Vier jüdische Opfer von Toulouse heute in Jerusalem beigesetzt

Die Opfer des Anschlages vom Montag an einer jüdischen Schule in Toulouse sind heute in Jerusalem beigesetzt worden.

Tausende nahmen am Morgen an der Beerdigungsfeier teil. Auch zahlreiche Persönlichkeiten aus der Politik waren anwesend.

Der Vorsitzende der Knesset (israelisches Parlament), Reuven Rivlin (siehe Foto), erklärte:

MK Reuven Rivlin עברית: ח"כ ראובן ריבלין&...

„In Toulouse und Jerusalem, in New York und in Buenos Aires stehen heute Juden aller Herkunftsländer und aller Strömungen zusammen und empfinden tiefen Schmerz. Wieder stehen wir vor kleinen blutenden Leichnamen, vor kleinen Gräbern, vor Mördern, die ohne Unterschied und Erbarmen töten. (…) Doch wir werden nicht zulassen, dass sie uns besiegen. […] Der Staat Israel muss sicherstellen, dass überall auf der Welt jüdisches Leben möglich ist.“

Bei der Trauerfeier anwesend waren auch der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat, Diasporaminister Yuli Edelstein, Innenminister Eli Yishai und Oberrabbiner Shlomo Amar.

Zuvor hatte Vize-Außenminister Danny Ayalon die Leichname der Opfer, ihre Familienangehörigen und den französischen Außenminister Alain Juppé am Flughafen empfangen.

Ayalon und Juppé nahmen an der Kaddish-Rezitation (jüdische Gebete für Verstorbene) beim Ausladen der Särge aus dem Flugzeug teil.


Mohammed Merah, der Terrorist von Toulouse, ist von Polizei umzingelt

Präsident Sarkozy hat höchste Terrorwarnstufe ausgerufen

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat gestern die Terrorwarnstufe in der südfranzösischen Region auf die höchste Gefährdungsstufe angehoben.  Die mörderischen Anschläge auf eine jüdische Schule in Toulouse (4 Tote) und auf drei Soldaten im 50 km entfernten Montauban hatten eine Großfahndung ausgelöst.

Bereits gestern wurde in der deutschen Mainstream-Presse ein „rechtsradikaler“ Hintergrund vermutet – wie so oft. Auch die Tageszeitung „Die Welt“ bewegte sich auf dieser medientypischen Ebene:

http://www.welt.de/politik/ausland/article13931499/Ist-ein-rechtsradikaler-Ex-Soldat-der-Moerder.html

Von den Spekulationen zur Wirklichkeit:

Heute früh begann der Polizeieinsatz in einem Viertel von Toulouse: seit 3 Uhr umzingeln ca dreihundert Beamte das mehrstöckige Gebäude, in dem sich Mohammed Merah verschanzt hat, jener Attentäter, der u.a. für den brutalen Mordanschlag in der  –  hiervon nur 3 km Luftlinie entfernten  –  jüdischen Schule verantwortlich ist, die vier Todesopfer (1 Lehrer, 3 Kinder) zu beklagen hat.

Wie auf der Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft bekannt wurde, soll der Serienmörder für den heutigen Mittwoch neue Anschläge auf Polizisten und Soldaten geplant haben. Heute früh hatte er bereits zwei Polizisten angeschossen, wobei ein Polizist nur wegen seiner schußsicheren Jacke überlebte, der andere erhielt einen Schuß ins Knie.

Wie der  frz. Oberstaatsanwalt François Molins sagte,  habe Merah im Gespräch mit Polizisten bedauert, nicht noch mehr Opfer ermordet zu haben.

Der radikal-islamische Killer erklärte als Motiv für seine Verbrechen, er habe „palästinensische Kinder rächen“ und überdies ein Zeichen „gegen den französischen Einsatz in Afghanistan“ setzen wollen.

Offenbar ist er dem Terrornetzwerk al-Quaida verbunden. Der gebürtige Algerier, der seit längerem in Toulouse lebt, ist 24 Jahre alt und besitzt die französische Staatsangehörigkeit.

Frankreichs Innenminister Guéant sieht Anlaß zu der Vermutung, daß weitere Gewalttaten auf Merahs Konto gehen: „Dieser Mann hat bereits mehrere Straftaten auf französischem Boden begangen, einige mit Gewalt. (…) Er spricht viel, er ist dabei, seinen gesamten kriminellen Weg zu erzählen.“

Wo bleibt die Entschuldigung der EU-Kommissarin gegenüber Israel ?!

