David Berger kritisiert „konservative Gestapo“ in der kath. Kirche

Homosexueller Theologe attackiert erneut Papst und Kirche

Vor zwei Jahren bekannte sich der katholische Theologe Dr. David Berger öffentlich zu seiner Homosexualität und verband dieses „Outing“ mit massiver Kritik am Papst und kirchlichen Lehren, insbesondere zur Sexualmoral.

Sein Buch „Der heilige Schein“ erweist sich als weitgehend unsachliche Abrechnung  mit Papst und Kirche, vor allem mit konservativen Katholiken.

Näheres siehe Buchbesprechung: https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/14/buch-kritik-der-heilige-schein/

Am 27. Mai 2012 veröffentlichte die marxistische und israelfeindliche Webseite „Die Freiheitsliebe“ ein Interview mit David Berger, wobei die Redaktion ihm per Du eine Reihe Fragen stellte, darunter auch jene, welchen Einfluß konservative Kreise auf die aktuelle Politik der Kirche ausüben.

Darauf antwortet Dr. Berger, indem er eine Art „Schreckbild“ aufzieht:

Er [der Einfluß] ist schnell wachsend  –  während die Zahl der Katholiken in Europa insgesamt immer weiter zurückgeht, nimmt die Zahl der reaktionären Fundamentalisten unter ihnen immer mehr zu. Der kirchliche Nachwuchs der letzten Jahre ist zu 80 % konservativ.“

Dazu kann man nur sagen: schön wärs!

Der modernistische Buchautor fährt folgendermaßen fort:

„Obwohl sie [konservative Kreis] von ihrem Denken her anti-modern sind, betreiben diese Fundamentalisten ihre Propaganda mit modernsten Mitteln (Internet usw.). Und sie haben Erfolg: sobald auf einer dieser Hetzseiten ein Bischof oder Priester denunziert wird, muss er damit rechnen, dass er auch sehr schnell mit seinen Vorgesetzten Probleme bekommt. So haben sich diese Portale zu einer Art katholischer Gestapo entwickelt.“

Offenbar macht sich Dr. Berger nicht klar, daß er mit diesem Vergleich die nationalsozialistische Gestapo (Geheime Staatspolizei) verharmlost, die Angst und Schrecken während der NS-Diktatur verbreitete und für zahlreiche Verbrechen verantwortlich ist.

Es ist allerdings ohnehin haltlos, kritische Berichterstattung  – auch wenn sie sich zu Bischöfen oder Priestern äußert  – mit einer mörderischen Organisation in Verbindung zu bringen.

Er selber, Dr. Berger, attackiert seit zwei Jahren massiv den Papst. Warum sollten sich also konservative Webseiten nicht über Bischöfe oder Priester beschweren dürfen, wenn diese sich jenseits von Glaubenslehre und Kirchenrecht bewegen oder liturgische Regeln mißachten?

Gilt das Recht auf Kritik etwa nur für modernistische Kirchenrebellen, homosexuelle Theologen oder marxistische Webseiten?

Seine eigene Kritiklust stellt der gegenüber konservativer Kritik so empfindliche Dr. Berger gleich bei seiner Antwort auf die nächste Frage unter Beweis; die Frage lautet: Papst Benedikt XVI. gilt als Hardliner, hat sich die katholische Kirche unter seiner Führung verändert?“

Bergers Antwort:  „Ja  –  der Papst ist ja eine Art absolutistischer Herrscher in seiner Kirche, da kann das gar nicht ausbleiben. Er ernennt permanent Männer zu Bischöfen, die wie er ticken. Er hofiert die Piusbruderschaft, in der antidemokratische, faschistoide und antisemitische Tendenzen fröhlich Urständ feiern.

Er äußert sich öffentlich positiv über die genannten Internetseiten und seine Bischöfe sorgen dafür, dass sie mit kirchlichen Spendengeldern ihr menschenverachtendes Spiel treiben können.“

Im weiteren Verlauf des Interviews fügt er hinzu:

Vom derzeitigen Papst so gewollt, entwickelt sich diese Kirche immer mehr zu einer fundamentalistischen Sekte, die sich nach außen von der offenen Gesellschaft abkoppelt. Und nach innen autoritär und mit Mitteln der Erpressung und Angst Menschen gefügig hält.“

Es erübrigt sich, diesen Unfug zu kommentieren  – klar dürfte eines sein: Da schlägt einer mit Rundumschlägen wild um sich, der gleichzeitig seinen Jammer darüber verbreitet, daß konservative Webseiten sich kritisch über innerkirchliche Vorgänge äußern, was ihn an die „Gestapo“ erinnert.

Bergers Doppelmoral läßt grüßen!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Quelle und voller Wortlaut des Berger-Interviews: http://diefreiheitsliebe.de/interviews/die-zahl-der-reaktionaren-katholiken-nimmt-zu-im-gesprach-mit-david-berger


4 Kommentare on “David Berger kritisiert „konservative Gestapo“ in der kath. Kirche”

  1. Jankele sagt:

    Interessant, dass Frau Küble eine Internetseite, auf der offen zu Gewalttaten gegen Homosexuelle aufgerufen wird, auf der öfters Himmler, Goebbels usw. zitiert werden, auf der andere Religionen verunglimpft werden (Beispiel: Protestanten = Protestunten), auf der der Holocaust verharmlost wird – und all dies oft in übelster Fäkalsprache – für eine Internetseite mit „kritischer Berichterstattung“ hält. Wir wissen doch, um welche Seite es sich da handelt: nämlich um kreuz.net, eine Internetpräsenz, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, die auf dem gleichen ausländischen Server liegt wie Kinderpornoseiten und eindeutig faschistische Züge trägt. Auch mit den Gesetzen nimmt man es dort nicht genau: es werden Bilder und Artikel illegal aus dem Internet gestohlen und widerrechtlich veröffentlicht. Die Methoden dieser Seite erinnern in der Tat öft an gewisse Zeiten.
    Wenn Sie so eine Seite als „kritische Berichterstattung“ bezeichnen, Frau Küble, schäme ich mich für Sie!

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    • Guten Tag,
      beruhigen Sie sich: Die anonyme, pseudo-katholische und unseriöse Webseite „kreuz.net“ kann Dr. Berger schon deshalb nicht gemeint haben, weil er von den „genannten Internetseiten“ sagt, daß der Papst sich öffentlich positiv über sie geäußert habe (diese Berger-Aussage ist hier im Artikel wörtlich zitiert!). Der Papst hat sich natürlich niemals positiv über „kreuz.net“ zu Wort gemeldet (wo denken Sie hin?!).
      Sodann heißt es bei Berger bezüglich der von ihm kritisierten Internetseiten, daß diese „kirchliche Spendengelder“ erhalten – auch dies dürfte sich bei einem anonymen Portal wie „kreuz.net“ denkbar schwierig gestalten – abgesehen davon, daß hier sicher keine Gelder katholischer Bischöfe hinfließen.
      Ihr Fremdschämen wegen meiner Wenigkeit können Sie sich auch deshalb sparen, weil gerade ich dies Radau-Portal „kreuz.net“ seit Jahren kritisiere. Bevor die Dt. Bischofskonferenz sich Anfang Februar 2009 endlich öffentlich von „kreuz.net“ distanzierte, hatte ich eine Woche zuvor eine solche Distanzierung in einer Pressemeldung gefordert. Näheres können Sie gerne hier nachlesen: http://kath.net/detail.php?id=22072
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Jankele sagt:

        Tja, Frau Küble, dann stellt sich mir aber die Frage, wieso Sie zwischen dem 23. Januar 2005 und dem 30. November 2008 Artikel bei Kreuz.net geschrieben haben, die keineswegs kreuz.net-kritisch waren. Denn auch zu dieser Zeit war es eine antisemitische, homophobe und kirchenschädigende Schmuddelseite…..
        Ich kann gerne die genauen Daten Ihrer Beiträge dort liefern (das Internet vergisst nichts!)
        Freundlichen Gruß
        Jankele

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      • Guten Tag,
        Sie wollen offenbar vom springenden Punkt ablenken, wonach Dr. Berger in seinem Interview „kreuz.net“ gar nicht gemeint haben kann und Ihre vorigen Attacken gegen mich völlig unbegründet waren.
        Die erwähnten Artikel hatten mit dem Thema „kreuz.net“ schlicht nichts zu tun (sie waren weder pro noch contra, befaßten sich mit anderen Inhalten). Ich bin erst seit 2008 online, besaß vorher keinen Internetzugang und keine Mailmöglichkeit. Auf konservativ-katholischer Seite gehörte ich Anfang 2009 zu den ersten, die vor „kreuz.net“ öffentlich warnten. „Kreuz.net“ hat gleichwohl eine Reihe Pressemeldungen und Artikel von mir veröffentlicht, die ich denen gar nicht zukommen ließ.
        Dr. David Berger polemisiert seit seinem „Outing“ scharf gegen „kath.net“ (auch in seinem Buch „Der heilige Schein“, zudem in mehreren Interviews). Er hat aber vorher selber dort – also bei der von ihm jetzt so genannten „katholischen Gestapo“ – Artikel veröffentlicht.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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