Gerechtigkeitslücke in der Debatte um das Betreuungsgeld

Erklärung des Forums Deutscher Katholiken:

Wer das Betreuungsgeld ablehnt, hat ein Problem mit der Freiheit:

  • Das verfassungsmäßige Recht und die Wahlfreiheit der Eltern, zu bestimmen, ob sie ihre Kinder selbst erziehen oder in Kitas geben, müssen erhalten und dürfen nicht durch finanziellen Druck ausgehöhlt werden.
  • Das Wohl der Kinder darf nicht den Anforderungen des Arbeitsmarktes untergeordnet werden.
  • Die Not Alleinerziehender darf nicht für die Durchsetzung von Kitas für alle Kinder ausgenutzt werden.
  • Die Kosten für Kitas sind sieben Mal so hoch, wie das von der Regierungskoalition beschlossene Betreuungsgeld.
  • In Wahrheit geht es bei dem Kampf gegen das Betreuungsgeld darum, dass Mütter auf die Erziehung ihrer Kinder verzichten, um der Wirtschaft zur Verfügung zu stehen.

Das Forum Deutscher Katholiken ruft alle Bürger dazu auf, der Ideologie der Kollektiverziehung in Kitas im Interesse unserer Kinder zu widerstehen!

Prof. Dr. Hubert Gindert, Vorsitzender
hubert.gindert@forum-deutscher-katholiken.de


„Was gesagt werden muß“: Antizionismus von links

Günter Grass und die „Süddeutsche Zeitung“:

Die Veröffentlichung des israelfeindlichen Grass-Textes am Mittwoch, den 4. März 2012, in der „Süddeutschen Zeitung“ ist eine gezielte und überdies heuchlerische Provokation der Israelis, die der jüdischen Seite zudem ausgerechnet vor dem Pessach-Fest serviert wird, was die Dreistigkeit des Vorgehens noch erhöht.

Doch zunächst fragt man sich: Warum bezeichnen fast alle Mainstream-Medien diesen Grass-Artikel mit dem Titel „Was gesagt werden muß“ als  ein „Gedicht“? Angefangen von der „Welt“ über den „Spiegel“ bis hin zur  „Tagesschau“ ist allüberall von einem „Gedicht“ die Rede  –  und natürlich erst recht in der SZ selbst. Was bittschön ist an diesem komplexbeladenen Beitrag lyrisch, poetisch, gar dichterisch? Oder wird jeder Text quasi von selbst zum „Gedicht“, nur weil er von einem Literaturnobelpreisträger verfaßt ist?

Abgesehen davon fängt es schon mehr schlecht als recht an, dieses „Gedicht“ des 84-jährigen Schriftstellers, denn es verharmlost den iranischen Diktator als „Maulhelden“, obgleich dieser Tyrann täglich die Menschenrechte seiner Bürger  –  vor allem der Christen, aber auch gemäßigter Muslime  – mörderisch mit Füßen tritt. Zwar räumt Grass sodann im nächsten Halbsatz ein, daß dieser „Maulheld“ sein Volk „unterjocht“. Also offenbar ist der brutale Diktator doch mehr als nur ein „Maulheld“?!

Weiß der von linker Seite seit Jahrzehnten umjubelte Grass etwa nicht, daß der iranische Präsident beispielsweise dafür sorgt, daß Muslime im Iran mit der Todesstrafe bedroht sind, wenn sie zum Christentum übertreten?  – Die internationale christliche Hilfsorganisation „Open Doors“ führt den Iran bereits seit vielen Jahren auf den drei vordersten Negativ-Plätzen im Weltverfolgungs-Index hinsichtlich der Unterdrückung von Christen.

Sodann unterstellt Grass dem jüdischen Staat ohne jede Beweisführung die Absicht, einen atomaren Erstschlag gegen den Iran führen zu wollen. Wie kommt er zu dieser besonderen Erleuchtung?  – Offenbar kann sich der Herr Literat nicht vorstellen, daß der von allen Seiten bedrohte Staat Israel die von Deutschland gelieferten U-Boote im Angriffsfall zur Selbstverteidigung benötigt. Befaßt sich der antizionistische Literaturnobelpreisträger mit den jedermann zugänglichen Nahost-Fakten oder lieber mit seinen eigenen Vorurteilen?

Ähnliches gilt für die „Süddeutsche Zeitung“, die für ihren israelfeindlichen Kurs seit langem bekannt ist und nichts unterläßt, um diese ideologische Verbohrtheit immer wieder von neuem zu zementieren  –  diesmal mit Hilfe von Günter Grass, dem einst so gefeierten Schriftsteller, der jahrzehntelang erfolgreich auf der Mainstream-Medienwelle segelte und jetzt den typisch linken Antizionismus als „Gedicht“ kredenzt, noch dazu im Gewande der Heuchelei (er fühle sich mit Israel „verbunden“, schreibt er scheinheilig) und in einer sehr verquasten, von unterschwelligen Komplexen geprägten Sprache. Ja, „es muß gesagt werden“: dies ist ein klarer Fall des Antisemitismus von links.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

ERSTveröffentlichung dieses Artikels in der „Südwatch“: http://www.suedwatch.de/blog/?p=8254


Die „Lücken“ auf dem Arbeitsmarkt und ihre vielfältigen Ursachen

Von Christa Meves

In unregelmäßigen Abständen geistern seit vergangenem Herbst durch die Medien Nachrichten darüber, dass die Lücken in den Ausbildungsplätzen immer größer werden.

Die Agentur für Arbeit gibt die Zahl der noch unbesetzten Stellen mit 29.700 an. „Die demographische Entwicklung schlägt auf den Arbeitsmarkt durch“, heißt es da.

Diese Gegebenheit allein wäre schon verheerend genug. Aber die Palette weiterer Verursachungen sind darüber hinaus ebenso bedrohlich wie komplex.

Die Berufsverbände klagen z. B. mit Recht darüber, dass eine erhebliche Zahl von Bewerbern für den angebotenen Ausbildungsplatz die notwendigen Voraussetzungen nicht mitbringt. Diese sind vorrangig intellektueller Art, oft wohl bereits erkennbar am fehlenden Schulabschluss.

Dieser ergibt sich gewiss nicht nur aus einigen Migranten, die sich als unwillig erweisen, die deutsche Sprache zu lernen, auch nicht allein aus der Zahl derer, die in unzureichenden Familien und Schulverhältnissen – meistens dann auch schulschwänzend – dahinvegetierten.

Es sind auch noch schwerwiegende selbstverschuldete Verursachungen dieser bedenklichen Situation zu nennen: Es ist meist noch unbekannt, dass eine Vielzahl junger Menschen der Zerstörung von Billionen ihrer Hirnzellen Vorschub leisten.

Ein Zitat: „Jährlich betrinken sich Tausende Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren hemmungslos oder kiffen so viel, dass sie im Krankenhaus landen. Die jüngsten Statistiken sind alarmierend. Mit mehr als 45.000 Klinikaufenthalten im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Fälle in dieser Altersgruppe innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt.“ (Spiegel online)

Aber damit nicht genug. Nicht einmal im Mainstream wird ein weiteres Horrorergebnis der Hirnforschung bekannt. Es erscheint allenfalls in neurologischer Fachzeitschrift: Bei den 70.000 HIV- Infizierten in Deutschland (meist jungen Menschen) wurde in den letzten fünf Jahren eine Zunahme von kognitiven Defiziten festgestellt, die unabhängig vom Zeitpunkt und vom Stadium der Infektion in Erscheinung treten.

Zitat: „Das HIV-Virus führt einen sehr methodischen Kampf gegen das menschliche Gehirn. Bereits mit dem Eindringen in den menschlichen Organismus erzwingt es sich den Zugang zum zentralen Nervensystem, indem es sich …. durch die Blut- Hirschranke schleusen lässt.“ Dort modifiziert sich das Virus so, dass die Neurone in hoher Zahl zugrunde gehen! „In der Folge entwickeln sich kognitive Defizite und im ungünstigsten Fall eine Demenz…Die klassische Form der HIV-assoziierten Demenz ist von motorischen, kognitiven und emotionalen Einbussen, sowie von Persönlichkeitsveränderungen geprägt.“ (Gabriele Arendt & Thorsten Nolting, DNP- Der Neurologe und Psychiater 2011; 12 [10] S.55)

Was für  Nachrichten des Grauens! Eine Vielzahl junger Menschen wird von unserer Gesellschaft unzulänglich vorbereitet, dort ein konstruktives Mitglied zu werden und büßt stattdessen arbeitsfähige Gesundheit so weitgehend ein, dass chronische Arbeitsunfähigkeit ansteht!

Wer kann dann noch auf die dringend benötigte Zahl einer superfleißigen, leistungsfähigen jungen Generation hoffen, die in der Lage ist, durch ihr gesamtes Arbeitsleben hindurch jahrzehntelang die so schwer Beschädigten mit durchzuschleppen? Kann dann in Zukunft noch mit einem konkurrenzfähigen Leistungsstand der Bevölkerung überhaupt gerechnet werden?

Dazu bedarf es in Bezug auf die HIV- Folgen eines Kommentars: Befallenheit mit der HIV-Infektion bedeutet ansteckende, unheilbare, teure, chronische Krankheit, die seit 30 Jahren hierzulande grassiert und ständig zunimmt. Sie ist, bevor sie als AIDS manifest wird, in einem gewöhnlichen Blutbild nicht erkennbar, bedarf also einer speziell gewünschten ärztlichen Untersuchung. Wenn die Infektion diagnostiziert ist, besteht üblicherweise keine Meldepflicht an das Gesundheitsamt, wie das bei anderen Infektionen selbstverständlich ist. Die Mehrzahl der HIV-Infizierten sind junge homosexuelle Männer.

Diese seltsame Nachlässigkeit im Gesundheitswesen bewirkt, dass die Wahrheit über das Ausmaß und den Verlauf der unheilbaren ansteckenden Krankheit AIDS gar nicht erst öffentlich wird, geschweige denn, dass unsere Jugendlichen hinreichend gewarnt werden, zumal der Virus vornehmlich durch Geschlechtsverkehr übertragen wird. (Wie scharf sind heute die Kontrollen der übrigen Infektionskrankheiten in unserer Republik – bis hinein in die Tierhaltung!)

Wie lässt sich diese makabere Situation verantworten, wie stoppen, wie überhaupt bei dem hohen Stellenwert des Jugendsex ins Bewusstsein der jungen Menschen bringen?  – DER REST IST SCHWEIGEN?

Christa Meves ist Bestseller-Autorin und Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche


Lebensrechtler kritisieren Berliner Urteil zur „Sterbehilfe“

Mit Bedauern und Kritik haben Lebensrechtler auf ein Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts reagiert. Das Gericht hatte am 30. März entschieden, daß Ärzte in Ausnahmefällen unheilbar Kranken Medikamente für eine Selbsttötung überlassen dürfen.

Die Berliner Ärztekammer hatte 2007 dem damaligen zweiten Vorsitzenden der Sterbehilfeorganisation „Dignitate“ (heute: Dignitas Deutschland) untersagt, Patienten todbringende Substanzen für einen Suizid (Selbstmord) bereitzustellen. Dagegen klagte der Arzt und bekam Recht.

Nach Ansicht des Gerichts hätte die Ärztekammer kein uneingeschränktes Verbot des ärztlich assistierten Suizids aussprechen dürfen. Es gehe dann zu weit, wenn der Arzt in einen Gewissenskonflikt gerate. Dieser könne eintreten, wenn der Mediziner eine enge Beziehung zu dem Sterbewilligen habe, der Betroffene unerträglich leide und eine andere Leidensbegrenzung nicht möglich sei.

Allianz-Sekretär Hartmut Steeb: Urteil führt in die Irre

Der Vorsitzende des Treffens Christlicher Lebensrecht-Gruppen (TCLG) und Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), ist der Ansicht, daß ein solches Urteil das Rechtssystem in die Irre führt.

„Es geht ja davon aus, dass irgendjemand ein Recht dazu haben könnte, dass andere ihm oder ihr zur Selbsttötung verhelfen. Aber es gibt kein solches Recht  –  und es darf auch keines geben“, erklärte er gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.

Steeb: „Zur Würde des Menschen gehört nicht, über seinen Tod selbst zu bestimmen, genauso wenig wie ein Mensch darüber bestimmen kann, ob er geboren werden will oder nicht.“ Und darum gehöre es auch nicht zur Aufgabe eines Menschen und schon gar nicht zur Aufgabe eines Arztes, anderen zum Sterben zu verhelfen, sondern ihnen im Sterben zu helfen und beizustehen.

Steeb zufolge wäre zudem dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet, wenn sich diese Rechtsauffassung des Berliner Verwaltungsgerichts durchsetzen würde. Bei der Berufung auf den Gewissenschutz oder den mutmaßlichen Willen des Getöteten gäbe es keine Beweismöglichkeit.

Steeb hofft deshalb, dass es zu einer Berufungsverhandlung vor dem Oberverwaltungsgericht kommt, „damit solch ein Urteil zugunsten des Todes durch ein Urteil zugunsten des Lebens abgeändert wird“.

 Quelle: www.idea.de


Wie kam es 1927 zum Straßen-Namen „Hindenburgplatz“ in Münster…?

Infos zur Kontroverse um den Hindenburgplatz in Münster

Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) setzte sich in den letzten Monaten vehement für eine Umbenennung des Hindenburgplatzes in Münster ein. Die CDU-Mitglieder in der westfälischen Metropole denken allerdings meist ganz anders, wie eine Mitgliederbefragung ergab: Ca. 90% der Münsteraner Christdemokraten sprachen sich für die Beibehaltung des Hindenburgplatzes aus.

Dennoch setzte sich OB Lewe Ende März in der Ratsversammlung durch und erreichte einen Beschluß zur Umbenennung des Hindenburgplatzes in „Schlossplatz“.

Doch vor allem in der CDU regt sich anhaltender Widerstand gegen diese  –  für viele Bürger völlig unverständliche Entscheidung   –  des Stadtrats.

Eine Initiative von CDU-Mitgliedern will nun per Unterschriftensammlung (Bürgerbegehren) einen Bürgerentscheid (kommunale Abstimmung) erreichen, wofür die Chancen angesichts des Meinungsbildes in der Stadt sehr gut stehen.  Diese Aktion wird von der „Jungen Union“ Münster ausdrücklich unterstützt.

Hier können Interessierte die Unterschriftsliste ausdrucken:   BÜRGERBEGEHREN pro Hindenburgplatz VORDRUCK

Der Name „Hindenburgplatz“ wurde 1927 eingeführt. Vorher hieß dieser Innenstadt-Bereich vor dem Stadtschloß „Neuplatz“.

Anlaß für die Umbenennung war damals der 80. Geburtstag des Reichspräsidenten und ehem. Generalfeldmarschalls Paul von Hindenburg. Der Beschluß wurde in der Rats-Sitzung vom 3. Oktober 1927 gefällt.

In Münster war die Stimmung für den christlich-konservativen Reichspräsidenten sehr gut, den manche Deutsche wie eine Art „Ersatzkaiser“ verehrten.

Die Stadt Münster veranstalte zu Hindenburgs 80. Wiegenfest zudem eine große Hindenburgfeier am 2. Oktober 1927 in der Halle Münsterland. Die Festrede hielt Oberbürgermeister Georg Sperlich. Münsterische Sänger, Turner und die Polizeischule leisteten ihren Beitrag zum Festprogramm. Im Nachgang lobte der Stadtverordnetenvorsteher in der Sitzung seines Gremiums am 5. Oktober 1927 diese Feier als „überaus gut besuchte Veranstaltung“; er erwähnte auch den zunehmenden Patriotismus“ der Bürgerschaft Münsters.

Gleichzeitig mit der Benennung des Hindenburgplatzes fiel der Beschluß, den Hansaplatz nunmehr in Friedrich-Ebert-Platz umzubenennen: Der patriotisch orientierte Sozialdemokrat Friedrich Ebert war Vorgänger Hindenburgs im Amt des Reichspräsidenten.


Wettbewerb für „Beste Predigt 2012“ und Auszeichnung für „Pfingstpredigt“

„Verlag für die Deutsche Wirtschaft“ schreibt zum 13. Mal den „Predigtpreis“ aus

Der „Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG“ in Bonn schreibt erneut den ökumenischen „Predigtpreis“ aus. Bis zum 15. Juli 2012 können Predigten eingesandt werden, die innerhalb der letzten zwei Jahre gehalten wurden.

Die Auszeichnung wird in den Kategorien „Lebenswerk“ sowie „Beste Predigt 2012“ verliehen. Zusätzlich vergibt die Jury in diesem Jahr einen Sonderpreis in der Kategorie „Beste Predigt zum Pfingstfest“.

Mit der 2000 erstmals vergebenen Auszeichnung will der Verlag die Redekunst in den Kirchen fördern.  Der Preis wird verliehen für deutschsprachige Predigten, die einen hervorragenden Beitrag zur Redekultur in Kirchen und kirchlichen Institutionen leisten und durch ihren theologischen Gehalt, ihre biblische Fundierung, ihre Erfahrungsnähe und Glaubwürdigkeit überzeugen.

Die 12-köpfige Jury umfaßt Theologen sowie Publizisten, darunter Frauen und Männer; sie steht unter dem Vorsitz von Pfarrer Udo Hahn, dem Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing. Die Preisverleihung findet am Buß- und Bettag, Mittwoch, 21. November 2012 in der Bonner Schloßkirche (Universitätskirche) statt.

Die nicht dotierte Auszeichnung besteht aus einer Bronze-Skulptur.

Hierzu die Info-Webseite: http://www.predigtpreis.de/

Quelle: http://www.jesus.ch


Der „Gefangene des Monats“ kommt aus dem „arabischen Frühling“: Makram Diab

Ägypten: Christ zu 6 Jahren Haft verurteilt  –  Islamischer Mob verlangte Todesstrafe

Zum „Gefangenen des Monats April“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die evangelische Nachrichtenagentur IDEA den ägyptischen Christen Makram Diab benannt und zur Unterstützung für ihn aufgerufen.

Der Kopte wurde am 1. März 2012 von einem Gericht in Assiut wegen „Verunglimpfung des Propheten“ Mohammed zu sechs Jahren Haft verurteilt. Rund 2500 Muslime hatten sich um das Gerichtsgebäude versammelt und forderten die Todesstrafe für den Angeklagten.

Dessen Verteidiger Ahmad Sayed Gabali wurde daran gehindert, den Verhandlungsraum zu betreten. Diab  – ein Schulsekretär  –  soll am 9. Februar 2012 in einem Disput mit einem radikal-islamischen Lehrer den Propheten Mohammed beleidigt haben. Der offiziellen Anklage nach soll er behauptet haben, Mohammed hätte Anhänger sexuell belästigt. Nach Aussage von Diabs Schwester Hadia hat er aber nur gefragt, ob es wahr sei, dass Mohammed 40 Frauen geheiratet habe.

Bei einer Berufungsverhandlung am 15. März mußten zwei Verteidiger Diabs unter Polizeischutz in Sicherheit gebracht werden. Der Richter wurde angegriffen und vertagte die Verhandlung.