Wie wir gestern berichteten, hat sich die britische EU-Kommissarin Catherine Ashton  nach dem Attentat auf die jüdische Schule geradezu unverfroren geäußert, indem sie diesen blutrünstigen Angriff mit dem israelischen Militäreinsatz im Gaza-Streifen in direkten Zusammenhang brachte:

https://charismatismus.wordpress.com/2012/03/20/ermordete-kinder-von-toulose-werden-in-israel-beigesetzt/

Israel reagierte empört auf diese skandalöse Entgleisung der EU-Kommissarin für Außenpolitik,  denn die israelische Armee kämpft  g e g e n  den Raketen-Terrorismus der Hamas und sonstiger islamischer Dschihadisten, während es sich beim Anschlag von Toulouse um brutalen Terrorismus gegen Zivilisten handelt  – und eben nicht um einen Abwehrkampf zum Schutz von Zivilisten.


Samstag, 24. März: große Info-Veranstaltung mit Passanten in Mainz über Christenverfolgungen

Am Samstag, den 24.3., gibts in der Mainzer Innenstadt eine kurzweilige Informationsveranstaltung zu den immer massiveren Übergriffen auf Christen. Dazu hat sich ein Aktionsbündnis gebildet, das zu bisher nicht bekannten Fakten der Christenverfolgung aus „erster Hand“ informiert.

Christen der Koptischen Gemeinde und Aramäische Christen berichten von ihren Erlebnissen in den Heimatländern. Kurze Impuls-Statements zum Thema werden den Passanten während der gesamten Veranstaltung geboten.

Zudem haben die Besucher die Möglichkeit, an das „Netz der Solidarität“ einen „Denkzettel“ anzubringen, auf dem sie persönlich ihre Eindrücke zum Thema niederschreiben können.

Erstmals wird der bereits fertig gestellte Teil einer Multimedia- und Mitmach-Wanderausstellung „Islam konkret“ der Öffentlichkeit präsentiert. Hier kann man Kurzfilme und Fotos, aber auch detaillierte Dokumente und Statistiken zum Thema abrufen und studieren.

Mainz Old Town View from the citadel (2003)

Mainz (Altstadt)

Ort der Veranstaltung in Mainz (siehe Luft-Foto)  ist der Platz vor der Alten Universität, linke Hinterseite des Theaters, Ausgang der Fußgängerzone: von 10 bis 16 Uhr.

Organisiert von PI-Mainz sind als Mitveranstalter vor Ort:  die Bürgerbewegung Pax Europa (BPE) Rheinland-Pfalz, die Koptische und Aramäische Gemeinde, die Gesellschaft für bedrohte Völker e.V., die Hilfsaktion Märtyrerkirche e.V. sowie verschiedene evangelische und katholische Gemeinden.

Quelle: Webseite Politically Incorrect (PI)


Christophobie: 85% der Diskriminierungen in Europa richten sich gegen Christen

85 Prozent aller Fälle von Diskriminierungen (Benachteiligungen) sind gegen Christen gerichtet. Das hat eine Nichtregierungsorganisation im vergangenen Jahr festgestellt. Das besondere daran: es handelt sich nicht um Fälle von Intoleranz in Asien oder Afrika, sondern um Diskriminierungen in Europa, so der Bericht der in Wien ansässigen „Beobachterstelle zu Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen in Europa“.

Gudrun Kugler, die Leiterin der Beobachterstelle, betont, man dürfe diese Fakten „in der öffentlichen Debatte nicht totschweigen“. Im Gespräch mit Radio Vatikan geht Kugler auf die Lage der Christen in Europa ein:

„Wir haben 2011 festgestellt, dass das Problem weiterhin am Wachsen ist. Während beispielsweise unser Bericht 2010 vierzig Seiten hat, hat der Bericht 2011 bereits über sechzig.

Wir haben viel recherchiert, und es gibt jetzt auch Statistiken. Das ist sehr interessant, da Statistiken erst angelegt werden, wenn das Problem stärker wahrgenommen wird – es gibt z.B. Zahlen für 2011, die besagen, dass über 95 Prozent aller antireligiös motivierten Gewalttaten in Schottland gegen Christen verübt würden. Das ist schockierend, meint man doch immer, im Vordergrund stünde stets antisemitisch motivierte Gewalt oder Islamophobie. Damit verbundene Gewalttaten sind aber verschwindend geringe Zahlen im Vergleich zu den Gewalttaten gegen Christen.“
Friedlich betende und singende Christen werden von Polizisten vor linksradikalen Randalierern geschützt (Vor dem Marienplatz in Münster am 10.3.2012)

Die Arbeit der Beobachterstelle hat dazu beigetragen, dass dieses Problem stärker in die Wahrnehmung der Öffentlichkeit gerückt ist,  erklärt Frau Kugler:

„Intoleranz und Diskriminierung von Christen in Europa ist ein Problem, das man nur sehr schwer wahrnimmt, da es so zersplittert ist – es hat viele verschiedenen Ursachen und Ausprägungsformen. Insgesamt ein Phänomen, das ich nur dann verstehe, wenn ich alles gleichzeitig vor mir sehe. Nur wenn ich alles in der Übersicht sehe, kann ich sagen, dass es sich hier um ein Phänomen handelt und ein Muster vorliegt.

Wir haben durch unsere Recherchearbeit über 620 Fälle individuell recherchiert und dokumentiert und anhand dieser Fälle ein Muster aufgezeigt. Dadurch entsteht nun eine öffentliche Debatte. Wir haben mit vielen internationalen Institutionen gearbeitet, wie z. B. OSZE, auch mit der Grundrechtagentur der europäischen Union.

Wir haben unseren Bericht 2010 im europäischen Parlament vorgestellt, und den diesjährigen Bericht auch in der europäischen Kommission sowie wieder im europäischen Parlament. All das initiiert eine öffentliche Debatte und diese Debatte ist der erste und unerlässliche Schritt hin zu einer Lösung.“

Hintergrund:
Die Beobachterstelle ist eine Nichtregierungsorganisation, die Fälle von Diskriminierung gegen Christen in Europa sammelt, die von den Medien oder von Einzelpersonen gemeldet werden. Sie informiert internationale Regierungsorganisationen wie die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) über ihre Untersuchungen und arbeitet eng mit der Europäischen Bischofskonferenz zusammen.

Quelle: Radio Vatikan vom 20.3.2012


1. Teil: Die belgische Visonärin “Myriam van Nazareth”

 Die „Herrin der Seelen“ und ihre „Mystische Hochzeit“

Vor 15 Jahren soll der hochbegnadete Dienst der selbsternannten “Myriam van Nazareth” begonnen haben, bei der es sich um eine belgische, in Ost-Flandern lebende, angeblich besonders erleuchtete Frau handelt.

Wie man auf der erscheinungsseligen Webseite “Myriam van Nazareth” erfährt, wurde die Seherin “im Frühling des Jahres 1997 auf mystischem Wege von der Allerheiligsten Jungfrau Maria zu einem Leben in Ihrem Dienst gerufen”.

Weiter heißt es dort:

“Ab den ersten Visionen und Ekstasen ließ Maria „Myriam” deutlich erkennen, dass es sich um eine Vorbestimmung zu einem künftigen Leben in totaler, bedingungsloser und ewiger Weihe an Maria handelte, in vollkommener Selbstaufopferung zu Diensten Mariä, die Sich bald als „deine Herrin” bekanntmachte und „Myriam” (allerdings in außergewöhnlich liebevoller Weise) als „Mein Sklave, Sklave Meiner Liebe, zu Meinem ausschließlichen Dienst gerufen, als Mein Besitz und Eigentum” bezeichnete.”

Hier beginnt bereits der offensichtlich theologische Unsinn:

1. Es gibt keine “totale” und erst recht keine “ewige” Weihe an Maria. Ewigkeit definiert sich gerade dadurch, daß sie weder Anfang noch Ende hat. Selbst wenn eine solche “Weihe” an Maria kein Ende hätte, so hat sie aber sicherlich einen Anfang  –  eben den Zeitpunkt des Weihe-Aktes.

2. Zudem dürfen wir uns allein dem ewigen (!) Gott ganz und gar übereignen und “total” weihen; deshalb  wird sogar die betont marianische Weihe nach Grignion als “Weihe an Jesus durch Maria” bezeichnet, um keine theologischen Mißverständnisse hervorzurufen. Diese klärende, durchaus wesentliche Einschränkung fehlt aber in dieser Selbstvorstellung der “Seherin” aus Flandern komplett.

3. Zudem wird die wahre Madonna sich niemals anmaßen, Menschen als “Mein Sklave, Mein Besitz und Eigentum” zu bezeichnen. Wir sind alle Geschöpfe Gottes, doch niemals hat der allmächtige, erhabene Gott die Menschen als seine “Sklaven” bezeichnet, obwohl ER als einziger einen Anspruch darauf hätte.  –  ER erschuf die Menschen aber mit einem freien Willen, den ER respektiert  – also gerade nicht als “Sklaven”.

