Deutscher Ärztetag gegen jede Form organisierter „Sterbehilfe“ bzw Euthanasie

Ärztetag positioniert sich konsequenter als die Bundesregierung

Für ein Verbot jeder Form der organisierten Sterbehilfe hat sich der Deutsche Ärztetag gestern in Nürnberg ausgesprochen.

Die Delegierten begrüßten die Gesetzespläne der Bundesregierung, die gewerbsmäßige Förderung der Selbsttötung unter Strafe zu stellen. Das reiche allerdings nicht aus.

„Wenn verhindert werden soll, dass Sterbehilfe-Organisationen unter einem anderen Rechtsstatus weiter ihren Geschäften nachgehen, muss jede Form der gewerblichen oder organisierten Sterbehilfe in Deutschland verboten werden“, forderten die Delegierten.

Sie warnten davor, daß sich diese Organisationen in der Praxis leicht zu angeblich gemeinnützig handelnden Vereinen oder Stiftungen umfirmieren ließen.

„Deshalb muss der Gesetzgeber alle Facetten der gewerblichen und organisierten Sterbehilfe strafrechtlich sanktionieren, also auch die Organisationen miterfassen, bei denen rechtlich keine Gewinnerzielungspraxis nachweisbar ist“, heißt es in einer Entschließung des Ärztetages.

Die Bundesregierung hatte im April 2012 einen Gesetzentwurf zum Verbot der gewerbsmäßigen „Sterbehilfe“ vorgelegt. Ausdrücklich vom strafrechtlichen Verbot ausgenommen werden darin aber all jene Formen der Suizid-Beihilfe, bei denen es nicht um Gewinnerzielung geht.

Quelle: Radio Vatikan


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