Bayerischer Familienbund äußert Zweifel an Kita-Qualität

Pressemitteilung über Motive und Hintergründe des Kita-Ausbaus:

Der Landesvorsitzende des Familienbundes der Katholiken in Bayern hat auf zahlreiche Ziele des Betreuungsausbaus hingewiesen, die nichts mit dem Kindeswohl zu tun haben.

Dr. Johannes Schroeter: „Der Ausbau der Krippenbetreuung erfolgt längst nicht nur wegen des Kindeswohls. Deshalb sind  –  gerade angesichts der absehbaren Personalengpässe beim Krippenpersonal  –  Zweifel an der Betreuungsqualität angebracht.“

Der Familienbund hat Ziele und Motive für den Krippenausbau zusammengestellt, die in der öffentlichen Diskussion genannt worden sind. Sie stammen unter anderem von Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften, Sozialpolitikern, Gender-Expertinnen und Pädagogen.

Die Bandbreite der genannten Ziele reicht von der Mehrung des Kindeswohls über neue Geschlechterrollen bis zur Sicherung der Rentenkasse und der Vermeidung demografiebedingter Lohnanstiege. Mehrheitlich haben die Ziele für den Krippenausbau wenig mit dem Kindeswohl zu tun und erfordern nicht unmittelbar eine gute Betreuungsqualität.

Dr. Johannes Schroeter:

„Die Eltern müssen wissen, dass die Gründe für den Krippenausbau sehr vielschichtig sind und oft nichts mit dem Kindeswohl zu tun haben. Sie müssen wissen, dass sie nicht viele Verbündete haben, wenn es um die Betreuungsqualität geht. Deshalb ist es auch wichtig, dass die familiäre Bildung und Erziehung von Kleinkindern eine lebbare Alternative bleibt und entsprechend gefördert wird. Nichts gefährdet die Betreuungsqualität mehr als die Alternativlosigkeit.“

Hier finden Sie eine Übersicht bekannter Motive des Krippen-Ausbaus:


Motive Krippen-Ausbau

Quelle:  http://www.familienbund-bayern.de/19351.html


SPD und Grüne kündigen an: Wir werden Betreuungsgeld wieder abschaffen!

Rote und Grüne wollen  im Falle eines Wahlsieg bei der nächsten Bundestagswahl das Betreuungsgeld (sofern es überhaupt eingeführt wird) kippen:
„Wenn die Regierung das Betreuungsgeld gegen alle Kritik durchpeitscht, muss es nach 2013 wieder vom Tisch. Die SPD wird in der Regierung die Mittel stattdessen in den Kita-Ausbau stecken, um das große Versprechen nach einem Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz zu erfüllen“, sagte SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier der „Bild am Sonntag“.   –  Steinmeier gilt als möglicher Kanzlerkandidat der SPD.
Die Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag, Renate Künast, reagierte ebenso: „Falls die Zahlung im nächsten Jahr kommen sollte, gibt es keinen Vertrauensschutz. Deshalb werden wir das Betreuungsgeld in einer rot-grünen Koalition wieder abschaffen“, sagte sie der „Rheinischen Post“.
Die 1,5 Milliarden Euro, die das Betreuungsgeld koste, wären dringend nötig für den Ausbau der ganztägigen Kinderbetreuung. „Sonst gibt es kein echtes Wahlrecht für die Eltern“, erklärte Künast.
Während hierzulande seit  langem ein endloses Hickhack um das  –  ohnehin lächerlich geringe  – Betreuungsgeld stattfindet und die CDU-Vorsitzende Merkel es offenbar nicht schafft, Ihre Partei  halbwegs auf Kurs zu bringen, gibt es beispielsweise in Österreich seit dem Jahr 2000  – also schon seit 12 Jahren  – dieses Betreuungsgeld für Eltern, die ihre Kinder zuhause erziehen. Es wurde dort auf Betreiben der national-freiheitlichen FPÖ bzw. Jörg Haiders eingeführt, wobei dort der monatliche Betrag für Familien dreimal  höher ist als der in Deutschland vorgesehene (nämlich über 400 Euro statt 100 bzw. 150 Euro).