Passionsgebet DER KÖNIG SIEGT aus dem christlichen Altertum

Dieser klassische Hymnus, dieses herrliche Preisgebet zu Ehren des Kreuzes Christi eignet sich gut für die Karwoche; es findet sich im Brevier (Pflichtgebet) der Priester für Gründonnerstag und Karfreitag  – und es stammt aus der christlichen Antike.   

VOM HOLZ HERAB HERRSCHT UNSER GOTT

Der König siegt, sein Banner glänzt,
geheimnisvoll erstrahlt das Kreuz,
an dessen Balken ausgestreckt
im Fleisch des Fleisches Schöpfer hängt.

Geschunden hängt der heil’ge Leib,
vom scharfen Speere roh durchbohrt,
uns rein zu waschen von der Schuld,
strömt Blut und Wasser von ihm aus.

Erfüllt ist nun, was David einst
im Liede gläubig kundgetan,
da er im Geiste prophezeit‘:
Vom Holz herab herrscht unser Gott.

O edler Baum im hehren Glanz,
von königlichem Purpur rot,
du werter, du erwählter Stamm,
du trägst den Lösepreis der Welt.

O heil’ges Kreuz, sei uns gegrüßt,
du einz’ge Hoffnung dieser Welt.
Den Treuen schenke neue Kraft,
den Sündern tilge alle Schuld.

Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt;
du hast uns durch das Kreuz erlöst:
Bewahre uns in Ewigkeit. 

von Venantius Fortunatus
(* um 535 n.Chr., + um 610)


Unsinnige Verheißungen hinsichtlich des „Goldenen Vater-Unser“

Derzeit wird in einigen fromm-katholischen Webseiten vermehrt auf ein sog. Goldenes Vater-Unser hingewiesen, das man ab Palmsonntag in  der Karwoche täglich dreimal beten solle; im erscheinungsseligen Blog „Adorare“  und auf ähnlichen Seiten (zB. „Marienforum“, „Arme-Seelen-Kreuz-Jesus“) heißt es außerdem: DSC06228

„Wer dieses „Goldene Vaterunser“ in der Karwoche alle Tage dreimal betet,  dem wird Gott seine Seele retten und 77 Seelen aus der Pein der Läuterung befreien.“

So einfach ist das also  –  frei nach dem Motto:  „Die(se) Andacht allein macht selig“….

Natürlich keineswegs. Wer dergleichen „Verheißungen“ verbreitet, die nicht aus dem kirchlichen Gebetsschatz stammen, belegt nur sein mangelndes Glaubenswissen.

Denn aus der kath. Lehre ergeben sich zwei wesentliche Einschränkungen zu solchem Unfug:

1. Es gibt keine absolute Heilsgewißheit, zumal unser Seelenheil in der Hand Gottes liegt – und wir nicht wissen können, ob wir Christus bis zuletzt treu bleiben werden und ob wir im „Stand der Gnade“ sterben.

2. Die Kirche kann gegenüber „Armen Seelen“ (die sich im Zustand der jenseitigen Läuterung befinden) lediglich im Sinne der Fürbitte tätig werden, aber keine unmittelbare „richterliche“ Wirksamkeit entfalten, denn diese kirchlichen „Vollmachten“ hören mit dem Tod des Menschen auf. media-390606-2

Das gilt selbstverständlich auch für den „vollkommenen Ablaß“; dieser kann Verstorbenen nur fürbittweise zugewendet werden. (Vgl. hierzu den kirchlichen Klassiker „Beringer: Die Ablässe“, S.34 f. )  – Daher können nach dem Tod auch keine Sakramente mehr gespendet werden.

Wenn also sogar die „amtliche“ Kirche mit ihren vom HERRN geschenkten Vollmachten die „Grenze des Todes“ beachtet, dann gilt das erst recht für den einzelnen Christen.  –  Also: Fürbittgebete für Verstorbene JA, aber die Art und Weise der Erhörung liegt bei GOTT selbst. Daher sind derartige Zusagen (noch dazu mit Zahlenangaben versehen) über Fegefeuer-Befreiungen aufgrund eines Gebets haltlos.

Nun folgt dieses „verheißungsstarke“ Gebetchen, das sich eher auf Kindergarten-Niveau befindet. Der Titel „Goldenes Vaterunser“ ist schon fragwürdig, denn er erweckt den Eindruck, als sei das wirkliche, von Christus gelehrte Vater-Unser etwa nur „silbern“, mithin weniger wert als diese  kindlichen Reime…

Das Goldene Vater-unser

Als Jesus von seiner Mutter ging
und die große heilige Woch anfing
da hatte Maria viel Herzeleid
und sie fragte den Sohn mit Traurigkeit:

Ach Sohn, Du lb. Jesu mein,
was wirst Du am hl. Palmsonntag sein?
Am hl. Palmsonntag werd ich ein König sein,
da wird man mir Kleider und Palmen streun.

Ach Sohn, Du lb. Jesu mein,
was wirst Du am hl. Montag sein?
Am hl. Montag bin ich ein trauriger Wandersmann,
der nirgends ein Obdach finden kann!

Ach Sohn, Du lb. Jesu mein,
was wirst Du am hl. Dienstag sein?
Am hl. Dienstag bin ich der Welt ein Prophet,
verkünde wie Himmel und Erde vergeht.

Ach Sohn, Du lb. Jesu mein,
was wirst Du am hl. Mittwoch sein?
Am hl. Mittwoch bin ich gar arm und gering,
verkauft um 30 Silberling.

Ach Sohn, Du lb. Jesu mein,
was wirst Du am hl. Donnerstag sein?
Am hl. Donnerstag bin ich im Speisesaal,
das Opferlamm beim Abendmahl.

Ach Sohn, Du lb. Jesu mein,
was wirst Du am hl. Karfreitag sein?
Ach liebste Mutter mein,
könnt Dir der hl. Karfreitag verborgen sein?

Ach Sohn, Du lb. Jesu mein,
was wirst Du am hl. Karsamstag sein?
Am hl. Karsamstag bin ich ein Weizenkorn,
das in der Erde wird neu geborn.

Ach Sohn Du lb. Jesu mein,
was wirst Du am hl. Ostertag sein?
Am Sonntag freu Dich o Mutter mein,
da werd ich vom Tod erstanden sein,
dann trag ich das Kreuz mit der Fahn in der Hand,
dann siehst Du mich wieder im Glorienstand. Amen.

 


Ein echter Clou: Liberale Muslime wollen Kirche in Saudi-Arabien bauen !

Gemäßigte Muslime  wollen in Saudi-Arabien eine Kirche bauen. Die „Initiative Liberaler Muslime in Österreich“ (ILMÖ) will damit ein Zeichen für Religionsfreiheit in diesem strikt islamischen Land setzen.

Insbesondere wendet sich die Initiative mit Sitz in Wien gegen einen Aufruf des saudi-arabischen Großmuftis, Scheich Abdulasis bin Abdullah, alle christlichen Gemeinden auf der Arabischen Halbinsel zu zerstören und keinen Kirchenbau zuzulassen.

Der ILMÖ zufolge verbietet der Islam den Bau von christlichen Gebetshäusern und Kirchen nicht. „Glaubensfreiheit muss für alle Religionen gelten“, heißt es in einer Presseerklärung der Initiative.

Es sei nicht einzusehen, dass Saudi-Arabien den Bau von mehreren hundert Moscheen und islamischen Gebetshäusern in ganz Europa finanziere, den Kirchenbau im eigenen Land aber verbiete. Viele christliche Gastarbeiter dürften ihren Glauben dort nicht frei ausüben.

Vorwurf: Saudi-Arabien schürt Haß gegen Christen und Juden

Der Großmufti sei auch geistiger Führer des wahabitischen „König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog“ in Wien. Dieses „Sektenzentrum“ – so ILMÖ – werde von Saudi-Arabien finanziert. Zahlreiche Politiker und Journalisten unterstützten es, obwohl die religiösen Führer Saudi-Arabiens mit radikalen islamischen Kräften in Europa immer wieder gegen Christen, Juden und Andersdenkende Haß schüren und so die Integration der Muslime in Europa gefährden. Wenn Saudi-Arabien den Bau einer Kirche nicht erlaube, zeige dies, daß diese religiöse Ordnung unvereinbar mit den Menschenrechten sei.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA: www.idea.de

 


Das AVE-MARIA-Gedicht von Karl May aus dem Jahre 1898

Der berühmte Winnetou-Schriftsteller und evangelische Vikar Karl May starb vor 100 Jahren, am 30.3.1912. Aus diesem Anlaß veröffentlichen wir eines seiner Marien-Gedichte:
AVE MARIA
Sei gegrüßt, Du Heil’ge, Reine!
Sei gegrüßt, gegrüßt seist Du,
Keine Liebe gibt wie Deine
Meinem Herzen selge Ruh.
Sei gegrüßt, Du voller Gnaden,
Du mein Heil zu jeder Zeit,
Komm ich zu Dir schmerzbeladen,
Nimmst auf Dich Du all mein Leid.
Sei gegrüßt, von Dir gerufen,
Steig ich immer höher auf,
Bis vor Deines Thrones Stufen
Ich vollende meinen Lauf.
Sei auch dann gegrüßt, und breite
Ob mir Gottes Gnade aus,
Nimm mich an der Hand und leite
Mich zu ihm ins Vaterhaus.
 

Toulouse: Jüdische Schule wird mit Haßpost und Drohungen attackiert

Seit dem Anschlag hat die jüdische Schule in Toulouse zahlreiche Hass-E-Mails erhalten. Ein Großteil beinhaltet Aufrufe zum Mord an Juden. Gleichzeitig kündigte der Vater des Terroristen eine Anzeige gegen den französischen Staat an, weil sein Sohn beim Schußwechsel mit der Polizei getötet wurde.

