„Erscheinungen“ in Oliveto Citra: Küßchen von der „Himmelsmutter“ an die „Kinderchen“

Im Südwesten Italiens machte eine Kleinstadt namens Oliveto Citra bereits Mitte der 80er Jahren in erscheinungsfrommen Kreisen von sich reden – und das bis Ende der 80er Jahre, wobei tausende Pilger in das von zahlreichen Marienvisionen heimgesuchte Städtchen zogen.

Mehrere Bücher – auch in den USA  – sind über die dortigen Phänomene veröffentlicht worden, die jedoch kirchlich nicht anerkannt wurden.

Die Erscheinungen der angeblichen Himmelsmutter (teils mit dem Jesuskind) begannen 1985 zunächst gegenüber einer Gruppe von genau 12 Knaben im Alter von 8 bis 12 Jahren. Bald danach wurde auch eine junge Bardame namens Anita mehrerer Erscheinungen gewürdigt.

Die Marienerscheinung nannte sich „Unsere Liebe Frau vom Trost“ und wünschte den Bau einer Kapelle; sie soll den Sehern mehrere „Geheimnisse“ anvertraut und von künftigen Katastrophen und Strafgerichten Gottes gesprochen haben. Außerdem soll sie das zweimalige Fasten pro Woche verlangt haben, was insoweit an Medjugorje erinnert.

Soweit also das übliche Szenario, das man aus anderen Erscheinungsstätten zur Genüge kennt.

Ein „Sonnenwunder“ wurde ebenfalls berichtet  – doch dergleichen ist auch aus Medjugorje, Heroldsbach oder Montichiari bekannt  (kirchlich ebenfalls nicht anerkannt; Heroldsbach wurde sogar strikt abgelehnt).

Auch ein angeblich „himmlischer Rosenduft“, der von Sehern in Oliveto Citra wahrgenommen wurde, fällt nicht sonderlich aus dem Rahmen: derartige Duftphänomene sind öfter Bestandteil irrgeistiger „Erscheinungen“.

Nachdem es in den 90er Jahren um Oliveto Citra ruhiger wurde, ging es am 2. Juli 2000 wieder rund mit neuen „Erscheinungen“ der Madonna, aber auch von ihrem göttlichen Sohn und dem Hl. Erzengel Michael, ja sogar von Gott-Vater höchstselbst, der „Botschaften“ gesendet haben soll.

Bei der ersten Marienvision vom 2. Juli 2000 lautete die „himmlische“ Botschaft abschließend: „Ich streichle euch und umhülle euch in meinem Mantel, in dem ich euch meinen Duft riechen lasse.“  – Kommentar überflüssig.

Eine sog. „Liebesgruppe der Trinität“ setzt sich für die Verbreitung der seitdem anhaltenden „Offenbarungen“ ein, wobei es auch in diesem Monat  – genauer: am 6.5. – zu einer Marienerscheinung an die Seher (darunter „Maurizio“ und „Marcella“) gekommen sein soll.

Dabei bewegen sich die Äußerungen der  „Madonna“ auf dem Niveau der ersten Botschaft  – und auch sprachlich auf ähnlich naiver Ebene, redet sie doch die Seher mit „Meine Kinderchen“ an, womit selbst Medjugorje in puncto kindischer Stil noch übertroffen wird.

Die Erscheinung liefert auch sonst die in solchen Fällen üblichen Liebesseufzer ab:

„Meine Kinderchen, ich liebe euch unermeßlich und um es euch zu beweisen, wünsche ich, euch große Freuden zu geben…Meine Kinder, ich liebe euch! Ich liebe euch! Ich liebe euch. Danke für alles, was ihr der heiligen Dreifaltigkeit gebt. Die Freuden, die wir (!) Euch geben werden, sollen die Belohnung für Eure Beharrlichkeit sein.“

Offenbar rechnet sich diese Madonna selber zur „Dreieinigkeit“, zumal sie direkt nach Erwähnung derselben von „wir“ spricht.

Sodann kündigt das Erscheinungsphänomen an: „Ich werde greifbare Zeichen geben. Alle werden glauben müssen, daß Ich es bin.“

„Sichtbare Zeichen“ wurden auch in Medjugorje bereits 1981 angekündigt – eingetroffen sind sie bis heute nicht.

Die Schlußworte der aktuellen „Botschaft“ in Oliveto Citra vom 6. Mai 2012 lauten also:

„Meine Kinderchen, jetzt muss Ich euch verlassen. Ich gebe euch einen Kuss und Ich segne euch alle im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Diese „Botschaft“ ist hier im vollen Wortlaut nachlesbar: http://www.gloria.tv/?media=291787&embed=true


Deutscher Ärztetag gegen jede Form organisierter „Sterbehilfe“ bzw Euthanasie

Ärztetag positioniert sich konsequenter als die Bundesregierung

Für ein Verbot jeder Form der organisierten Sterbehilfe hat sich der Deutsche Ärztetag gestern in Nürnberg ausgesprochen.

Die Delegierten begrüßten die Gesetzespläne der Bundesregierung, die gewerbsmäßige Förderung der Selbsttötung unter Strafe zu stellen. Das reiche allerdings nicht aus.

„Wenn verhindert werden soll, dass Sterbehilfe-Organisationen unter einem anderen Rechtsstatus weiter ihren Geschäften nachgehen, muss jede Form der gewerblichen oder organisierten Sterbehilfe in Deutschland verboten werden“, forderten die Delegierten.

Sie warnten davor, daß sich diese Organisationen in der Praxis leicht zu angeblich gemeinnützig handelnden Vereinen oder Stiftungen umfirmieren ließen.

„Deshalb muss der Gesetzgeber alle Facetten der gewerblichen und organisierten Sterbehilfe strafrechtlich sanktionieren, also auch die Organisationen miterfassen, bei denen rechtlich keine Gewinnerzielungspraxis nachweisbar ist“, heißt es in einer Entschließung des Ärztetages.

Die Bundesregierung hatte im April 2012 einen Gesetzentwurf zum Verbot der gewerbsmäßigen „Sterbehilfe“ vorgelegt. Ausdrücklich vom strafrechtlichen Verbot ausgenommen werden darin aber all jene Formen der Suizid-Beihilfe, bei denen es nicht um Gewinnerzielung geht.

Quelle: Radio Vatikan


Israel: Möglicher Durchbruch gegen Lungenkrebs

Wissenschaftler aus dem Krankenhaus Hadasa Ein Kerem haben eine Entdeckung gemacht, die eine Revolution auf dem Gebiet der Lungenkrebs-Therapie bedeuten könnte. 

Amnon Peled und Oz Shapira, zwei der Forscher aus dem Team
(Foto: Sh. Granot)

Die Forscher haben einen Stoff entdeckt, der eine Verbindung zwischen Protein und Rezeptor verhindert, die für das Wachstum von Tumoren zuständig sind. So könnte das Wachstum aufgehalten und möglicherweise sogar zurückgedrängt werden.

Bei Versuchen an Mäusen hat der Stoff zu einem Rückgang von 50% des Umfangs des Geschwürs geführt  – und in Kombination mit Bestrahlungen und Chemotherapie wurde sogar eine Verlangsamung von 90% der Wachstumsgeschwindigkeit der Krebszellen erreicht.

Der Stoff mit dem Namen BKT140 wird bereits bei Knochenmarkspendern angewandt und dient dazu, das Wachstum von Knochenmarkzellen vor einer Spende zu beschleunigen.

„Es handelt sich um einen Stoff, der bereits als Medikament getestet wurde, so dass wir bereits wissen, dass er in der Anwendung sicher ist und nur wenig Nebenwirkungen verursacht“, erklärt Dr. Uri Wald, einer der an der Studie beteiligten Wissenschaftler.

Quelle: Israelische Tageszeitung Haaretz vom 24.5.12)

Den vollständigen Artikel (auf Englisch) finden Sie hier: http://www.haaretz.com/news/national/israeli-researchers-score-success-in-lung-cancer-treatment-1.432249


Grüne Jugend in Deutschland und Europa fordert Auflösung der NATO

Am 22. Mai 2012 verschickte der Bundesverband der Grünen Jugend gemeinsam mit der Föderation der Jungen Europäischen Grünen (FYEG) eine Pressemitteilung, die an linkspazifistische und anti-amerikanische Zeiten der Grünen Anfang der 80-er Jahre erinnert.

Unter dem Motto „Frieden schaffen – NATO auflösen“ heißt es:

„Zum Abschluss der NATO Konferenz in Chicago erklärt der Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND und der Vorstand der  „Die NATO ist ein Relikt des Kalten Krieges und gehört spätestens seit Gründung der ESVP aufgelöst. In einer multilateralen Welt ist die Nato überflüssig. Sinnvoll wäre vielmehr ein globales, kollektives Sicherheitssystem, welches alle Menschen schützt, ohne den Partikularinteressen einzelner Staaten zu dienen.“

Sodann kritisiert die Stellungnahme, das westliche Bündnis entwickle sich als „Parallelstruktur zur UNO“  und „unterminiere“ damit diese „demokratischere Institution„.

Warum ausgerechnet die  –  größtenteils aus Diktaturen bestehende   –  UNO „demokratischer“ sein soll als die von westlichen Demokratien geprägte NATO (eine Ausnahme bildet allein die Türkei), wird in der grünen Pressemitteilung nicht begründet.

Quelle: Grüne Jugend, Bundesverband Berlin


„Energiewende“ bedeutet die Wende der Strompreise nach oben…

Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. Hans Penner, Linkenheim-Hochstetten

Offener Brief an Bundeskanzler Dr. Angela Merkel

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

„Energiewende“ bedeutet die Wende der Strompreise nach oben. Als Folge sind Aluminium- und Edelstahl-Industrie aus Deutschland ausgewandert. Die deutsche Kerntechnik vernichten Sie ebenfalls.

Unklar ist, weshalb Sie ein so starkes Interesse an der Desindustrialisierung Deutschlands haben.

Als Physikerin wissen Sie, daß Kohlendioxid kein Schadstoff ist. Bekannt ist Ihnen auch, daß Kohlendioxid-Emissionen keinen schädlichen Einfluß auf das Klima haben, weil die Infrarot-Absorption durch das Kohlendioxid der Atmosphäre so gut wie gesättigt ist.

Das hatte bereits der Bundestag-Enquete-Bericht von 1988 festgestellt.

Sie wissen ferner, daß die Klimasensitivität des Kohlendioxids unter 1°C liegt.

Erst kürzlich, am 22.2.2012, hatte dies Professor Lindzen vor dem Britischen Unterhaus in einem Vortrag erläutert, den Sie sicher kennen.

Schließlich ist Ihnen bekannt, daß keine Korrelation zwischen Globaltemperatur und Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre besteht.

Trotz steigendem Kohlendioxid-Gehalt sank die Globaltemperatur von 1950 bis 1970 und sinkt seit 1998.

Es gibt also keine anthropogene globale Erwärmung.

Sie wissen auch, daß weltweit die Kernkraft-Nutzung ausgebaut wird. Soll der Industriestandort Deutschland erhalten bleiben, brauchen auch wir Nuklearstrom. Wir importieren beträchtliche Mengen an Nuklearstrom aus Frankreich und wahrscheinlich demnächst auch aus Königsberg, wo ein neues Kernkraftwerk mit 2 Blöcken gebaut wird.

Das Fukushima-Ereignis war ein Beleg für die Beherrschbarkeit der Kernenergie. Obwohl das Kernkraftwerk durch eine unerwartet hohe Flutwelle zerstört wurde, erlitt die Bevölkerung keine Strahlenschäden.

Ihre naturwissenschaftlichen Kenntnisse dürften ausreichen, um zu wissen, daß eine für die Erhaltung des Industriestandortes Deutschland erforderliche preisgünstige Stromversorgung durch Wind- oder Solarstrom aus naturgesetzlichen Gründen nicht möglich ist.

Sowohl Ihre Europa-Politik als auch Ihre Energie-Politik sind abzulehnen.

Eine baldige Beendigung Ihrer politischen Tätigkeit würde ich deshalb begrüßen.

Ihre Vorzimmerdamen bitte ich um Weiterleitung dieses Schreibens.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Penner


Kuba: Kuba muß sich vor Anti-Folter-Komitee der UN verantworten

Seit Dienstag muß sich die kommunistische Diktatur in Kuba vor dem Antifolterkomitee der Vereinten Nationen (CAT) im Genf verantworten.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, stehen dabei der Tod politischer Gefangener, Mißhandlungen und unmenschliche Haftbedingungen in Kubas Gefängnissen im Mittelpunkt.

Das 10-köpfige Komitee überwacht die Umsetzung der von Kuba 1995 ratifizierten UN-Anti-Folter-Konvention.

Kubas Regierung wurde vom Antifolterkomitee u.a.  aufgefordert, die Umstände des Todes der im Gefängnis verstorbenen Dissidenten Wilman Mendoza, Orlando Zapata und Juan Soto zu klären.

Während Mendoza und Tamayo während eines Hungerstreiks gegen ihre willkürliche Inhaftierung verstarben und damit zu Galionsfiguren der kubanischen Demokratiebewegung wurden, erlag Juan Soto seinen Verletzungen, nachdem er von Sicherheitsbeamten mißhandelt wurde.

Die IGFM, die auf Kuba mit einer eigenen Arbeitsgruppe vertreten ist, begrüßt die Untersuchungen des Antifolterkomitees und verweist darauf, daß der IGFM zehn Videofilme vorliegen, die die untragbaren Haftbedingungen in Havannas Gefängnis Combinado del Este belegen.

In dem berüchtigten Gefängnis sind nach Informationen der IGFM derzeit etwa 5.000 Häftlinge zusammengepfercht, darunter zahlreiche politische Gefangene.

Die Videofilme wurden im Januar 2012 von Gefangenen aus anderen lateinamerikanischen Staaten aufgenommen und dokumentieren unter anderem verschimmelte Löcher auf den Böden der Zellen, die als Toiletten dienen, und undichte Rohre, aus denen unablässig Abwasser spritzt. Auch werden ungenießbares Essen und eine so genannte „Strafzelle“ von nur etwa 1×3 Metern gezeigt, in die bis zu vier Gefangene gepfercht werden.


Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba:
http://www.igfm.de/Kuba.456.0.html


Sarrazin würde kostenlos als Wirtschaftsberater für Griechenland arbeiten

Thilo Sarrazin wäre unter bestimmten Bedingungen bereit, unentgeltlich als Wirtschaftsberater zu arbeiten, wenn die nächste griechische Regierung ihn fragen würde.
Der Wochenzeitung „Die Zeit“ sagte er der Ex-Banker:
„Ich käme vielleicht in Versuchung, wenn ich erstens klare Zuständigkeiten und Kompetenzen hätte, zweitens mir einige deutsche Beamte meines Vertrauens aussuchen könnte und drittens jeder dieser Beamten sowie auch ich einen nicht-korrupten griechischen Dolmetscher beigestellt bekämen.“

Auf die Frage, wie die Kanzlerin ihre Euro-Politik ändern sollte, würde sie seinen Ratschlägen folgen, sagte Sarrazin:

„Wenn sie den französischen Präsidenten sieht, sollte sie sagen: Lieber François, wir wollen weiterhin die Wäh­rungs­union gemeinsam mit Frankreich, die deutsch-französische Freundschaft ist der Kern Europas, völlig klar.“

Aber Sarrazin spricht sich auch für eindeutige Stoppzeichen aus:

„Wenn der Fiskalpakt von Frankreich nicht genau so ratifiziert wird, wie wir ihn verabschiedet haben„, dann sollte die Kanzlerin „den Antrag auf Zustimmung zum europäischen Rettungsschirm im Bundestag zurückziehen.“

Falls die europäische Notenbank dauerhaft vom Vorrang der Preisstabilität abweicht, dann sollte die Bundesbank ihre Vertreter aus dem Gouverneursrat der EZB zurückziehen, so Sarrazin.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Ermittlungsverfahren gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff wird eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Berlin wird ihr Ermittlungsverfahren wegen Vorteilsannahme gegen den zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff einstellen.  Dies erfuhr die Berliner Zeitung „Tagesspiegel“ aus Justizkreisen.

Eine offizielle Bestätigung gab es allerdings noch nicht. „Die Ermittlungen sind abgeschlossen“, sagte Justizsprecher Matthias Rebentisch.

Quelle hierfür:  http://www.tagesspiegel.de/politik/ex-bundespraesident-berliner-staatsanwaltschaft-stellt-ermittlungen-gegen-wulff-ein-/6665872.html

Damit ist der Bundespräsident teil-entlastet. In Hannover läuft ein weiteres Ermittlungsverfahren, das vermutlich länger dauert und dessen Ausgang noch offen ist.

Hinweis: Unser CHRISTLICHES FORUM äußerte sich in dutzenden Artikeln und Berichten  g e g e n  die Schlammschlacht, die in der Causa Wulff von Medien- und Politikerseite geführt wurde – siehe hier:

https://charismatismus.wordpress.com/category/causa-christan-wulff/


Bundestagsfähnlein von zehn Aufrechten bilden Allianz gegen ESM-Desaster

Zehn Bundestagsabgeordnete, zehn Punkte, ein Ziel: „Der „Rettungsfonds“ ESM muss verhindert werden!“  (ESM = Europäischer Stabilitäts-Mechanismus)
Auf einer Pressekonferenz stellten gestern zehn Abgeordnete der Regierungskoalition, darunter Klaus-Peter Willsch (CDU) und Sylvia Canel (FDP), einen Zehn-Punkte-Plan zur Bewältigung der Euro-Krise vor.
Außerparlamentarische Unterstützung finden die Abgeordneten beim Bund der Steuerzahler, dem Bündnis Bürgerwille sowie vom Verband Junger Unternehmer und der Familienunternehmer.

Ein dauerhafter Rettungsschirm manifestiert die Fehler der Vergangenheit. Die Alimentierung notleidender Euro-Staaten, vor allem durch die deutschen Steuerzahler, kann nicht die Antwort auf die Schuldenpolitik der letzten Jahrzehnte sein.

Diese Strategie bürdet den Steuerzahlern unkalkulierbare Risiken auf. Deshalb sagt diese parteiübergreifende Allianz ‚Nein‘ zum ESM.

Unterstützung erhalten die zehn Parlamentarier bei Dr. Karl Heinz Däke, Präsident des Bundes der Steuerzahler:

„Die ESM-Strategie bürdet den Steuerzahlern unkalkulierbare Risiken auf. Deshalb sagt der Bund der Steuerzahler ‚Nein‘ zum ESM. Die Europäische Währungsunion kann nur Bestand haben, wenn sich alle Euro-Mitglieder auf die Prinzipien von Haftung und Eigenverantwortung besinnen.“

Darauf weist auch Marie-Christine Ostermann, Bundesvorsitzende von Die Jungen Unternehmer, hin:

„Für uns Unternehmer ist vor allem der Punkt ‚Risiko und Haftung in einer Hand‘ wichtig. Das heißt für Europa: Jedes Mitglied der Euro-Zone muss selbst für seine finanziellen Verpflichtungen einstehen. Mit immer größeren Rettungsschirmen, für die immer nur die anderen haften sollen, manövriert sich Europa immer tiefer in eine Sackgasse. Es ist wie in unseren Unternehmen: Wenn die Marktteilnehmer sagen, dass unsere Organisationsstrukturen nicht effizient sind oder die Preise zu hoch, dann helfen Stützungskäufe auf Dauer auch nicht. Auf die Politik übertragen heißt das, dass an Reformen kein Weg vorbeiführt.“

Auch für Dr. Johannes Hüdepohl, Erstunterzeichner des Bündnis Bürgerwille, gibt es keinen Grund, mit dem ESM eine Institution zu schaffen, die diese falsche Politik zum Schaden Deutschlands und seiner Partner dauerhaft fortsetzt:

„Die Überschuldung der Südländer steigt, ihre Wirtschaftsleistung schrumpft und die Krise breitet sich weiter aus. Wir setzen uns für geordnete Staatsinsolvenzen, eine Stabilisierung des Finanzsystems und ein Austrittsrecht aus dem Euro ein.“

Wer Sie sich dieser Kritik anschließen möchten, dann unterschreiben Sie jetzt bitte hier:

Link Zehn-Punkte-Plan

Quelle: Bund der Steuerzahler


Rechtsbeugung in Ägypten: 12 christliche Kopten zu lebenslänglicher Haft verurteilt

Die ägyptische Justiz verhängt gegen koptische Christen härtere Strafen als gegen muslimische Staatsbürger.

Diesen schweren Vorwurf hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am 22. Mai 2012 erhoben, weil das Strafgericht der Stadt Minya am Montag zwölf Kopten nach einem tödlichen Streit mit Muslimen zu lebenslanger Haft verurteilt hat. Acht ebenfalls angeklagte Muslime wurden freigesprochen.

„Das Urteil ist leider kein Einzelfall“, berichtete der GfbV-Afrika-Referent Ulrich Delius. So hatte Ende April 2012 ein ägyptisches Sondergericht aus angeblichem „Mangel an Beweisen“ alle Verfahren im Zusammenhang mit dem sogenannten Maspero-Massaker vom 9. Oktober 2011 eingestellt. Damals waren dabei 27 Christen ermordet und 320 Menschen verletzt worden.

Es ist ein Armutszeugnis für den Rechtsstaat, aber vor Ägyptens Justiz bekommen Christen nur selten Gerechtigkeit“, erklärte Delius.

Das harsche Urteil vom Montag geht auf einen Streit zurück, der am 18. April 2011 in dem Ort Abu Qurqas in der 240 Kilometer südlich der Hauptstadt Kairo gelegenen Provinz Minya zwischen Kopten und Muslimen ausgebrochen war. Ausgelöst wurde der Konflikt, als die Familie eines koptischen Rechtsanwalts vor ihrem Haus eine Bodenschwelle auf der Straße errichtete, um Autofahrer zu langsamerer Fahrt zu veranlassen.

Als muslimische Nachbarn dagegen protestierten, kam es zum offenen Streit. Bei den Auseinandersetzungen wurden drei Menschen ermordet. Auch bei dem Begräbnis der Verstorbenen brach der Streit erneut aus.

Vier Häuser von Kopten in dem nahe gelegenen Dorf Fekriya wurden niedergebrannt und viele Schaufenster koptischer Geschäfte zerstört. Der Ort Abu Qurqas wird zu 75 Prozent von Kopten bewohnt.

Ursprünglich waren in dem Gerichtsverfahren Gefängnisstrafen von fünf bis fünfzehn Jahren erwartet worden. Doch die Staatsanwaltschaft hatte ihre Anklage um Mord, Gefährdung der öffentlichen Sicherheit, Brandstiftung und unerlaubten Waffenbesitz erweitert.

Quelle: Pressemitteilung der Gesellschaft für bedrohte Völker