Internationale Studie: Gottesglaube ist in katholischen Ländern am stärksten verbreitet

In katholisch geprägten Ländern ist der Glaube an Gott laut einer internationalen Studie am meisten ausgeprägt. (Mit Ausnahme der mehrheitlich protestantischen USA mit starkem Gottesglauben).
Am geringsten ist die Überzeugung von der Existenz Gottes in der ehem. „DDR“ verbreitet  –  so lauten die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Erhebung der Universität Chicago, die am heutigen Mittwoch (18.4.2012) vorgestellt wurde.
Demnach ist der Gottesglaube in den kath. Philippinen mit 94 Prozent am höchsten und in den neuen Bundesländern (Ex-„DDR“) mit 13 Prozent am niedrigsten.  Das einst kommunistisch beherrschte Tschechien rangiert mit 20 Prozent ebenfalls auf den hinteren Rängen.

Für die Studie wurden nach Angaben der Wissenschaftler Daten aus 30 zumeist christlich geprägten Ländern verwendet, in denen seit 1991 mindestens zweimal religiöse Überzeugungen abgefragt worden sind.

Weltweit ist der Glaube an einen Gott demnach leicht rückläufig. Ausnahmen seien Rußland, Slowenien und Israel (Tendenz steigend).

In Chile sagten 88 Prozent der Befragten von sich, sie hätten schon immer an Gott geglaubt.

Unter den protestantischen Industrieländern stechen die USA mit 81 Prozent als besonders gottesgläubig hervor.

Naturgemäß verzeichnet die internationale Studie „Belief About God Across Time and Countries“ starke regionale und kulturelle Differenzen.  „Der Glaube an Gott hat zwar in den meisten Ländern abgenommen“, so der Autor der Studie, der Sozialwissenschaftler Tom W. Smith vom Forschungsinstitut NORC der Uni Chicago. Die Rückgänge seien jedoch „vergleichsweise moderat“ und die absoluten Werte sehr unterschiedlich.

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/46342.html


Papst und Priesterbruderschaft St. Pius X. stehen vor einer Verständigung

Wie die kirchentreue Webseite „kathnews.de“ berichtet, hat der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. eine positive Antwort nach Rom geschickt, so daß eine endgültige Einigung zwischen dem Papst und der traditionsorientierten Piusbewegung offenbar nur noch eine Frage der Zeit ist.

Weihbischof Bernhard Fellay (Pius-Generaloberer) hat die sog. „Dogmatische Präambel“, die ihm vom Vatikan im Herbst 2011 zur Unterzeichnung vorgelegt wurde,  in seinen wesentlichen Grundzügen  unterschrieben.  Dies berichten einige Medien unter Berufung auf den italienischen Journalisten Andrea Tornielli.

Über den genauen Inhalt des Dokuments, das zwei Seiten umfassen soll, ist bislang allerdings nichts bekannt geworden.

Die Unterzeichnung der „Dogmatischen Präambel“ gilt als wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Einigungsprozeß zwischen der Priesterbruderschaft St. Pius X. und dem Vatikan.

Einer kirchenrechtlichen Lösung für diese Traditionsbewegung (vielleicht in Form einer Personalprälatur oder einer ähnlich hochrangigen Struktur und Stellung) steht daher wohl nichts mehr im Wege.

Unsere Meinung hierzu:

1. Der jetzige Papst ist der Priesterbruderschaft sowohl liturgisch wie allgemein-kirchlich weitaus mehr entgegengekommen als seine drei Vorgänger-Päpste.

Es wäre daher äußerst unsinnig gewesen, wenn die Piusbewegung die ausgestreckte Hand des Pontifex abgewiesen hätte, um etwa auf einen späteren Papst zu warten. Woher will sie denn wissen, ob sie jemals wieder ein derartiges Ausmaß an Verständigungsbereitschaft in Rom vorfindet?!

2. Daß nicht alle Wünsche und Vorstellungen der traditionsorientierten Bruderschaft berücksichtigt werden konnten, versteht sich am Rande  – das liegt in der Natur der Sache und in der Struktur einer Kompromiß-Einigung.

Papst Benedikt hat für seine Bemühungen um die Priesterbruderschaft (man denke etwa an die „Affäre Williamson“) weltweit massenhaft Prügel einstecken müssen. Trotzdem hielt er an seinem Kurs fest.

Diese Standpunkt-Treue und positive Hartnäckigkeit  ist alles andere als selbstverständlich – und dafür müßte ihm die Piusbewegung dankbar sein. Es ist daher überfällig, daß sie der von Papst Benedikt angestrebten Verständigung endlich zustimmt.

3. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. darf sich das Verdienst zuschreiben, daß sie es im wesentlichen war, die stets die überlieferte Liturgie bewahren wollte, was vom Papst durch sein Motu proprio „Summorum Pontificum“ indirekt durchaus bestätigt wurde.

Außerdem hat diese Traditionsbewegung auch in theologischer und sittlicher Hinsicht vieles festgehalten und gegen den modernistischen Zeitgeist innerhalb der Kirche verteidigt, das sonst immer stärker in Vergessenheit geraten wäre.

4. Zudem steht es mit der moralischen Disziplin der Geistlichen dort offenbar insgesamt sehr gut, zumal von „Mißbrauch“ durch Pius-Patres nicht einmal in den schärfsten antikirchlichen Medien die Rede war, wobei man sich leicht vorstellen kann, wie gerne diese sensationshungrige Pressemeute sich auf „Fälle“ in diesem Traditions-Spektrum gestürzt hätte…

5. Dies alles sollte fair gewürdigt und anerkannt werden. Gleichwohl kann man innerhalb der Piusbruderschaft etliche Einseitigkeiten und manches Schrullige vorfinden, darunter „alte Zöpfe“, die man durchaus abschneiden könnte, ohne daß die theologisch konservative Linie und die mit Recht wertgeschätzte Tradition eingeschänkt würde.

Es bleibt zu hoffen, daß die Einigung im Rom dazu führt, daß innerhalb dieser Bewegung manches allzu „Altfränkische“ zurückgestutzt wird.

6. Eine Verständigung zwischen dem Vatikan und der Bruderschaft ist aber auch für die Kirche Christi selber erfreulich und fruchtbringend, denn dadurch wird das konservative  Element innerhalb der Kirche gestärkt, was überfällig ist angesichts des modernistischen Unfugs, der sich dort immer mehr breitmachen kann, vor allem bedingt durch die Führungsschwäche und Zeitgeistbeflissenheit zahlreicher Bischöfe, von denen viele die Kritik der Medien offenbar weitaus stärker fürchten als das Jüngste Gericht.

Eine hoffentlich bald zustandekommende Einigung würde also für beide Seiten gute Früchte hervorbringen.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks und des KOMM-MiT-Verlags in Münster