Typisch grün: Volker Beck übt scharfe Kritik an Israel

In unserem vorigen Artikel befaßten wir uns mit dem Lob der Links-Partei für das israelfeindliche „Gedicht“ von Günter Grass. Untertitel: „Wenn es um Israel geht: Rot und braun gesellt sich gern.“

Tatsächlich können sich Rechts- und Linksradikale (sonst untereinander verfeindet) ohne Weiteres inhaltlich die Hände reichen, wenn es gegen den jüdischen Staat geht:  Die Extreme berühren sich dann!

Aber wo rotbraune Gemeinsamkeit waltet, ist der grüne Zuspruch nicht weit.

Man erinnere sich an die Parteitage der Grünen in den 80er Jahren mit ihren zahlreichen Palästinenser-Tüchern  – wobei das grüne Völkchen sich die  israelfeindlichen Tiraden von  PLO-Chef Arafat auch gerne mal persönlich anhörte.

Inzwischen gibt sich die grüne Partei nach außen hin insoweit sicherlich gemäßigter. Doch der alte Geist bzw antizionistische Ungeist ist noch nicht ganz aus der Flasche, wie die jüngste Stellungnahme des grünen Politikers und Homosexuellen-Vertreters Volker Beck aufzeigt.

Wie der Berliner „Tagesspiegel“ berichtet, kann der grüne  Fraktionsgeschäftsführer die  „Verärgerung“ in Israel über Günter Grass zwar „gut verstehen“ und er kritisierte dessen „Gedicht“.   Gleichwohl hat Beck  –  so der „Tagesspiegel“  –  die angeblich „harte Reaktion“ Israels „scharf kritisiert“:

Volker Beck wörtlich gegenüber dem „Handelsblatt“:  „Ein Einreiseverbot für Grass halte ich für überzogen und falsch.“ – Damit nicht genug, wirft er dem jüdischen Staat vor: “ Es passt zu der Linie der aktuellen israelischen Regierung und wie sie mit Kritik und Streit auch im eigenen Lande umgeht.“ Dies sei „unsouverän und demokratisch nicht klug“.

Man halte (sich) fest: Grass unterstellt Israel, den Iran per atomarem Erstschlag ausrotten zu wollen und diffamiert den jüdischen Staat als Gefahr für den Weltfrieden. Schlimmer gehts nimmer seit Hitlers unseligen Zeiten.

Dann ereifert sich der grüne Beck öffentlich über Israel wegen der  – wie ich finde  –  s a n f t e n  Maßnahme, Grass eine Einreiseverweigerung nach Israel zu erteilen. Sollen die Israelis vielleicht jemanden, der ihnen atomaren Weltenbrand unterstellt, auch ins eigene Land einladen  – möglichst mit Sänfte und rotem Teppich?!

Es paßt zu linksgrünen Israel-Allergikern, daß dieselbe Grundhaltung wie bei Beck (nur noch schärfer) auch bei den Organisatoren der „friedensbewegten“ Ostermärsche herumgeistert: diese teilten erfreut mit, unter den Teilnehmern habe es viel Zustimmung für Grass gegeben.

Da wächst zusammen, was  beim Thema Israel zusammengehört: rot  – braun  – grün.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


9 Kommentare on “Typisch grün: Volker Beck übt scharfe Kritik an Israel”

  1. Stjepan sagt:

    Sehr gehrter herr klaus, sie schreiben: „denn die rolle der katholischen kirche zu ‚hitlers zeiten‘ ist ja hinlänglich bekannt.“ was heißt das? – heißt das, dass die kathol. Kirche an den naziverbrechen, gegenüber die der größte teil der damaligen Bevölkerung des dt reiches geschwiegen hat, und ein beträchtlicher teil sogar mitmachte, mitverantwortlich gewesen sein soll? – frau küble nennt mehrere fakten, die daswiderlegen. Die größte gruppe, die sich gegen das naziregime aufgelehnt hat, bestand aus katholiken, die ihrer kirche und dem papst gefolgt sind. Es ist schon bemerkenswert, daß auch hier ständig auf der kirche herumgehackt wird, aber niemand der kritiker die kritisiert, z.b. die protestantischen kirchen oder den größten teil der damaligen gewöhnlichen bevölkerung. Etliche linke köpfe haben die ihrigen, die sie zuvor zu ihrer linksfaschistischen ideologie vehrführen konnten, voller feigheit im stich gelassen und sind ins ausland geflüchtet. Es gibt also schon zu denken, dass gerade die kirche, die am meisten von allen gegen das naziregime gearbeitet hat, so angegriffen wird. Dies alles ist für mich ein indiz dafür, dass es hier nicht um die wahrheit, gerechtigkeit und um die opfer geht, sondern einzig und allein um den kampf gegen die kirche. Und dafür müssen dann noch unliebsame wahrheiten, die die kirche stützen, verschwiegen und die mitarbeit einiger weniger geistlicher mit dem naziregime pauschalisiert und auf die ganze kirche ausgeweitet werden. Dass diese geistlichen dadurch selbst gegen die kirche gearbeitet haben, wird in dieser hinsicht ebenfalls gerne verschwiegen! Am liebsten würden die kirchenfeinde die kirche für alle probleme dieser welt verantwortlich machen, was einer von ihnen vor etwa einem halben jahr mir gegenüber auch getan hat, nachdem ich ihm sagte: „diekirche ist wohl für alle übel dieser welt verantwortlich?!“ wörtl. Sagte er darauf ganz ernst gemeint:“ja, natürlich!“ von den kirchenfeinden kann mir keiner mehr was erzählen! Auf ihre trickkiste fall ich nicht mehr herein.

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  2. Stjepan sagt:

    Ich möchte nur darauf hinweisen, dass der letzten großen judenverfolgung durch das linksfaschistische regime stalins, von dem sich die linken meine wissens nicht distanzieren, und durch das rechtsfaschistische regime hitlers, eine zunehmende judenkritik vorausging. Wehret den neuen anfängen. – Es lebe israel und das ganze jüdische volk!

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  3. Sebastian F. Klaus sagt:

    Ohne es mal ohne den üblichen Populisten-Pathos zu sehen: In der Hinsicht geben sie sich alle nichts. Ob rot, grün, braun, schwarz, gelb oder orange… Da die Parteien sehr wohl um die Stellung eines Grass bei der Bevölkerung und sehr wohl um die Sorgen des „Fußvolkes“ weiß, blasen mehr und mehr Bundesoppositionelle in das gleiche Horn – um sich Gehör und Akzeptanz beim Volk zu verschaffen. Bei den Grünen seit Bestehen gängige Praxis, bei den Roten mittlerweile gezwungenermaßen und bei dem Rest fester Teil der eigenen Identität.

    Sie schreiben: „Man halte (sich) fest: Grass unterstellt Israel, den Iran per atomarem Erstschlag ausrotten zu wollen und diffamiert den jüdischen Staat als Gefahr für den Weltfrieden. Schlimmer gehts nimmer seit Hitlers unseligen Zeiten.“

    Mit Verlaub, Sie reiten auf Verständnis für Israel herum, auf objektiver Sichtweise und christlichen Werten? Dieser von mir zitierte Absatz vermittelt mir hier lediglich das Gefühl, dass die Autoren sich lieber auf ihre Kernthemen konzentrieren sollten, anstatt sich auf ziemlich dünnes historisches Glatteis zu begeben. Denn die Rolle der katholischen Kirche zu „Hitlers unseligen Zeiten“ ist ja hinlänglich bekannt.

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    • Guten Tag,
      daß die „Rolle der katholischen Kirche“ zu Hitlers unseligen Zeiten „hinlänglich bekannt“ sei, sehe ich ganz anders: die historische Wahrheit ist leider viel zu wenig bekannt, daß beispielsweise rd. 3000 katholische Geistliche im KZ Dachau waren, daß jeder dritte kath. Priester in Deutschland von Repressalien des Gestapo-Staates betroffen war (zB. KZ, Haft, Verbannung, Predigtverbot) – und daß Papst Pius XI. im März 1937 ein flammendes Protestschreiben unter dem Titel „Mit brennender Sorge“ veröffentlichte, das von allen (!) katholischen Kanzeln in Deutschland verlesen wurde und die Nazis bis zur Weißglut ärgerte, weshalb z.B. kath. Druckereien enteignet und verstärkt manipulierte Schauprozesse gegen Priester inszeniert wurden. Diese päpstliche Enzyklika (ein Weltrundschreiben!) von 1937 erfolgte zu einer Zeit, als das europäische Ausland (man denke zB. an die Olympischen Spiele oder das Münchner Abkommen noch ein Jahr später) sich auf einer weichen Welle gegenüber Hitler befand. Noch verheerender verhielten sich die protestantischen Konfessionen, die sich – mit Ausnahme einer Minderheit (der Bekennenden Kirche) – der NS-Diktatur anbiederten und sogar Judenchristen in den eigenen Reihen den Gottesdienstbesuch untersagten. In der katholischen Kirche wäre dergleichen undenkbar.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Sebastian F. Klaus sagt:

        Vielen Dank für die rasche Antwort auf meinen Kommentar – auch wenn sie ein wenig den Anschein einer vorgefertigten Abwehrantwort erweckt.

        Sicherlich hatten auch katholische Geistliche und Repressalien zu leiden, das möchte ich nur ungern bestreiten oder gar infrage stellen. Sicherlich gibt es nach wie vor einige Dinge zu klären und erklären – tatsächlich gibt es aber auch genügend Punkte, die der Kirche wohl nach wie vor ein Dorn im Auge sind und besser verschwiegen als aufgeklärt werden. Es soll auch gar nicht hierum gehen. Ich bin auch kein Kirchengegner, im Gegenteil. Ich bin allerdings ein Gegner von Tatsachenverdrehungen und Meinungsmanipulation.

        Im Übrigen ist: „Die anderen waren viel schlimmer“ eine fast schon als „Selbstmordargument“ zu bezeichnende Aussage.

        Trotz allem wünsche ich – ehrlich – frohe Ostern, Frau Küble.

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      • Guten Tag,
        da Sie in Ihrem ersten Leserkommentar am Schluß speziell die katholische Kirche erwähnt haben, war es nur logisch, daß ich hierzu einige Fakten darlegte, die oft sehr wenig berücksichtigt werden.
        Wenngleich in diesem Jahr das 75.-jährige Jubiläum der Enzyklika „Mit brennender Sorge“ stattfand, gab es recht wenig Resonanz in den Mainstream-Medien einschließlich der sog. „Qualitätspresse“.
        Zudem finde ich es durchaus aufschlußreich, daß die katholische Kirche keinen einzigen Judenchristen aus ihren Reihen ausschloß, die protestantischen Konfessionenen jedoch grundsätzlich alle. Was an dieser Erwähnung einem „Selbstmordargument“ nahekomnt, erschließt sich mir nicht; zudem ist dieser Sachverhalt gewiß nicht „hinlänglich bekannt“.
        Auch Ihnen frohe Ostern und freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  4. Stjepan sagt:

    Ob linksfaschismus oder rechtsfaschismus? Im prinzip ist da kein unterschied, wie die geschichte gezeigt hat. Heute müssen sich linke unter einem schein-humanen mantel verbergen, um ihr wahres gesicht zu verbergen, das voller hass und verachtung ist. Und da der israelhass, hinter dem möglicherweise ein genereller judenhass verborgen sein könnte, und grüne offenbar keine außenseiter sein, sondern wie pubertierende einfach dazu gehören wollen, müssen auch sie sich unter die israel-hasser einreihen. Doch es lebe israel und das ganze jüdische volk !!! 1 mo. 12,2-3: „ich werde dich (abram) zu einem großen volk machen und dich segnen und deinen ruhm erhöhen. Sei du ein segen! Segnen werde ich, die dich segnen,und wer dich verflucht, den werde auch ich verfluchen. …“

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    • Sebastian F. Klaus sagt:

      „da der israelhass, hinter dem möglicherweise ein genereller judenhass verborgen sein könnte“ – Mit Verlaub: Pubertärer Blödsinn! Denn wer meint, Kritik sei Hass und pauschal auf Bereiche ausweitbar, die überhaupt nichts mit der Sache zu tun haben, der scheint selbst ein Problem damit zu haben, objektive Grenzen zu ziehen.

      Ich gebe Ihnen Recht, dass weder Israel noch Juden gehasst werden sollten. Gleiches gilt für andere Staaten und Religionsgemeinschaften. Gleichgültig welcher Art. Trotz allem sollte niemand her gehen und (auch fortlaufende) Kritik als Hass darzustellen – und somit den Kritiker pauschal als Faschisten anzuprangern. Das widerspricht jeglicher Form von Demokratie und Freiheit – ganz gleich, wie man sie definieren möchte.

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      • Guten Tag,
        der vorherige Leserkommentator hat durchaus nicht geschrieben, daß Kritik mit Haß gleichzusetzen sei, sondern daß hinter dem Israelhaß „möglicherweise ein genereller Judenhaß verborgen sein könnte“, wie Sie ihn selber zitieren. Daß dies „möglicherweise“ sein „könnte“, liegt wohl auf der Hand und ist beileibe kein „pubertärer Blödsinn“. Oder wollen Sie im Ernst ausschließen, daß sich hinter dem Israelhaß „möglicherweise“ ein allgemeiner Judenhaß verbergen k a n n ?
        Freundlichen Gruß!
        Feilzitas Küble

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