Katholiken in Frankreich wählten am Sonntag überwiegend Sarkozy

Die frz. Katholiken haben bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen am Sonntag mehrheitlich den amtierenden Präsidenten Nicolas Sarkozy gewählt.

Wie die katholische Zeitung „La Vie“ am Montag meldete, wählten 47 Prozent der praktizierenden Katholiken den Parteichef der bürgerlich-konservativen Partei UMP.

Insgesamt hatte Sarkozy im ersten Anlauf 26,9 Prozent der Stimmen erhalten (etwas weniger als der Sozialist Hollande).

Erst an vierter Stelle steht bei den praktizierenden Katholiken der vorläufige Wahlsieger Francois Hollande, der von 14 Prozent der Katholiken gewählt wurde und insgesamt auf 28,7 Prozent kam.

Hollande war in seiner Wahlkampagne u.a. für die Zulassung aktiver „Sterbehilfe“ bei Menschen mit unheilbaren Krankheiten eingetreten, sofern diese eine Euthanasie wünschen.  Damit hatte der Sozialistenführer Kritik von kirchlicher Seite hervorgerufen.

Zudem war der Wahlkampf von Hollande durch die Sex-Skandale des sozialistischen Politikers D. Strauss-Kahn belastet, der von linker Seite zunächst als Präsidentschaftskandidat vorgesehen war, dann aber über seine diversen Affären stolperte.

Die rechtskonservative Partei „Front National“ unter Leitung von Frau M.  Le Pen konnte deutliche Stimmenzuwächse verbuchen, hat aber keine reale Chance gegenüber den beiden Großparteien aus dem bürgerlichen und linken Spektrum, nicht zuletzt aufgrund des französischen Wahlsystems (Mehrheitswahlrecht).

Quellen u.a.: Radio Vatikan, KAP

 



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