Bibelbetrachtung aus dem Leben: Das leere Haus der Seele

Befreiung aus dem Gefängnis der Magie durch Christus

In einem katholischen Weblog mit dem Titel „Non Draco Sit Mihi Dux“ (= Der Drache soll mir kein Führer sein) werden sachliche Argumente für die Kirche und persönliche Glaubenszeugnisse veröffentlicht.

Die Ex-Hippifrau, Familienmutter und Blogbetreiberin „Dorothea“ fand nach allerlei esoterischen und sonstigen Irrwegen hin zu Christus und seiner Kirche.

Am 28. Mai veröffentlichte sie unter dem Titel  „Das leere Haus“ eine Bibelbetrachtung, in der sie tiefe Gedanken und erschütternde eigene Erfahrungen einflechtet:

„Es gibt eine Stelle im Neuen Testament, die wie die Faust aufs Auge auf meine Lebenserfahrungen zutrifft:

Wenn der unsaubere Geist vom Menschen ausfährt, durchwandelt er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht  –  so spricht er: Ich will wieder umkehren in mein Haus, woraus ich gegangen bin.  Und wenn er kommt, so findet er’s gekehrt und geschmückt.  Dann geht er hin und nimmt sieben Geister zu sich, die ärger sind als er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie da  –  und es wird hernach mit demselben Menschen ärger als  zuvor.   (Lukas 11,24 ff.)

Immer wenn ich eine Tür schloß, öffnete sich eine nächste, schlimmere.

Später begriff ich, daß ich dem immer irgendwie zugestimmt hatte, aber da ich so etwas seit früher Kindheit kannte, wußte ich nicht, daß ich es auch hätte ablehnen können oder begriff später gar nicht, „wes Geistes Kind“ das war, dem ich da Zutritt gewährte.

Und schließlich erlebte ich, daß es zu stark für mich war, als daß ich dem hätte Widerstand leisten können:

In zeitlichem Zusammenhang mit meiner Begegnung mit dem Medium, in dessen Gruppe ich dann 25 Jahre lang blieb, ging es mir nachts einmal wieder schlecht und ich hatte Angst: „Licht, ich brauche Licht!“

Und Licht kam, wurde immer heller, löste mich auf bis auf die Knochen, überwand jeden Widerstand bis nichts mehr von mir da war. Dann kamen aus diesem Licht zwei Affengötzenstatuen auf mich zu, ein männlicher und ein weiblicher mit der Botschaft „Du sollst Natur und Geist versöhnen!“

Ich begriff überhaupt nicht, was das bedeuten sollte und fand erst danach heraus, daß es einen hinduistischen Affengötzen gibt, Hanuman, der Himmel und Erde verbinden soll.

Das einzige Indische, mit dem ich mich bis dahin befaßt hatte, war Hatha Yoga und ich hatte –  wie viele Hippies damals  –  in indischen Shops bestickte Hemden, Schlangenringe und Patchouli-Parfüm gekauft.

Aber mein Haus war zu dieser Zeit leer. Ich hatte Jesus Christus abgesagt wie so viele 68er  –  und es gab da einfach gar nichts mehr an Spiritualität oder Religion.

Ich weiß nicht, ob eine solche Leere bei irgendeinem Menschen möglich ist, ohne daß sie von etwas gefüllt wird, das dann eben nicht die Liebe Gottes ist.

Ich denke eigentlich, daß es das nicht gibt, wenn ich mir anschaue, daß auch Atheisten und Linke immer wieder aus ihren Überzeugungen einen – schlechten und unbarmherzigen – Glauben machen. Gerade jetzt haben wir das wieder mit den Denk- und Redeverboten der political correctness.

Darum ist es auch so wichtig für mich, „dran zu bleiben“. Wie Jesus gesagt hat: „Siehe zu, du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, daß dir nicht etwas Ärgeres widerfahre.“ (Joh 5,14)

Ich kann es mir nicht leisten, „mein Haus leer zu lassen“, sondern kann nur auswählen, wen ich hineinlasse, um darin zu wohnen…

Und also habe ich mich für Jesus Christus entschieden, denn sein Joch ist wirklich leicht, weil es das Joch der Liebe ist – und Liebe quält niemals.

Das Versprechen der Esoterik und des Schamanismus, daß es einem besser geht, wenn man sein Leben mit Hilfe aller möglichen magischen Praktiken und Wässerchen und Düfte und Magneten, Energie- und Lichtarbeit und was nicht noch alles in den Griff bekommt, das ist eine Lüge, es ging uns nur immer und konstant schlecht.

Und es ist ein wahres Wunder, daß unsere Ehe das überstanden hat, die jetzt besser ist, als sie je war.

Unsere gemeinsame Umkehr, in zeitlichem Abstand von ca. 2 Jahren, hat uns innerhalb weniger Jahre aus unseren schwierigen Lebensumständen in Beruf, Wohnen und Leben gerissen  –  und langsam ist rundum Ruhe bei uns eingekehrt, innerlich wie äußerlich, auch wenn wir immer noch am Aufräumen sind.“

Hier der Link zu Dorotheas Webseitehttp://nondracositmihidux.blogspot.de/


Fronleichnam ist ein Aufruf zur Verkündigung für alle Christen

Ein evangelisches Plädoyer pro Fronleichnam von Dennis Riehle

Auch wenn das Konzil von Trient Fronleichnam als Ereignis eingestuft hat, das die kath. Macht gegenüber der Reformation beweisen sollte, so gilt bis heute: Das „Hochfest vom Leib und Blut Jesu Christi“ ist für die gesamte Christenheit von Bedeutung!

In Anlehnung und inhaltlicher Fortentwicklung des Gründonnerstags macht Fronleichnam uns allen nochmals die Gegenwart des Herrn sichtbar:

Beim letzten gemeinsamen Abendmahl mit seinen Jüngern war Jesus vor seinem Tod präsent, um Gott zu danken. Diese Anwesenheit gerät rasch in Vergessenheit, wenn der Karfreitag den Glauben hart auf die Probe stellt: Am Kreuz gestorben, können wir nur aus der Gewissheit der Auferstehung hoffen, dass Christus uns wieder begegnet.

An Ostern war das Grab leer  –  und Jesus erschien erneut. Seine Gegenwart wird allen Gläubigen wieder ins Gedächtnis gerufen, ehe er gen Himmel auffährt und mit der pfingstlichen Aussendung des Heiligen Geistes das Fundament von Verkündigung und Nachfolge gelegt wird.

Doch was treibt uns an, immer wieder neu die Botschaft des Evangeliums in die Welt zu tragen? Es ist allein die Erinnerung an den Abend, an dem Christus sich in Brot und Wein wahrhaftig in unsere Herzen brannte.

Die Hostie, die am Fronleichnamstag feierlich in einer Prozession durch die Straßen getragen wird, ruft uns dieses Bewusstsein ganz bildhaft wieder hervor.

Und auch die Protestanten sagen es in den Einsetzungsworten zum Abendmahl ganz deutlich: „Christus sprach: […] Tut dies zu meinem Gedächtnis“.

Heute darf dieses Hochfest daher nicht mehr dazu dienen, Gräben zwischen den Konfessionen zu beschwören. Viel eher ruft es uns allesamt auf, uns an der Lebendigkeit Christi zu erfreuen.

Die Ehrdarbietung und den Glanz, den wir den vielen Blumenteppichen und einem glorreichen „Te Deum“ entnehmen können, kräftigt uns alle, mit Inbrunst Jesu Diesseitigkeit zu bekennen.

Fronleichnam ist die Gelegenheit, uns dieser gemeinsamen christlichen Verantwortung zu stellen.

Dennis Riehle
Ev. Prädikant / Laienprediger
Martin-Schleyer-Str. 27
78465 Konstanz

Elternschaft führt zu Verantwortungsbewußtsein für gesunde Ernährung

Fast zwei Drittel der Eltern minderjähriger Kinder (64,4 %) achten auch bei sich selbst auf gesunde Ernährung.
Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Apotheken-Magazins „Baby und Familie“.

Fast die Hälfte der Väter und Mütter (44,1 %) berichten, sie achteten  –  seitdem sie Kinder hätten  –  viel bewußter auf ihre Ernährung und würden so insgesamt gesünder essen als früher.

Ein Fünftel der Eltern (20,3 %) ernährte sich schon vor der Geburt des Nachwuchses gesund.

Besonders bei Eltern im Alter zwischen 20 und 29 Jahren kommt wesentlich gesünderes Essen auf den Tisch, als dies vor der Geburt des Nachwuchses (59,3 %) der Fall war.

Quelle: Baby und Familie


Stresemann-Club in der FDP kritisiert staatliche Einmischung in die Familien

In der FDP gibt es einige Gruppierungen, die sich eher rechtsliberal positionieren, darunter der von euro-kritischen Parlamentariern geprägte „Liberale Aufbruch(u.a. gegen ESM-„Rettungsschirm“)  –  oder auch der vielfach von jüngerenFDPlern getragene „Stresemann-Club„.  Dieser erinnert an den national-liberalen Gustav Stresemann, der als Außenminister in der Weimarer Republik wirkte.

Auf seiner Webseite „Rechtsliberal“ äußert sich der Stresemann-Club zur aktuellen Debatte um das Betreuungsgeld und nennt sie mit Recht „absurd“. Der ironisch gehaltene Titel des Beitrags lautet: „Herdprämie oder Kinderpfand?“

Schon eingangs heißt es in dem Klartext-Kommentar:

„Einem Liberalen mag es komisch vorkommen, dass man dafür bezahlt wird, seine eigenen Kinder zu erziehen, aber ist es nicht mindestens genauso illiberal, Eltern zur Lagerung ihrer Kinder in staatlichen Anstalten zu nötigen?“

Die Rechtsliberalen würden eine Förderung der Familie durch einen höheren Steuerfreibetrag besser finden als die geplante staatliche „Alimentierung“ per Betreuungsgeld, womit sie durchaus recht haben. Das würde zudem die betreffenden Eltern aus ihrem demütigenden Status von „Almosenempfängern“ herausholen.

Gleichwohl ist das bescheiden angesetzte Betreuungsgeld immer noch das kleinere Übel zum weiteren wirtschaftlichen Aushungern der Familien, wogegen das Bundesverfassungsgericht sich bereits deutlich ausgesprochen hat.

Zurück zum aktuellen Kommentar des Stresemann-Clubs, der die staatliche Bevormundung der Familien – und damit der Bürgerfreiheit –  kritisch und gekonnt aufspießt:

„Kindertagesstätten müssen her. Viele und überall. Von Eltern wird dann wirklich nicht mehr viel erwartet: Kinder machen haben die meisten bisher hinbekommen und danach kann man sie bequem in einer staatlichen Verwahranstalt lagern.

Nun hat aber die CSU – sonst nicht gerade als Verfechterin der Bürgerfreiheit bekannt – wahrscheinlich in sentimentaler Erinnerung an ihr christliches Erbe in den Koalitionsverhandlungen das so genannte “Betreuungsgeld” durchgesetzt. Und wenn man die ganze Fürsorge für Eltern befürwortet, ist das auch eigentlich nur fair.“

Sodann wird festgestellt, „dass neue Sozialleistungen ja nicht gerade liberale Herzensangelegenheit sind. Das ist zwar richtig, aber der staatlich finanzierte Aufbau von Kindertagesstätten ist es eben auch nicht.“

Außerdem wird die derzeitige Diffamierung selbst-erziehender Mütter bzw, die Verächtlichmachung der Hausfrauen-Ehe zu Recht als freiheitsfeindliche Meinungsmache entlarvt:

Das Gegenteil von liberal ist es, wenn man dagegen versucht, Menschen einen bestimmten Lebensentwurf aufzunötigen. In den Augen mancher Politiker ist eine Frau weniger wert, wenn sie nicht arbeiten geht. Andererseits gilt ein Hausmann als Höhepunkt progressiver Familiengestaltung.(…)

Ich bin überzeugt, dass die Mehrheit der Eltern nach besten Wissen und Gewissen mit ihren Kindern umgehen. Auch die, die ihre Kinder nicht zur KiTa bringen.  Vielleicht wollen sie nicht, dass ihre Kinder schon früh zu konformistisch-staatsgläubigen Klimaschutzzombies erzogen werden, vielleicht haben sie religiöse Gründe, vielleicht organisieren Freunde und Verwandte eine gemeinsame Kinderbetreuung, vielleicht kümmert sich die Oma ums Kind. Wer weiß.“

Der Artikel endet mit einem ironischen Seitenhieb auf „Uschi“ (Arbeitsministerin Ursula von der Leyen) und ihresgleichen:

„Aber wahrscheinlich werden Uschi und die anderen Staatsnannys bald ein Kinderpfand einführen, das man jedesmal hinterlegen muss, wenn man sein Kind aus den fürsorglichen Händen des Staates in die Gefahrenzone elterlicher Obhut entführt.“

Hier der vollständige Artikel des Stresemann-Clubs in der FDP: http://rechtsliberale.wordpress.com/2012/04/07/herdpramie-oder-kinderpfand/


Mehr als zwei Drittel der Israelo-Araber leben am liebsten in Israel

68% der israelischen Araber leben lieber in Israel, als daß sie in einem anderen Land leben würden. Dies ergab jetzt eine Umfrage der Universität Haifa.

71% der Befragten waren der Meinung, Israel sei ein guter Platz zum Leben. Ebenso viele erklärten allerdings zugleich, sie fühlten sich als Araber gegenüber Juden benachteiligt.

60% der  –  meist moslemischen   –  Araber mit israelischer Staatsangehörigkeit akzeptieren außerdem, daß Israel eine jüdische Mehrheit hat. 56,5% akzeptieren das Land als Hebräisch-sprachig  –  und 58% den Shabbat als Ruhetag.

Prof. Sami Samuha, der die Studie durchgeführt hat, erklärt auf die Frage, ob arabische Israelis sich eher dem Staat oder dem Land verbunden fühlen:

„Einerseits besteht die Verbindung zum Land, doch auf der anderen Seite werden Vorteile, Freiheiten und Stabilität des Staates Israel geschätzt. Israel bietet die Möglichkeit für ein modernes Leben und wirtschaftliche und politische Stabilität. Man kann das Leben von Arabern in Galiläa nicht mit dem von Arabern in den Palästinensischen Autonomiegebieten, dem Libanon oder Ägypten vergleichen. Auch besteht in Israel nicht die Gefahr einer Übernahme durch die Islamisten.“

Quelle: Israelische Zeitung Ynet, 6.6.2012


Ägypten: Christliche Kopten wählen Ahmed Schafik als kleineres Übel

Nach Einschätzung der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) beobachten die Christen in Ägypten den Ausgang der Präsidentenwahlen in der kommenden Woche mit großer Sorge.

„Viele Kopten haben Angst vor einem Sieg von Muhammad Mursi, dem Kandidaten der Muslimbrüder“, sagte KAS-Experte Andreas Jacobs am Dienstag in Bonn.

Viele Vertreter der koptischen Kirche hätten im Wahlkampf den Gegenkandidaten Ahmed Schafik unterstützt, der als Vertreter des alten Regimes gilt und am 16. und 17. Juni 2012 zur Stichwahl gegen Mursi antritt. „Darüber sind aber besonders jugendliche Kopten auch nicht glücklich, weil sie sich nach echter politischer Veränderung sehnen“, erklärte Jacobs.

Quelle: Radio Vatikan


`Die WELT´ übt scharfe Kritik an verächtlichen Tönen gegen Mütter

Gestern erschien in der Tageszeitung DIE WELT ein Kommentar von Robin Alexander, in dem sich dieser zwar gegen das Betreuungsgeld ausspricht, sich aber zugleich deutlich von familienfeindlichen Tönen aus dem rotgrünen Lager distanziert.

Der Titel des Artikels ist für WELT-Verhältnisse ungewöhnlich scharf:  „Die Opposition behandelt Eltern wie Idioten.“

Der Autor stellt fest: „Es ging Rot-Grün nicht darum, den Staat zu kritisieren, weil er jetzt auch Eltern fördert, die ihre Kleinkinder selbst betreuen. Es ging vielmehr am Ende gegen die Eltern selbst.“

Wenn es um die  –  meist jungen  –  Mütter geht, die ihre Kinder zuhause selber erziehen wollen, ist auch die sonst so verpönte Frauenfeindlichkeit offenbar plötzlich kein Problem mehr, geschweige ein Tabu.

Mit Recht schreibt daher die WELT: „So verächtlich sprach lange niemand über Frauen.

Robin Alexander informiert durch einige Beispiele über diese rot-grüne Mütterfeindlichkeit:

„Wer zwei oder drei Jahre zu Hause bleibe, lebe ein veraltetes Rollenbild, urteilte die Linke. Eltern seien nicht in der Lage ihre Kinder so zu fördern wie Angestellte, suggerierten im Bundestag Sozialdemokraten allen Ernstes…

Auch wir, die Medien, ruinierten den Diskurs: Mit dem bösen Wort von der „Herdprämie“ wurden Mütter regelrecht zur Minna gemacht. So verächtlich hat im politisch korrekten Deutschland schon lange niemand mehr über Frauen gesprochen…

Der grüne Fraktionsvorsitzende, Jürgen Trittin, hat es bis heute nicht für nötig befunden, seine Sprache in dieser Frage auf ein zwischen Demokraten annehmbares Niveau zu heben. Er twitterte noch gestern von der  –  immerhin offiziell zum Unwort des Jahres erhobenen  –  `Herdprämie´.“


1000 Gläubige feiern Fronleichnam in Regensburg

Unter dem Leitsatz, unseren Glauben an Christus auf die Straßen und Plätze der Stadt zu tragen, beteiligten sich am Donnerstag rund tausend Katholiken an der Fronleichnamsprozession durch die Regensburger Altstadt.

Zuvor feierte Weihbischof Reinhard Pappenberger  – in Vertretung von Bischof Gerhard L. Müller  –  mit Priestern, Vertretern kath. Verbände und dem glaubensfrohen Kirchenvolk ein Pontifikalamt im vollbesetzten Regensburger Dom.

Im Anschluß daran zogen die Gläubigen in einer langen Prozession betend und singend durch die Straßen Regensburgs.

Weihbischof Pappenberger trug das allerheiligste Altarsakrament an der Spitze der Prozession, die zu vier geschmückten Altären führte.

Zahlreiche Straßen und Häuserfassaden waren mit Birkenzweigen und Fahnen festlich geschmückt. Nach dem Gebet für die Stadt und ihre Einwohner spendete der Weihbischof an den Altären den eucharistischen Segen.

Zu Beginn seiner Predigt im Regensburger Dom wies der Weihbischof darauf hin, daß Bischof Gerhard L. Müller aufgrund einer Knieoperation noch nicht in der Lage sei, heuer das Fronleichnamsfest persönlich mitzufeiern.

Dann erinnerte er an das 50-jährige Weihejubiläum von Bischof Dr. Rudolf Graber, der am 2. Juni 1962 im Regensburger Dom zum Bischof geweiht worden war.

Der Weihbischof betonte, Christen dürften nicht bloß Zuschauer sein, sondern müßten sich persönlich darum bemühen, die hl. Messe bewußt und fromm mitzufeiern: „Dann ist der Altar die Quelle des Glaubens und Aufbruch in ein neues Leben“.

Quelle:
Bischöfliche Medienabteilung
Niedermünstergasse 2  –  93047 Regensburg
Tel: 0941/597-1061     Fax: 0941/597-1063
Mail: jschoetz.medien@bistum-regensburg.de


Friedrich Schiller: Der Graf von Habsburg

Eine ergreifende Ballade des Dichterfürsten über das Sakrament des Altares

Zu Aachen in seiner Kaiserpracht,
im altertümlichen Saale,
saß König Rudolfs heilige Macht
beim festlichen Krönungsmahle.
 
Die Speisen trug der Pfalzgraf des Rheins,
es schenkte der Böhme des perlenden Weins,
und alle die Wähler, die sieben,
wie der Sterne Chor um die Sonne sich stellt,
umstanden geschäftig den Herrscher der Welt,
die Würde des Amtes zu üben.
 
Und rings erfüllte den hohen Balkon
das Volk in freudigem Gedränge,
laut mischte sich in der Posaunen Ton
das jauchzende Rufen der Menge;
denn geendigt nach langem verderblichen Streit
war die kaiserlose, die schreckliche Zeit,
und ein Richter war wieder auf Erden.
Nicht blind mehr waltet der eiserne Speer,
nicht fürchtet der Schwache,  der Friedliche mehr,
des Mächtigen Beute zu werden.
 
Und der Kaiser ergreift den goldenen Pokal
und spricht mit zufriedenen Blicken:
„Wohl glänzet das Fest, wohl pranget das Mahl,
mein königlich Herz zu entzücken;
doch den Sänger vermiß´ ich, den Bringer der Lust,
der mit süßem Klang mir bewege die Brust
und mit göttlich erhabenen Lehren.
So hab ich’s gehalten von Jugend an,
und was ich als Ritter gepflegt und getan,
nicht will ich’s als Kaiser entbehren!“
 
Und sieh!   In der Fürsten umgebenden Kreis
trat der Sänger im langen Talare;
ihm glänzte die Locke silberweiß,
gebleicht von der Fülle der Jahre.
 
„Süßer Wohllaut schläft in der Saiten Gold,
der Sänger singt von der Minne Sold,
er preiset das Höchste, das Beste.
Was das Herz sich wünscht, was der Sinn begehrt;
doch sage, was ist des Kaisers wert
an seinem herrlichsten Feste?“
 
„Nicht gebieten werd´ ich dem Sänger“, spricht
der Herrscher mit lächelndem Munde,
„er steht in des größeren Herren Pflicht,
er gehorcht der gebietenden Stunde.
Wie in den Lüften der Sturmwind saust,
man weiß nicht von wannen er kommt und braust,
wie der Quell aus verborgenen Tiefen:
so des Sängers Lied aus dem Inneren schallt
und wecket der dunklen Gefühle Gewalt,
die im Herzen wunderbar schliefen.“
 
Und der Sänger rasch in die Saiten fällt
und beginnt sie mächtig zu schlagen:
Aufs Waidwerk hinaus ritt ein edler Held,
den flüchtigen Gemsbock zu jagen.
Ihm folgte der Knapp mit dem Jägergeschoß,
und als er auf seinem stattlichen Roß
in eine Au kommt geritten,
 
ein Glöcklein hört er erklingen fern,
ein Priester war´s mit dem Leib des HERRN,
voran kam der Mesner geschritten.
Und der Graf zur Erde sich neiget hin,
das Haupt mit Demut entblößet,
zu verehren mit gläubigem Christensinn,
was alle Menschen erlöset.
 
Ein Bächlein aber rauschte durchs Feld,
von des Gießbachs reißenden Fluten geschwellt,
das hemmte der Wanderer Tritte;
und beiseit´  legt jener das Sakrament,
von den Füßen zieht er die Schuhe behend,
damit er das Bächlein durchschritte.
 
„Was schaffst Du?“, redet der Graf ihn an,
der ihn verwundert betrachtet.
„Herr, ich walle zu einem sterbenden Mann,
der nach der Himmelskost schmachtet;
und da ich mich nahe des Baches Steg,
da hat ihn der strömende Gießbach hinweg
im Strudel der Wellen gerissen.
Drum daß dem Lechzenden werde sein Heil,
will ich das Wässerlein jetzt in Eil´
durchwaten mit nackenden Füßen.“
 
Da setzt ihn der Graf auf sein ritterlich Pferd
und reicht ihm die prächtigen Zäume,
daß er labe den Kranken, der sein begehrt
und die heilige Pflicht nicht versäume.
Und selber auf seines Knappen Tier
vergnüget noch weiter des Jagens Begier;
der andere die Reise vollführet.
Und am nächsten Morgen,  mit dankendem Blick,
da bringt er dem Grafen sein Roß zurück,
bescheiden am Zügel geführet.
 
Nicht wolle das Gott“, rief mit Demutssinn
der Graf, „daß zum Streiten und Jagen
das Roß ich beschritte fürderhin,
das meinen Schöpfer getragen!
Und magst Du´s nicht haben zu eigenem Gewinn,
so bleibt es gewidmet dem göttlichen Dienst!
Denn ich  hab es  d e m  ja gegeben,
von dem ich Ehre und irdisches Gut
zu Lehen trage, und Leib und Blut
und Seele und Atem und Leben.“
 
„So mög´ auch Gott, der allmächtige Hort,
der das Flehen der Schwachen erhöret,
zu Ehren Euch bringen hier und dort,
so wie Ihr jetzt IHN geehret.
Ihr seid ein mächtiger Graf, bekannt
durch ein ritterlich Walten im Schweizerland,
Euch blühen sechs liebliche Töchter.
So mögen sie“, rief er begeistert aus,
„sechs Kronen bringen in Euer Haus,
und glänzen die spätsten Geschlechter!“
 
Und mit sinnendem Haupt saß der Kaiser da,
als dächt´ er vergangener Zeiten;
jetzt, da er dem Sänger ins Auge sah,
da ergreift ihn der Worte Bedeuten.
 
Die Züge des Priesters erkennt er schnell
und verbirgt der Tränen stürzenden Quell
in des Mantels purpurnen Falten.
Und alles blickte den Kaiser an,
und erkannte den Grafen, der das getan,
und verehrte das göttliche Walten.
 
 
 
 
 
 
 

Islamwissenschaftler stellt klar: Islamkritische Karikaturen nicht verbieten

Deutsche Politiker dürften sich nicht von radikal-islamischen Salafisten in die Selbstzensur treiben lassen. Der Islamwissenschaftler Carsten Polanz warnt davor, das Zeigen von islamkritischen Karikaturen verbieten zu lassen.

Andernfalls bestimmten gewaltbereite Islamisten immer stärker, wer wann und wo welche Meinung äußern darf.

Treibt die Angst vor radikalen Muslimen deutsche Politiker und Medien in die Zensur und Selbstzensur? Diese Gefahr sieht das Institut für Islamfragen der Dt. Evangelischen Allianz.

Es reagierte damit auf Versuche des nordrhein-westfälischen Innenministers Ralf Jäger (SPD), das Zeigen islamkritischer Karikaturen zu verbieten.

Anfang Mai hatten radikal-islamische Salafisten bei Ausschreitungen in Solingen und Bonn über 30 Polizisten verletzt. Sie reagierten mit Gewalt auf Demonstrationen von Pro NRW, deren Anhänger Mohammed-Karikaturen gezeigt hatten.

Minister Jäger wollte dies anschließend verbieten, unterlag aber vor Gericht.

Das Vorgehen des Ministers sei der falsche Weg, schreibt der Islamwissenschaftler Carsten Polanz (Bonn) in einer Mitteilung des Instituts für Islamfragen.

Politiker kapitulierten damit vor der Gewalt der Islamisten. Ein mögliches Verbot islamkritischer Äußerungen würden Salafisten als Erfolg ihrer Einschüchterungspolitik verbuchen.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA