Ägypten: 1 Jahr Haft für Asmaa Mahfuz wegen kritischer Äußerungen

Ein Gericht in Kairo hat eine bekannte Oppositionelle in Abwesenheit zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Das Gericht bestätigte außerdem ein verhängtes Straf- und Kautionsgeld für Asmaa Mahfuz.  Die Bloggerin hatte im vergangenen Jahr zum Sturz des ägyptischen Präsidenten Mubarak aufgerufen.

Nach Angaben von „Arabic Network for Human Rights“ wurde Mahfuz angeklagt, während eines Gerichtsverfahrens zum Thema „Tödliche Gewalt zwischen Soldaten und christlichen Kopten“ einen Mann „geschlagen“ zu haben.

Mahfuz, die sich derzeit in den USA aufhält, bestreitet das und wird voraussichtlich in Berufung gehen.

Nach dem Sturz Mubaraks im Februar 2011 hatte sich die Bloggerin, die im vergangenen Dezember den Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit des Europäischen Parlaments entgegennahm, kritisch zur ägyptischen Militärregierung geäußert.

Quelle: österreichische Tageszeitung „Der Standard“ vom 9.5.2012


Handwerk hat goldenen Boden: Wir brauchen nicht nur „Master“, sondern auch Meister!

CDU/CSU beklagen per Pressemitteilung: In jedem dritten Betrieb bleiben Lehrstellen frei

Am 9. Mai 2012 verabschiedet das Bundeskabinett den Berufsbildungsbericht 2012.

Hierzu erklären der bildungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Rupprecht, und der Obmann der Fraktion im Ausschuß, Uwe Schummer:

„Wir brauchen nicht nur Architekten, Ärzte und Ernährungswissenschaftler, sondern auch Bauhandwerker, Krankenschwestern und Köche.

Deswegen ist es keine gute Entwicklung, wenn einerseits die Hörsäle aus allen Nähten platzen, andererseits aber in jedem dritten Betrieb Lehrstellen frei bleiben.

Unsere Wirtschaft ist in Europa spitze. Garanten dafür sind exzellente Ingenieure und Facharbeiter. Nicht die Akademikerquote ist für unser Erfolgsmodell vorrangig, sondern die Ausbildungsquote.

Unternehmen produzieren vor allem deshalb in Deutschland, weil sie hier exzellente Fachkräfte vorfinden. Viele Länder haben durchaus höhere Akademikerquoten. Nur ganz wenige haben aber eine geringere Jugendarbeitslosigkeit.

Deshalb gilt es, im Ausbildungsjahr 2012 wieder mehr junge Menschen für die duale Ausbildung zu gewinnen. Auch für Abiturienten gibt es viele anspruchsvolle Berufe mit guten Berufsperspektiven.

Eine Berufsausbildung kann auch bei einem späteren Studium noch hilfreich sein – besonders, wenn die doppelten Abiturjahrgänge hinter uns liegen.

Bei uns zählt nicht, wo jemand gelernt hat, sondern was er oder sie kann. Deshalb brauchen sich unsere Facharbeiter, Fachwirte und Techniker nirgends zu verstecken. Wir brauchen die Meister nicht weniger als die Master.“

Hintergrund:

Der Berufsbildungsbericht wird jährlich im April vorgelegt.

Zwar wurden 2011 über 10.000 Ausbildungsverträge mehr abgeschlossen als noch 2010. Gleichzeitig blieben aber auch 10.000 Lehrstellen mehr frei als 2010. Mehr als jeder dritte Betrieb konnte nicht alle Stellen besetzen.

Für 2012 wird bei leichtem Wirtschaftswachstum ein erneuter Anstieg des Ausbildungsangebots vorhergesagt. Gleichzeitig dürfte aber wegen geringerer Schulabgängerzahlen auch die Nachfrage weiter sinken. Insbesondere kleinere Unternehmen geraten bei der Fachkräftegewinnung in Schwierigkeiten.


Hauptversammlung der Laienvereinigung „Pro Missa Tridentina“ 2012 in Paderborn

Paderborn  – die Bischofsstadt an den Paderquellen  – war  Gastgeberin für die Jahreshauptversammlung 2012 von PMT,  der Laienvereinigung für den klassischen römischen Ritus in der Katholischen Kirche.

