CSU will Entschädigung für deutsche Zwangsarbeiter und einen Gedenktag für Vertriebene

Bayerischer Ministerpräsident Horst Seehofer unterstützt BdV-Präsidentin Erika Steinbach

Die CSU und der Bund der Vertriebenen (BdV) haben auf dem heutigen Sudetendeutschen Tag in Nürnberg eine zügige Einigung in puncto staatlicher Entschädigung  einstiger deutscher Zwangsarbeiter verlangt.

„Wir zahlen in Europa für alle, dann können wir auch für deutsche Zwangsarbeiter zahlen“, bekräftigte der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer am Pfingstsonntag in Nürnberg.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete und Präsidentin des BdV, Erika Steinbach, zeigte sich zuversichtlich, daß es zu einer Lösung komme: „Ich bin entschlossen, hier nicht nachzugeben. Das ist eine Frage der politischen Glaubwürdigkeit“, erklärte die CDU-Parlamentarierin.

Seehofer kündigte an, das Entschädigungsthema beim nächsten Spitzentreffen der Parteivorsitzenden in Berlin einzubringen.

Dabei wolle er auch den schon länger vom BdV geforderten nationalen Gedenktag für Opfer von Flucht und Vertreibung ansprechen, kündigte der CSU-Vorsitzende vor tausenden Zuhörern der sudetendeutschen Landsmannschaft an.

„Ich werde beide Themen mit bayerischem Nachdruck in das Koalitionsgespräch einbringen. Mir liegt viel daran, dass Ankündigungen endlich Taten folgen“, betonte Seehofer:

Einen solchen Gedenktag brauchen wir nicht irgendwann, sondern jetzt.“

Quelle: FAZ-online


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