Frankreich: Sozialist Hollande wurde nicht von Katholiken gewählt

Debatte um Euthanasie beeinflußte Wahlverhalten der Katholiken

Die große Mehrheit der praktizierenden Katholiken in Frankreich hat am Sonntag nicht François Hollande, sondern Nicolas Sarkozy gewählt.

Laut einer von der kath. Wochenzeitung „La Vie“ in Auftrag gegebenen Umfrage stimmten 79 Prozent der regelmäßigen Kirchgänger bei der Stichwahl um das Präsidentenamt für den bürgerlich-konservativen bisherigen Präsidenten Sarkozy.

Während in der gesamten Bevölkerung 51,7 Prozent den sozialistischen François Hollande wählten, waren es unter den Katholiken lediglich 21 Prozent.

Zünglein an der Waage waren bei der Entscheidung der Katholiken laut Umfrage vor allem die ethischen Positionen der Kandidaten: Während Sarkozy das geltende „Sterbehilfe“-Gesetz nicht weiter öffnen wollte, vertrat Hollande im Wahlkampf eine Zulassung von aktiver Euthanasie auf Wunsch für Menschen mit unheilbaren Krankheiten eingetreten.

Frankreichs katholische Kirche hofft derweil, daß der neue französische Präsident in Zukunft nicht nur an seine Wähler denkt, sondern auch an die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens.

Quelle: Radio Vatikan



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