Glaubenskongregation veröffentlicht Normen zur Beurteilung von Erscheinungen

Der Vatikan will nunmehr seine Kriterien zur Beurteilung mutmaßlicher Erscheinungen, Visionen und „Privatoffenbarungen“ veröffentlichen.

Es handelt sich um eine Art Leitfaden der Glaubenskongregation zur Bewertung von „mystischen Phänomenen“. Das Dokument enthält kirchliche Maßstäbe, die einer klugen Unterscheidung echter oder un(r)echter Privatoffenbarungen dienen sollen.

Dazu gehören zB. die seelische und geistige Ausgeglichenheit der betreffenden „Seher“ und deren glaubenswürdige Lebensführung; vor allem müssen die erhaltenen „Botschaften“ irrtumsfrei sein und der christkatholischen Lehre entsprechen.

Der zuständige Bischof solle sorgfältig unterscheiden, so heißt es, wobei besonders „Gewinnstreben“, Massenhysterien, psychische Störungen oder unmoralische Handlungen der „Seher“ Anlaß zu Mißtrauen gäbe.

Das Dokument wurde bereits 1978 von Papst Paul VI. genehmigt, lag bisher offiziell aber nur auf Latein vor und war zudem nicht öffentlich zugänglich, sondern wurde allein den Bischöfen intern zu ihrer Orientierung zugeleitet.

Nun soll die offizielle Version auf Italienisch, Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch in der Internetpräsenz der Glaubenskongregation publiziert werden.

In dem Dokument werden die Bischöfe aufgefordert, Meldungen von angeblich übernatürlichen Phänomenen mit größter Sorgfalt zu überprüfen.

Nach einer positiven Bewertung könnten die Oberhirten bestimmte Formen der Verehrung fördern – wie es die Kirche etwa in Lourdes, Fatima oder Guadalupe getan habe.

Allerdings hätten Bischöfe die Pflicht, Mißbräuche in Kult und Verehrung zu korrigieren oder zu verhindern, Irrlehren zu verurteilen und einen falschen oder unangebrachten Mystizismus zurückzuweisen. In Zweifelsfällen solle sich die zuständige kirchliche Autorität „jedes Urteils und jedes direkten Eingriffs enthalten“.

Privatoffenbarungen können niemals die endgültige Offenbarung Christi (wie sie in der Heiligen Schrift und im Credo der Kirche niedergelegt ist) ergänzen oder verändern, sondern lediglich auf der Basis des vorhandenen Glaubensgutes „neue Akzente setzen“ oder alte Frömmigkeitsformen vertiefen, betonte der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal William Levada, in der Veröffentlichung des Schreibens.  

Quellen: Radio Vatikan, Die Presse, La Stampa, Grenzwissenschaften.de


8 Kommentare on “Glaubenskongregation veröffentlicht Normen zur Beurteilung von Erscheinungen”

  1. Anonymous sagt:

    Kommen Sie bitte von Ihrem hohen Ross herunter.
    Wenn ich schreiben würde, müsste ich nicht nur einen Satz schreiben sondern wie Sie, da viel Freizeit, seitenlang.
    Und doch bringe ich hervor: Der größte Frevel ist, die Handkommunion. Sicher muss ich nicht. Aber die Priester geben sie doch. Wenn es doch den Herrn so sehr verletzt, wieso tun sie es doch.
    Da lobe ich mir die Pius-Brüder, die nicht hechelnd allem zustimmen.
    Weiterhin: Friedensgruß, das Herausnehmen des Michaelsgebetes…
    Das Ankäufen von Reichtümern etc., etc., etc.
    Wenn ich Strichliste machen würde, wäre mein Kuli leer!
    Apropos:
    Aufgeregt? Ich bin weder aufgregt noch fassungslos.
    Denn was hier in der Kirche z.Zt. passiert, ist mir seit langem klar und absolut voraussehbar.
    Aufregen tun mich nur Zeitgenossen wie Sie, die die Dreistigkeit haben,
    sich über Andere zu erheben und sich Christen nennen.

