Ägypten: Duftendes Öl eines Marienbildes erregt Aufsehen

In Ägypten soll sich laut aktuellem Bericht in der Webseite „Kopten ohne Grenzen“ ein „Wunder“ ereignet haben, über das sowohl Christen wie Moslems in Staunen geraten:

Jetzt berichte ich, weil die Kirche des Heiligen Simon in Elagamy (bei Alexandria) das Wunder bestätigte und die Ikone zur Kirche brachte. Denn diese koptische Familie findet keine Ruhe, seitdem die Videos verbreitet wurden. Tausende stehen vor ihrem Haus und alle Moslems und Christen möchten das Wunder hautnahe erleben und etwas vom Duft-Öl als Segen mitnehmen.“

Die wundersamen Phänomene sollen sich im Haus einer  orthodoxen Christin namens Martha zugetragen haben, die angeblich einen Tag vor dem Tod des Kopten-Papstes Schenuda eine Marienerscheinung erlebt hat.

Hierzu heißt es in dem erwähnten Bericht: „Die Mutter des Herrn teilte ihr den Heimgang des Oberhaupts der koptischen Kirche mit und  vertraute ihr einige Botschaften an, die geheimgehalten werden.“

Wir stehen solch mirakulösen Vorgängen   – entsprechend der kirchlichen Haltung  – grundsätzlich skeptisch gegenüber, denn „Schauwunder“   –  zumal wenn ihnen der theologische Sinn fehlt  –  sind nicht der Weg Gottes, sich den Menschen zu offenbaren.

Bei der Versuchung durch den Satan lehnte Christus das vom Widersacher geforderte „Schauwunder“ ab. – Näheres siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/06/im-gewand-der-%e2%80%9crechtglaubigkeit%e2%80%9c-tauschen/

Grundsätzliches zur nüchternen Wachsamkeit und zur biblischen Warnung vor Wundersucht siehe hier:
https://charismatismus.wordpress.com/2011/07/14/die-heilige-schrift-warnt-vor-falschen-propheten/


2 Kommentare on “Ägypten: Duftendes Öl eines Marienbildes erregt Aufsehen”

  1. Simone Meier sagt:

    Eine gesunde Skepsis ist in diesen Dingen sicher angebracht. Aber zumindest, was den Punkt mit den „Schauwundern“ betrifft, muss ich doch vehement widersprechen: Die Bibel ist voll solchen Wundern, sowohl im Alten als auch im Neuen Testament wirkte Gott sehr wohl Wunder. Mir fehlen geradezu die Worte, denn vor allem unser Herr Jesus Christus hat doch ständig Wunder gewirkt: Er ging übers Wasser, er heilte Kranke, er verwandelte Wasser in Wein usw. Und auch Paulus tat Wunder. Jesus selbst sagte, dass die Wunder, die er tut, nicht aufhören werden, sondern dass die, die nach ihm kommen werden (und mit dem Heiligen Geist getauft sind) noch größere Wunder tun werden … immer wieder berichtet die Heilige Schrift von Wundern, die sehr wohl „Schauwunder“ waren. Damit meine ich nicht, dass sie nicht echt gewesen wären, sondern dass sie eben SICHTBAR und WUNDERSAM waren. Gerne füge ich zu diesem Thema auch unzählige Bibelstellen an, aber ich denke, jeder bibelfeste Leser kennt selbst Stellen zu genüge, die von Wundern berichtet. Überhaupt ist die Jungfrauengeburt an sich ja auch ein Wunder … also mal ehrlich. Zu sagen, dass Jesus Wunder ablehnte … Er ließ sich von Satan nicht zu einem unnützen Wunder verführen, das ist alles. Überhaupt erkannte er schlicht und einfach die Absicht Satans …

    Und was ist mit Fatima? Ist das ANERKANNTE Wunder etwa kein Schauwunder????

    Vielleicht sollte man eine allzu kritische Haltung auch kritisch sehen? Das nur mal zum Nachdenken. Mit dieser Stellungnahme will ich aber auch keinesfalls sagen, dass DIESES Wunder echt sei. Nein, das nicht. Aber ich will darauf hinweisen, dass es sehr wohl Wunder gibt. Und dass diese heute nicht aufgehört haben. Wir haben einen lebendigen Gott, der heute wie damals Wunder wirkt, wenn es SEIN Wille ist.

    Gottes reichen Segen wünscht

    Simone Meier

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    • Guten Tag,
      natürlich haben Sie völlig recht, wenn Sie festhalten, daß GOTT Wunder wirken kann und auch tatsächlich wirkt – und ich wäre die letzte, die es leugnet.
      Ich habe allerdings in diesem Artikel nicht die biblischen (oder sonstige nachbiblische) Wunder infrage gestellt oder gar bestritten, sondern mich speziell zu „Schauwundern“ anhand dieses Beispiels mit dem „duftenden Marienbild“ geäußert.
      Ein „Schauwunder“ definiert sich nicht dadurch, daß es „sichtbar und wundersam“ ist (die meisten Wunder sind sichtbar und wunderbar sowieso), sondern daß es – wie im Beitrag erwähnt – keinen theologischen Sinn aufweist.
      Bedenken wir außerdem: Christus hat mehrfach nach wunderbaren Heilungen zu den Betreffenden gesagt, sie mögen das Ereignis nicht herumerzählen. Warum? – Woch deshalb, weil er nicht in erster Linie als „Wundertäter“ gelten wollte, sondern wünschte, daß die Menschen aufgrund seiner Botschaft an ihn glauben.
      Nicht ohne Grund sagte er zum Apostel Thomas: „Selig, die nicht sehen und doch glauben!“ – Und der hl. Paulus betont: „Wir wandeln (auf Erden) im Glauben, nicht im Schauen.“
      Alles Gute und GOTT befohlen!
      Felizitas Küble

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