Mehr als 200 Gläubige hatten sich trotz feucht-kalten Regenwetters durch die Stände des Paderborner Straßenfests gekämpft, um am levitierten Hochamt zur Eröffnung der Tagung teilzunehmen.

Die dem heiligen Franz-Xaver geweihte Marktkirche blühte bei den altehrwürdigen Choralgesängen und den feierlichen Zeremonien förmlich auf, auch wenn das Hochamt am Volksaltar zelebriert werden mußte und der prächtig restaurierte schwarz-goldene Hochaltar nur im Hintergrund zu sehen war.

Der Zelebrant, P. Almir de Andrade FSSP, war als Vertreter der päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“ aus Rom angereist und überbrachte Grüße von Msgr. Guido Pozzo, dem Sekretär der Kommission.

In seiner Predigt ging Don Almiro auf den Tagesheiligen, Papst Pius V., ein, der als Liturgiker, als Verteidiger des Abendlandes sowie als Kirchenreformer gewirkt hatte.(…)

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im nahegelegenen Ratskeller folgten die Tagungs-teilnehmer aufmerksam den Ausführungen von Prof. Michael Fiedrowicz, der an der Theologischen Fakultät in Trier den Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Altertums, Patrologie und Christliche Archäologie innehat.

Im Auditorium Maximum der Theologischen Fakultät Paderborn sprach er zum Thema „Liturgiereform wider den Zeitgeist: Papst Pius V. – Erneuerung aus Überlieferung“.

GOTT im Zentrum der Liturgie

Ausgehend vom Tagesgebet erläuterte Prof. Fiedrowicz, was „Divinum cultum reparare“ eigentlich bedeuten sollte und wie eine wahre Reform der jahrhundertelang bewährten Riten aussehen könnte: Nicht eine „Neugestaltung des Gottesdienstes“, die Maß nimmt am modernen Menschen und seinen angeblichen Bedürfnissen, sondern die vielmehr Gott in den Mittelpunkt stellt: Dem HERRN der Herrlichkeit soll ein würdiger Kult dargebracht werden, wie dies Papst Benedikt XVI. 2007 in seinem Motu proprio „Summorum pontificum“ neu betonte.

In ihrem Dank an den Referenten wies die Vorsitzende der Laienvereinigung, Monika Rheinschmitt, darauf hin, daß  dieses Streben nach einer feierlichen und ehrfürchtigen Liturgie zu den Hauptzielen von „Pro Missa Tridentina“ gehöre.

Im Anschluß an die Podiumsdiskussion nutzten viele Tagungsteilnehmer die Chance, das im Herbst 2011 erschienene Buch des Referenten mit dem Titel „Die überlieferte Messe: Geschichte – Gestalt – Theologie“ am Bücherstand zu erwerben.

Nach einer Kaffeepause folgte die Vereinsversammlung, bei der u.a. ein neuer Vorstand für die Laienvereinigung zu wählen war. Die alte und neue Vorsitzende, Monika Rheinschmitt, konnte folgende PMT-Mitglieder als neue Mitstreiter im PMT-Vorstand willkommen heißen:

Zweiter Vorsitzender:  Prof. Dr. med. Wolfgang Denkhaus, 55116 Mainz
Kassierer:  Dr. Thomas Lutter, 71522 Backnang
Schriftführerin:  Ute Meßfeldt-Strutz, 22848 Norderstedt
Beisitzerin:  Annemarie Wimmer, 80331 München

Mit einem Schluß-Segen wurden die Versammelten nach Hause entlassen.

Quelle: Tagungsbericht von Pro Missa Tridentina, Monika Rheinschmitt


FDP tendiert zum Betreuungsgeld: Fraktionchef signalisiert Unterstützung

Von Dennis Riehle

Bislang wurde das Thema „Betreuungsgeld“ meist nur auf  ideologischen Grundlagen zur Debatte zwischen Teilen der Regierung und der Opposition genutzt; nun bekommt die gesamte Diskussion eine neue Dimension.