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    • Gelobt sei Jesus Christus! sagt:

      Leicht durchschaubar, versuchen Sie abzulenken.

      Und Sie kennen und teilen die Einstellung der Pius-Brüder zu Medjugorje, die wie Sie schreiben, – nicht allem zustimmen?

      Und Sie kennen die Schreiben von EB M. Lefebvre zum Charismatismus und seinen Warnungen? Er beschreibt sehr beeindruckend die Gefahren die für die Kirche davon ausgehen, wenn sich jeder auf seinen eigenen Geist verlässt, diesen zum „Heiligen Geist“ erklärt und sich von diesem Geist führen lässt.

      Der größte Frevel ist bestimmt nicht die Handkommunion. Davor stehen bestimmt noch die Vernachlässigung der Beichte und das Versäumnis der Sonntagsmesse – Pflicht.
      Was das jedoch alles mit Privatoffenbarungen zu tun hat, – wird wohl weiterhin ihr Geheimnis bleiben.

      Ihre Arroganz und Hochmut besteht darin, dass Ihnen das Glaubensgut der Kirche nicht genügt, Sie sich privaten Heilsquellen zuwenden und Katholiken ebenfalls glauben machen wollen, dass das Heil, welches die Kirche vermittelt heute nicht mehr ausreicht.

      Das ist schwere S Ü N D E, da Sie GOTT ein unvollständiges Opfer vorwerfen, das nicht genügt, um das Heil zu erlangen !

      mfg

      P.S. Sie sollten sich vielleicht mehr darin üben, was Ihnen „Schwaetzlieselchen“ aufgetragen hat. Prophezeien Sie in Zungen und schreiben es hier nieder.

      Der Faktor Zeit sollte bei Ihnen angesichts der Notwendigkeit Ihrer Mission auch keine Rolle spielen dürfen. Ziehen Sie bitte keine weltlichen Verpflichtugnen diesem hehren und hochheiligem himmlischen Missionsauftrag vor. Die Zeit wird immer knapper noch Seelen zu retten und bei der Fülle an „Heiligem Geist“ sollte es auch kein Problem sein ein paar Zeilen zu schreiben.

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      • a sagt:

        Mir geht‘ und ging es nicht darum, was die Piusbruderschaft i.S. Médju sagt. Sondern um eine würdig abgehaltene Messe und dass die Hostie nichts in den Händen der Laien zu suchen hat. Egal, wie verzweifelt Se versuchen, dies herabreden zu wollen.
        Das Glaubensgut der Kirche würde genügen, wenn es keine Missachtungen gegen SEINEN Willen gäbe….

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      • Gelobt sei Jesus Christus! sagt:

        „Mensch, was sind Sie arm dran.“

        Zitat
        Sondern um eine würdig abgehaltene Messe und dass die Hostie nichts in den Händen der Laien zu suchen hat. Egal, wie verzweifelt Se versuchen, dies herabreden zu wollen.
        Zitat Ende

        Zeigen Sie bitte auf, wo ich zustimme, dass die Hostie in den Händen von Laien liegen sollte. Sie werden es nicht können.

        Zitat
        Das Glaubensgut der Kirche würde genügen, wenn es keine Missachtungen gegen SEINEN Willen gäbe….
        Zitat Ende

        Sie wissen nicht wie „Trallala“ Sie sind. Die „Warnungsdummschwätzerin“, der Sie hinterherlaufen wäre demnach Teil des Glaubensgutes, da sie höchstheilige Worte verbreitet, die anerkannt werden müssen und sich einer Flamme gleich über die ganze Erde ausdehnen sollen.

        Wer das nicht glaubt und sabotiert wird vom „HERRN“ bestraft. Der zuständige Bischof von Galway wird als Erster bestraft, da er die „Botschaften“ abgelehnt hat. – Er wäre demnach in Ihren Augen ein bösartiger und übler Saboteur, der Strafe verdient hat.

        mfg

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  2. Gelobt sei Jesus Christus! sagt:

    Schockwelle für Botschaftshörige!?

    Werden botschaftsabhängige Katholiken gehorsam sein oder weiterhin ihrem Eigenwillen huldigen und sich von diesem Willen fehlleiten und von der Kirche wegführen lassen?

    Zitat
    In dem Dokument werden die Bischöfe aufgefordert, Meldungen von angeblich übernatürlichen Phänomenen mit größter Sorgfalt zu überprüfen.

    Nach einer positiven Bewertung könnten die Oberhirten bestimmte Formen der Verehrung fördern – wie es die Kirche etwa in Lourdes, Fatima oder Guadalupe getan habe.

    Allerdings hätten Bischöfe die Pflicht, Mißbräuche in Kult und Verehrung zu korrigieren oder zu verhindern, Irrlehren zu verurteilen und einen falschen oder unangebrachten Mystizismus zurückzuweisen. In Zweifelsfällen solle sich die zuständige kirchliche Autorität „jedes Urteils und jedes direkten Eingriffs enthalten“.
    Zitat Ende

    Der Bischof von Galway hat z. B. die „Warnungsbotschaften“ über Monate geprüft, für widersprüchlich befunden und endgültig abgelehnt.

    Nachstehend aus einem Interview der Möchtegernseherin, die sich anmaßend auch „MDM“ nennt. Aus Respekt und Ehrfurcht vor den Heiligen wird der Künstlername unter dem die Dame auftritt nur gekürzt wiedergegeben. Was „MDM“ bedeutet kann auf den entsprechenden Seiten nachgelesen werden.

    Zitat:
    Dieser ältere Erzbischof hat entschieden, dass eine Person, wie ich es bin, keine Botschaften von Jesus bekommen kann, ich bin keine typische Visionärin und innerhalb weniger Monate hat er alle Botschaften abgelehnt, da er in der ersten Botschaft einen Widerspruch gefunden hat.
    Zitat-Ende

    Die Dame gesteht, dass sich der zuständige Bischof von Galway monatelang mit dem Unfug beschäftigt hat. Erst dann wurde entschieden!!! – Fakt ist, – dass sich die Dame im Ungehorsam gegenüber ihrem Bischof befindet. Gleiches gilt für die botschaftsselige, diesen Unfug verbreitende angebliche Millionengemeinde – haha.

    Weiterhin, was meint die Dame mit „dieser ältere Bischof“. Das klingt abfällig und respektlos, so als wäre der „Alte“ zu dumm ihre seichten Texte richtig zu beurteilen.

    Noch eine Information von einem Freund. Er teilte mir mit, – dass „Kath Shop“ bezüglich dieses Interviews und der Aussage des Bischofs eine Anfrage an die Diözese Galway mit der Bitte um eine offizielle Stellungnahme geschickt hat.

    mfg

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    • Anonymous sagt:

      Tut alles nichts zur Sache.
      Auch Herolsbach wurde „abgelehnt“ – weil falsches Spiel getrieben wurde.
      Trotzden ist es echt.
      Für mich ändert dies nichts. Eher im Gegenteil. Es bestätigt nur ´meine Meinung.
      Dass das Böse in der Kirche schon lange steckt und somit versucht, diese zu Fall zu bringen, dürfte einem „Sehenden“ wohl nicht entgangen sein.
      Aber es gibt ja die Schafherde, die alles nachplappert, was der Klerus einem servieren will. Auch wenn es noch so doof ist. Für diese Schäfchen gilt es zu beten (u.a.). Dies sind z.B. die Kernaussagen der Warnung, von Medju und anderen Erscheinungsorten.
      Menschen, die dies erkannt haben, werden sich bestimmt nicht von einer zurechtgebástelten
      Meinung bischöflicherseits aufhalten lassen. Dies ist ja wie gesagt auch in Heroldsbach geschehen. Mit bösartigsten und hinterlistigsten Machenschaften seitens des Klerus.
      Auch würde es mich in diesen Zeiten nicht wundern, wenn Medju ebenfalls abgelehnt werden würde. Nicht, weil es unecht wäre – Nein, Medju ist echt. Nein, weil der böse eben böses Spiel treibt. Aber die wahren Treuen werden sich nicht blenden lassen.
      Egal, wer was sagt.
      Somit – auch kein „Schock“ für das Botschaftsvölkchen. Das hätten Sie wohl gerne, Mr. 666.

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      • Guten Tag,
        die vorsichtige bis skeptische Haltung der Kirche gegenüber „Privatoffenbarungen“ beruht zunächst auf der Inspriation des Heiligen Geistes und einer nüchternen Vernunft, zum anderen aber auch auf der Erfahrung von 2000 Jahren.
        Bereits Paulus warnte die z.T. schwarmgeistig-angekränkelten Korinther vor einem „kindischen“ Glauben und vor (un)geistlichem Hochmut (Einbildung besonderer Geistesgaben usw) – auch 1 Kor 13 steht in diesem Zusammenhang.
        Sodann hat sich die Kirche bereits im 2. Jahrhundert gegen die christlich-„charismatische“ Sektenbewegung der Montanisten abgrenzen müssen, die ihre „prophetischen“ Erleuchtungen (jene des Sektengründers Montanus und seiner zwei „Seherinnen“) über die Lehre der Kirche stellten.
        Auch in späteren Zeiten warnte die Kirche immer wieder vor gnostischen oder schwarmgeistigen Bewegungen (zB. Katharer, Joachimiten, Brüder vom freien Geist usw).
        Aufgrund dieser Erfahrungen durch die Jahrtausende hinweg ist das kirchliche Hirtenamt mit Recht zunächst kritisch gegenüber Erscheinungen, Visionen, mystischen Phänomenen usw. – Kirchliche Anerkennungen sind daher selten – und wenn, dann nur nach gründlicher Untersuchung und Prüfung aller Vorgänge.
        Selbst wenn die Kirche eine Erscheinung anerkennt, ist der Katholik nicht zum Glauben daran verpflichtet, denn eine solche Anerkennung bedeutet lediglich eine Erlaubnis zum Glauben (nicht einmal eine amtliche Empfehlung, geschweige Verpflichtung). Wird also eine Privatoffenbarung kirchlich approbiert, bedeutet dies nicht „ihr müßt“ (daran glauben), auch nicht „ihr sollt“, sondern vielmehr „ihr dürft“.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Gelobt sei Jesus Christus! sagt:

        Lieber Anonymling, fassungslose und aufgeregte Frau G. :-))

        Zitat

        Aber es gibt ja die Schafherde, die alles nachplappert, was der Klerus einem servieren will. Auch wenn es noch so doof ist.

        Zitat Ende

        Und für diese Aussage bringen Sie bitte ein paar sachliche Belege, – was die Schafherde so alles bereitwillig nachplappert.

        Handkommunion können Sie aussparen, da diese nicht praktiziert werden muss.

        Den stehenden Kommunionempfang können Sie aussparen, weil die Kommunion nicht stehend empfangen werden muss.

        Aus der Hand eines Laien die Kommunion empfangen können Sie aussparen, weil die Kommunion nicht aus der Hand eines Laien empfangen werden muss.

        Und nun sind Sie dran zu beweisen, woran es der „doofen Schafherde“ mangelt, die in der Kirche und im Gehorsam mit der Kirche lebt.

        Was plappert die Schafherde doof nach, – und was ist doof, was der Klerus serviert?

        Sie werden nicht einen vernünftigen Satz zusammenbringen.

        mfg

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