Freilichtmuseum in Detmold befaßt sich 2013 mit dem Aberglauben um Hexen und Geister

Das Freilichtmuseum in Detmold, das sich jährlich einem besonderen Thema widmet, wird sich von April bis Oktober 2013 unter dem Motto „Verlixt“ mit dem Aberglauben (zumal um Hexen und Geister) befassen, wie er vor allem in ländlichen Regionen auftrat. 

Träger des Museums ist der „Landschaftsverband Westfalen-Lippe“ (LWL).

„Im Zentrum des Themenjahres ‚Verflixt‘ stehen die Vorstellungswelten des Magischen, des Unheimlichen und des Übersinnlichen, die sich in den vergangenen 500 Jahren rund um den Lebensalltag, insbesondere der ländlichen Bevölkerung Westfalens, entwickelt haben“, erklärte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale.

Mit dem Themenjahr wolle das LWL-Museum bisher noch nicht im Museumsgelände dargestellte, aber aktuelle Fragestellungen der Kultur- und Sozialgeschichte für ein breites Publikum darlegen: „Greifbar wird das zum Beispiel bei Schutzamuletten, die früher am Körper getragen wurden, oder durch Kräuterbunde, die gegen Blitzschlag und Viehkrankheiten schützen sollten.“

Die Ausstellung wolle auch aufzeigen, daß so mancher Aberglaube noch heute aktuell ist, etwa die Vorstellung, daß ein zerbrochener Spiegel sieben Jahre Pech bringt oder das Berühren eines Schornsteinfegers Glück.

Zum Themenjahr sollen neben einer Sonderausstellung auch verschiedene Präsentationen im Freigelände und den historischen Gebäuden gehören.

So können die Besucher zB. in der Museumsschmiede erfahren, seit wann und warum das Hufeisen als Glücksbringer betrachtet wurde.

Quelle: http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de    


CDU in Kiel diskutierte über Schulunterricht zuhause und die Erziehungshoheit der Eltern

Von Stephan Ehmke, Ratsherr und schulpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion Kiel

Das Thema Schulunterricht zu Hause (auch: „Homeschooling“) erscheint in Zeiten, da die Politik fast ausschließlich über den Ausbau der staatlichen Kinderbetreuung spricht, etwas exotisch.

Dennoch ist es auch in Deutschland virulent. Experten schätzen, dass hierzulande 500-1000 Kinder zumeist von ihren Eltern nicht in einer öffentlichen oder privaten Schule, sondern zu Hause unterrichtet werden. Warum und wie?

Diese Fragen stellte sich der CDU-Arbeitskreis Schule und Sport im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung am 30. Mai 2012.

Zu Gast waren Armin und Gabriele Eckermann aus Dreieich bei Frankfurt a.M., beide Rechtsanwälte und Vertreter des Vereins „Schulunterricht zu Hause“ (SchuzH),
Dr. Andreas Vogt, Rechtsanwalt aus Eschwege, der zu Hause unterrichtende Eltern vor Gericht vertritt  –
sowie der Unternehmer Malte Kaufmann aus Mühlhausen bei Heidelberg, der von Erfahrungen mit amerikanischen Heimschulfamilien in der Region berichtete.

In einem umfassenden und engagierten Vortrag legten die Experten dar, dass in Deutschland der Hausunterricht zwar nicht explizit verboten sei, aber – von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich – nur in seltenen Ausnahmefällen genehmigt werde. Damit bilde Deutschland in Europa eine absolute Ausnahme. In fast allen anderen Ländern der EU sei der Schulunterricht zu Hause nicht nur erlaubt, sondern werde staatlicherseits auch gefördert.

Die Länder trügen damit dem in den Menschenrechtserklärungen der Vereinten Nationen und der Europäischen Union festgeschriebenen hohen Stellenwert des natürlichen Erziehungsrechts der Eltern Rechnung.

So heißt es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der VN von 1948: „Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll“.

Die Europäische Menschenrechtskonvention legt fest, dass der Staat das Recht der Eltern zu achten habe, „die Erziehung und den Unterricht entsprechend ihren eigenen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen sicher zu stellen“.

Obwohl auch das deutsche Grundgesetz in Artikel 6 eine entsprechende Bestimmung erhält, ziehen bei uns Gesetzgeber und Justiz dem Hausunterricht sehr enge Grenzen. Dabei hat diese Art von Beschulung in Deutschland eine lange Tradition, der erst von den NS-Machthabern ein Ende gesetzt wurde.

Eltern, die in Deutschland von ihrem natürlichen Recht, ihre Kinder zu Hause zu unterrichten, Gebrauch machen, werden von Behörden und Gerichten verfolgt, Befreiungen von der Schulpflicht werden nicht erteilt. Es kommt zu Konflikten, die in einigen Fällen schon mit hohen Geldbußen, Zwangsgeldern und Beugehaft oder sogar mit Entzug des Sorgerechts endeten.

Über die spektakulärsten Fälle wurde in den Medien berichtet. (So der Fall der Familie Romeike aus Baden-Württemberg, die 2010 in den USA Asyl erhielt, nachdem ihr von den deutschen Behörden der Unterricht zu Hause verwehrt worden war).

Auch das Bundesverfassungsgericht hat sich in der Vergangenheit mehrfach mit dem Thema Homeschooling befasst. Die Karlsruher Richter konnten sich bezeichnenderweise bisher aber nicht dazu durchringen, dem grundgesetzlich garantierten Elternrecht auf Erziehung ihrer Kinder einen Vorrang vor der nur in den Ländergesetzen verankerten allgemeinen Schulpflicht einzuräumen.

Warum nun diese restriktive Haltung? Die Liste der Vorbehalte gegen den Schulunterricht zu Hause ist zwar lang. Die Vertreter des Vereins SchuzH wissen aber zu berichten, dass die meisten einer genauen Untersuchung nicht standhalten.

Eingehende wissenschaftliche Erhebungen, vor allem in den USA, belegen, dass der Hausunterricht fast durchweg eine hohe pädagogische Qualität aufweist. Im Vergleich zu Kindern an öffentlichen Schulen verfügen zu Hause unterrichtete Kinder vielfach über einen höheren Bildungs- und Leistungsstand. Bedenken, diese Kinder wären sozial isolierter oder würden ein mangelhaftes Toleranzverhalten zeigen, sind nicht haltbar.

Ganz im Gegenteil – sie sind oft aktiver und besser in Kirchengemeinden, Vereinen und anderen ehrenamtlichen Organisationen verankert, als andere Kinder und Jugendliche. Keinesfalls lassen sich den Untersuchungen zufolge Tendenzen zu einer Bildung von „Parallelgesellschaften“ beobachten.

Vor diesem Hintergrund erscheint es geradezu abstrus, wenn Behörden und Gerichte den Schulunterricht zu Hause nicht selten als „Gefährdung des Kindeswohles“ einstufen. Leider haben sich nicht unerhebliche Teile der Politik in Deutschland der irrigen, ideologielastigen Auffassung angeschlossen, der Staat sei der bessere Erzieher und ihm stehe daher die „Hoheit über den Kinderbetten“ zu.

Die Motivation der Eltern, ihre Kinder zu Hause unterrichten zu wollen, ist durchaus heterogen. Nur zu einem geringen Teil spielen religiöse bzw. Gewissensgründe eine Rolle. Oft handelt es sich um Kinder, die in den normalen Schulen nicht zurecht kommen, „gemobbt“ werden oder sonstige physische bzw. psychische Probleme aufweisen.

Der Hauptgrund ist aber einfach der Wunsch der Eltern, ihren Kindern die bestmögliche Bildung zukommen zu lassen. In diesem Zusammenhang lassen sich
auch Ursachen in den bekannten Defiziten des öffentlichen Schulsystems ausmachen.

Vielfach unterrichten die Eltern ihre Kinder zu Hause selbst. Dabei hat sich gezeigt, dass nicht der Bildungsgrad der Eltern entscheidend ist, sondern deren vorbildliches Verhalten, die Einbindung des Unterrichts in die vertraute familiäre Umgebung und Sozialstruktur, die intensive Betreuung, eine flexible Zeitplanung sowie die Qualität der verwendeten Lern- und Lehrmittel.

Zu Hause unterrichteten Kindern gelingt es ausweislich der wissenschaftlichen Untersuchungen früher und vollständiger, die Lernziele der entsprechenden Klassenstufe zu erreichen.

Schulunterricht zu Hause ist entgegen der landläufigen Meinung also keine ungeregelte Sache. In Ländern, in denen diese Form der Bildung allgemein zulässig ist, gibt es Unterstützung und Hilfen, die von den Eltern in Anspruch genommen werden können. Ebenso ist es ein Fehlschluss zu meinen, Heimunterricht-Eltern lehnten eine Aufsicht des Staates grundsätzlich ab.

Selbstverständlich müssen auch zu Hause unterrichtete Kinder die staatlichen Prüfungen ablegen und die entsprechenden anerkannten gesetzlichen Schulabschlüsse erwerben.

Erfahrungen aus Ländern der ganzen Welt zeigen, dass Hausunterricht immer nur eine Minderheit betreibt. Keinesfalls wird das öffentliche oder sonstige private Schulsystem bzw. das legitime Recht des Staates, die Schulbildung zu beaufsichtigen und vor allem hinsichtlich der Lern- und Prüfungsstandards zu reglementieren, in Frage gestellt. Befürchtungen in dieser Hinsicht haben sich längst als unbegründet erwiesen.

Nach intensiver Diskussion mit den Experten und Abwägen der Argumente für und wider kam der Arbeitskreis Schule und Sport zu dem Schluss, dass es gerade der CDU gut anstünde, sich des Themas Schulunterricht zu Hause als sinnvolle Bereicherung des deutschen Bildungswesens positiv anzunehmen, denn, so war man sich mit den Experten einig, Schulunterricht zu Hause dient auch der Stärkung der Familie.

Ratsherr Stephan Ehmke: Tel.: 0431/ 5796556, E-Mail: stephehmke@gmx.de


Infos und Fakten zum Betreuungsgeld: einseitige staatliche Unterstützung für Fremdbetreuung

Zum Thema Betreuungsgeld weist das DAF (Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie) darauf hin, daß die damalige Familienministerin und heutige Arbeitsministerin Ursula von der Leyen bereits 2007 einen „Rechtsanspruch“ auf außerhäusliche Kinderbetreuung durchgesetzt hat.

Demnach ist jedes Kind ab dem zweiten Lebensjahr „in einer Kindertageseinrichtung oder in Tagespflege zu fördern“, wenn diese Leistung für seine Persönlichkeitsbildung „geboten“ ist.

Den Ausbau der Kinderbetreuung bezuschußt der Staat zwar mit mehreren Milliarden – für die laufenden Kosten werden aber Länder und Kommunen aufkommen müssen. Das wird teuer – schließlich kostet ein Krippenplatz den Steuerzahler etwa 1000 Euro.

Im Vergleich dazu wird die Erziehungsarbeit der Eltern mit 150 € in der Tat unterbewertet.

Anderen Ländern ist die elterliche Betreuung der Kinder unter drei Jahren mehr wert:

In Finnland gibt es dafür fast 330 Euro und in Frankreich (nach Einkommen und teilzeitiger Erwerbsarbeit gestaffelt) zwischen 300 und 560 Euro Erziehungsgeld. Vergleichbare Leistungen gibt es in Österreich (425 €), Norwegen und seit 2008 auch in Schweden.


Frank Elstner: „Bei der Papstwahl kamen mir die Tränen“

Radio Vatikan veröffentlichte gestern ein Interview mit dem bekannten Moderator und TV-Star Frank Elstner, der ein halbes Jahrhundert Fernsehgeschichte geschrieben hat. Dabei erklärte der TV-Star:

„Ich bin katholisch erzogen worden, ich war sechs Jahre im erzbischöflichen Gymnasialkonvikt St. Bernhard in Rastatt  – und da hat man mir schon einmal gesagt: ‚Du endest irgendwann einmal bei Radio Vatikan’.  Das hat jetzt siebzig Jahre gedauert, bis ich zum ersten Mal mit Ihnen spreche.“

Auf die Frage, ob ihm seit seiner Zeit als Schüler etwas von seiner „Katholizität“ verlorengegangen sei, antwortet Elstner:

„Verloren gegangen ist mir, möchte ich sagen, ein bisschen mein Enthusiasmus für die Kirche. Als ich näher hingeschaut habe und festgestellt habe, dass die Kirche eben von Menschen gemacht wird und wir Menschen so voller Fehler sind. Das heißt, ich habe frühzeitig versucht zu unterscheiden, zwischen der Lehre, dem Glauben  –  und den Menschen die die Kirche vertreten. Und dabei bin ich eigentlich einen ganz guten Weg gegangen. Ich habe heute kein Problem mit der Kirche, weil ich sie entspannter interpretiere.“

Auf die Frage “ Was schätzen Sie an der römischen Kirche, wo stehen Sie ihr kritisch gegenüber?“ reagiert der katholische TV-Star folgendermaßen:

„Das was ich an Kritik zu sagen habe, das entlädt sich meistens nach irgendwelchen Nachrichten, nach irgendwelchen Personalien. Ich hatte die Ehre den Papst, als er noch Kardinal war, kennen zu lernen. Ich hatte eine Audienz im Vatikan, ich habe mich über eine halbe Stunde mit ihm unterhalten dürfen und da ist so viel Sympathie übergelaufen, dass ich über ihn jetzt nur mehr subjektiv urteilen kann. Ich weiß nur, dass an dem Tag, als es hieß, er ist Papst geworden…da schossen mir die Tränen ins Gesicht.“

Auf die papstkritischen Stimmen in Deutschland angesprochen, antwortet Elstner:

„Ja, das ist leider so. Das tut mir weh, weil ich glaube, dass Benedikt ein bisschen verkannt wird von einigen Intellektuellen in unserem Lande. Ich kann nur sagen: ich hatte vierzehn Tage vor der Papstwahl das große Vergnügen seinen Bruder als Gast im Interview zu haben. Auf der Reise nach Rom fast schon unterwegs, zur Papstwahl, habe ich Georg Ratzinger gefragt: ‚Geben Sie Ihrem Bruder Chancen, meinen Sie, dass er Papst wird?’. Da hat er gesagt: ‚Auf keinen Fall, auf keinen Fall! Erstens wählen die keinen Deutschen und zweitens ist er schon viel zu alt dazu’. Und Sie haben ja gesehen, was daraus wurde.“

Quelle: Radio Vatikan

 


FDP-Finanzexperte zu Spanien: ESM-„Rettungsschirm“ setzt falsche Signale

Der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler hat angesichts der Krise im spanischen Bankensektor erklärt, daß das Endspiel des Euro begonnen habe.  Der FDP-Parlamentarier sagte  im Deutschlandfunk  mit Blick auf Spanien:
Jetzt wird ein ganz wichtiges Land in der Eurozone unter den Rettungsschirm geholt„, was eine neue Dimension bedeute.
Schäffler forderte zudem ein Ende der Interventionen: „Man merkt ja, dass die ganzen Brandmauern nicht helfen, sondern dass sie immer stärkere Anreize setzen, dass Länder unter diese Rettungsschirme schlüpfen  –  und das merkt man jetzt auch an Spanien„, betonte der Finanzexperte im Bundestag.

Weiterhin forderte Schäffler die Einhaltung der Regeln in Europa: „Europa funktioniert nur, wenn tatsächlich die Regeln eingehalten werden. Wenn wir immer neue Regeln schaffen und die alten schon nicht eingehalten werden, dann gibt es wenig Vertrauen, dass die neuen Regeln eingehalten werden.“

Der FDP-Politiker verwies in diesem Zusammenhang insbesondere auf das „No-Bail-Out-Prinzip“, wonach „keiner für die Schulden eines anderen Landes haftet“.

Am Freitag hatten mehrere Medien übereinstimmend berichtet, daß Spanien noch am Wochenende Finanzmittel aus dem europäischen Rettungsfonds EFSF beantragen werde.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Empfehlenswerte Sendung „Wer bestimmt am Lebensende?“ heute in ARD

Heute kommt in der ARD  eine Dokumentation der ausgezeichneten Fernsehjournalistin Silvia Matthies, wenngleich leider erst um 23,30 Uhr.

Die Sendung „Wer bestimmt am Lebensende?“ befaßt sich mit dem Thema Behandlungsabbruch. In einem der geschilderten Fälle geht es um das Abstellen der künstlichen Beatmung bei einem 73-jährigen Patienten, der für „hirntot“ erklärt wurde. Der andere Fall behandelt den Therapieabbruch bei einem langjährigen Wachkoma-Patienten.

Filmdokus von Silvia Matthies sind immer sehenswert.

Hier eine Inhaltsangabe des Films: http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,0gpnhuhsr60qofm5~cm.asp


Expertengespräch zum besseren Schutz vor Zwangsprostitution und Menschenhandel

Am Mittwoch, den 13. Juni 2012,  findet auf Einladung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ein Expertengespräch zum Thema „Mehr Schutz vor Zwangsprostitution und Menschenhandel – Änderungsbedarf im Prostitutionsgesetz“ statt  –  und zwar von 17 bis 19 Uhr im  Jakob-Kaiser-Haus in Berlin.

Die Unionsfraktion erklärt hierzu in einer heutigen Pressemeldung:

„Eine Änderung des Prostitutionsgesetzes zum besseren Schutz vor Zwangsprostitution und Menschenhandel wird aus Sicht der christlich-liberalen Koalition immer dringlicher. Beispiele aus der Praxis zeigen, dass ein ordnungsrechtlicher Rahmen im Hinblick auf Prostitutionsstätten fehlt.

Die parlamentarische Beratung des Übereinkommens des Europarats zur Bekämpfung des Menschenhandels (BT-Drs. 17/7316) nimmt die Koalition zum Anlass, die Neuregelung des Prostitutionsgesetzes erneut anzugehen.“

Kontakt-Daten:
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
fraktion@cducsu.de
http://www.cducsu.de