Israel: Nacht für Nacht Raketenangst in Beer-Sheva

Im Weblog „Kopten ohne Grenzen“ wurde heute ein aufschlußreicher Leserbericht veröffentlicht: es geht dabei um den täglichen bzw. nächtlichen Psychoterror, den viele Israelis durch arabische Raketenangriffe überstehen müssen, zB. in der Stadt Beer-Sheva.  – Wir zitieren hier die wichtisten Abschnitte:

„Im Herbst vorigen Jahres besuchte ich Freunde in Israel. Es war eigentlich ein angenehmer Anlass. Meine Freundin und ihr Mann holten mich in der Nacht vom Flughafen ab. Wir waren sehr froh, uns wieder zu sehen.

Wir stammen alle aus der ehemaligen UdSSR, sind alle Rentner und unsere Freundschaft währt schon 57 Jahre. Mein verstorbener Mann war Deutscher und ich wurde Deutsche. Meine Freunde sind aus der UdSSR in diese  –  ihnen freundlicher gesinnte Umgebung  –  gezogen.

Die eigentliche Begebenheit, die ich erwähnen möchte, begann damit, dass meine Freundin (Stadt Beer-Sheva) mir erklärte, wo was liegt, wo ich den PC einschalten kann usw.

Dann kam sie ins Zimmer, schon im Nachthemd, legte mir einen Morgenmantel auf den Stuhl und erklärte mir mit leichtem Lächeln, daß bei ihnen nachts ab und zu ein Alarm zu hören sei. Dann möge ich ohne Panik diesen Morgenmantel anziehen und ins Treppenhaus gehen.

Leicht schockiert habe ich gefragt, warum. Sie erklärte, fast entschuldigend (weil meine Nachtruhe eventuell gestört werden könnte), dort wäre man besser geschützt, wenn aus dem Gaza-Streifen Raketen einschlagen – wir hätten dann nur wenige Sekunden, um uns in Sicherheit zu bringen.

Am nächsten Morgen fragte sie mich, ob ich etwas gehört hätte. Als ich verneinte, sagte ihr Mann, er hätte Alarm gehört. Doch erklärte er, die Erleichterung war ihm anzumerken, der Alarm sei in einem anderen Stadtgebiet gewesen. Doch ich müsse Tag und Nacht mit so etwas rechnen und wenn möglich sofort Schutz suchen.

Das ist der Zustand mit dem diese Menschen dort ständig leben und arbeiten müssen. Es ist wie bei den Terrorangriffen im Krieg. Wohlgemerkt: meine Freunde sind Zivilisten und in ihrem Umfeld gibt es viele Kinder und Alte, die nicht immer schnell reagieren können…Gott schütze Israel und helfe den Menschen dort, sich selbst zu schützen.“



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