Verunglimpfung der Religion kann nach ägyptischem Gesetz mit einer Gefängnisstrafe von höchstens drei Jahren bestraft werden. Diab erhielt aber eine sechsjährige Haftstrafe. Der IGFM zufolge fällte der Richter das „formal nicht mögliche“ Urteil am 1. März aufgrund des Drucks Tausender anwesender Muslime.

Der Menschenrechtsverband und IDEA rufen dazu auf, in Briefen an das derzeitige Staatsoberhaupt, Feldmarschall Mohammed Hussein Tantawi, gegen das offenkundig ungerechte Urteil zu protestieren und ein faires Berufungsverfahren zu fordern – ohne Bedrohung von Richtern und Verteidigern.

Von den 83 Millionen Einwohnern Ägyptens sind etwa zehn Prozent Christen, meist orthodoxe Kopten.

Quelle: evang. Nachrichtenagentur IDEA


GOTT hilft uns nicht am Leiden vorbei, aber er hilft uns hindurch

Unser großes, breitformatiges PLAKAT zur Fastenzeit (60 x 40 cm); alle zwei Wochen bringen wir ein neues, farbiges Poster heraus  – und das nun schon seit 66 Jahren!

Weitere Infos über unseren ECCLESIA-Plakatdienst: felizitas.kueble@web.de  oder per  Tel. 0251-616768


Afghanistan: Christen im Untergrund – ein Priester im ganzen Land

In Afghanistan, das zu praktisch einhundert Prozent islamisch ist, versammeln sich die wenigen Christen im Verborgenen, um sich auf Ostern vorzubereiten. Jede Form von Evangelisierung oder öffentlicher Weitergabe des christlichen Glaubens ist streng untersagt.

Giuseppe Moretti ist der einzige dauerhaft tätige,  kath. Pfarrer in Afghanistan;  seine Kirche befindet sich in der italienischen Botschaft in Kabul, der Haupstadt Afghanistans.

Außer ihm gibt es in Afghanistan  –  nur zeitweilig stationierte  – Militärkapläne,  die jeweils für die ihnen anvertrauten Soldaten wirken, so Moretti im Gespräch mit Radio Vatikan: „Dann gibt es drei Schwesterngemeinschaften, darunter die Mutter-Teresa-Schwestern und die Jesuiten, die in Afghanistan aber als humanitäre Helfer arbeiten.“

Quelle: Radio Vatikan


England: Facebook-aktive Kinder mit Lese- und Schreibproblemen

Eine besonders starke  Nutzung von Facebook & Co. lässt die Lese- und Schreibfähigkeiten der britischen Kinder verkümmern, so ein Bericht des „Daily Mails“ vom 31. März 2012.

Daher wurde in einer Londoner Schule ein Pilotprojekt eingerichtet, in dem Kinder der 7. und 8. Schulklasse Schreib- und Leseunterricht erhalten sollen, der eigentlich für fünfjährige vorgesehen ist.

Dem Bericht zufolge sei vor allem das Internet verantwortlich: besonders Kinder, die viel Zeit in sozialen Netzwerken wie Facebook verbringen, seien betroffen.

In Deutschland gibt es inzwischen 7,5 Millionen Analphabeten. Die Kultusminister der Länder möchten nun verstärkt gegen diesen Mißstand vorgehen.

Starker Fernsehkonsum als eine der Ursachen eines „funktionalen“ Analphabetismus wurde schon seit Jahrzehnten in zahlreichen Studien erkannt. Doch inzwischen erhärtet sich der Verdacht, daß eine sehr frühe und überzogene Internetnutzung ebenfalls hinderlich für die Sprachentwicklung ist. Es kommt darauf an, daß die Kleinen wieder mit dem Bücherlesen vertraut werden.

Quelle: Kultur und Medien online (Aktion Kinder in Gefahr)