschied, ob man andere SACHVERHALTE oder andere PERSONEN be“urteilt“.

Erinnern wir uns an den Grundsatz des hl. Augustinus: „Hasse den Irrtum, aber liebe den Irrenden.“

Um den Irrtum zu hassen, müssen wir ihn „bewerten“ und selbstverständlich auch kritisch darüber „urteilen“. Auch in den Zehn Geboten wird „gerichtet“ und sehr deutlich „bewertet“ – und noch stärker geschieht dies etwa in den sog. biblischen „Lasterkatalogen“  – siehe etwa die Paulusbriefe des Neuen Testaments.

Zudem darf man sich wundern, daß in dieser kuriosen „Botschaft“ ausdrücklich davor gewarnt wird, über „sexuelle Ausrichtungen“ zu „urteilen“.

Es gibt nur eine einzige gottgewollte „sexuelle Ausrichtung“,  nämlich die Anziehung zwischen Mann und Frau. Soll diese klare Glaubenstatsache nun hinter einem hohlen  Toleranzgeschwafel verschleiert werden?

Aber nicht „nur“ die logischen, auch die theo-logischen Grundregeln bleiben in dieser irrgeistigen „Privatoffenbarung“ schlicht unbeachtet:

Es war immer Aufgabe der Kirche, zu bewerten, zu be-urteilen und zu „richten“. Dafür gibt es in unserer Kirche das Lehr- und Hirtenamt des Papstes, der Bischöfe und der Priester.

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Daß die Kirche den absoluten Wahrheitsanspruch Christi vertreten muß, versteht sich am Rande, denn Christus selbst ist „der Weg, die Wahrheit und das Leben“.

Folglich können fremde Religionen, da sie allesamt diesen Anspruch besteiten, nicht von Gott sein; daher muß die Kirche – und in ihrem Gefolge auch die Gläubigen – sehr wohl vor dem Irrtum warnen, sich also auch von nichtchristlichen Religionen klar abgrenzen, denn Wahrheit und Irrtum vertragen sich nicht.

Zwei Wochen später (22.4.2011, die 71.Botschaft) schärft der Visions-„Jesus“ von „Die Warnung“ in ähnlicher Weise folgendes ein:

Verteidigt eure Rechte, Christen zu sein. Obwohl Ich von eurer Seite Toleranz erwarte, wo ihr die Ansichten anderer Religionen respektieren müsst…“ – „Seid offen für andere Religionen und behandelt eure Brüder und Schwestern in gleicher Weise.“

Hier wird erneut nicht zwischen Person und Sache unterschieden,  also nicht zwischen anderen Religionen und dem Verhalten auf rein menschlicher Ebene. Unsere rechtverstandene christliche Toleranz gilt niemals dem Irrtum, wohl aber den Irrenden.

Als Christen sollten wir also keineswegs „die Ansichten anderer Religionen respektieren“ – oder warum sollten wir dem Irrtum ernsthaft Achtung und Respekt erweisen?

Wir respektieren als überzeugte Christen zwar die ANHÄNGER, aber nicht die ANSICHTEN fremder, nichtchristlicher Religionen – und wir sind auch keineswegs „offen“ für diese, sondern grenzen uns unmißverständlich davon ab.

In der 99. Botschaft vom 30.5.2011 verkündet der visionäre „Jesus“ ebenfalls merkwürdige Inhalte:

„Christen und Angehörige anderer Religionen, sprecht in der Stille und sagt Gott, wie reumütig ihr seid, wie sehr ihr eure Verfehlungen bedauert und bittet Ihn, euch eure Sünden zu verzeihen.“

Anscheinend ist es nicht mehr nötig, sich zum Christentum zu bekehren, sich taufen zu lassen, geschweige zu beichten. Das erübrigt sich alles, denn auch „Angehörige anderer Religionen“ können sich durchaus ohne Bekenntnis und Umkehr zu Christus direkt per „Gebet“  in einen Gnadenstand versetzten lassen, der zum Heil führt. Somit würde sich die christliche Mission künftig erübrigen, was aber dem zeitlos gültigen Missionsbefehl Christi widerspräche.

Zu welchem „Gott“ freilich etwa ein „Buddhist“ beten soll, der an keinerlei persönliche „Gottheit“ glaubt – oder ein Hinduist mit seiner Vielgötterlehre  –  das steht ohnehin in den Sternen.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster