Nigeria: Weitere Terrorangriffe gegen Christen am Sonntag

Ein Bombenanschlag hat am Sonntag während eines Gottesdienstes in Kano mehr als zwanzig Menschenleben gefordert; viele weitere Gläubige wurden verletzt.

Der Gottesdienst fand in einem Freilufttheater in Nigerias zweitgrößter Stadt statt. Die Zahl der Verletzten ist noch unklar.

Insgesamt starben seit Januar 2012 mehrere hundert Menschen in ganz Nigeria bei Bombenanschlägen und Angriffen. Oft waren Kirchen das Ziel der Attentäter.

In Nigeria operiert eine radikal-islamische Gruppe namens „Boko-Haram“, die Kontakte zur Terrorszene von al-Kaida haben soll.

Erst am Samstag hatte ein Selbstmordattentäter einen Sprengsatz vor dem Gebäude einer Zeitung in Nigerias Hauptstadt Abuja gezündet.

Quelle: Radio Vatikan


Schweiz: Hohe „Scheidungsrate“ bei homosexuellen „Ehen“

Die Trennungsrate von schwulen und lesbischen „Paaren“  liegt nur fünf Jahre nach der Einführung dieser registrierten Partnerschaften in der Schweiz bereits bei mehr als 10 Prozent, wie die Aargauer Zeitung berichtet.

Versprachen sich 2007  ­­–  im ersten Jahr, in dem sich Schwule und Lesben als Paar registrieren lassen konnten  –  noch 2004 Paare lebenslängliche Treue, so waren es 2010 lediglich 720.

Die Zahl der aufgelösten Partnerschaften stieg im gleichen Zeitraum von 1 im Jahr 2007 auf 77 im Jahr 2010. Dieser Trend hielt auch im vergangenen Jahr an, wie Zahlen aus einzelnen Kantonen und Gemeinden bestätigen.

So ging im Kanton Bern die Zahl der registrierten homosexuellen „Partnerschaften“ von 84 im Jahr 2010 auf 82 im Jahr 2011 zurück. Die Zahl der Trennungen aber stieg von 6 auf 13. Dasselbe Bild bietet sich in der Stadt Zürich. Dort gab es im letzten Jahr 133 neue eingetragene Partnerschaften und 30 Trennungen vor Gericht.

Quelle: evangelische Nachrichtenseite http://www.jesus.ch


Regensburg: 1500 Gläubige solidarisch mit dem Papst

Bewegende und glaubensfrohe Feier auf dem Domplatz

Rund 1500 Teilnehmer aus dem ganzen Bistum waren am Sonntagnachmittag in den Hohen Dom St. Peter in Regensburg gekommen, um mit ihrem Bischof den 85. Geburtstag von Papst Benedikt zu feiern.

Damit setzten die Gläubigen ein deutliches Zeichen der Verbundenheit mit dem Pontifex, der in der Vergangenheit über Regensburg gesagt hatte: „Hier bin ich daheim.“

Bischof Gerhard L. Müller leitete die eucharistische Vesper im überfüllten Dom, die vom 1. Chor der Regensburger Domspatzen  musikalisch hervorragend gestaltet wurde.

Aus der Oberpfalz waren über 20 Feuerwehren und ca. 50 Delegationen der Marianischen Männerkongregation (MMC) sowie zahlreicher weiterer Verbände gekommen, so daß sich von der Statiokirche St. Ulrich aus ein langer Zug zum Dom in Bewegung setzte und durch das Hauptportal in die Kathedrale einzog.

In seiner Predigt warnte der Regensburger Bischof vor selbsternannten sog.„Reformern und Propheten“ (siehe Foto). In Wirklichkeit seien Petrus und seine Nachfolger das sichtbare Zeichen der Einheit der Kirche mit Gott.

„Der Papst ist nicht irgendeine prominente Gestalt in Rom zur Befriedigung der Sensationslust“, bekräftigte der Reensburger Oberhirte. Er diene vielmehr der Einheit der Kirche in Christus: „Er bewahrt und verkündet die Wahrheit, die uns geoffenbart ist.“

Bischof Müller wandte sich gegen den antirömischen Affekt auch innerhalb der katholischen Kirche, der sich nur dem Zeitgeist anpassen wolle. Er erklärte, daß jene antirömischen Stimmen von außerhalb des Bistums Regensburg während des Katholikentags 2014 keinen Platz haben werden. „Entgegen diesem antirömischen Gemurmel und Geschwätz stehen wir auf der Seite unserer Priester und Seelsorger“, betonte der Bischof.

Nach der Vesper fand auf dem südlichen Domplatz eine Bewirtung für hunderte Gäste statt. Es gab Limonade, Bier und Brezen.

Papstbruder Prälat Georg Ratzinger, das Domkapitel Regensburg, Dr. Albert Schmid, Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, und Philipp Graf Lerchenfeld vom Diözesankomitee der Katholiken, feierten mit dem Bischof zu den Klängen des Bayerischen Defiliermarsches.

Auch die Oberpfälzer Bierkönigin Julia Aschenbrenner hatte sich eingefunden und stieß mit Brauereidirektor Hermann Goß, Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner, Domdekan Prälat Robert Hüttner, Prälat Georg Ratzinger und Bischof Gerhard Ludwig auf das Wohl des Heiligen Vaters in Rom an.

Quelle für Text und Fotos: Presseamt des Bistums Regensburg


Ägypten: Keine Verurteilung wegen des Massakers von Maspero

27 koptische Christen kam ums Leben  –  und keiner soll daran schuld sein.  Ein ägyptisches Sondergericht hat alle Verfahren zum sog.„Massaker von Maspero“ aus „Mangel an Beweisen“ eingestellt.

Es sei nicht möglich gewesen, die Schuldigen zu identifizieren, so die vom Justizministerium benannten Richter. Auch die Verfahren gegen verhaftete Kopten und einen muslimischen Aktivisten wurden fallengelassen.

Bei einer Demonstration von Kopten im Zentrum von Kairo hatten am 9. Oktober letzten Jahres Unbekannte das Feuer eröffnet. Handy-Aufnahmen, die danach im Internet kursierten, legen nahe, daß die Schuldigen zur Armee gehören. Die Staatsanwaltschaft hingegen gab koptischen Provokateuren die Schuld.

Bei den nächtlichen Ereignissen starben 27  christliche Kopten, 320 weitere  wurden verletzt.

Quelle: Radio Vatikan


Ex-Bischöfin Maria Jepsen will der Schwulenlobby weiter entgegenkommen

Die evangelische Kirche soll sich deutlicher für die gesellschaftliche Anerkennung von homosexuellen Beziehungen engagieren. Das forderte die ehem. nordelbische Bischöfin Maria Jepsen am 27. April 2012 bei einer „Anhörung“ des Instituts für Antidiskriminierungs- und Diversityfragen der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg.

Aus Sicht von Jepsen soll die Kirche vor allem jenen Homosexuellen helfen, die in einer Partnerschaft leben wollen und für die Treue, Verläßlichkeit und Liebe wichtig sind. In vielen Kirchengemeinden gebe es schwule Pastoren, ohne daß dies jemanden störe, behauptet die e

Frau Jepsen zufolge können homosexuelle Pastoren sogar gute Vorbilder für Jugendliche sein, wenn sie ihr Leben verantwortlich führen und vorleben. Ihnen biete die Hamburger evangelische Kirche bereits Segnungsgottesdienste an.

Kritik an der evangelischen Kirche äußerte dennoch der Vorsitzende des Lesben- und Schwulenverbands Deutschland, Manfred Bruns. Viele Kirchenvertreter würden nur vordergründig Verständnis äußern, aber wenig Unterstützung bieten. „Besonders schlimm“ seien Katholiken und Evangelikale, die mit dem Gericht Gottes drohen.  Manfred Bruns ist nach eigenen Angaben seit über 50 Jahren verheiratet. Heute sei er zusätzlich mit einem Mann liiert.

Quelle: www.idea.de

 


ISLAM-Info: Der MANN – Die FRAU – Die EHE im ISLAM

Von Rudolf Willeke (Münster)

Der Gott der Christen erschuf den Menschen als Mann und Frau  –  nach seinem Ebenbild: „Lasset und Menschen bilden nach unserem Ebenbild, uns ähnlich, als männlich und weiblich erschuf er sie.“ (Gen 1, 26-27).

Allah, der Gott der Moslems, erschuf den Mann (gewissermaßen in Schöpferlaune), die Frau im Zorn und die Ehe zur Unterwerfung und Nutzung der Muslima.

1. Der Mann  (Muslim)                 

Nach dem Koran, in dem der Wille Allahs zum Ausdruck kommt, „sind die Männer den Weibern überlegen“, weil Allah die Männer mit mehr Gütern ausgestattet hat  –  und weil die Männer mit ihrem Geld für die Frauen sorgen (Sure 4,35).

Nach dieser Sure ist die rechtschaffene Frau dem Manne gehorsam und (in Abwesenheit des Mannes) für ihn sorgsam, so wie Allah für sie sorgt. 

Bild: Evita Gründler

Bild: Evita Gründler

Die widerspenstigen Ehefrauen sollen „gewarnt“, sollen in ihre Schlafgemächer (lebenslänglich) verbannt, vom Beischlaf ausgeschlossen und geschlagen werden, bis sie wieder gehorchen

Im Islam sind die Männer (in allem) den Frauen überlegen, sowohl im täglichern Leben wie in der Gesellschaft  –  und auch im ewigen Leben (im Paradies oder Hölle).

Der „Prophet“ Mohammed, der  – eigenen Angaben zufolge  –  einen Blick ins Paradies und in die Hölle werfen konnte, sah, dass der überwiegende Teil der Höllenbewohner weiblichen Geschlechts war, wohingegen das Paradies die Domäne der Männer sei, wobei zudem alle männlich-sexuellen Bedürfnisse und Phantasien erfüllt werden.

Nach den Sprüchen Mohammeds (Hadithen) sind von 99 Frauen nur eine im Paradies zu finden, weil Männer nur jener Frauen wegen in die Hölle kommen, die von ihren Begierden überwältigt wurden und zur Sünde verführen.

Männer werden direkt in das Paradies aufgenommen, wenn sie sich am Dschihad beteiligen oder sogar im Dschihad als Märtyrer sterben.

Weil allein die Männer mit allen menschlichen Qualitäten und Tugenden ausgestattet sind,
–       sind nur Männer für Ämter in Gesellschaft, Staat und in der Gemeinschaft der Gläubigen qualifiziert.
–       Können nur Männer vor Gericht als Zeugen aussagen.
–       Können nur männliche Erben Voll-Erben sein (weibliche nur Halb-Erben).
–       Können nur Männer als Vater, Bruder, Ehemann die Vormundschaft über Frauen ausüben.
–       Können nur Männer bis zu vier Ehefrauen neben beliebig vielen Ehefrauen „auf Zeit“ und Sklavinnen besitzen.

Der Islam fördert und rechtfertigt die Polygamie (Vielweiberei) ausschließlich für den Muslim.

Nur Männer können durch dreimaligen Ausspruch: „Ich verstoße dich“ (ohne Gründe) ihre Ehe auflösen (Verstoßungsprinzip).

Nur Männer können im Scheidungsfalle „Eigentümer“ ihrer Kinder werden. Die Geschiedene verliert jedes Recht aus dem Ehevertrag.

Mohammed, das religiöse Vorbild aller Moslems, hatte bekanntlich mehr als 10 Ehe-Frauen, viele Nebenfrauen und noch mehr Sklavinnen. Er führte circa 60 Raub- und Feldzüge gegen naheliegende Stämme.

2. Die Frau (Muslima) 

Der Koran, die „heilige“ Schrift des Islam, nennt drei Erzfeinde, die unerbittlich zu bekämpfen sind: Ungläubige (Juden, Christen), Abtrünnige vom Islam bzw. Konvertiten vom Islam zu einer anderen Religion  –  und drittens die Muslima.

In den Augen Allahs  –  laut Koran  –  ist die Frau an Begabung und Charakter dem Manne unterlegen,                                                        
–     sie ist moralisch unrein, von Begierden besessen, permanente Ursache des Bösen (der Sünde).
–      sie ist ohne nennenswerte Chance auf Anerkennung im gesellschaftlichen Leben (Öffentlichkeit) oder auf Erreichung des       Paradieses (der Erlösung von Unreinheit, von teuflischer Besessenheit, von Schuld): aus der Öffentlichkeit ist sie ausgegrenzt, in vielen islamischen Staaten ist sie „sexuelles Freiwild“, ohne sexuelle Selbstbestimmung, ohne staatlichen Schutz der brachialen Gewalt der Männer ausgesetzt (vgl. Raddatz, S. 277).
–      Die sexuelle Begehrlichkeit der Muslima ist im Koran immer „Geschenk“ des Teufels, Quelle der Unreinheit und des Bösen.                                                                                
–      Die sexuelle Begierde des Mannes dagegen ist Geschenk Allahs, Krönung der Männlichkeit, Beweis der göttlichen Ebenbildlichkeit.  –  Allah selbst rühmt sich, die Zeugungskraft von 40 Männern geschenkt bekommen zu haben.
–       Auf  Grund ihrer mangelhaften Naturausstattung ist die Muslima lebenslänglich auf Vormundschaft, auf Gehorsams-  und Verhaltenskontrolle des Mannes (Vaters, Bruders, Ehemanns) angewiesen  –  bis hin zum „Ehrenmord“.
–      Ihre Lebensbestimmung ist es, der sexuellen Begierde des Mannes jederzeit zur Verfügung zu stehen und Kinder zu gebären, um die Gemeinschaft der Gläubigen zahlenmäßig zu vergrößern bzw. Nachwuchs für den Dschihad zu „produzieren“.
–      Auf Grund ihrer moralischen Unreinheit ist die Muslima zu kollektivem Gebet in der Moschee nicht zugelassen. Verwirkt die Muslima, der Esel und der schwarze Hund das Gebet des vorbeigehenden Mannes, muss sich der Ehemann nach jedem Beischlaf rituell reinigen; nicht jedoch nach dem Verkehr mit Tieren (Sodomie), mit Leichen (Nekrophilie) oder mit Kindern (Pädophilie).
–      Der „Blutpreis“ für die Frau wird in den Hadithen mit 50 Kamelen, der für den Muslim mit 100 Kamelen angegeben.         
–      Allah hat sie einander über- und untergeordnet.                                               
 

3. Die Ehe im Islam 

Nach islamischem Recht wird der Ehevertrag zwischen den  Familien der Braut und des Bräutigams vor einem Imam (islamischer Religionsvertreter) mit Unterzeichnung zweier Zeugen abgeschlossen.

„Zwangsehen“ zwischen  9-Jährigen sind nicht selten. Die Frau muss streng monogam leben, während der Ehemann bis zu vier Ehefrauen besitzen darf.

Die rechtliche Privilegierung des Mannes kommt in dem Recht zum Ausdruck, seine Ehefrau jederzeit ohne Grund verstoßen zu können.

Dieses einseitige Vor-Recht findet in der Sure 2, 22 seine Grundlage: „Die Weiber sind euer Acker, geht auf euren Acker, wann immer ihr wollt. Weiht aber Allah zuvor eure Seelen“ (durch Gebet, Almosen, gute Werke).

Die muslimische Gattin erwirbt durch den Ehevertrag das Recht auf standesgemäßen Lebensunterhalt und die Pflicht zur Haushaltsführung, zur Betreuung der Kinder und zu bedingungslosem Gehorsam, speziell auf sexuellem Gebiet.

Während die Muslima streng monogam leben muss, darf der Ehemann nahezu promiskuitiv leben. Allah erteilte Mohammed die Erlaubnis zum Sexualverkehr mit allen Frauen, die dazu bereit waren.

Die Diskriminierung, Entwürdigung (Beschneidung, Vielehe, Verstoßung), Entrechtung (bei Scheidung), Versklavung (Stockschläge, Verweigerung der sexuellen Selbstbestimmung), Ent-Menschlichung der „Frau im Islam“ seit Mohammeds Lebzeiten wirft die Frage auf, ob der Islam als Bereicherung unserer Kultur angesehen werden kann, ob die sog. Multikultur nicht vielmehr Rückfall in eine altertümliche Wüsten- und Nomadenkultur bedeutet, in der der dümmste und verkommenste Muslim immer noch doppelt so viel wert ist wie die gebildetste, klügste und frömmste Muslima, die  –  nach obigen Koran-Aussagen  –  ebensowenig Würde besitzt wie der Esel oder der schwarze Hund auf der Straße.

„Islam“ bedeutet Gehorsam und aktive Unterwerfung aller Menschen auf der Welt unter den Willen Allahs, wie er im Koran und in der Scharia (islamisches Religionsgesetz) begegnet. Wenn diese Unterwerfung nicht freiwillig geleistet wird, dann muss sie unter Anwendung jeder Form von Gewalt erzwungen werden.

Der Islam unterscheidet nicht zwischen Politik und Religion, Glauben und Lebenspraxis; es gibt keine Unterscheidung von Heils- und Weltgeschichte.

Literatur zum Thema: 
Nagel Thomas, Der Koran, München 1951
Schirrmacher Christine, Die Frau im Islam
Lexikon der Religionen, Harenberg-Verlag, Dortmund 2002, dort Abschnitt: Der Islam                                                                   

Ägypten: Junger Christ wegen „Islam-Beleidigung“ zu 3 Jahren Haft verurteilt

Die nächsten drei Jahre muß der 17-jährige Gamal Abdou Massoud im Gefängnis verbringen. So urteilte ein Jugendgericht in Ägypten am 4. April 2012. Begründung:  er habe den Islam beleidigt. Doch der junge koptische Christ bestreitet die Vorwürfe.

Gamal A. Massoud soll im vorigen Dezember auf seiner Facebook-Seite Karikaturen veröffentlicht haben, die sich über den Islam und seinen „Propheten“ Mohammed lustig machen.

Als dies im Regierungsbezirk Assiut, in dem Massoud wohnt, die Runde machte, warfen aufgebrachte muslimische Nachbarn Brandbomben auf sein Wohnhaus  –  und in umliegenden Dörfern wurden mindestens fünf Häuser von Christen niedergebrannt.

Reporter der Kairoer Zeitung „Watani“ recherchierten in dieser Causa und konnten keinen Beweis dafür finden, daß Massoud überhaupt eine eigene Seite bei Facebook betreibt. Mehr noch: Er könne „mit einem Computer fast nicht umgehen“, so die Chefredakteurin Samia Sidhom.

Quelle: christl. Hilfswerk Open Doors


Italienischer Wirtschafts-Professor Giuseppe Toniolo wird seliggesprochen

Der italienische Autor, Wirtschaftshistoriker und Soziologe Giuseppe Toniolo wird am Sonntag in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern seliggesprochen.

Kardinal Salvatore De Giorgi wird stellvertretend für den Papst die Festmesse zelebrieren.

Giuseppe Toniolo gilt als bedeutendster Wirtschaftshistoriker und Soziologe der kath. Kirche;  er lehrte ab 1845 Volkswirtschaftslehre und Soziologie an den Universitäten von Venedig, Pisa und Modena.

Dabei stellte er sich gegen Marxismus und Materialismus –  und betrachtete Glaube, Ethik und soziale Gerechtigkeit als treibende Kräfte der menschlichen Entwicklung. Der Papst galt ihm als oberste Autorität in Glaubens- und Sittenfragen.

In seinen Werken beschreibt er Lösungen für Probleme des damaligen frühkapitalistischen Systems und war federführend in der Darstellung der kath. Soziallehre.

Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone würdigte an diesem Freitag Toniolo als Förderer der Gerechtigkeit und des Friedens.

Quelle: Radio Vatikan


Wochenkommentar von Martin Lohmann in Radio Horeb am 28.4.2012

Familienpolitik: Ja zum Kindeswohl und zur Wahlfreiheit für Eltern

Liebe Hörerinnen und Hörer,

man streitet heftig über das Betreuungsgeld für jene Eltern, die ihrer Erziehungspflicht daheim nachkommen möchten. Und es ist erstaunlich, wie dabei immer wieder Argumente verdreht werden.

Offensichtlich fühlen sich manche regelrecht gestört von jenen, die ihre kleinen Kinder nicht in eine Tagesstätte schicken wollen. Ja, gelegentlich hat man sogar den Eindruck, als sei es geradezu unanständig, die staatlich subventionierten, also vom Steuergeld aller finanzierten Kita-Plätze nicht nutzen zu wollen.

Zu all dem habe ich erst vor wenigen Tagen als Bundessprecher der AEK, des Arbeitskreises Engagierter Katholiken in der CDU, deutlich Stellung genommen. Haben Sie auch schon gehört, dass die Betreuung von Kleinkindern dort auf jeden Fall besser sei als durch die eigene Mutter? Haben Sie auch schon hören müssen, dass die Kleinstkinder doch dann, wenn sie in Gruppen von professionellen Pädagogen beaufsichtigt werden, wesentlich besser gebildet werden als durch die eigene Mutter?

Es grenzt an Unverschämtheit, was sich die heimlichen oder unheimlichen Anhänger einer staatlichen Betreuungsideologie so alles einfallen lassen, um mit allen Mitteln die elterliche Sorge und Pflicht zu untergraben. Eine ehemalige Familienmisterin meinte kürzlich in einer Talkschow allen Ernstes, man dürfe doch diejenigen nicht noch belohnen, die eine staatliche Leistung wie die Kindertagesstätte nicht in Anspruch nehmen. Sie selbst bekomme ja auch keine Ersatzprämie, wenn sie etwa nicht die Oper oder das Theater besuche, was ja beides ebenfalls staatlich subventioniert werde.

Aha, denke ich da, Kinder sind also nichts weiter als Subventionsmaterial. Kinder sind Theater oder Oper! Wie bitte?! Nicht alles, was schwer hinkt, ist ein Vergleich, werte Frau Ex-Ministerin! Eine Frechheit, so abstrus überhaupt denken zu wollen.

Wer oder was steht denn bei dieser Debatte im Mittelpunkt? Geht es um die Kinder, oder geht es vielleicht doch zuerst um die Wirtschaft oder die Betreuerinnen und deren Arbeitsplätze?

In den skandinavischen Ländern hatte man gute Erfahrungen mit dem Betreuungsgeld für häusliche Leistung gemacht, denn siehe da, sehr viele Eltern und vor allem Mütter machten reichlich Gebrauch von der dadurch entstandenen echten Wahlfreiheit und entschieden sich, ihr Kind nicht in fremde Hände zu geben. Das lief allerdings wohl für alle Ideologen zu gut mit dieser Freiheit, denn jetzt dreht man die Geschichte wieder zurück  –  weil, man höre und staune, zu wenige Anmeldungen für die staatlichen Betreuungseinrichtungen kamen.

Noch einmal: Um wen geht es eigentlich? Um die Kinder? Oder nicht vielleicht doch um die Familienersatzaufbewahrungsorte für kleine Kinder? Ein Schelm, der Böses dabei denkt, oder?

Es ist daher sehr begrüßenswert, dass die CDUVorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel sich eindeutig für das Betreuungsgeld ausgesprochen hat. Die vom Koalitionsausschuss im November 2011 geäußerte Absicht, von 2013 an monatlich jene Eltern finanziell zu unterstützen, die für ihre Kinder eben keinen mit öffentlichen Geldern geförderten Krippenplatz in Anspruch nehmen, ist richtig und führt zu etwas mehr Gerechtigkeit.

Es ist höchste Zeit: Der Staat muss endlich die Erziehungsleistung der Eltern angemessen anerkennen. Es ist staatliche Aufgabe, die Familie zu stärken und ihr zu helfen, ihre eigenen Aufgaben leisten zu können. Insofern ist es ein erster Schritt in die richtige Richtung, den Eltern zu helfen, ihrer eigentlichen Aufgabe nachzukommen.

Es ist auch der Beginn eines längst überfälligen Denkens, das vom Kindeswohl ausgeht und die Bedürfnisse des Kindes an die erste Stelle stellt.

Es ist zudem ein erster Schritt zu mehr Gerechtigkeit und hoffentlich bald möglicher echter Wahlfreiheit, denn zwischen der beabsichtigten Förderung der elterlichen Erziehungsleistung und fremder Betreuung von Kindern klafft eine eklatante Lücke. Hier sollen von 2013 an 100 Euro monatlich und später 150 Euro pro Monat zur Verfügung stehen, während ein Krippenplatz mit bis zu 1000 Euro und auch mehr finanziert wird.

Dass trotz dieser erkennbar ungerechten Mittelverteilung jetzt so verbittert von den Gegnern der Familie gekämpft wird, lässt darauf schließen, dass es ihnen nicht wirklich um die Kinder geht. Daher ist es gut, wenn mit dem Betreuungsgeld jetzt das Tor zu neuer Freiheit wenigstens einen Spalt breit aufgestoßen wird.

Niemand hat den Eltern – weder faktisch durch ungleiche Mittelunterstützung noch durch entsprechendes öffentliches Klima – vorzuschreiben, wie sie ihrer Pflicht gegenüber den Kindern nachzukommen haben. Aber alle Verantwortlichen sollten sich aktiv darum bemühen, jeder Form von Diskriminierung vor allem der Mütter entgegenzuwirken.

Wir wissen auch aus wissenschaftlichen Studien und vor allem aus der Hirnforschung längst, dass Kinder in den ersten Lebensjahren zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit dringend die Eltern brauchen, vor allem aber die Mutter. Wir wissen auch, dass Kinder nicht zu Objekten der Betreuung degradiert werden dürfen, sondern als Subjekte der Entfaltung ein Anrecht auf maßstabsgerechte Unterstützung haben. Dieser Erkenntnis Raum zu geben sollte ein vorrangiges staatliches Ziel sein.

Ist es nicht seltsam, dass ausgerechnet jene, die sonst so sehr die Vielfalt und die Möglichkeit zum gelebten Pluralismus preisen, jetzt Angst vor ein wenig mehr Pluralismus und Freiheit zu haben scheinen? Könnte es sein, dass sie letztlich befürchten, ihr eigenes Welt- und Familienbild würde zusammenfallen oder wenigstens Risse bekommen, wenn man Vätern und vor allem Müttern wirkliche Wahlfreiheit gibt?

Wir müssen endlich anfangen, neu zu denken! Wir müssen endlich den Mut verbreiten, an allerster Stelle vom Kind her zu denken und zu handeln! Und wir müssen zulassen, dass Kinder das bekommen, worauf sie ein Anrecht haben: Familie, Eltern, Zeit, Zärtlichkeit, Zuneigung, Dasein, Sich-Entfalten-Können, als Persönlichkeiten erkannt und respektiert zu werden.

Die Anerkennung dieses Engagements der Eltern ist ein erster kleiner Schritt in die richtige, dem christlichen Menschenbild entsprechende Richtung zu mehr Freiheit und mehr Humanität.

Es ist höchste Zeit für eine ganz neue und wirklich moderne und vor allem nachhaltige Familienpolitik! In diesem Sinne wünsche ich allen eine gute Zeit!

Martin Lohmann ist Sprecher des AEK (Arbeitskreis engagierter Katholiken in der CDU) und Vorsitzender des BVL (Bundesverband Lebensrecht)


Vatikanischer „Justizminister“ verlangt mehr Strenge bei Ehe-Annullierungen

„Sorgfältigere Katechese der Brautleute über die Unauflöslichkeit der Ehe vonnöten!“

Kirchliche Verfahren über eine Annullierung (Nichtigkeit, Ungültigkeit) von Ehen müssen künftig strenger geführt werden. Das fordert der vatikanische „Justizminister“, Kardinal Francesco Coccopalmerio. Er ist Präsident des Päpstlichen Rates für die Interpretation von Gesetzestexten.

Kardinal Coccopalmerio äußerte sich anläßlich einer Kirchenrechtstagung an der päpstlichen Universität Santa Croce (Heilig-Kreuz) in Rom.

Die am 26. April 2012 eröffnete, zweitägige Konferenz befaßt sich mit einer möglichen Reform der Kriterien, nach denen eine Eheschließung aus katholischer Sicht ungültig ist.

Die Kirche müsse besser aufpassen, daß diese Prozesse nicht mißbraucht werden von Paaren, die eine Nichtigkeit ihrer Ehe nur vortäuschen, erläuterte der Kirchenrechts-Kardinal:

„Ein Missbrauch liegt dann vor, wenn jemand genau weiß, dass seine Ehe gültig eingegangen ist, aber sich gleichzeitig trotzdem bei der Kirche um eine Nichtigkeitserklärung bemüht. Hier müssen wir an die Korrektheit nicht nur der zwei betroffenen Eheleute appellieren, sondern auch an die der Anwälte.

Das Kirchenrecht sieht unter bestimmten Voraussetzungen vor, daß eine kirchlich geschlossene Ehe für ungültig erklärt werden kann. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um eine Scheidung, sondern vielmehr um die amtliche Feststellung, daß aus katholischer Sicht eine Ehe überhaupt nie zustandegekommen war.

Mögliche Gründe für eine Ehe-Annullierung sind z.B. grobe Täuschung, Ablehnung der Unauflöslichkeit der Ehe zum Zeitpunkt der Heirat, grundsätzliche Verweigerung der ehelichen Fruchtbarkeit (kein Kinderwunsch) oder psychische Ehe-Unfähigkeit.

Hierzu erklärt Kardinal  Coccopalmerio:

„Wir brauchen eine sorgfältigere Vorbereitung der Brautleute: Dieser Moment vor der Heirat ist derjenige, in dem eine Ehe aufgebaut wird – im Bewußtsein der Partner, in ihrer Zustimmung. Und darum muss es schon bei Jugendlichen in der Katechese eine Erziehung zur Ehe und speziell zu ihrer Unauflöslichkeit geben. Die jungen Leute müssen schon dafür sensibilisiert sein – nicht erst, wenn sie heiraten wollen, sondern schon früher. Je mehr die Substanz der Ehe, darunter ihre Unauflöslichkeit, wirklich verstanden wird, umso mehr werden die Ehenichtigkeits-Verfahren auf ein Minimum zurückgehen.“

Die beiden zuständigen vatikanischen Gerichtshöfe seien der Aufforderung von Papst Benedikt, nicht etwa einseitig nur nach Gesichtspunkten der Barmherzigkeit zu entscheiden, bereits nachgekommen, so Coccopalmerio, der von Papst Benedikt unlängst zum Kardinal erhoben wurde.

Diesem römischen Vorbild müßten nun auch die anderen Kirchengerichte folgen (zB auf diözesaner Ebene).

„Es stimmt schon, dass wir in einer gewissermaßen vergifteten Atmosphäre leben, in der die Ehe nur noch als eine Art Vertrag gesehen wird  –  als könnte man seinen Partner, an den man sich für das ganze Leben gebunden hat, irgendwann wieder loswerden, wie etwas, das überflüssig geworden ist. Es ist furchtbar, wenn die Ehe mit solcher Leichtigkeit, Oberflächlichkeit, mangelndem Respekt für die Person angegangen wird, aber leider ist das die Atmosphäre, in der wir leben.“

Quelle: Radio Vatikan