NDR streicht kuriosen Doku-Film „Die Milch-Lüge“ aus seinem Programm

Der Norddeutsche Rundfunk, ein öffentlich-rechtlicher Sender, der an sich zur Seriösität verpflichtet ist, wollte heute Abend um 22 Uhr eine verschwörungstheoretisch orientierte „Dokumentation“ mit dem vielsagenden Titel „Die Milch-Lüge“ ausstrahlen.

Dort sollte die Behauptung ausgebreitet werden, wonach Kuhmilch nicht etwa nützlich, sondern gesundheitsschädlich sei. Der NDR hat den Beitrag nun aus „redaktionellen Gründen“ kurzfristig aus dem Programm genommen. Ob er später ausgestrahlt wird (evtl. in veränderter Form), bleibt abzuwarten.

Die These von der „Milch-Lüge“ wird teils in esoterischen Kreisen, vor allem aber von Veganern vertreten, also jenen Menschen, die nicht nur kein Fleisch zu sich nehmen wie die Vegetarier, sondern alle tierischen Produkte (Milch, Eier usw) ablehnen, so daß sie sich rein pflanzlich (und damit letztlich unausgewogen bzw. ungesund) ernähren.

Daß übermäßiger Fleischgenuß ebenfalls gesundheitsschädlich ist, steht auf einem anderen Blatt, rechtfertigt aber nicht den veganen Übereifer.

Hier wurde die Ankündigung des Films durch den WDR veröffentlicht:  http://infowars.wordpress.com/2012/05/03/45-min-die-milch-luge-dokumentation/

Info-Hinweise:

Milch dient der Vermeidung von Diabetes: https://charismatismus.wordpress.com/2012/05/10/studien-belegen-milch-schutzt-ausgezeichnet-vor-diabetes/

Bericht darüber, daß keineswegs alles rein pflanzlich ist, wo die Packung es vermuten läßt: http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/edgar-gaertner/zerquetschte-laeuse-im-joghurt-der-betrug-mit-vegetarischen-produkten.html

Genaueres über die These von der „Milch-Lüge“ hier:  http://www.psiram.com/ge/index.php/Milchl%C3%BCge

 


106 Kommentare on “NDR streicht kuriosen Doku-Film „Die Milch-Lüge“ aus seinem Programm”

  1. Heike Struwe sagt:

    Guten Tag,

    oh je… ich kann wirklich nur empfehlen, sich zu informieren… Das ist so ein Wirrwarr ein Falschinformationen seitens der Blogschreiberin, dass man gar nicht weiß, wo man beginnen soll, und gar nicht auf alles eingehen kann, ohne einen ganzen Roman zu verfassen. Da ist von Esoterik die Rede (huh?), da stehen Sätze wie „Bericht darüber, daß keineswegs alles rein pflanzlich ist, wo die Packung es vermuten läßt:“ und DANN kommt ein Link, in dem es um Joghurt geht, der an sich schon nicht pflanzlich ist (es sei denn, es würde sich um einen der vielen köstlichen Sojajoghurtsorten handeln, in diesen in der Tat pflanzlichen Joghurts befindet sich aber auch kein Karmin), vegane Ernährung wird als ungesund bezeichnet und so weiter – alles ein Durcheinander, das zeigt: Hier hat jemand eine Meinung, ohne sich informiert zu haben.

    Dass Milch und tierische Produkte allgemein sehr gesundheitsschädlich sind, ist mittlerweile erwiesen und glücklicherweise erkennen immer mehr Wissenschaftler dies an, man kann nur hoffen, dass diese Erkenntnisse zunehmend mehr Verbreitung finden – derzeit ist die Lobby der Tierprodukte-Industrie leider noch sehr mächtig, doch es beginnt sich zu ändern.

    Tierische Produkte verursachen zahlreiche Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Osteoporose, Herzkrankheiten, Krebs, und vieles mehr, darüber hinaus geringfügigere Dinge wie Akne, Neurodermitis und und und.

    Vor allem aber verursacht der Konsum unglaubliches Leid… 59 Milliarden Landtiere werden jährlich grausam getötet, und da sind Fische und andere Wassertiere noch nicht einmal mit eingerechnet.

    Und nicht nur die Tiere leiden. Der Konsum tierischer Produkte verursacht Hunger in armen Ländern, in denen täglich Tausende von Kindern elend verhungern, während buchstäblich neben ihnen Felder abgeerntet werden, von denen sie sich ernähren könnten – was sie aber nicht dürfen, da diese Pflanzen nicht für sie gedacht sind, sondern für die Fütterung so genannter „Nutztiere“.
    „Jedes Steak ist ein Schlag in das Gesicht eines verhungernden Kindes.“ (Philip Wollen – ehemals reicher Banker, der eines Tages, nachdem er sich umfassend informiert hatte, zum Veganer wurde und nun all seine Ressourcen einsetzt, um diese Welt zu einem besseren Ort für Tiere UND Menschen zu machen.)

    Die Vereinten Nationen empfahlen bereits 2010 den globalen Umstieg auf eine vegane Ernährung. Zitat:
    >>>>>Eine globale Hinwendung zu einer veganen Kost ist lebenswichtig, um die Welt vor Hunger, Treibstoffarmut und den schlimmsten Folgen des Klimawandels zu bewahren, sagte heute ein UN-Bericht.
    Da vorausgesagt wird, dass die Weltbevölkerung bis 2050 auf 9,1 Milliarden anwachsen wird, ist der Appetit des Westens auf eine stark fleischhaltige Kost und Milchprodukte nicht zukunftsfähig, so heißt es im Bericht des Ausschusses für nachhaltiges Ressourcenmanagement des Umweltprogramms der UN (UNEP).
    „Es wird erwartet, dass aufgrund des durch das Bevölkerungswachstum zunehmenden Verzehrs tierischer Produkte die Auswirkungen der Landwirtschaft wesentlich zunehmen. Im Gegensatz zu den fossilen Brennstoffen ist es schwierig, Alternativen zu finden: Die Menschen müssen essen. Eine wesentliche Reduzierung der Folgen wäre nur möglich durch eine substanzielle weltweite Ernährungsumstellung – weg von den tierischen Produkten.“<<<<<

    Ich könnte noch so vieles schreiben, aber das würde dann wirklich ein ellenlanger Text werden.

    Es ist sehr, sehr einfach, Veganer als esoterische, militante, extreme, anklagende, übertreibende Wasweißichs abzutun. Schwerer, aber weitaus hilfreicher wäre es, neues Wissen zuzulassen, sein Herz zu öffnen, Vorurteile zu überwinden und sich zu informieren. Wagen Sie den Schritt – Sie werden sehen, dass ein veganes Leben ausschließlich Vorteile bringt, nicht nur gesundheitliche Verbesserungen/Vorbeugung für Sie selbst, sondern Sie tun damit auch sehr viel für die Tiere, für die Menschen und für diesen Planeten.

    Liken

    • Max Tobler sagt:

      Heike Struwe trifft den Nagel auf den Kopf. Man kann es kaum besser zusammenfassen.

      Liken

    • Kristin sagt:

      Man kann es wirklich nicht besser beschreiben! Wie kommt man damit nur in die Köpfe der Bevölkerung? Die Manschen haben alle glückliche Weidenkühe vor den Augen während sie Milchprodukte zu sich nehmen. Die Politik unterstützt diese Lüge – es ist unfassbar! Zu der unendlichen Qual der Tiere kommt noch, dass es nicht einmal gesund ist Milchprodukte zu sich zu nehmen. Ich bin so entsetzt!

      Liken

  2. Leo sagt:

    Hallo Frau Küble,
    ich bin mir sicher Sie haben diesen Artikel nach bestem Wissen und gewissem mit viel Mühe verfasst, leider muss ich Sie jedoch darauf hinweisen, dass von Ihnen wissenschaftlich unhaltbare Aussagen gemacht werden. Die Annahme vegane Ernährung führe automatisch ist zwar gesellschaftlich verbreitet, jedoch kein Hinweis auf deren Wahrheitsgehalt. Es ist nicht meine Intention Sie zu belehren, sondern lediglich Sie auf den Wissensstand der Ernährungsexperten zu bringen.

    In einem Positionspapier der ADA, einer renommierten Ernährungsorganisation die über 70.000 Experten umfasst (keine Organisation von Vegetariern / Veganern o.Ä.) wurde folgende Aussage getroffen:

    „Eine gut geplante vegane oder andere Art der vegetarischen Ernährung ist für jede Lebensphase geeignet, inklusive während der Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit und Pubertät …“

    6 Jahre später, 2009, wurde dieses Statement erneuert und erweitert:

    „Es ist die Position der [ADA …], dass eine vernünftig geplante vegetarische Kostform gesundheitsförderlich und dem Nährstoffbedarf angemessen ist sowie einen gesundheitlichen Nutzen für Prävention und Behandlung bestimmter Erkrankungen hat.“
    Nachzulesen unter anderem hier http://www.vebu.de/ada oder google-suche nach vegan ada.

    Mehr zu dem Thema vegetarische und vegane Ernährung erfahren Sie auch in den Aufzeichnungen der Beiträge des kürzlich abgehaltenen, europaweit ersten Ärztekongress hierzu: http://vegmed.org/

    Leider findet hierzulande keine ausreichende Ernährungsbildung statt, sodass viele Menschen gar nicht wissen was eine „ausgewogene Ernährung“ tatsächlich ist.
    Es liegt sicher auf der Hand dass man sowohl als Mischköstler, als auch als Vegetarier/Veganer dieses Ernährungsideal weit verfehlt, wenn man täglich nur Pommes mit Ketchup ist und dazu Cola trinkt. Erdnussbutter-Marmeladenbrote als Dauerkost sind genauso wenig geeignet.

    Ausgewogen bedeutet insbesondere die regelmäßige Zufuhr ausreichender Mengen der benötigten Lebensmittel. Es mag zwar stimmen dass Fleisch hierbei behilflich sein kann, da es relativ nährstoffreich ist, jedoch ist dieser Umstand nicht mit einer Notwendigkeit von Fleisch gleichzusetzen. Selbiges gilt für viele andere Lebensmittel, auf die manche Menschen aufgrund von Allergien oder Unverträglichkeiten verzichten müssen.

    Es existiert KEIN EINZIGES Lebensmittel das nicht ersetzbar wäre, denn es gibt nur eine recht geringe Anzahl für den Menschen essentielle Nährstoffe, jedoch eine Vielzahl von Lebensmitteln in denen diese in unterschiedlicher Mengenzusammensetzung enthalten sind.

    Würden Sie einem Menschen der keine Fructose verträgt und daher auf Früchte essen kann unterstellen er würde sich zwangsläufig unauswegogen ernähren und sicher nicht den Bedarf an Vitamin C decken?

    Eben da es keine qualifizierte, staatlich organisierte Ernährungsbildung gibt, ist das was hängen bleibt nur bruchstückhaft und aus dem Kontext gerissen. Bestimmte Lebensmittelkategorien werden dann assoziert mit Attributen wie gesund oder ungesund und eventuell verbindet man mit diesen einen bestimmten Nährstoff.

    Das geht soweit dass gedanklich manche Lebensmittel als Verkörperung eines Nährstoffes gesehen und mit diesem gleich gesetzt werden.

    Fleisch = Eisen
    Milch = Calcium
    Obst = Vitamin C

    Als Laie ist eine derartige Kategorisierung naheliegend, aber pauschale Aussagen sind selten wirklich allgemeingültig.

    Kartoffeln etwa enthalten auf 100 Gramm gerechnet 40% des Vitamin C der gleichen Menge Zitrone.
    100 ml Milch enthalten so viel Calcium wie 100 g Chinakohl, Fenchel, Broccoli oder Meerrettich.

    Erwähnenswert ist auch, dass das Calcium in