Sind Bundesbürger auch am Ende ihres Lebens schutzlos?

Pressemeldung der Initiative NIE WIEDER zum „Tag der Organspende“ am 2. Juni 2012

Am 25.5.2012 verabschiedete der Deutsche Bundestag ein neues Transplantations-Gesetz, mit dem er die Richtlinien des Europäischen Parlaments und des Europarates vom 7.7.2010 rechtzeitig zum Tag der Organspende umsetzte.

Mit der sog. „Entscheidungsregelung“ will der Gesetzgeber darauf hinwirken, daß sich jeder Bundesbürger frühzeitig und schriftlich zur Organspende verbindlich erklärt. So hofft man, dem Organmangel wirksam entgegenzutreten.

Wer aufmerksam die Debatten der Politiker und Experten in den letzten Wochen und Monaten verfolgte, mußte feststellen, daß der Focus zur Entscheidungsfindung fast ausschließlich auf mögliche Organempfänger gerichtet war.

Über Organspender sprach man wie selbstverständlich nur von toten Menschen und suggerierte somit der Öffentlichkeit, daß weltweit wissenschaftliche Einigkeit über den Todeszeitpunkt eines Menschen herrsche. Doch weit gefehlt!

So möchten wir stellvertretend für viele andere Personen, denen es ähnlich ergangen ist, Karl-Heinz Pantke sprechen lassen, der ein sog. Locked-in-Syndrom durchlitten hatte und feststellte: “Nach einem Stamm-Hirn-Infarkt war ich nach britischer Definition tot, nach deutscher nicht.“  – Solche Beispiele lassen daran zweifeln, daß Organe allein von bereits verstorbenen Menschen entnommen werden.

Im Artikel 1 des Grundgesetzes verpflichtet sich der deutsche Staat zum Schutz seiner Bürger. Doch wie dieser Schutzauftrag von den Parlamentariern verstanden wird, sehen wir nicht nur an der Tatsache, daß ungeborene Menschen faktisch bis zur Geburt rechtlos sind und nach gewissen Kriterien straffrei getötet werden können, sondern auch am Transplantationsgesetz.

Nach dem am vergangenen Freitag beschlossenen Gesetz ist eine wissenschaftliche Klärung der Todesdefinition nicht vorgesehen und der Gesetzgeber nimmt billigend in Kauf, daß sterbende Menschen durch eine Organentnahme getötet werden. 

Wie ist es möglich, daß in Deutschland, 67 Jahre nach Auschwitz, Gesetze erfolgen, die das Töten von ungeborenen und geborenen Menschen straffrei erlauben bzw. medizinische Eingriffe gestatten, die eine Tötung geborener Menschen zumindest billigend in Kauf nehmen?

Hat sich unser Staat nicht längst als Rechtsstaat verabschiedet? 

Die Initiative „Nie Wieder! e.V.“ fordert alle Bundesbürger auf, sich erst dann zur Organspende zu erklären, wenn zweifelsfrei geklärt ist: Wann ist der Mensch wirklich gestorben? Wann ist er tot?

Günter Annen


Initiative Nie Wieder! eV. – 69469 Weinheim – Cestarostraße 2 – Tel. 06201 / 2909929
E-Mail: presse@nachrichten-lebensrecht.de

Heute spielen Fußballmannschaften von Israel und Deutschland „gegeneinander“

Israelischer Botschafter: „Ich wünsche mir, daß noch mehr Israelis in die Bundesliga kommen!“

Heute Abend treten die Fußball-Nationalmannschaften Fußballmannschaften von Israel und Deutschland in Leipzig an. Die letzte Begegnung liegt schon gute zehn Jahre zurück  – am 13.2.2002 waren die Teams das letzte Mal in Kaiserslautern aufeinandergetroffen.

Anläßlich des Spiels hat der Botschafter des Staates Israel in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, der „Leipziger Volkszeitung“ und dem „Kicker-Sportmagazin“ Interviews gegeben.
Die israelische Nationalmannschaft (Foto: IFA)

Gegenüber der „Leipziger Volkszeitung“ erklärte der Botschafter:Gegen Deutschland zu spielen, ist auch für uns Israelis etwas ganz Besonderes. Dem großen Favoriten wollen wir, so gut es geht, Paroli bieten.“

Im „Kicker“ bekannte Hadas-Handelsman sich selbst als Fan von Maccabi Tel Aviv und erzählte:

„Ich kam am Freitag in Berlin an, am Samstag war ich zum ersten Mal im Olympiastadion. Hertha gewann gegen Bremen. […] Ich würde mir wünschen, dass nach Nürnbergs Almog Cohen und Kaiserslauterns Itay Shechter noch mehr Israelis in die Bundesliga kommen.“

Die beiden Interviews können Sie hier nachlesen: http://embassies.gov.il/berlin/departments/presse/Medienbeitraege/120530_LVZ.pdf
http://embassies.gov.il/berlin/departments/presse/Medienbeitraege/120529_Kicker.pdf

Infos zum Rahmenprogramm am Abend vor und nach dem Spiel erhalten Sie hier: http://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/calendar-of-events/Pages/Fussballspiel-Deutschland-Israel.aspx


Münster: Etappensieg für Bürgerbegehren pro Hindenburgplatz

Die „Münstersche Zeitung“ berichtet heute:

„Ein Bürgerentscheid über die Rückbenennung des Schloßplatzes in Hindenburgplatz rückt immer näher: Genau 8250 Menschen haben nach Angaben der Bürgerinitiative „Pro Hindenburgplatz“ das Bürgerbegehren unterzeichnet, das die Rückbenennung fordert. Nur noch knapp 2000 Unterschriften fehlen noch.

Seit Ende März heißt der Hindenburgplatz sichtbar Schlossplatz  –  bisher 8250 Menschen wollen das wieder rückgängig machen. 

„Wir sind daher sehr optimistisch, bis zum Ablauf der Frist am 23. Juni mindestens die von uns angestrebte Zahl von 12.000 Unterschriften zu erreichen“, schreibt Sprecher Stefan Leschniok.

Damit das Begehren Erfolg hat, sind 9499 Unterschriften erforderlich. Dann muss der Rat das Thema wieder behandeln. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, dass er seine Umbenennungsentscheidung revidiert. Dann müsste ein Bürgerentscheid für letzte Klarheit sorgen.

In den verbleibenden drei Wochen will die Initiative weiter jeden Mittwoch und Samstag ab 11 Uhr mit einem Stand auf der Ludgeristraße (Höhe Eingang „Thalia“) für ihr Anliegen werben.“

HINWEIS:

Das Bürgerbegehren PRO HINDENBURGPLATZ berichtet darüber, daß sich mehrere Geschäfte in Münster bereit erklärt haben, die Unterschriftslisten der Aktion auszulegen, darunter die Orthopädische Schuhtechnik Reckermann, Fa. Kaminland und SieMatic-Küchen, die sich im oder am Hindenburgplatz befinden.


Markus Söder (CSU) auf Multikulti-Kurs: „Islam ist Bestandteil Bayerns“

Der Islam gehört nach Ansicht des bayerischen Finanzministers Markus Söder (CSU) zum Freistaat: „Der Islam ist Bestandteil Bayerns“, sagte Söder laut dpa in einer Rede auf dem Kulturfest der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) in Nürnberg.

Damit ging Söder auf Distanz zu anderen CSU-Politikern, die stets verneint hatten, daß der Islam zu Deutschland gehöre. So hatte beispielsweise Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich im März vergangenen Jahres betont, der Islam sei historisch gesehen nie ein Teil Deutschlands gewesen.

Laut dem stellv. Vorsitzenden der Ditib in Nürnberg, Fikret Bilir, erntete Söder auf dem Fest für seine Rede großen Applaus der rund 1000 Besucher. Man hoffe nun, daß er standhaft bleibe, sagte Bilir.

Söder selbst war am Mittwoch nicht für eine Stellungnahme zu seiner Aussage zu erreichen, da er laut seinem Ministerium im Urlaub in der Türkei weile.  Türkisches Leben sei Realität in Deutschland und die Religion Bestandteil Bayerns. Daher gehörten auch die Menschen zum Freistaat, versuchte der Sprecher die Position des Ministers zu erläutern.

Quelle: Junge Freiheit / dpa


Russische Babuschkis – auf Platz 2 der Eurovisions-Lieder – wollen zerstörte Dorfkirche aufbauen

„Großmütter brauchen weder Ruhm noch Reichtum“

Buranowskije Babuschki, die Grossmütter aus Rußland, erreichten einen ausgezeichneten Platz 2  beim Eurovision Song Contest.  Die Persönlichkeit dieser Frauen faszinierte das Publikum noch mehr als ihre Musik.

Mit dem Lied Party for Everybody und einem schlichten Auftritt, bei dem am Ende Gebäck aus einem Ofen geholt wurde, sangen sich die Babuschki-Damen weit nach vorne. In ihrem Heimatland haben die Großmütter Kultstatus; sie machen schon seit 40 Jahren gemeinsam Musik.

Ihr siegreiches Lied hatte es in sich: Musikalisch und sprachlich begann es  – angepaßt an Tracht und Kopftücher – eher traditionell, so überraschte es später mit einem Beat, der mitriß.

Die sympathischen Alten besingen das „Althergebrachte“ – trotzdem (oder vielleicht eben deshalb) fliegt der Erfolg ihnen entgegen, da sich  – unbeachtet lautem Zeitgeistgerede  –  eine neue Sehnsucht nach „Heim und Herd“, nach familiärer Geborgenheit breitmacht.

Auch die Babuschkis besingen die traditionelle Familie: „Ich lege ein weisses Tischtuch auf, ich warte, dass die Kinder nach Hause kommen. Der Teig geht zufriedenstellend auf, und mein Herz jubelt„, heisst es in der ersten Strophe  –  und die zweite beginnt so: „Das Haus ist voller Kinder, die Verwandten sind da.“

Doch trotz ihrer steigenden Beliebtheit bleiben die Frauen auf dem Teppich. „Wir pflanzen immer noch unsere Kartoffeln und versorgen unser Rind. Wir sind uns bewusst, dass das derzeitige Interesse an uns jederzeit wieder verschwinden kann“, sagte Olga Tuktaryova gegenüber „Russia Today“.

Außerdem verkündeten die sechs Babuschkis, das sie mit den Einnahmen gerne eine neue Kirche für ihr Dorf finanzieren wollen; sie träumen davon, die in der Sowjetzeit zerstörte Kirche wieder aufzubauen: „Das ist unser einziges Ziel. Grossmütter brauchen keinen Ruhm und Reichtum.“

Quelle: evangelische Infoseite www.jesus.ch

Video mit dem Auftritt der Babuschkis


Kommunen drohen Riesenprobleme wegen „Rechtsanspruch“ auf Kita

Auf deutsche Städte und Gemeinden rollt wegen „fehlender“ Kita-Plätze eine riesige Klagewelle zu, wenn ab 1. August 2013 für Eltern von Kindern unter drei Jahren ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz besteht.
Der Jurist Thomas Meysen vom Dt. Institut für Jugendhilfe und Familienrecht hat für den Städtetag die Rechtslage geprüft und kommt in seiner Untersuchung, die der Tageszeitung „Die Welt“ vorliegt, zu diesem Schluß.
„Die Klagewelle kommt, damit kann man fest rechnen“, sagte Meysen der Zeitung. Er geht auch davon aus, daß die „überwiegende Zahl der Klagen Erfolg haben wird“.
Der Deutsche Städtetag hält Meysens Einschätzung für plausibel und fürchtet die finanziellen Folgen:
„Es ist zu befürchten, dass es in einer Reihe von Städten zu Klagen von Eltern auf Schadenersatz kommt. Denn es besteht nach gegenwärtigem Stand die Gefahr, dass im Sommer 2013 nicht überall genügend Plätze für Kinder unter drei Jahren vorhanden sind“, erklärte ein Sprecher auf Anfrage der „Welt“

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Israel anerkennt und finanziert jetzt auch Reform-Rabbiner

Die nicht-orthodoxen Strömungen des Judentums haben in Israel einen historischen Sieg errungen:

Zum ersten Mal wird der Staat offiziell auch konservative Rabbiner und solche aus dem Reform-Judentum anerkennen und ihre Gehälter zahlen, die ebenso hoch sein werden wie die ihrer orthodoxen Kollegen.

Israel finanziert die Gehälter von Rabbinern, die für verschiedene Städte und Gemeinden religiös zuständig sind. Die orthodoxe Ordination war bisher Voraussetzung für ein solches Amt.

Bereits im Jahr 2005 hatten verschiedene Organisationen gerichtlich geklagt, da sie sich durch dieses Gesetz diskriminiert fühlten.

Nachdem ein Vermittlungsversuch gescheitert war, trug der Oberste Gerichtshof dem Staat Israel auf, seine bisherige Haltung zu überdenken und die Zulassung „nicht-orthodoxer Gemeinderabbiner“ zu prüfen.

Die Regierung hat diesen Vorschlag akzeptiert und angekündigt, in Zukunft auch nicht-orthodoxe Rabbiner zuzulassen. Der Oberste Gerichtshof muß über diese Ankündigung noch abschließend befinden.

Quelle: Israelische Tageszeitung Maariv vom 29.5.2012