Nicht nur, dass die SPD und mittlerweile auch die „Grünen“ angekündigt haben, eine Klage beim Bundesverfassungsgericht einreichen zu wollen, sobald ein Gesetzentwurf vorliegt und rechtliche Erfolgschancen geprüft worden seien; der bayerische Ministerpräsident hat die letzten Tage zurecht auf viel größere Auswirkungen hingewiesen, die das Ablehnen der Pläne bedeuten würde.

Denn gerade auch aus den eigenen Reihen erfährt die Regierung heftigen Widerstand: Teile der CDU geben sich mit den Vorhaben nicht zufrieden und schwenken populistisch in die Warnungen der Opposition ein, wonach man mit dem „Betreuungsgeld“ in das Familienbild der 50er-Jahre zurückfallen würde.

Wenngleich Abgeordnete und Minister aus der Union noch nicht von gegenstandslosen Gängen zu den Karlsruher Richtern schwärmen, ist das Bekenntnis gegen das Betreuungsgeld von Christdemokraten und Liberalen in der Vergangenheit immer deutlicher geworden.

Und das abseits von dem zurecht erhobenen Zeigefinger Seehofers, der vehement auf den Koalitionsvertrag abhebt. Dort haben sich die Regierungsparteien zu Beginn der Legislaturperiode eindeutig und unmissverständlich auf die Einführung des Betreuungsgeldes geeinigt  –  festgeschrieben und unterzeichnet von den Parteivorsitzenden 2009.

Schon manche Koalitionsvereinbarung wurde nicht eingehalten, in der Wirtschaft spräche man von Vertragsbruch, der zu Konventionalstrafen führen würde.

Bisher hat man über manche Unstimmigkeit hinweggesehen, doch das Betreuungsgeld taugt aufgrund seiner Grundsätzlichkeit zu einem neuerlich dringenden Gefahr für den Fortbestand der schwarz-gelben Regierung zu werden.

Das hat nun glücklicherweise wohl auch die FDP verstanden und nimmt die Warnhinweise der CSU ernst. Der liberale Fraktionschef im Bundestag ließ sich die Zusage abringen, im Zweifel das Betreuungsgeld doch zu unterstützen.

In einer Phase, in der sich die FDP langsam aus den Sümpfen der 2% herausarbeiten möchte, käme ein Koalitionskrach oder gar -bruch äußerst ungelegen. Und schlussendlich scheint man sich als ehrlicher und verlässlicher Partner profilieren wollen, der das auch einhält, was er im Koalitionsvertrag versprochen hat.

Fernab von all den Taktiken und Machtspielen, die hinter den Aussagen stehen, ist der Kerngedanke des Betreuungsgeldes vollkommen verloren gegangen.

Wenngleich auch die Christsozialen zugeben müssen, dass mit einer monatlichen Zahlung von 150 Euro keiner Familie geholfen ist, die ihr Kind zuhause erziehen will, ist die Absicht lobenswert: Die CSU spielt auf einen Umstand an, der in aller Diskussion verschwiegen wird:

Das Betreuungsgeld oder jegliche andere Form der finanziellen Anerkennung würdigt die Leistung von Eltern, das Aufwachsen des Kindes im eigenen Umfeld zu fördern und auf ein Überlassen der Kleinen an die Kindertagesstätten zu verzichten.

Das Anerkennen der Fürsorge, die Mütter oder Väter geben, die für einige Jahre die Karriere hinten anstellen und sich entwicklungspsychologisch sinnvoll dem Kind beim Aufwachsen zuwenden, ist ein Ertrag, den unser Land später einmal dankbar annehmen wird.

Die Stärkung der Familie, das Zurückgewinnen des Wertes an mütterlicher und väterlicher Zuneigung für Kinder in den ersten Lebensjahren und die Aussicht auf eine Jugend, die nicht von den Erinnerungen an unbekannte Umgebungen von Kitas geprägt ist, bringt Deutschland die Bedeutung von sozialem Miteinander, das von Zuhause ausgeht und natürliche Kontakte wachsen lässt, wieder nahe.

Langfristig kommen wir nicht umhin, die Erziehung und die Betreuung von Kindern durch die Eltern als vollwertige Arbeit anzusehen, die entsprechend eines Ganztagesjobs vergütet und entsprechende versicherungsrechtliche Ansprüche zusichert.

Das Betreuungsgeld wäre aber schon jetzt ein Anfang –  und diskriminiert dabei niemanden. Denn: Wer seine Kinder in die Tageseinrichtung gibt und Geld verdienen kann, braucht nicht noch Zuschüsse dafür. Im Gegensatz zu solchen Eltern haben diejenigen, die ihre Aufmerksamkeit ihrem Nachwuchs schenken, Bedarf an abschlagslosen Einkünften für ihre wertvolle Tätigkeit, die im Sinne unserer aller Zukunft verrichtet wird.


Studien bestätigen: Frömmigkeit verbessert Gesundheit und Lebenserwartung

Seit Jahrzehnten wird in diversen Studien aus dem In- und Ausland immer wieder festgestellt, daß der Gottesglaube und die Beheimatung in einer religiösen Gemeinschaft die körperliche und seelische Gesundheit fördert  –  und zudem die Lebenserwartung steigert.

Seit langem ist zB. bekannt, daß Ordensleute überdurchschnittlich alt werden.

Nun hat sich die Tageszeitung DIE WELT ebenfalls mit diesem Thema befaßt. Unter dem Titel „Warum der Glaube an Gott das Leben verlängert“ berichtet Danielle Bengsch in WELT-online vom 2. Mai 2012 über diverse Studien und Erkenntnisse.

Dabei heißt es eingangs: „Forscher haben nachgewiesen: Wer an einen Gott glaubt, wird deutlich älter“.

Es wird sodann bestätigt:

„Mönche beispielsweise werden hierzulande drei Jahre älter als der Durchschnittsmann. Auch Nonnen hatten lange Zeit einen Vorteil gegenüber nicht geistlichen Frauen. Das sind Ergebnisse der Studie, in der der Wissenschaftler Marc Luy von der TU Wien an bayerischen Klöstern Männer- und Frauensterblichkeit untersucht.“

Ähnlich verhält es sich bei Ordensleuten aus der orthodoxen Tradition: „Auch die Mönche auf dem Berg Athos in Griechenland werden gesund uralt.“

Die Autorin berichtet überdies von  amerikanischen Wissenschaftlern, die erforschen, wie sich der Glaube an einen Gott auf Gesundheit und Lebenserwartung auswirken, darunter der Mediziner Harold Koenig als einer der ersten.

Bereits in den 80er Jahren stellte er fest, daß  Gläubige besser mit Krankheiten umgehen können als atheistische Patienten. Heute leitet er das „Center for Spirituality, Theology and Health“ an der Duke-University im US-Bundesstaat North Carolina.

Der Gottesglaube vermittle das Gefühl, so der Forscher, einer bewährten Gemeinschaft anzugehören und durch den Allmächtigen gut geschützt und aufgehoben zu sein.

Zudem fördere der Glaube positive Werte wie Nächstenliebe: „Das verbessert die Beziehungen zu Freunden und zur Familie“, sagt Koenig.

Stabile soziale Beziehungen und Grundvertrauen in Gott bedeuten nach Koenig schlicht weniger seelischen und körperlichen Streß. Das zeige sich besonders an regelmäßigen Kirchgängern: Wer einmal in der Woche das Gotteshaus besuche, könnte mit rund sieben Jahren mehr rechnen.

Quelle und vollständiger Artikel hier:  http://www.welt.de/gesundheit/article13318334/Warum-der-Glaube-an-Gott-das-Leben-verlaengert.html

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

 


Israel: Kultgegenstände aus der frühen Königszeit entdeckt

Erstmals sind im Heiligen Land religiöse Kultgegenstände aus der Zeit von König David um ca 1000 vor Christus gefunden worden.

Wie das Pressebüro der israelischen Regierung am Dienstag mitteilte, entdeckten Archäologen der Hebräischen Universität in Jerusalem bei jüngsten Grabungen in Khirbet Qeiyafa im Elah-Tal ca 30 Kilometer südwestlich von Jerusalem u.a.  drei Schreine, die in ihrer Architektur und Anlage den biblischen Beschreibungen des Kultes unter König David entsprechen. Zudem seien Kultobjekte und Keramiken gefunden worden.

Die Funde werfen nach Angaben des Archäologen Josef Garfinkel erstmals ein Licht auf den Kult im Reich Juda zur Zeit König Davids. Bei den drei Schreinen handele es sich um die ersten Funde dieser Art aus der frühen Königszeit.

Quelle: Radio Vatikan, KNA


Ministerpräsident Kretschmann, die „zeitgenössische“ Kirche und ihr „Dialogprozeß“

Kommentar von Felizitas Küble

Baden-Württembergs politisch grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält Reformen in der katholischen Kirche für nötig, wie jüngst in der Presse zu lesen war.

Dabei sollten glaubenswache Christen beachten, daß vieles von dem, was gerne als „Reformen“ bezeichnet wird, in Wirklichkeit zu „Deformation“ führt, zur Abschwächung oder gar Auflösung der klaren christlichen Botschaft, besonders zur Infragestellung der Zehn Gebote.

Man denke an Dauerbrenner wie Lebensrecht bzw. Abtreibung, Euthanasie (5. Gebot), Unauflöslichkeit der Ehe (6. Gebot) oder grundsätzlich an die Schöpfungsordnung Gottes (Ehe zwischen Mann und Frau, Nein zur Homosexualität).

Der grüne Politiker, der dem weitgehend modernistischen Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) angehört, erklärte zudem:  Die Kirche könne nur stark und mitten in der Gesellschaft präsent sein, wenn sie ihren Glauben „zeitgenössisch verbreitet“.

Genau umgekehrt wird ein Schuh draus: Solange die Kirche sich und ihren Standpunkt nur „zeitgenössisch“ präsentiert, hat sie nichts zu melden, was über den Tellerrand des üblichen pseudo-modernen Geredes hinausgeht. Eine Kirche, die sich der Welt unterwirft, die dem Zeitgeist mehr dient als dem Heiligen Geist, hat der Welt nichts zu sagen – nichts, was die Welt sich nicht selber mitteilen könnte.

Außerdem rief der baden-w. Ministerpräsident  rief dazu auf, den „Impuls des Zweiten Vatikanischen Konzils aufzunehmen„.

Der angebliche Geist des 2. Vatikanum scheint ein Gespenst zu sein, denn meist bleibt die Berufung darauf  im Verschwommenen und Nebelhaften stecken.

Es gibt Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils, die dem grünen Politiker wohl weniger gefallen dürften, zB folgende Klarstellung: „Abtreibung und Tötung des Kindes sind ein verabscheuungswürdiges Verbrechen“ (Konzilsdokument Gaudium et Spes 51,3).

Außerdem läßt Herr Kretschmann, der beim nächsten Katholikentag Mitte Mai 2012 am Eröffnuingsgottesdienst teilnehmen und dort eine Impuls-Ansprache halten will, der katholischen Christenschar Folgendes ausrichten:

Vom Mannheimer Katholikentag erwartet er sich, dass der von der Deutschen Bischofskonferenz begonnene Dialogprozess zur Zukunft der katholischen Kirche „offen geführt wird und dass die Hierarchie dann auch darauf hört“.“

Allein schon der Ausdruck „Dialogprozess“ ist recht vielsagend und genau genommen ein Widerspruch in sich selbst  –  aber in dieser autoritär-progressistischen Einbahnstraße wird tatsächlich jedem echten Dialog der „Prozeß“ gemacht, weil glaubenskonservative Stimmen ins Abseits gedrängt werden, sofern sie überhaupt noch zu Wort kommen.

Interessanterweise hat Papst Benedikt den bischöflich seit Jahren hochgepriesenen „Dialogprozess“ bei seinem Deutschlandbesuch vorigen September gleich gar nicht in den Mund genommen  – und damit diese vermeintlich großartige „Aktion“ der Deutschen Bischofskonferenz schlicht links liegen gelassen, wo sie auch hingehört.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster