Österreich: Wirbel um Pfarrer Tropper vom großen Fernsehen bis zur „Kleinen Zeitung“

Pfr. Karl Tropper aus St. Veit (Steiermark) erregt Aufsehen wg. homosex-kritischem Pfarrblatt

In unserem Nachbarland scheinen der Mattscheibe und einigen Zeitungen wohl die Themen auszugehen. Nicht zum ersten Mal gibts in der Alpenrepublik viel Aufregung bis hin zum ORF über einen normal-katholischen, bodenständigen und noch dazu humorvollen Gemeindepfarrer, weil dieser ab und zu mal Klartext redet  – oder auch schreibt, in seinem Pfarrblatt beispielsweise.

So gab es mehrfach erheblichen Wirbel, nachdem sich der Priester deutlich und kritisch über den Islam geäußert hatte. Auch das bischöfliche Ordinariat runzelte vernehmlich die Stirne, wie das bei diesen behäbigen Amtsstuben nicht anders zu erwarten ist, die in erster Linie „Ruhe im Karton“ anstreben und kontroversen Pressewirbel um jeden Preis vermeiden wollen.

Dabei ist der Geistliche Karl Tropper durchaus nicht traditionell orientiert, sondern schlicht kern-katholisch und herzhaft konservativ. Doch das ist in Österreich offenbar aufregend genug und reicht aus, damit Fernsehkameras die beschauliche Idylle der Pfarrei St. Veit mit ihrer wunderbaren Barockkirche behelligen und den Pfarrer unbedingt vor ihre Kamera lotsen wollen (wie heute geschehen).

Typisch außerdem, was die „Kleine Zeitung“ ihren Lesern heute in einer dicken Schlag-Zeile ausrichtet:  „Radikaler Pfarrer nimmt Homosexuelle ins Visier.“

In der zweiten Überschrift gehts nochmal rund mit „radikal“:

„Ein südsteirischer Pfarrer sorgt mit radikalen Ansichten zum Thema Homosexualität für Aufregung.“

Außerdem weiß das Blatt zu berichten: „Die Diözese hat dafür kein Verständnis. Pfarrer Karl Tropper provoziert neuerlich mit seinen Ansichten.“

Und weil aller schlechten Dinge drei sind, kommt  in der nächsten Zeile nochmal das erhellende Wörtchen „radikal“:

„Für seine radikalen Ansichten gegenüber dem Islam ist Karl Tropper  –  Pfarrer im südsteirischen St. Veit am Vogau  – hinlänglich bekannt. „

Sollte ein Leser nach dreifachem Warnschild „radikal“ noch nicht begriffen haben, daß dieser Geistliche ganz von vorgestern ist, erfährt er es spätestens in den nächsten Zeilen:  „Jetzt sorgt er mit einer mehrseitigen Beilage zum Thema Homosexualität im jüngsten Pfarrblatt für Aufregung.“

Oho, denn, so die Zeitung, „tatsächlich geht es in dem Text ordentlich zur Sache“  – das kann doch nicht wahr sein in der heutigen Zeit, wo man oft lieber an der Sache vorbeischreibt…?!

Und weiter: „Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Homosexualität werden darin publiziert.“

Das dürfte in einem aufgeklärten Zeitalter doch wohl kein Problem sein, müßte man meinen, geschweige für derartigen hysterischen Wirbel sorgen.

Aber beim Thema Homosexualität ticken offenbar die (Zeitungs-)Uhren anders: „Demnach handle es sich nach biologischer und psychologischer Erkenntnis um eine Krankheit. Eine erworbene Sexualneurose, die die Lebens- und Arterhaltungsfunktionen störe. Homosexualität wird weiters als Triebverirrung beschrieben.“

Aber nicht allein die Wissenschaft bemüht der wackere  – äh: radikale –  Gemeindepfarrer, er zitiert gar noch die Heilige Schrift, welch Freveltat wider den Zeitgeist:  „Auch die Bibel wird über eineinhalb Seiten zitiert. Diese verurteile die widernatürliche Praxis unmissverständlich und streng.“

Wenn ein Klartext-Pfarrer derart Sand ins Getriebe der veröffentlichten Meinung streut, geraten die hochwürdigsten Herren im bischöflichen Ordinariat natürlich arg ins Schwitzen  – und sie verteidigen nicht etwa die kirchliche Lehre zur Homosexualität, sondern werden  wachsweich, jammerselig und geben sich „betroffen“:

„Auf wenig Verständnis stoßen die radikalen Ansichten des südsteirischen Pfarrers bei Johannes Ulz vom Pastoralamt der Diözese Graz-Seckau: „Durch die Beilage des jüngsten Pfarrblattes der Pfarre St. Veit am Vogau fühlen sich homosexuelle Menschen diskriminiert, verletzt und verhetzt, gedemütigt und entwürdigt. Das macht mich sehr betroffen.“

Es kommt freilich bei Licht betrachtet nicht darauf an, wie sich homosexuelle oder anders-sexuelle oder wie auch immer orientierte Zeitgenossen bei der Lektüre eines Pfarrblatts „fühlen“ oder nicht fühlen, sondern ob die darin vertretenen Standpunkte der biblischen und katholischen Lehre entsprechen.

Außerdem sollte auch eine kirchliche Amtsstube wissen, was schon der heilige Augustinus im 4. Jahrhundert als wegweisenden Grundsatz verkündete: „Hasse den Irrtum, aber liebe den Irrenden.“  – Eben daran hat sich der „umstrittene“ Geistliche aus St. Veit gehalten, als er das Thema Homosexualität in seinem Pfarrblatt aus katholischer Sicht darlegte.

Daß Bettina Kuzmicki, die Redakteurin der „Kleinen Zeitung“, mit solch großherzigen Grundsätzen überfordert ist, wird man ihr nachsehen können  –  doch von einem bischöflichen Ordinariat sollte  man eigentlich das ABC des Glaubens und der Logik erwarten dürfen.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Glückwunsch-Video zum 85. Geburtstag des Papstes

Kath. Webseiten (darunter auch unser CHRISTLICHES FORUM) gratulieren dem Papst auf originelle Weise zu seinem Wiegenfest am morgigen Montag (16.4.2012):

Quelle (Video-Ursprung): http://beiboot-petri.blogspot.de/2012/04/geburtstagsvideo.html


40-Jahr-Feier der IGFM in Cottbus: Unterstützungsaktion für „Damen in Weiß“

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat bei ihrer 40-Jahrfeier in Cottbus zu einer Unterstützungskampagne für die unterdrückte christliche Bürgerrechtsbewegung „Damen in Weiß“ (Damas de Blanco) in Kuba aufgerufen.

Deutsch: Der Altmarkt in Cottbus

Der Altmarkt in Cottbus (Foto Wikipedia)

Als Ort für den Aufruf und die Veranstaltung wählte die IGFM die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, eine Strafanstalt, in der die „DDR“ bis zu 1.200 politische Gefangene gleichzeitig als Zwangsarbeiter ausbeutete.

Heute ist das Zuchthaus von einer Gruppe dieser Häftlinge erworben und zu einer Gedenkstätte umgebaut worden, die kurz vor der Fertigstellung steht.

„Diese Leistung und dieser symbolträchtige Ort sind für die Bürgerrechtler in Kuba Hoffnung und Ansporn, willkürlicher Haft und körperlicher Gewalt durch das kubanische Einparteien-Regime standzuhalten“, erklärte Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.

Unterstützt wird der Aufruf der IGFM von deutschen Politikern, unter ihnen der ehem. Präsident des Europäischen Parlaments Prof. Hans-Gert Pöttering und der brandenburgische CDU-Generalsekretär Dieter Dombrowski, der selbst in Cottbus politischer Häftling der DDR war.

Bei der Veranstaltung sprachen vor den ca. 300 Teilnehmern zahlreiche Zeugen und Menschenrechtler, u.a. aus Nordkorea, der Volksrepublik China, dem Iran und Kuba, darunter auch Eugenia Timoschenko: Die Tochter der inhaftierten früheren Ministerpräsidentin der Ukraine berichtete von der Lagerhaft ihrer Mutter, sprach über andere politische Gefangene und die Situation in der Ukraine.

Weitere Infos zur IGFM:
http://www.menschenrechte.de


Warum es verheerend ist, wenn der besondere Rechtsschutz für die Ehe entfällt

„La non-demande en marriage”: Eine Absage an die Ehe verkündeten um 1970 Chansonniers wie George Brassens. Sie brachten damit das Lebensgefühl einer Bohème zum Ausdruck, die mit bürgerlichen „Konventionen” radikal brechen wollte.

Die Ehe war damals noch „die Norm des Erwachsenendaseins” und als solche den Kritikern der bestehenden Sozialordnung zutiefst suspekt:

Die eheliche „Kleinfamilie” denunzierten sie als Hort der Repression von Frauen und Kindern, in dem „totalitäre Umfangsformen”, „Privatismus” und „Gruppenegoismus” herrschen (1).

Aus dieser Sicht heraus forderte schon 1975 der Zweite Familienbericht der sozialliberalen Bundesregierung , dass „nichtlegalisierte Partnergemeinschaften, Wohngemeinschaften, Kollektive etc. gegenüber der historischen Form der heutigen „Normalfamilie” nicht diskriminiert werden dürfen” (2).

An diese Emanzipations-Agenda knüpften später die GRÜNEN an, als sie seit den 1980er Jahren eine „Lebensformenpolitik” zugunsten Homosexueller forderten. Die Bundesregierung lehnte ihr Verlangen nach einem Ehe-Surrogat damals noch lapidar ab, da dies dem besonderen Schutz von Ehe und Familie nach Art. 6 GG widerspreche (3).

Nach ihrer Regierungsübernahme 1998 führten die Grünen dann  –  gemeinsam mit der SPD  –  die „eingetragene Lebenspartnerschaft” ein. Dieses Rechtsinstitut imitierte von Beginn an die bürgerliche Ehe; im Steuer-, Sozial- und Erbrecht blieben zunächst noch gewisse Unterschiede bestehen (4).

Auf diese Weise sollte ein gewisser „Abstand” zur Ehe vorgespiegelt werden, um die Ehe möglichst ungestört durch das Bundesverfassungsgericht entprivilegieren zu können.

Die Rechnung ging auf: Die Verfassungsrichter akzeptierten die „eingetragene” Lebenspartnerschaft”, sie stelle als Institut für gleichgeschlechtliche Paare keine Konkurrenz zur Ehe dar. Die Rechtmäßigkeit der Lebenspartnerschaft begründeten die Richter damals noch mit ihrer „Andersartigkeit” im Vergleich zur Ehe.

In ihrer jüngsten Rechtsprechung argumentieren die Richter dagegen mit der Gleichartigkeit beider Rechtsinstitute, um die Rechte von Lebenspartnern sukzessive der Ehe anzugleichen (5).

Die „bloße Berufung auf Art. 6 Abs. 1 GG” rechtfertige keine Vorrechte der Ehe, urteilten die Richter in Entscheidungen zu Erbschafts- und Hinterbliebenenfragen (6).

In einer erstaunlichen sophistischen Dialektik beseitigen so ausgerechnet die Verfassungshüter den „besonderen Schutz” der Ehe (7).

Diese Rechtsprechung begünstigt keineswegs nur kleine, früher oft benachteiligte Minderheiten, sondern wirkt systemverändernd: Die vermeintliche „Homo-Ehe” setzt allein das gleiche Geschlecht der Ehepartner voraus, ihre „sexuelle Orientierung” ist dafür unerheblich – sie geht den liberalen Rechtsstaat ja auch gar nichts an.

Die Rechtsform der eingetragenen Lebenspartnerschaft ist damit auch für Alterslebensgemeinschaften interessant: So können sich zum Beispiel Witwen für den Todesfall ihrer Mitbewohnerin wechselseitig mit ihrem Vermögen absichern (8).

Von der Lebenspartnerschaft ausgeschlossen sind allerdings unmittelbar Verwandte  –  dies ist eine echte Diskriminierung: Denn warum sollten zwei im Alter zusammenlebende Schwestern, die wechselseitig die Pflege der jeweils anderen übernehmen, weniger Rechtsschutz erhalten als andere Lebensformen?

Menschen, die in Lebensgemeinschaften „Verantwortung” für andere übernehmen, verdienten Anerkennung. So lautet das Credo von Politik und Justiz fast überall in Europa, das die Ent-Privilegierung der Ehe legitimieren soll (9).

Warum aber muss der Staat die von Erwachsenen frei gewählten Lebensformen stärker verrechtlichen?

Versprach die Emanzipation von der Ehe nicht einst Freiheit von „institutionellen Zwängen”? Statt mehr Freiheit bringt die Absage an die Ehe mehr Bürokratie: Dies zeigen die Prozesse um das Sorgerecht für Kinder aus gescheiterten Beziehungen: Richter müssen nun im Einzelfall entscheiden, ob und wo eine „sozial-familiäre Beziehung” die Sorge für das Kind rechtfertigt.

Mehr Streit, Willkür und Rechtsunsicherheit sind die Folge (10). Darunter zu leiden haben letztlich die Kinder, die als schwächste Mitglieder der Rechtsgemeinschaft unverschuldet und fremdbestimmt die horrenden Kosten für die Abkehr vom Leitbild der „Normalfamilie” zahlen müssen.

(1) Einschlägige Schriften mit diesem Tenor waren: Max Horkheimer (Hrsg.): Studien über Autorität und Familie, Paris 1936; Wilhelm Reich: Die sexuelle Revolution. Zur charakterlichen Selbststeuerung des Menschen des Menschen, Frankfurt 1971. Erste Auflage unter dem Titel: Die Sexualität im Kulturkampf, Kopenhagen 1936; Reimut Reiche: Sexualität und Klassenkampf. Zur Abwehr repressiver Entsublimierung, Frankfurt 1971. Zu den Experimenten mit alternativen Lebensformen: Die Familienfamilie, DER SPIEGEL 13/1970 vom 30.03.1970.
(2) Der Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit: Familie und Sozialisation – Leistungen und Leistungsgrenzen der Familie hinsichtlich des Erziehungs- und Bildungsprozesses der jungen Generation (Zweiter Familienbericht), Bonn 1975, S. 74. Kritisch zur Philosophie dieses Berichts: Anton Rauscher: Die Familienpolitik auf dem Prüfstand, S. 37-68, in: Heinrich Basilius Streithofen (Hrsg.): Die Familie – Partner des Staates – eine Auseinandersetzung mit falschen Gesellschaftstheorien, Stuttgart 1978, S. 64-65.
(3) „Eine völlige Gleichstellung außerehelicher Partnerschaften mit der Ehe würde im Ergebnis auf den Verzicht hinauslaufen, Ehe und Familie unter den besonderen Schutz des Staates zu stellen. Dies verbietet Art. 6 Abs. 1 Grundgesetz.” Deutscher Bundestag (Hrsg.): Lebensformenpolitik unter besonderer Berücksichtigung von Alleinlebenden, schwulen, lesbischen sowie anderen nichtehelichen Lebensgemeinschaften – Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Frau Oesterle-Schwerin und der Fraktion DIE GRÜNEN, 11. Wahlperiode 23.3.1986, Drucksache 11/2044, S. 5.
(4) „Mit dem Gesetz zur Beendigung der Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Gemeinschaften vom 16.2.2001, das am 1.8.2001 in Kraft trat, versuchte der Gesetzgeber einen Spagat zwischen der politisch gewollten Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft mit der Ehe einerseits und der gleichzeitigen Unterscheidung der rechtlichen Regelung der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft mit der Ehe andererseits. Die Kaschierung erfolgte durch eine neue Begrifflichkeit (z. B. Vermögenstrennung statt Gütertrennung, Ausgleichsgemeinschaft statt Zugewinngemeinschaft) und auf andere „originelle” Weise (z. B. zwölfmonatige Trennungszeit statt Trennungsjahr, 36 Monate statt drei Jahre etc.).” Herbert Grziwotz: Rechtsprechungsübersicht zur eingetragenen Lebenspartnerschaft, S. 261-267, in: Zeitschrift für das gesamte Familienrecht, Heft 4/2012, S. S. 261.
(5) Ein rechtspolitisch sachverständiger Bundestagsabgeordneter erkennt hierin eine „politische oder auch bedarfsorientierte Argumentation”: […] „Wurde also anfangs noch die Verfassungsmäßigkeit der Lebenspartnerschaftsentscheidung mit der Andersartigkeit gegenüber der Ehe begründet, wurden durch diese Entscheidung die verbliebenen Unterschiede gerade mit Verweis auf die Ähnlichkeit der beiden Institute für verfassungswidrig erklärt. Ein Meisterstück der Sophistik.” Günter Krings: Vom Differenzierungsgebot zum Differenzierungsverbot. Das Bundesverfassungsgericht und der besondere Schutz der Ehe, S. 7-9, in: Evangelische Verantwortung, Ausgabe 11-12/2011, S. 7-8.
(6) Vgl. ebenda, S. 8. Siehe hierzu auch: http://www.i-daf.org/319-0-Wochen-27-28-2010.html.
(7) Hierzu Krings: „In der Geschichte der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ist keine andere Verfassungsnorm erkennbar, die das Gericht hat so obsolet werden lassen wie jetzt Art. 6 G Abs. 1 GG. Die Richter merken lediglich an, dass es jenseits „der bloßen Berufung auf Art. 6 Abs. 1 GG eines hinreichend gewichtigen Sachgrundes” für die Rechtfertigung einer Ungleichbehandlung bedürfe. […] Der ungewöhnlich klare Wortlaut des Art. 6 Abs. 1 hingegen soll nicht ausreichen. Dies stellt Prinzipien der Verfassungsinterpretation auf den Kopf.” Günter Krings: Vom Differenzierungsgebot zum Differenzierungsverbot, a.a.O., S. 9.
(8) Vgl.: Herbert Grziwotz: Rechtsprechungsübersicht zur eingetragenen Lebenspartnerschaft, a.a.O., S. 262.
(9) Hierzu bemerkt Grziwotz: „Auch die beiden verwitweten, im Alter zusammenlebenden Schwestern, die die Pflege der jeweils anderen übernehmen und füreinander Verantwortung tragen, verdienen gesellschaftliche Anerkennung und Förderung. Dies gilt möglicherweise ebenso für Verantwortungsgemeinschaften von mehr als zwei Personen.” Ebenda. In anderen europäischen Ländern, u. a. in Frankreich, stehen die ursprünglich für gleichgeschlechtliche Paare eingeführten Lebenspartnerschaften inzwischen auch heterosexuellen Paaren offen. Informativ zur diesbezüglichen Rechtslage in Europa: Eva Maria Hohnerlein: Sozialrechtliche Leistungen für nichteheliche Lebenspartner in ausgewählten europäischen Ländern; Recht der Kindheit, der Jugend und des Bildungswesens, Heft 4/2011, S. 450-463.
(10) Siehe hierzu: Stefan Fuchs: Neues Europa: Elternschaft als willkürliches Optionsrecht, http://www.erziehungstrends.de/Elternschaft/Optionsrecht.

Quelle dieses Artikels: IDAF Nr. 12-13 /2012 (www.i-daf.org)


Evangelische Kritik am „Wort zum Sonntag“ vom 14. April 2012

Von Dennis Riehle

Das „Wort zum Sonntag“ ist eine der ältesten Sendungen im deutschen Fernsehen und hat damit schon nahezu „Kult“-Status erreicht:

Woche für Woche lauscht eine beständige Zuschauergemeinde dem „Wort zum Sonntag“ im „Ersten“. Immer wieder gab es Kritik, Skandale und Eklats über das, was so manche Geistliche oder Ordensschwestern verbreitet haben.

Auch am gestrigen 14. April 2012 war wieder ein Moment, indem man standhaft dem, was Pfarrer Wolfgang Beck an die Menschen gerichtet hat, entgegentreten muss, wenn man für eine reflektierte und journalistische Arbeit einsteht, die man auch von dieser dreieinhalb minütigen Ausstrahlung erwarten sollte.

Dass in der Vergangenheit viele Redaktionen Probleme damit hatten, einzelne religiöse Strömungen ausreichend auseinander zu halten, ist nichts Neues. Viel Empörung gab es da, doch diese muss noch größer sein, wenn ein katholischer Theologe jegliche Differenziertheit im Denken vermissen lässt, die man ihm zugestehen würde.

Beck scheint aber gerade Anderes bewiesen zu haben: In seinem Wort, das in der schlussendlichen Botschaft von der Notwendigkeit, Kompromisse einzugehen, endet, tauchen bemerkenswerte Gleichstellungen auf, die nur entrüsten können.

Zeigt sich der Pfarrer in seinen ersten Absätzen beeindruckt von denen, die in ihrem Glauben konsequent sind, warnt er an späterer Stelle genau vor diesen: Fundamentalisten seien es, die nicht hinterfragen würden und keine Kritik zuließen.

Und erinnert man sich an seine ersten Zeilen, so hat Beck klare Beispiele für diese Konsequenten genannt:

In einem Atemzug  erwähnt er die „Piusbrüder, evangelikale Gruppierungen und muslimische Salafisten“.

Evangelikale und konservative Katholiken fühlen sich geehrt, wenn man ihnen nachsagt, sie hätten (im Gegensatz zu vielen anderen Christen) noch ein Fundament, auf das sie sich beziehen können.

Werden aus diesem Fundament allerdings offenbar mit Muslimen gleichgesetzte Christen, die von derselben Konsequenz besessen sind, wird aus Lob rasch Verleumdung.

Denn anhand der Beispiele kann man davon ausgehen, dass Beck den Begriff der „Fundamentalisten“ nicht in positivem Sinne meint, sondern den Gedanken an die Salafisten verfolgt, die derzeit in deutschen Städten Korane verteilen, welche in ihrer Auslegung Menschenunwürdiges und Menschenverachtendes propagieren.

Vom Verfassungsschutz beobachtet, sind diese Muslime nicht konservativ, sondern in ihren Ansichten radikalisierend, schrecken offenbar nicht vor Gewaltbotschaften zurück und nutzen die Meinungsfreiheit eines demokratischen Landes, welches sie gleichzeitig zu einem Gottesstaat verwandeln wollen.

Es ist daher unfair, Evangelikale und überzeugte Katholiken in einen Satz mit denen zu bringen, die sich unserer Grundordnung zuwider stellen, die totalitär Religion durchsetzen und mit Konsequenz nur gemein haben, in ihrer Zielsetzung unabweichlich einer Schrift zu folgen, die Andersgläubige mit dem Tod bestrafen will.

Evangelikale nehmen die Bibel ernst – und sie fordern auf, sich Gottes Wort in seiner Ganzheit zu öffnen. Sie verbreiten aber eine Botschaft der Liebe, die Jesus ihnen mit auf den Weg gegeben hat. Sie verfolgen eine Mission, von der Gnade zu berichten, die uns Menschen durch die Auferstehung des HERRN zuteil wurde.

Wer hier Parallelen sieht und Fundamentalisten mit denen verwechselt, die von ihrem Fundament Christus nicht abrücken, ist der Aufgabe eines „Wort zum Sonntag“ nicht gewachsen

Das gestrige Wort zum Sonntag ist nachzulesen unter:

http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/wort-zum-sonntag/sendung/2012/beck-14042012-100.html

 
Dennis Riehle
Martin-Schleyer-Str. 27
78465 Konstanz
www.riehle-dennis.de

 



Uganda: Grausame Säure-Attacke auf Pastor Umar Mulinde

Umar Mulinde war früher Muslim, seine ganze Familie besteht aus Muslimen, sein Vater ist sogar ein Imam.

Umar bekehrte sich zum Christentum und predigte fortan in Namasuba als evangelischer Pastor. Zur Weihnachtszeit wurde er von Muslimen angegriffen, die ihm Säure ins Gesicht schütteten.  Der Pastor verlor dadurch sein rechtes Auge und wird für immer entstellt sein.

Er wird noch für einige Zeit im Krankenhaus bleiben müssen, seine Frau (siehe Foto rechts), eine bekannte Gospelsängerin, ist ständig bei ihm.

Die Polizei hat inzwischen einen Verdächtigen festgenommen, dessen Identität nicht veröffentlicht wird. Beten wir für den Pastor, seine Familie und die ihm anvertraute Gemeinde, damit sie alle im Glauben an Christus verharren. 

Quelle: „Christianpost.com“ und Webseite „Kopten ohne Grenzen“