SPD Mecklenburg-Vorpommern lädt Günter Grass als Festredner ein

Die SPD-Fraktion des Schweriner Landtages hat jetzt ausgerechnet Günter Grass dazu eingeladen, die Festrede anläßlich der Verleihung ihres diesjährigen Johannes-Stelling-Preises zu halten, den sie auch als „Anti-Extremismus-Preis“ bezeichnet.

Der links orientierte Literaturnobelpreisträger stand der SPD bereits in den 60er Jahren – und in den folgenden Jahrzehnten – stets als Wahlhelfer zur Verfügung. 1974 trat er aus der katholischen Kirche aus, weil er ein „Recht auf Abtreibung“ befürwortet.

Der mit 2000 Euro dotierte Preis wird von der mecklenburg-vorpommerschen SPD-Fraktion bereits zum siebten Mal an Personen vergeben, die sich „gegen rechtsextremistische Gewalt, Intoleranz und Diskriminierung“ einsetzen.  (Einsatz gegen linksextremistische Gewalt ist aus SPD-Sicht offenbar nicht preiswürdig!)

In dem kontrovers diskutierten Text „Was gesagt werden muss“ behauptete Grass unlängst, daß der Staat Israel  den Weltfrieden gefährde, womit sich der Schriftsteller als Vertreter eines rabiaten linken Antizionismus zu erkennen gab.


2 Kommentare on “SPD Mecklenburg-Vorpommern lädt Günter Grass als Festredner ein”

  1. Antonius Theiler geb. 1941 sagt:

    An alle die nichts böses im Kopf haben, gebrauchen sie bitte nicht das Wort antisemitisch.

    „Anti semit isch“

    Semiten, im 18. Jahrhundert entstandener Begriff, der aufgrund der biblischen Völkertafel (1. Mose 10) eine Reihe von Völkern als Träger einer gemeinsamen Sprache (»Semitisch«) bezeichnet. Danach gingen von Semiten 26 Völker aus, u. a. Elamiter, Assyrer, Babylonier und Aramäer. Die Völkertafel ist aber im Wesentlichen geographisch orientiert (das Siedlungsgebiet der Semiten reicht von Westanatolien bis Persien und von Armenien bis zum Roten Meer), und die in ihr genannten Völker bilden keine geschlossene Gruppe im Sinne der Völkerkunde. Der Begriff ist daher ethnographisch untauglich und zudem durch seinen wertenden Missbrauch in Rassentheorien des 19. und 20. Jahrhunderts (Antisemitismus, Rassismus) diskreditiert; er kann nur sprachwissenschaftlich und eingeschränkt auf die semitischen Sprachen angewandt werden.
    (c) Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2005 (Eine Empfehlenswertes Lexikon)

    Antisemitismus der, Abneigung und Feindseligkeit gegenüber den Juden, auch (nationalistische) Bewegungen mit ausgeprägten judenfeindlichen Tendenzen; insofern irreführend, als nicht die Gesamtheit der semitischen Völker (z. B. auch Araber) gemeint ist.
    (c) Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2005 (Eine Empfehlenswertes Lexikon)

    Sie sehen das die Ausdrücke antisemitisch, Semiten, Antisemitismus völlig untauglich sind, um politisch und gesellschaftlich herzhaft und ehrlich zu diskutieren.

    Wen sie Lob oder Kritik üben wollen, über Christen, Zionisten, Israeli, Juden, Mosaische, Islamiten, Türken, Palästinenser, Ägypter, Saudis, Bayern, Preußen u. s. w. dann immer den korrekten Nenner, den sonst treffen sie viele die sie gar nicht treffen wollen, danke. Die Babylonische Sprachenverwirrung müsste uns Lehre genug sein, jetzt bitte nicht auch noch eine von Menschen gemachte Sinnverwirrung in die Welt setzen.

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    • Guten Tag,
      der Begriff „antisemitisch“ kommt in diesem Artikel nicht vor. Zudem: Es ist zwar vom Sprach-Ursprung her richtig, daß die Semiten sich nicht auf Juden beschränken, sondern eine viel breitete Sprachgruppe darstellen, doch der Begriff „antisemitisch = judenfeindlich“ hat sich seit über 100 Jahren eingebürgert, was man kaum wird ändern können.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Külbe

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