Papst Benedikt: LITURGIE ist keine Unter-haltung – sie hat den Tod des HERRN gekostet!

Aus dem Buch „Theologie der Liturgie“ von Joseph Ratzinger  (Gesammelte Schriften, Bd.11, S. 629):

„Das Zweite Vatikanische Konzil hat uns nachdrücklich daran erinnert, dass die Liturgie in der Sprache der Kirche „Actio“ heißt. Sie ist eine Handlung und deswegen gibt es die „participatio actuosa“, die tätige Beteiligung aller Gläubigen.

Aber da ist dann vielfach in geringerem oder größeren Maß der Eindruck entstanden, die Liturgie müsse von den Gläubigen gemacht werden… und das hat, etwas grob gesagt, dazu geführt, dass man anfing, ihr Gelingen schließlich an ihrem Unterhaltungswert zu messen. Sie sollte recht spannend gestaltet werden… aber dabei ist uns etwas Merkwürdiges widerfahren: gerade so ist ihre eigenen innere Spannung verlorengegangen.

Die kommt nämlich nicht von dem, was wir tun, sondern davon, dass hier etwas getan wird, was wir selbst alle zusammen gerade nicht tun können… hier wirkt eine Vollmacht, die keiner sich selbst geben kann, dass wirklich das Ganz-Andere geschieht, der Ganz-Andere unter uns hereintritt…

Die Eucharistie hat den Tod des Herrn gekostet und nur darum kann sie Gabe der Auferstehung sein. Darum kommt es in der Eucharistie nicht auf von uns produzierten Abwechslungen an. Alle Abwechslungen finden ihr Ende und alle Unterhaltung wird schließlich langweilig  –  wie sehr wissen wir das heute.“


Osttimor (Timor Leste) feiert am 20. Mai den 10. Jahrestag seiner Unabhängigkeit

Von Michaela Koller

Osttimor, das Land mit dem höchsten christlichen Bevölkerungsanteil in Asien, feiert am 20. Mai mit Staatsgästen den zehnten Jahrestag seiner Unabhängigkeit. 

Das Regierungsgebäude im Zentrum der Hauptstadt Dili; Foto: Koller

                                   Das Regierungsgebäude im Zentrum der Hauptstadt Dili

Am 7. Dezember 1975 waren indonesische Truppen in das Land eingefallen. Auf die Annexion Osttimors folgten 24 Jahre Unterdrückung jeglicher Freiheitsbestrebungen mittels Polizei und Militär. Mindestens 102.800 Osttimoresen kamen durch Verfolgung und Vertreibung ums Leben.

Nachdem am 30. August 1999 mehr als 78 Prozent der osttimoresischen Wähler für die Loslösung von Jakarta stimmten, erreichte die Gewalt ihren Höhepunkt. Die indonesische Armee und pro-indonesische Milizen töteten dabei rund 1500 Zivilisten, Hunderttausende Osttimoresen wurden vertrieben. Die Gewaltexzesse wurden endlich beendet, als der UNO-Sicherheitsrat Mitte September 1999 eine internationale Truppe entsandte.

Voraussichtlich wird die aktuelle UNO-Mission in Timor Leste, wie das Land offiziell heißt, Ende dieses Jahres auslaufen. Der gerade abgewählte Präsident José Ramos-Horta dankte noch im Februar in einer Rede vor der UNO der internationalen Staatengemeinschaft, die von September 1999 bis Mai 2002 das Land regierte.

Gerade sind die dritten Präsidentschaftswahlen weitgehend friedlich abgeschlossen worden, aus denen der ehemalige Armeechef Taur Matan Ruak als Sieger hervorging. Im Juni wählen die Osttimoresen ihr nächstes Parlament und wenn diese Wahlen insgesamt ruhig verlaufen, dürfte dem Abzug der UNO nichts mehr im Weg stehen.

Quelle für Text und Foto sowie vollständiger Artikel hier: http://www.vaticanista.info/2012/05/18/katholisches-osttimor-zehn-jahre-lang-unabhangig/


„Verantwortung vor Gott“: Edmund Stoiber plädiert für mehr Demut in der Politik

„Kirche sollte selbstbewußter sein und mehr missionieren“

In einem Interview mit FOCUS-online vom 17. Mai betont der ehem. bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber die Verantwortung vor Gott, wie sie im Vorwort unseres Grundgesetzes erwähnt ist. Aus dieser Verantwortung ergibt sich die notwendige Demut und Bescheidenheit des Menschen, der um seine Grenzen weiß. Dies verhindert Anmaßung und Machbarkeitswahn(sinn).

Der CSU-Politiker erklärte hierzu wörtlich: 

„Wir brauchen in der Politik ein wenig mehr Demut, ein Bewusstsein, dass wir unvollkommen sind. Wir müssen die Verantwortung vor Gott respektieren. So steht es in der Präambel des Grundgesetzes, die heute wohl kaum noch eine Zweidrittel-Mehrheit bekäme. Die Verantwortung vor Gott muss allerdings wieder mehr in den Blickpunkt rücken. Politik muss deutlich machen, dass sie um beste Lösungen ringt, dass es die Absolutheit auf Erden aber nicht gibt.“

Auf die Focus-Hinweis,  daß andere Religionen wie der Islam sich viel offensiver vertreten werden, sagte Stoiber:

„Ich wünschte mir schon ein wenig mehr Missionierung durch die Kirche in unserer Gesellschaft. Die katholische Kirche tritt den gesellschaftlichen Veränderungen zu defensiv gegenüber. Die Kirche hat 2000 Jahre überdauert. Sie stellt einen hohen Wert dar. Ich hoffe, dass man sich dessen allseits bewusst ist.“

Auf die Nachfrage, was er mit „mehr Missionierung“ meint, antwortete Stoiber u.a.:

Gegenüber anderen Religionen können die christlichen Kirchen durchaus offensiver auftreten und deutlich benennen, was uns verbindet, aber auch, was uns unterscheidet. Das gilt insbesondere mit Blick auf den Islam. Da können wir durchaus die Weltoffenheit des Christentums, insbesondere der katholischen Kirche betonen.“

„Das müssen Sie erklären“, hakte die Focus-Redaktion nach – daraufhin sagte Stoiber:

Man muss sich einmal vor Augen führen, in welchen Ländern es dynamische Entwicklungen, großen Fortschritt gibt. Die katholische Kirche zeichnet Weltoffenheit und Vertrauen in die Zukunft aus, nicht der Blick zurück. Es gibt eine Bereitschaft, Veränderungen in der Gesellschaft aufzunehmen. Gerade die katholische Kirche ist bereit, gesellschaftlichen Wandel zu akzeptieren, auch wenn sie ihn nicht immer gutheißt. Das kann man ruhig offensiv vertreten.“

Quelle und Fortsetzung des Interviews hier: http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-25825/edmund-stoiber-ueber-papst-und-christentum-schnelles-vorangehen-in-der-oekumene-wuerde-in-teilen-der-kirche-nicht-nachvollzogen-wir-brauchen-in-der-politik-ein-wenig-mehr-demut_aid_753680.html

Kuba: kommunistische Diktatur verfolgt demokratische Opposition

Der prominente kubanische Oppositionspolitiker Jose Daniel Ferrer wurde unter Hausarrest gestellt, wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt berichtet.

Daniel Ferrer ist Sprecher der Patriotischen Union Kubas (UNPACU), die hauptsächlich im Osten Kubas angesiedelt ist. Ziel der UNPACU ist der soziale und politische Wandel Kubas vom Einparteienstaat mit zentraler Planwirtschaft zu einer pluralistischen Demokratie mit sozialer Marktwirtschaft.

Daniel Ferrer berichtete telefonisch, daß er am 9. Mai 2012 in Havanna auf dem Weg zur tschechischen Botschaft von Beamten der Staatssicherheit verhaftet worden sei. Anschließend habe man ihn nach Santiago de Cuba gebracht und dort in die Zelle gesperrt.

Bei seiner Haftentlassung am 14. Mai hätten ihn Beamte davor gewarnt, in nächster Zeit sein Haus zu verlassen. Ferrer wurde im diesem Halbjahr schon dreimal verhaftet, dann nach einigen Stunden wieder auf freien Fuß gesetzt.

Laut IGFM seien die vorübergehenden Inhaftierungen von Oppositionellen eine Standardmaßnahme der Staatssicherheit und verfolgten das Ziel, die Bürgerrechts-Aktiven einzuschüchtern.


Hirsi Ali: Schlagwort „Islamophobie“ ist der „größte Schwachsinn unserer Zeit“

Die Politikwissenschaftlerin und Buchautorin Ayaan Hirsi Ali wurde 1969 in Somalia geboren, wuchs in Saudi-Arabien und Kenia auf. Hirsi Ali wurde im Alter von fünf Jahren zur Beschneidung gezwungen.

Mit 22 Jahren mußte sie heiraten, floh aber vor ihrem Mann in die Niederlande. Dort beantragte sie politisches Asyl  –  und durfte bleiben. Allerdings muß sie wegen ständiger Morddrohungen seit langem unter Polizeischutz leben.

Eine enge Freundschaft verband sie mit dem 2004 ermordeten Filmemacher Theo van Gogh. Sie schrieb das Drehbuch für seinen islamkritischen Film „Submission“ (Unterordnung), weswegen er von einem muslimischen Extremisten auf offener Straße erstochen wurde.

Nun erhielt die Schriftstellerin kürzlich den Axel-Springer-Ehrenpreis für Meinungsfreiheit.  In einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ sagte Hirsi Ali, das weitverbreitete Wort von der „Islamophobie“ sei der „größte Schwachsinn unserer Zeit„; es handle sich um einen PR-Gag der Islamisten im Westen, um den Menschen Schuldgefühle einzuimpfen, wenn sie den Islam kritisieren. Hirsi Ali fügte hinzu:  „Es gibt vielleicht Christophobie, denn Christen werden weltweit verfolgt. Aber Islamophobie?“

Die Publizistin forderte scharfe europäische Einwanderungsbestimmungen für Flüchtlinge:

„Nur wer einen Eid ablegt, wie jenen in Amerika, unsere Werte zu akzeptieren, also die Freiheit des Individuums und die Gleichheit von Mann und Frau, der Respekt des Eigentums, unsere westliche Minima Moralia, nur die dürfen herein.“

Quelle: christliches Medienmagazin PRO