Die Gottesmutter, die selbst ein Geschöpf Gottes ist, kann erst recht niemanden rechtmäßig als “Sklaven”, auch nicht als ihren “Besitz und Eigentum” vereinnahmen.

Zudem wird uns auf der Webseite der Visionärin versichert:

„Myriam wurde mit einer Anzahl von mystischen Begabungen ausgestattet, unter denen als Erste eine übernatürliche Eingießung von Kenntnissen über und Einblick in Göttliche Mysterien, die Gesetze des Göttlichen Lebens, Gottes Heilsplan, die Elemente des Kampfes zwischen Licht und Finsternis und unaufhörlich anwachsende Kenntnisse über die außergewöhnlichen Verfassungen und Eigenschaften und die außerordentliche Rolle der Allerheiligsten Jungfrau zutage trat.”

Die Seherin gewinnt also durch “übernatürliche Eingießung” umfassende Kenntnisse in “Göttliche Mysterien” und die “außergewöhnlichen Eigenschaften” der Gottesmutter.

Dazu ist festzuhalten:

Die Kirche lehrt, daß die Heilige Schrift unter der “Inspiration” (Eingebung) des Heiligen Geistes entstanden ist  – auch die Dogmen (unfehlbare Lehren der Kirche) wurden unter Leitung des Hl. Geistes verkündet, denn Christus hat seinen Aposteln angekündigt: “Der Heilige Geist wird euch in alle Wahrheit führen.” (Joh 16,13)

ER hat dies aber seinen Aposteln verheißen, nicht jedoch einer  2000 Jahre später lebenden, anonymen “belgischen Seherin”, deren wirklicher Name nicht bekannt ist, die sich vielmehr unter dem anmaßenden Titel “Myriam van Nazareth” versteckt.

Und weil die Visions-Maria es angeblich so wollte, “entstand 2003 das erste Buch von „Myriam van Nazareth”: „Die Geistliche Hochzeit. Ein Leben mit und in der Heiligen Jungfrau als Weg zu Gottes Reich. Maria-Mystik als Berufung”. In diesem Buch verarbeitet „Myriam” Belehrungen der Allerheiligsten Jungfrau über ein Leben mit und für Maria als Kern und Ausgangspunkt sämtlicher Handlungen.”

Das klingt alles reichlich verstiegen, zudem kommt Christus hier nicht vor, Maria erscheint als eine Art Göttin, zumindest als Halbgöttin.

Der mystische Begriff der “Geistlichen Hochzeit” wurde bislang allein auf die Vereinigung mit Christus bezogen. Abgesehen davon ist jede würdig empfangene, heilige Kommunion eine sakramentale Vereinigung mit unserem Erlöser, die auf Erden durch nichts  –  auch durch keine “mystische” Erfahrung   –  übertroffen werden kann,  schon gar nicht durch eine angebliche “mystische Hochzeit” mit der Madonna.

Ab Sommer 2004 entstanden dann die sogenannten „Sturmschriften” von Seherin Myriam, weil diese Texte  – laut eigenen Angaben  – “bezweckten, die Festung Satans der Irreführung und der Lüge zu stürmen und einen Sturm des Erwachens unter den Christen herbeizuführen.”

Weiter wird berichtet, daß die Visonärin 2005 das Manifest „Testament des Bundes. Ewiger Frühling im Schatten des Kreuzes” verfaßte  – und zwar “mit dem Ziel, die Gründung von Gottes Reich auf Erden zu ermöglichen.”  

Demgegenüber hat Christus klar gegenüber Pilatus gelehrt: “Mein Reich ist nicht von dieser Welt.” –  Es gibt das Reich Gottes wohl anfanghaft in der Kirche, doch vollendet erst in der jenseitigen Gemeinschaft mit dem Ewigen.

Außerdem wird den staunenden Lesern mitgeteilt, daß die himmlische Madonna eine “ewige, spirituelle Ehe” mit der Seherin geschlossen habe:

“Im Juni 2005 vollzog Maria in einer kleinen, der Unbefleckten Empfängnis gewidmeten Kirche, während einer Vision, in formeller Weise die tatsächliche Geistliche Hochzeit zwischen Ihr Selbst und „Myriam”, wodurch Sie mit „Myriam” den heiligen Bund einer ewigen spirituellen Ehe schloss. Dabei gab Sie „Myriam” neun Lebensregeln, die Sie als „Meine Gebote” bezeichnete.”

Es ist offensichtlich, daß sich diese irrgeistige Visions-“Maria” ständig an die Stelle Gottes setzt, daß sie nun schon von “ihren” Geboten spricht, obwohl allein der allmächtige Gott dazu befugt ist, Gebote zu erlassen.

Damit nicht genug, gibt es jetzt einen neuen Ehrentitel sowohl für die Seherin wie für die angeblich visionär erscheinende “Madonna”:

Im Herbst desselben Jahres verkündete Maria, „Myriam” heiße ab diesem Zeitpunkt „Apostel von Maria, der mächtigen Herrin der Seelen” und „Apostel der Macht Mariens”.”

Der Titel “Mächtige Herrin der Seelen” für die Gottesmutter ist in der Kirche seit 2000 Jahren völlig unbekannt, zumal der erste Papst in seinem 1. Petrusbrief CHRISTUS als den “Hirten und Bischof eurer Seelen” bezeichnet (1 Petrus 2,25). Christus ist also unser wahrer “Seelenführer”  – das ist biblisch eindeutig bezeugt.

Es ist außerdem irreführend, wenn in den Myriam-Botschaften ständig von der “Macht Mariens” bzw. der “mächtigen” Herrin usw die Rede ist, ohne daß hierbei klargestellt wird, daß Marias “Macht” vor allem im Dienst der Fürbitte besteht und daß sie ohnehin alle Macht “von Gottes Gnaden” erhält  –  und nicht etwa aus eigener Vollmacht, die sie als Geschöpf gar nicht haben kann.

Madonna by Bernardo Falconi on the church Mari...

Kirche "Maria von Nazareth" in Italien

Dem entgegen sagte die Erscheinungs-Maria der “Seherin” Myriam: “Ich habe dich dazu gerufen, Mein Werk auf Erden weiterzuführen und Mich in der Fülle Meiner Macht bekannt zu machen.

Die Kirche ist von Christus dazu berufen, SEIN WERK auf Erden weiterzuführen und die Fülle seiner erlösenden Vollmachten zu verkünden  – diese Wahrheiten werden hier umstandslos auf die Madonna übertragen, was natürlich völlig häretisch ist, also eine massive Irrlehre darstellt.

Sodann werden wir auf der Myriam-Webseite darüber belehrt, was letztlich der Sinn dieser Visionsveranstaltungen ist:

“In ihrer Gesamtheit verkünden diese Offenbarungen (…) das größte Göttliche Mysterium der Letzten Zeiten: die wahre Herrlichkeit und Macht von Maria als die Herrin der Seelen.”

Das soll also das “göttliche Geheimnis” der Endzeit sein  –  eine offensichtliche Irrlehre!

Zudem wird anschließend behauptet, “Gott” habe der Madonna “für ewig eine totale Macht über die Seelen gewährt”.  –  Das würde bedeutet, daß der Allmächtige abgetreten ist und seine Vollmachten und Vorrechte über die Seelen komplett an Maria übereignet hat.

Demnach wäre Gott gewissermaßen arbeitslos geworden und hätte sich quasi aus Altenteil gesetzt  – und zugleich Maria als himmlische Regentin eingesetzt; sein göttlicher Sohn (“Er wird wiederkommen in Herrlichkeit zu richten über Lebende und Tote und seiner Herrschaft wird kein Ende sein” wie es im Credo heißt) hätte auch nichts mehr zu melden.

Immerhin wird aber eingeräumt, daß es sich bei diesen Ausführungen um “vollkommen neue Kenntnisse” handelt  –  das kann man wohl sagen, denn seitens der Kirche hörte man dergleichen Unfug seit 2000 Jahre nicht annähernd:

“Die große Wahrheit hinter diesen vollkommen neuen Kenntnissen, die eine einmalige Erweiterung des „vertrauten” Bildes von Maria mit sich bringt, wurde Anfang 2008 im Manifest Die Morgendämmerung von Gottes Reich auf Erdenveröffentlicht.”

Das mag vorerst genügen  – wir werden uns dieser visionären “Dame” in einem zweiten Teil weiter zuwenden, indem wir einige ihrer speziellen “Botschaften” unter die Lupe nehmen, um an diesem Fall-Beispiel weitere typische Kennzeichen der Falschmystik aufzuzeigen.

Doch bereits jetzt ist klar ersichtlich, daß sich Seherin Myriam völlig auf dem theologischen Holzweg befindet, daß sie Christus zugunsten einer falschgeistigen Maria komplett verdrängt  – und daß die wahre Gottesmutter, die sich selbst als “die Magd des HERRN” bezeichnet hat, über derartige Verirrungen gewiß nur den Kopf schüttelt.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster