Papst: MARIA ist die Frau des gottzugewandten „Hier bin ich“

„Bayern-Alpha“ sendet über Pfingsten die italienisch-deutsche Co-Produktion „Ihr Name war Maria“ über das Leben der Madonna. 

Der Papst hat sich den Zweiteiler bereits angeschaut. Bei seiner Mittwochsansprache am 16. Mai verwies er darauf, daß der Film gewissermaßen drei Frauenbilder nebeneinanderstelle:

„Drei Frauen, deren Wege sich kreuzen, die aber jede für sich eine sehr unterschiedliche Wahl treffen. Herodias bleibt in sich selbst und in ihrer Welt verschlossen; ihr gelingt es nicht, den Blick zu heben, um das Zeichen Gottes zu lesen, und sie verharrt im Bösen. Maria Magdalena hat eine komplexere Geschichte: Sie erliegt zunächst der Verlockung eines oberflächlichen Lebens, bis die Begegnung mit Jesus ihr das Herz öffnet und ihr Leben ändert.

Im Zentrum des Films aber steht Maria von Nazareth: In ihr sehen wir den Reichtum eines Lebens, das ein einziges „Hier bin ich, Gott“ gewesen ist. Eine Mutter, die ihren Sohn am liebsten immer für sich behalten hätte, die aber wusste, dass er Gott gehörte.“

Maria habe einen „so großen Glauben gehabt“, daß sie  JA sagte zur gottgewollten Mission Christi:

„Drei Erfahrungen, ein Paradigma dafür, worauf man das Leben ausrichten kann: auf den Egoismus, auf das Materielle, oder auf den Sinn der Anwesenheit eines Gottes, der zu uns gekommen und bei uns geblieben ist und der um unser Vertrauen bittet. Maria von Nazareth ist die Frau des „Hier bin ich, Gott“ gegenüber dem Willen Gottes, und in diesem Ja auch im Schmerz angesichts des Todes Jesu findet sie die volle, tiefe Seligkeit.“

Quelle: Radio Vatikan

Hier gibt es eine Bildergalerie zum Film: http://www.br.de/pressestelle/inhalt/pressemitteilungen/ihr-name-war-maria144.html

Anmerkung: Etwas schade finden wir, daß der Jesus-Darsteller in diesem Zweiteiler die Haare noch länger trägt als in den bekannten Sandalen-Filmen aus den USA.   –  Aus dem NT (aber auch aus archäologischen Funden) ergibt sich, daß nicht allein die Römer und Griechen, sondern auch die männlichen Juden im Normalfall kurze Haare trugen. Es liegt nahe, daß  Christus hier nicht „aus der Rolle fiel“, zumal Paulus in 1 Kor 11,14 schreibt, es sei für einen Mann eine „Schande“, langes Haar zu tragen.  – Überdies zeigen die Christus-Darstellungen der ersten vier Jahrhunderte in fast allen Fällen (vgl. vor allem die Katakomben-Zeichnungen) einen „Kurzhaar-Jesus“.




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