USA: 43 Bistümer haben juristische Klagen gegen Präsident Obama eingereicht

43 katholische Diözesen, Krankenhäuser, Schulen und kirchliche Einrichtungen haben Klagen gegen die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama eingereicht.

Mit den insgesamt zwölf Klagen kämpfen sie gegen eine Entscheidung des Gesundheitsministeriums, katholische Organisationen zur Bezahlung von Verhütungsmitteln und frühabtreibenden Mitteln gegenüber ihren Angestellten zu verpflichten.

Kardinal Timothy Dolan von New York, der Vorsitzende der US- Bischofskonferenz, betont in einer Erklärung, man habe alles für eine Verständigung mit der Regierunt unternommen, aber vergeblich. Jetzt werde die Zeit knapp „und unsere wertvollen Aufgaben und Grundrechte hängen am seidenen Faden“.

„Wir müssen uns jetzt daher an den Gerichtshof wenden“, so der Kardinal wörtlich.  Der Staat habe kein Recht, religiöse Einrichtungen gesetztlich zu zwingen, gegen ihren Glauben zu handeln.

Quelle: Radio Vatikan

 


Papst würdigt die Bedeutung des irdischen und des himmlischen Vaters

Es ist ein Problem unserer Zeit, daß Väter in ihren Familien nicht ausreichend präsent sind und daß der Begriff „Vater“ oft negativ besetzt ist. Das hat Papst Benedikt XVI. am heutigen Mittwoch beklagt.

Bei seiner Generalaudienz wich er vor Tausenden von Pilgern vom vorbereiteten Redetext ab, als es um das Thema Gott, der Vater, ging  –  und er sagte:

„Vielleicht nimmt der Mensch von heute die Schönheit, die Größe und den tiefen Trost nicht wahr, die das Wort „Vater“ birgt: Die Figur des Vates ist heute oft nicht präsent genug und wird im täglichen Leben auch nicht hinreichend positiv gesehen.

Die Abwesenheit des Vaters, die Tatsache, dass ein Vater im Leben des Kindes nicht präsent ist, das ist ein großes Problem unserer Zeit  –  und dadurch wird es auch schwer, in seiner Tiefe zu verstehen, was es bedeutet, dass Gott für uns ein Vater ist.“

Von Christus lasse sich lernen, so Papst Benedikt, was ein richtiges Vater-Sohn-Verhältnis sei:

„Religionskritiker haben gesagt, von einem Vater Gottes zu sprechen sei eigentlich eine Projektion unserer Väter in den Himmel  –  aber im Evangelium Christi ist es genau andersherum. Wir sehen hier, wie ein richtiger Vater ist; wir können hier erraten, was echte Vaterschaft bedeutet  –  und auch selbst das wahre Vatersein lernen.

Denken wir an das Wort Jesu in der Bergpredigt, wo er sagt: „Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid“ (Mt 5, 44 f.). –  Es ist die Liebe Jesu, des Sohnes, die uns die wahre Natur des Vaters zeigt.“

Quelle: Radio Vatikan


Ausstellung über Franz Stock in Arnsberg vom 20. Mai bis 26. August 2012

Der Priester zwischen den Fronten war ein Held für Deutsche und Franzosen

Das Sauerland-Museum in Arnsberg zeigt vom 20. Mai bis 26. August 2012 eine umfangreiche, dem kath. Geistlichen Franz Stock gewidmete Sonder-Ausstellung unter dem Leitwort „Franz Stock und der Weg nach Europa“.

Dabei wird sein Wirken im Geist des Glaubens hervorgehoben und zugleich seine Persönlichkeit in den historischen Zusammenhang eingebunden und erläutert.

Um die Bedeutung der Ausstellung zu unterstreichen, haben sich der deutsche Botschafter in Paris, Reinhard Schäfers, sowie der französische Botschafter in Berlin, Maurice Gourdault-Montagne, bereit erklärt, die Schirmherrschaft zu übernehmen.

Die Ausstellung wurde am Sonntag, den 20. Mai, mit einem Vespergottesdienst und einem Festakt in der Arnsberger Propsteikirche St. Laurentius eröffnet. Den Festvortrag hielt Kardinal Paul Cordes. 

In Vertretung des französischen Botschafters würdigte Generalkonsul Michel Giacobbi den Priester Franz Stock. Er sei untrennbar mit den Schicksalen von Deutschland und Frankreich verbunden.

Abbé Franz Stock (1904-1948) Das Bild wurde au...

Foto: Franz-Stock-Komitee eV.

Der in Arnsberg geborene Franz Stock (siehe Foto) war ein heldenhafter Priester, der im NS-besetzten Frankreich ca 2000 Gefangene, die vor der Hinrichtung standen, auf ihrem letzten Gang begleitete, sich um ihre würdige Beisetzung bemühte und sich um die Angehörigen kümmerte (all dies gegen den Willen der Nazibesatzung).

Später geriet der beherzte Seelsorger selbst in Gefangenschaft und sorgte sich im Lager vor allem um  Theologiestudenten, so daß er im Gefangenenlager eine Art „Priesterseminar“ aufbaute.


Israel: erster außerbiblischer Beweis für „Bethlehem“ entdeckt

Archäologen haben in Jerusalem ein antikes Tonsiegel mit der Aufschrift „Bethlehem“ entdeckt.

Die israelische Antiquitätenbehörde spricht vom womöglich ersten Beweis für den Namen des Orts im Altertum. Es sei „das erste Mal, dass der Name der Stadt außerhalb der Bibel in einer Inschrift aus der Zeit des Ersten Tempels auftaucht“.

Damit sei „belegt, dass Bethlehm tatsächlich zum Königreich Juda gehörte“, so die Behörde.

Bethlehem wird schon im Buch Genesis des Alten Testaments als Ort des Begräbnisses von Rachel, der Frau des Patriarchen Jakob, erwähnt.

Quelle: Radio Vatikan, afp


Kritik an geplanter Organspende-Reform mit Daten-Skandal inklusive

Wie die „Ärzte-Zeitung“  online vom heutigen Tage berichtet, befinden sich die Gesetzentwürfe zu den Änderungen bei der Organspende in der Kritik.

Geplant ist beispielsweise, daß die Krankenkassen auf der elektronischen Gesundheitskarte eine Entscheidung zur Organspende eintragen können. Doch der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, spricht sich dagegen aus: Die Entscheidung der Versicherten gehe die Kassen nichts an und die elektronische Gesundheitskarte solle kein Organspendeausweise werden.

Am kommenden Freitag (25. Mai) ist die abschließende Beratung im Bundestag zu diesem Themenkreis, wobei das Transplantationsgesetz reformiert werden soll.

Die Dt. Stiftung Organtransplantation (DSO) soll komplett neu organisiert werden. In der Kritik steht u.a. die sog. Forschungsklausel. Jetzt soll ein entsprechender Schutz-Paragraph jedoch entriegelt werden.

Damit könnte die Weitergabe von Daten von Organspendern und -empfängern zukünftig auch für kommerzielle Forschungszwecke zulässig sein  –  und dies unter bestimmten Bedingungen sogar ohne Einverständnis der Betroffenen.

Das geht aus einer Stellungnahme der Bundesregierung hervor, die der „Ärzte Zeitung“ vorliegt. Dort heißt es: Die Regelung diene dem Zweck, die Transplantationsmedizin „im Interesse der betroffenen schwer kranken Patienten“ weiterzuentwickeln.

Die „bestimmten Bedingungen“, unter denen die Daten an Dritte weitergeben werden dürfen, treten u.a. dann ein, wenn an einem Forschungsvorhaben ein „öffentliches Interesse besteht, welches die Interessen der betroffenen Personen überwiegt“.

Ein Forschungsvorhaben der pharmazeutischen Industrie könne auch im öffentlichen Interesse sein, ein zugleich bestehendes kommerzielles Interesse schließe das öffentliche Interesse nicht aus, so die Bundesregierung. Es gebe angeblich „keine verfassungsrechtlichen und datenschutzrechtlichen Bedenken“, heißt es in dem Schreiben.

Kritiker wenden ein, solch hochsensible Daten sollten nicht zu kommerziellen Zwecken etwa für die Forschung verwendet werden. 

Unmut gibt es in der Oppositini  auch über die Art und Weise, wie das Gesetz umgesetzt werden soll,  nämlich ohne Diskussion über sensible Themen.

Quelle: Ärzte-Zeitung online vom 23.5.2012


USA: Wer ordinär schimpft oder flucht, zahlt Bußgeld – TV-Sender bis zu 325.000 Dollar

Fluchen und aggressives Schimpfen in der Öffentlichkeit soll in Middleborough (US-Bundesstaat Massachusetts) mit 20 Dollar Bußgeld belegt werden. Polizeichef Bruce Gates räumt ein, daß es Wichtigeres gäbe, als solche Vergehen zu ahnden, aber es gehe immerhin um die Lebensqualität für die 22.000 Einwohner der Stadt.

Manchen Bürgern ist die geplante Verfügung nur recht, andere sehen die Meinungsfreiheit bedroht. Am 11. Juni dieses Jahres soll eine Stadtversammlung entscheiden, ob eine entsprechende Verordnung aus dem Jahr 1968 aktiviert wird.

Fluchen bleibt freilich im amerikanischen Fernsehen weiter verboten. Der Oberste Gerichtshof in Washington bestätigte kürzlich das Recht der Regierung,  TV-Sender bei einem Verstoß mit drastischen Geldstrafen zu belegen.

Die mit fünf gegen vier Stimmen denkbar knappe Gerichtsentscheidung ließ allerdings offen, ob das Verbot von Flüchen und ordinären Kraftausdrücken gegen die freie Meinungsäusserung verstößt. Diese Frage wurde zunächst an ein untergeordnetes Gericht verwiesen.

Die US-Fernsehsender FOX, ABC, CBS und NBC hatten sich gegen eine Neuregelung gewehrt, nach der die staatliche Medienkommission FCC eine Geldstrafe von bis zu 325.000 Dollar verhängen darf, wenn ein Sender einen Kraftausdruck ausstrahlt.

Quelle: evangelikale Webseite http://www.jesus.ch, IDEA