Wie eine Studentin den Gebetsmarsch gegen Abtreibung in Münster erlebte

Von Melanie Schneider, einer evangelischen Studentin aus Münster, wurde im Wochenmagazin IDEA-Spektrum“ (Nr. 12/2012)  ein interessanter Aktionsbericht über den Kreuze-Aktion für das Leben am 10.3.2012 in Münster veröffentlicht.

Dieser Gebetsmarsch wurde von linksradikalen Randalierern massiv gestört, so daß zweihundert Polizisten im Einsatz waren, um die Demonstrationsfreiheit der Lebensrechtler zu schützen (wir berichteten bereits).

imagesHier folgt Melanies Leserzuschrift aus IDEA-Spektrum:

„Ich habe am dem Gebetszug teilgenommen. Gegen 14.30 Uhr komme ich zum St.-Aegidii-Kirchplatz, an dem der Marsch starten soll. Hier ist alles voller Polizisten. Auf einer Seite bildet sich eine Menschenmenge.

Von den Gegnern des Gebetszuges sind viele verrückt verkleidet, einer trägt ein nachgemachtes Priestergewand. Aufgeblasene Kondome fliegen durch die Luft. Schilder werden hoch gehalten: „Don’t pray. Go gay“ (Bete nicht. Werde schwul) und „Gewalt gegen Frauen ist nie Privatsache“. Das hier ist ein Hetzzug gegen alles Christliche.

15.15 Uhr: Der Gebetszug setzt sich in Bewegung. Beinahe jeder trägt ein weißes Kreuz. Zwei Männer halten ein Marienbild in die Höhe. Der katholische Hauch schreckt mich als evangelische Christin einen Moment ab. Doch ich konzentriere mich auf den Sinn des Ganzen: Jesus Christus und der Aufruf zum Nachdenken über die unschuldigen Kinder, die abgetrieben werden. Da sind alle konfessionellen Streitigkeiten fehl am Platze.

Jetzt erst wird mir das ohrenbetäubende Geschrei um mich herum bewusst, die höhnischen Parolen und die hassverzerrten Gesichter, die den Zug die ganze Zeit begleiten werden. Von den Anwesenden kenne ich niemanden. Schnell bemerke ich, was uns trotzdem verbindet: Jesus.

Wir singen, beten das „Vaterunser“ oder schweigen – immer im Wechsel. Sich bei all den schreienden Gegendemonstranten aufs Gebet zu konzentrieren, ist gar nicht so einfach.

Die Parolen hämmern sich tief in meinen Kopf ein: „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat“, „Hätt‘ Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“.

Mir wird neu bewusst, welchen Spott Jesus auf dem Weg zum Kreuz ertragen musste. Der Gebetszug endet nach rund einer Stunde. Ich bin froh, dass ich mitgegangen bin. Ich will gemeinsam mit anderen Christen die Stimme erheben für die, denen keine Stimme gewährt wird in unserem Land.“

Melanie Schneider, Studentin, 48167 Münster


3 Kommentare on “Wie eine Studentin den Gebetsmarsch gegen Abtreibung in Münster erlebte”

  1. Ralf sagt:

    Zitat
    „15.15 Uhr: Der Gebetszug setzt sich in Bewegung. Beinahe jeder trägt ein weißes Kreuz. Zwei Männer halten ein Marienbild in die Höhe. Der katholische Hauch schreckt mich als evangelische Christin einen Moment ab. Doch ich konzentriere mich auf den Sinn des Ganzen: Jesus Christus und der Aufruf zum Nachdenken über die unschuldigen Kinder, die abgetrieben werden. Da sind alle konfessionellen Streitigkeiten fehl am Platze.“
    Zitat-Ende
    „Der katholische Hauch schreckt mich als evangelische Christin einen Moment ab.“ Sind wir Katholiken so furchterregend?…;-)
    Aber ich stimme Ihnen vollkommen zu, das bei diesem Thema alle konfessionellen Streitigkeiten fehl am Platz sind.

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  2. Gelobt sei Jesus Christus ! sagt:

    Zitat
    Die kognitiven Fähigkeiten von Säuglingen wurden lange unterschätzt. Heute weiß man, dass Babys bereits im Mutterleib lernen. Und noch bevor Kleinkinder selbst sprechen, wissen sie schon jede Menge über Sprache.

    Sprachentwicklung von Kleinkindern: Babys sind klüger als erwartet – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/schule/lernen/forschung/babys-wissen-schon-eine-ganze-menge-erstaunliche-ergebnisse-aus-der-babylab-forschung_aid_727832.html
    Zitat Ende

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  3. Gelobt sei Jesus Christus ! sagt:

    Sehr mutig dieses öffentliche Eintreten für die Rechte der Ungeborenen.

    Vielen Dank für diesen Bericht.

    Solche Menschen sind für mich „wahre Propheten“ und Zeugen des Glaubens.

    ————————

    Dem kann eine „Möchtegernprophetin / Schwaetzliesel / Die Warnung“ nicht ansatzweise das Wasser reichen.

    Das sind echte, hell strahlende Überzeugungs- und Glaubenszeugnisse, – wohingegen „Schwaetzliesel“, die „wahrste und einzig auserwählte Endzeitprophetin“, die sich verstecken muss, nicht einmal eine bescheidene Tranfunzel ist.

    mfg

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