Der jüdischen Schule Ozar Hatorah bleibt seitens fanatischer Islamisten und Judenhasser nichts erspart. Eine Woche nach dem Angriff des Attentäters Mohamed Merah, der drei kleine Kinder und einen Rabbi kaltblütig ermordete, hat nun die Leitung der Schule Anzeige wegen antisemitischer Drohungen eingereicht.

Zwar war die Toulouser Schule nach Angaben des Dachverbands jüdischer Einrichtungen in Frankreich (CRIF) schon vor der Attentatsserie Ziel verbaler Attacken  – seit der Bluttat aber werde die Schule damit regelrecht überhäuft, schreibt „Focus.de“.

Die Staatsanwaltschaft hat nun polizeiliche Ermittlungen angekündigt. Ein Großteil der E-Mails beinhaltet Aufrufe zum Mord an Juden. Die meisten E-Mails und Haßanrufe beziehen sich auf den israelisch-palästinensischen Konflikt und enthalten antisemitische Äußerungen, erläutert die Webseite „IsraelNetz“.

Der Vater jenes islamischen Terroristen, der sieben Menschenleben auf dem Gewissen hat, setzte den Dreistigkeiten noch eine Krone auf,  indem er Anzeige gegen den französischen Staat ankündigte, weil der seinen Sohn getötet habe.

Quelle: Webseite „Kopten ohne Grenzen“ (www.koptisch.wordpress.com)


„Gefangener des Monats“: Aktion für verfolgte Christen zeigt Wirkung

Seit über zehn Jahren setzen sich Leser des evangelikalen Wochenmagazins IDEA-Spektrum im Rahmen der Aktion „Gefangener des Monats“ für verfolgte Christen ein.

Sie schreiben Briefe an Regierungen und beten für die Betroffenen. Daß dies etwas bewirkt, wird u.a. daran deutlich, daß inhaftierte Christen gar nicht erst vor Gericht gestellt werden oder nach einer Verurteilung vorzeitig aus der Haft entlassen werden – so jüngst geschehen in den kommunistischen Diktaturen China, Laos und Vietnam.

Die chinesische Christin Li Ying ist nach fast zwölfjähriger Inhaftierung wieder in Freiheit. Sie war im Dezember 2001 zusammen mit anderen Christen wegen „Sabotage der Landesgesetze mittels einer Sekte“ zum Tode verurteilt worden. Die heute 46-Jährige hatte seit 1986 dabei geholfen, christliche Gemeinden vor allem in den Provinzen Henan und Hubei zu gründen. Im September 2002 wurde das Todesurteil in eine 15-jährige Haftstrafe umgewandelt. Im Januar 2003 war sie „Gefangene des Monats“. Wie der kanadische Zweig der „Hilfsaktion Märtyrerkirche“ berichtet, hat die Gefängnisleitung Li Ying mitgeteilt, daß sie viele Briefe erhalten habe; sie durfte sie aber nicht lesen. Die Christin sei sehr dankbar für die Unterstützung.

Laos: Zwei Pastoren freigelassen

In Laos wurden im Januar zwei Christen nach einjähriger Haft freigelassen. Die Pastoren Wanna und Yohan – nur dieser eine Name ist jeweils bekannt – waren im August 2011 „Gefangene des Monats“. Die beiden stammen aus dem Dorf Tonglar in der zentrallaotischen Provinz Khammouan.

Polizisten hatten sie am 4. Januar 2011 im Nachbardorf Nakoon verhaftet, wo eine Feier in der Weihnachtszeit vorbereitet wurde. Zusammen mit neun weiteren Christen, darunter auch Kindern, wurden Wanna und Yohan auf einem Lastwagen zu einem Gefängnis in der Stadt Takkhet gebracht. Man warf ihnen vor, ein „Geheimtreffen“ veranstaltet zu haben. Acht Gemeindemitglieder kamen gegen Geldzahlungen kurz darauf frei, ein anderes ein paar Monate später.

Vietnam: Pastor war sieben Jahre inhaftiert

In Vietnam ist ein evangelischer Pastor nach über siebenjähriger Haft vorzeitig freigelassen worden. Wie die Hilfsaktion Märtyrerkirche in Kanada mitteilte, sei Y Wo Nie seit Dezember wieder in Freiheit.

Der heute 38-Jährige war 2009 „Gefangener des Monats Januar“. Der Pastor, der zum Bergvolk der Montagnards gehört, war im August 2004 festgenommen worden, weil er eine friedliche Demonstration angeführt hatte. Die Teilnehmer forderten mehr Religionsfreiheit und die Rückgabe beschlagnahmten kirchlichen Besitzes. Im Juli 2005 verurteilte das Volksgericht in der Provinz Dac Lac den Pastor wegen „Störung der öffentlichen Ordnung“ zu neun Jahren Haft. Mitangeklagte, die ebenfalls ihr Recht auf Glaubensfreiheit einforderten, erhielten Haftstrafen zwischen 8 und 13 Jahren.

Bei der Aktion „Gefangener des Monats“ arbeitet idea mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) zusammen.

Informationen zu dem jeweils aktuellen Fall und eine Vorlage für einen Brief an die entsprechende Regierung findet man auf www.idea.de