Frühchristlicher Osterhymnus ZUM MAHL DES LAMMES

 Zum Mahl des Lammes schreiten wir

mit weißen Kleidern angetan;

Christus, dem Sieger, singen wir,

der uns durchs Rote Meer geführt.

Am Kreuze gab er seinen Leib

für alle Welt zum Opfer hin;

und wer von seinem Blute trinkt,

wird eins mit ihm und lebt mit ihm.

Parish church in Althofen - Altar - Holy lamb ...

Foto: Wikipedia

Am Pascha-Abend weist das Blut
den Würgeengel von der Tür:
Wir sind befreit aus harter Fron
und von der Knechtschaft Pharaos.

Christus ist unser Osterlamm,
das uns zum Heil geopfert ward.
Er reicht uns seinen heilgen Leib
als Brot, das uns sein Leben schenkt.

Lamm Gottes, wahres Opferlamm,
durch das der Hölle Macht zerbrach!
Den Kerker hast du aufgesprengt,
zu neuem Leben uns befreit.

Erstanden ist der HERR vom Grab,
kehrt siegreich aus dem Tod zurück.
Gefesselt ist der Fürst der Welt,
und offen steht das Paradies.

Dem HERRN sei Preis und Herrlichkeit,
der aus dem Grabe auferstand,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit.


Vom Blut des Lammes strahlt die Welt – altkirchlicher Hymnus

Du Himmel droben, freue dich,
und Meer und Erde, jubelt mit.
Der Herr erstand aus seinem Grab,
mit ihm die todgeweihte Welt.

Jetzt bricht der Tag des Heiles an
und die verheißne Zeit ist da:
Vom Blut des Lammes strahlt die Welt
und hebt sich aus der Finsternis.

Sein Tod und seines Todes Qual
schafft die Vergebung aller Schuld;
in Schwachheit siegt die Gotteskraft,
und der Besiegte schlägt den Feind.

Der Hoffnung köstlichen Geschmack
schenkt uns der HERR, daß wir vertraun:
Wir werden mit IHM auferstehn
und Erben seines Reiches sein.

Dem HERRN sei Preis und Herrlichkeit,
der aus dem Grabe auferstand,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit.


SPD-Vize Manuela Schwesig ließ sich taufen und betet regelmäßig

Die stellv. SPD-Bundesvorsitzende Manuela Schwesig beginnt ihren Tag mit einem Morgengebet. Das berichtet die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern in einem am 7. April veröffentlichten Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“.

Bei ihrem Morgengebet spiele auch ihre Arbeit und die damit verbundenen Begegnungen eine Rolle.  Ostern vermittelt nach ihren Worten zwei wichtige Botschaften: „Erstens: Das Gute überwindet das Böse. Zweitens: Sag Ja zum Leben.“

Die 37-Jährige hatte sich 2010 mit ihrem Ehemann und ihrem Sohn taufen lassen. Sie wurden Mitglieder der mecklenburgischen evang. Landeskirche. Schwesig war in der „DDR“ ohne Verbindung zum Glauben aufgewachsen. Nach der Wende habe sie durch die Familie ihres Mannes, Freunde und die SPD viel Kontakt zur Kirche gehabt.Auslöser für die Taufe sei die Geburt des Sohnes gewesen. Schwesig: „Uns trägt der gemeinsame Glaube, dass es eine schützende Hand Gottes gibt.“

Die Politikerin begrüßte die Forderung der kath. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles nach einem politikfreien Sonntag: „Ich finde die Idee gut. Es ist fatal, dass wir auch noch Parteitage und wichtige Sitzungen auf Sonntage legen.“


Hirntod-Debatte: Eindrücke von einer Veranstaltung des Ethikrats

Von Barbara Koch-Mäckler

Am Abend des 21. März 2012 füllte sich ein großer Saal in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften mit einigen hundert Zuhörern für die Veranstaltung des Deutschen Ethikrats zum Thema „Hirntod und Organentnahme. Gibt es neue Erkenntnisse zum Ende des menschlichen Lebens?“

Es mußte ein weiterer Raum für das Publikum geöffnet werden, obwohl schon Tage vorher auf der Webseite des Deutschen Ethikrats zu lesen war, dass die Anmeldeliste für die Veranstaltung wegen Überfüllung vorzeitig geschlossen werden mußte.

Als Gegnerin des Hirntod-Konzepts hatte ich meine Hoffnungen an diesem Abend auf Professor Alan Shewmon gesetzt, aber auch auf Professor Ralf Stoecker von der Universität Potsdam, von dem ich den Aufsatz aus dem Jahr 2009 „Ein Plädoyer für die Reanimation der Hirntoddebatte in Deutschland“ kannte, in dem die klare Aussage zu finden ist:

„Für aussichtslos halte ich alle Versuche, doch noch irgendwie festzustellen, dass die hirntoten Spender und die Spender mit Herzstillstand in Wirklichkeit tot sind“ (S. 56).

Wenn nun Stoecker in seinem Vortrag auch die Hirntod-Konzeption „fadenscheinig“ nannte, so wollte er sich deswegen doch nicht gegen die Möglichkeit der Organentnahme von „Hirntoten“ aussprechen. Er sprach von den „unklaren Rändern“ die unsere Sprache beim Reden über Leben und Tod hat. Er zählte die Hirntoten „in personaler Hinsicht“ (also mit einem „Innenleben“) zu den Toten, in biologischer Hinsicht zu den Lebenden. Sie befänden sich in einem Zwischenstadium zwischen Leben und Tod, wobei er allerdings den Ausdruck „Sterbende“ ablehnte. Die Diskussion über diesen Ausdruck nannte er überholt.

Die entscheidende Wendung  –  oder Windung  –  in Stoeckers Argumentation war folgende: „… weil man ihnen kein Leid mehr antun, sie keiner Zukunft mehr berauben kann und weil auf der anderen Seite die Organempfänger erheblich von der Transplantation profitieren, darf man ihnen Organe entnehmen, und das, obwohl es dazu führt, dass sie ihren Zustand zwischen Leben und Tod beenden und aus den hintoten tote Menschen werden“.

Ich war schockiert, dass – wenn man von der „Einbettung“ absieht – Stoecker bei der rein pragmatischen Begründung dafür endete, dass man Menschen, die nach einem für ihn „fadenscheinigen“ Konzept für tot erkärt wurden, endgültig um eines anderen Menschen willen töten dürfe. Denn die „Hirntoten“ „werden“ ja nicht zu Toten, wie er es formulierte, sondern sie werden von jemandem dazu gemacht.

Viel weniger überraschend waren für mich die Ausführungen von Frau Dr. Förderreuther von der Maximilians-Universität München. Sie vertrat beschwörend die Hirntod-Diagnostik und damit aus ihrer Sicht auch gleichzeitig die Hirntod-Konzeption. Da zwei Ärzte unabhängig voneinander den Hirntod diagnostizieren müßten, da es dabei ein streng festgelegtes Protokoll gäbe, gäbe es bei korrekter Durchführung keine Fehldiagnosen. Dramatisierend nannte sie den Hirntod eine „innere Enthauptung“ und das Fazit ihres Vortrags war, dass der hirntote Mensch als körperlich-geistige Einheit nicht mehr existiere und daher tot wäre.

Professor Alan Shewmon hielt einen anspruchsvollen wissenschaftlichen Vortrag. Mir vermittelte er den Eindruck eines Gelehrten, der hohe Ansprüche an die Überzeugungskraft und Belastbarkeit seiner Argumente stellte. Da aber außer mir wahrscheinlich auch ein großer Teil des Publikums medizinische Laien waren, hatten wir mit dem Verständnis des in englischer Sprache gehaltenen und simultan übersetzten Vortrags unsere Probleme.

Prof. Shewmon sprach leise und schnell, da war wenig, was sozusagen von der Präsentation her mitreissen konnte. Prof. Shewmon hat die Berichte über mehr als 170 Menschen, die als hirntot diagnostiziert waren und dann noch eine Woche bis zu 14 Jahren gelebt haben, in seine Studie einbzogen.

Zwei Argumentationsstränge seines Vortrags waren für mich wichtig. Einerseits führte er an, wie viele Zeichen von Leben noch in einem als hirntot erklärten Organismus vorhanden sind, und nannte unter anderem die physiologische und chemische Homöostase, die Aufrechterhaltung des Flüssigkeits- und Elektrolyt-Haushalts, das Aufrechterhalten der Temperatur, die Verdauung von Nahrung, die Heilung von Wunden und die Bekämpfung von Infektionen, das Wachstum von hirntoten Kindern, die Entwicklung von Föten in hirntoten Schwangeren.

Zum anderen wies Prof. Shewmon die von Hirntod-Befürwortern als überragend dargestellte Bedeutung des Gehirns für das Leben zurück. Er belegte, dass das Gehirn zuständig ist für „lebenserhaltende“ Vorgänge im Körper, während die „lebenskonstituierenden“ Vorgänge nicht vom Gehirn vermittelt werden, sondern von der Zusammenarbeit aller Organe des menschlichen Körpers, wobei er besonders auf das Rückenmark, das kardiovasculäre Nervensystem und das Nervensystem der Eingeweide hinwies. Seine zusammenfassenden Schlußfolgerungen lauteten: „Das Gehirn ist nicht das ausschlaggebende … Organ des Körpers. Der Körper hat keine solches ausschlaggebendes Organ.“ – Und: „Die lebenskonstituierende Integration des Körpers ist die … Zusammenarbeit zwischen allen seinen Teilen, vermittelt durch den Kreislauf“.

Der Theologe Professor Schockenhoff, ebenfalls Mitglied des Ethikrats, befürwortete ebenso wie Prof. Nagel das Hirntod-Konzept. Auch bei ihm deutete sich die Unterscheidung zwischen „Organismus“oder künstlich aufrecht erhaltenem „Leben“ und „Person“ an. Der Hirntod betrifft nach dieser Ansicht den Menschen als Person. Auch wenn da biologisch noch Leben wäre, existiert der Mensch als Person in diesem Zustand nicht mehr, die Belange des Hirntoten werden dem „großen medizinischen Nutzen, den wir für andere erzielen können“ gegenübergestellt und es wird für die Organentnahme plädiert.

Ich war von der Veranstaltung enttäuscht. Mir schien, bis auf Professor Shewmon waren die Hirntod- und Explantations-Befürworter unter sich. Als ich mich nach dem Ende der Veranstaltung bei Professor Shewmon für seinen Vortrag bedankte, sagte er enttäuscht: „Die anderen sind auf meine Argumente überhaupt nicht eingegangen“, womit er recht hatte.


Echt krass: Wenn Israelhaß grassiert – wie bei Günter Grass

Im christlichen Web-Magazin „Israel-Netz“ wurde am 5.4.2012 ein Artikel unter dem Titel „Wenn Israelhass grassiert“ veröffentlicht, der darauf hinweist, daß der linke Antizionismus nicht zu unterschätzen ist  –  wie der aktuelle Grassismus (Grass und sein Fanclub von rechts- bis linksaußen) wieder einmal dokumentiert.

Autor E. Prill schreibt unter anderem:

„Grass kritisiert nicht. Er stigmatisiert. Und das geht nicht. Nirgendwo in der Welt und in Deutschland schon gar nicht. Stammt nicht von hier die vernichtende Kurzformel „Juden sind unser Unglück“, die zur Massenvernichtung führte? „Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden“, lesen wir bei Grass. Heißt das: Israel ist die größte Gefahr für die Menschheit, gefährlicher als alle „Maulhelden“ wie Hitler und Ahmadinedschad?“

Genau darauf läuft das irrgeistige „Gedicht“ (das schon seiner Form und Struktur nach gar kein Gedicht  ist) unterm Strich hinaus: Früher hieß es: „Die Juden sind unser Unglück!“ –  Heute heißt es eben: „Die Israelis sind unser Unglück“.

Das hat mit Sachkritik, auch harter Sachkritik  (die natürlich auch am jüdischen Staat geübt werden kann) nicht die Bohne zu tun; der Rundumschlag  von Günter Grass ist Hetze und Verleumdung  –  unter dem Deckmantel vermeintlicher Kunst („Gedicht“), um sich schön (raffiniert) auf die Kunstfreiheit berufen zu können, falls es juristischen Ärger gibt.  Der Grass-Text ist aber kein Kunstwerk, sondern ein Machwerk.

Der Autor von „Israel-Netz“ stellt zudem richtig fest:

„Der Antisemitismus heute kommt aus anderen Ecken: dem islamischen Dschihadismus unter der grünen Fahne Mohammeds und dem alt- und neulinken Judenhass unter der roten Fahne der Sozialisten, der nationalen und der realen. Das „Weltjudentum“, die „jüdische „Hochfinanz“, voran die „jüdischen Spekulanten“ und schließlich die „Zionisten“ sind Zielscheibe linker Reichenhasser, Kapitalismuskritiker und Gutmenschen. Die meist hinzufügen, wie Grass auch, dass sie „Israel verbunden“ seien.“

Außerdem erfährt man hier, daß  Schriftsteller Günter Grass bereits vor 11 Jahren in einem „Spiegel“-Interview Folgendes zum Besten bzw Schlechten gab:

 „Israel muss nicht nur besetzte Gebiete räumen. Auch die Besitznahme palästinensischen Bodens und seine israelische Besiedlung ist eine kriminelle Handlung. Das muss nicht nur aufhören, sondern rückgängig gemacht werden. Sonst kehrt dort kein Frieden ein.“

Mit anderen Worten: Der Staat Israel muß „rückgängig gemacht“ werden, er ist in sich eine „kriminelle Handlung“  – vielleicht verrät uns der Herr Literaturnobelpreisträger noch, ob Millionen von jüdischen Israelis ins Meer springen oder sich vielleicht in Luft auflösen sollen?! (Um nicht deutlicher zu werden!)

Zudem fragt man sich, wo denn die Stellungnahme von Angela Merkel zu den Entgleisungen von Grass bleibt? Scheut sie eine klare Position? Will sie sich nicht eindeutig vom Grassismus distanzieren?

Weniger zimperlich war die CDU-Chefin  freilich, als sie Papst Benedikt in der Causa Willamson öffentlich kritisierte. War es zudem nicht unsere Bundeskanzlerin, die das Sarrazin-Buch (ohne es gelesen zu haben!) als „wenig hilfreich“ vom Tisch zu fegen gedachte?!  Hat es ihr jetzt plötzlich die Sprache verschlagen?

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Symbolträchtiges Osterbrauchtum in aller Welt

Teils mit stimmungsvollen und teils mit eigentümlichen Traditionen feierten Christen in den verschiedenen Ländern der Welt das Auferstehungsfest des HERRN:

Lichterzüge und Küßchen in Rußland

In Rußland warten Gläubige die ganze Nacht hindurch auf den Ostersonntag. Wenn um Mitternacht die Auferstehung durch Glockenläuten angekündigt wird, ziehen die Menschen mit Kerzen, Fackeln und Gesang in die Kirche. Der Gottesdienst dauert die restliche Nacht an  – bis in die Morgenstunden. Danach wird gemeinsam gefrühstückt.

Deutsch: Kirchenfenster in Tschiertschen - Jesus

  Kirchenfenster in Tschiertschen  (Foto:Wikipedia)

Am Ostersonntag begrüßt man sich in Rußland mit drei Küßchen auf die Wange und dem Gruß „Xристос Воскресе“ also «Christus ist auferstanden».  – Das Kürzel XB findet man dort auch als Verzierung auf den dort üblichen roten Ostereiern oder dem traditionellen Osterkuchen.

Das Kreuz und der brennende Teufel in Mexiko

In Mexiko sind die Tage vor dem Ostersonntag besonders anschaulich. Am Karfreitag stellen die Leute in realistischen Prozessionen nach, wie Jesus einst sein Kreuz durch die Strassen Jerusalems trug und dabei zusammenbrach. Am Samstag schmücken die Gläubigen ihre Strassen mit bunten Girlanden aus Krepp- und Toilettenpapier. Im Laufe des Tages werden dann Pappmachee-Figuren, die den Teufel darstellen, öffentlich angezündet und verbrannt. So wird der Sieg über das Böse gefeiert. In manchen Orten tanzen Männer mit indianischem Kopfschmuck zum Klang von Flöten und Trommeln durch die Strassen.

Jede Menge Krach in Finnland


Am Ostersonntag dürfen finnische Kinder mit allem, was sie finden, so viel Krach wie möglich machen. Das soll die stille Zeit zwischen Karfreitag und Ostersonntag beenden und deutlich machen, dass der Tod besiegt ist und durch Jesus das pure Leben gekommen ist.

Barfuß mit Purzelbäumen in England

Um die Erde nicht zu stören, lief man früher an Karfreitag in Wales nur barfuß durch die Strassen.
 Mittlerweile sind die Waliser dazu übergegangen, am Ostersonntag kurz vor Sonnenaufgang in einer Prozession auf einen Hügel zu steigen. Dort warten sie auf den Sonnenaufgang, der die Auferstehung und das Leben symbolisiert und die Dunkelheit des Todes überwindet. Wer es schafft, macht hierzu vor Freude drei Purzelbäume.

Fackeln und Fliegende Vögel in Italien

Auch in Italien ziehen am Abend des Karfreitags feierliche Prozessionen durch die Strassen. Die Strassenbeleuchtung bleibt aus und die dunkel gekleideten Teilnehmer schreiten langsam mit brennenden Kerzen in den Händen durch die Nacht und sprechen Gebete im Gedenken an den Tod Christi.

In manchen Regionen Süditaliens lassen Frauen während des Ostergottesdienstes Vögel in die Freiheit fliegen – so wie Christus durch seinen Tod und seine Auferstehung die Menschen befreit hat.

Bunte Eier und Osterhasen in Ägypten

Obwohl 90 Prozent der Ägypter Muslime sind, wird Ostern als ein Frühlingsfest in ganz Ägypten gefeiert. Tatsächlich stammt der Brauch von Osterhasen und bunten Eiern aus der Zeit der Pharaonen. Mit diesen Symbolen wurde die Fruchtbarkeit und das Leben gefeiert, später gelangte dieses Brauchtum auch in die christliche Traditionen.

Ägyptischen Christen legen am Karfreitag nach einem Trauergottesdienst ein Kreuz auf einen Teppich aus Gewürzen und Blumen. Das symbolisiert die Hoffnung im Tod.

Auch die Nacht zum Ostersonntag verbringen die Christen gemeinsam in der Kirche. Das Gotteshaus ist mit weissen Fahnen dekoriert, die ein Zeichen des Siegs und der Auferstehung sind. Bei Sonnenaufgang öffnen die Priester die Türe zum Hauptaltar, als Zeichen dafür, daß durch Christus der Weg zu Gott frei ist.

Absolute Ruhe in den Philippinen

Die Karwoche ist die einzige Woche des Jahres, in der das gesamte Land sein Arbeitspensum herunterfährt. Der Glaube, daß Christus am Karfreitag um drei Uhr Nachmittags gestorben ist, veranlaßt Philippinos zu dieser Uhrzeit alles einzustellen, was sie gerade tun.

Autos und Reisebusse bleiben stehen und auch die Kinder müssen ruhig sein und aufhören zu spielen. Um 15 Uhr herrscht also absolute Stille und hunderte von Menschen gedenken gleichzeitig schweigend des Opfertodes Christi.

Im Morgengrauen des Ostersonntags gibt es Prozessionen, in denen die Szenen der Auferstehung nachgestellt werden, insbesondere die Begegnung der Frauen am Grab mit dem auferstandenen HERRN.

Festessen in Nigeria

Am Karfreitag nehmen viele Nigerianer lange Fußwege auf sich, um Ostern mit ihren Verwandten zusammen zu feiern. 
Der Ostersamstag ist dabei der traurigste Tag. Den ganzen Tag lang geht man in die Kirche. Es wird nicht gelacht und es darf nur schwarze Kleidung getragen werden. Überall ist es seltsam ruhig. Es gibt keine Musik und auch die traditionellen Trommeln schweigen.

In der Nacht vom Ostersamstag auf Ostersonntag ändert sich die Stimmung schlagartig. Die Trommeln erklingen laut zusammen mit anderen Musikinstrumenten. Alle tragen weiße Kleider. Traditionell wird in der Nähe von Kirchen und Gebetsstätten noch nachts ein Osterfeuer entzündet. Das wirkt zum Teil mythisch, da es in vielen Dörfern kein elektrisches Licht gibt.
 Zum Mittagessen geht man nach Hause und feiert gemeinsam mit der Familie. Die Kinder bekommen Geschenke und es gibt ein reiches Festessen, meistens Hühnchen.

Quelle: evangelikale Webseite http://www.jesus.ch


Peter Hahne: „Seid nett zueinander“ ist als Osterbotschaft zu wenig!

Angesichts der Verkitschung und des Geschäftstreibens von Ostern und anderer christlicher Feiertage hat der Fernsehjournalist und Bestseller-Autor Peter Hahne  die Kirchen ermahnt, die Botschaft Christi deutlicher  zu vertreten.

In seiner jüngsten Kolumne in der „Bild am Sonntag“ berichtet der ZDF-Moderator, er habe jetzt einen Gottesdienst erlebt, in dem ein Chor die Nachricht „Frühling ist da“ überbracht habe.

Hahne: „Aber brauche ich für eine solche Allerwelts-Osterbotschaft eine christliche Kirche?“

Er fragt: „Dass Ostern wegen der Auferstehung von Jesus Christus gefeiert wird, dass Karfreitag das Datum seiner Kreuzigung ist, wer weiß das heute noch?“

Nach den Worten Hahnes hat sich nach Weihnachten nun auch Ostern zu einer „Geschenk-Orgie“ entwickelt. Christi Himmelfahrt werde Vatertag und als einzigen Heiligen feiere man St. Valentin, als sei er der Schutzpatron des Blumenhandels. Auch den Reformationstag  habe man dem Kürbisfest Halloween geopfert.

Abschließend schreibt Hahne, daß sich um viele Themen auch das Rote Kreuz, Parteien und Gewerkschaften kümmern könnten: „Doch dass es Hoffnung über den Tod hinaus gibt und so etwas wie ‚Freude in allem Leide‘ möglich ist, bietet allein der Glaube.“

Davon wolle er etwas hören, wenn er eine Kirche betrete. „Seid-nett-zueinander-Appelle finde ich besser im Internet, und dass Frühling da ist, signalisiert mir bald der Blick aus dem Fenster. Hoffentlich …“

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA: www.idea.de