Ronald Reagan: ein Mann, ein Wort – und eine Straße in Berlin…

Der frühere amerikanische Präsident Ronald Reagan war ein führungsstarker Konservativer und ein überzeugter Christ. Für linke Kreise war er ein rotes Tuch, nicht zuletzt wegen seiner antikommunistischen Haltung.

Als er vor genau 25 Jahren, am 12. Juni 1987 seine unvergeßliche Rede in Berlin hielt und den sowjetischen Staatschef Gorbatschow aufforderte „Reißen Sie die Mauer nieder!“, wurde dies von rot-grüner Seite mit Spott und Hohn bedacht, auch und vor allem in den öffentlich-linkslastigen Fernsehanstalten. 

Official Portrait of President Ronald Reagan

 Foto: Wikipedia

Die Geschichte gab dem amerikanischen Präsidenten recht, nicht dem kommunistenfreundlichen Entspannungskartell, das sich längst mit der Spaltung Deutschlands abgefunden hatte oder dies gar schönredete.

Am heutigen Dienstag veröffentlichte der Berliner Tagesspiegel einen Aufruf von Bernd Matthies mit dem Titel: „Eine Straße für Ronald Reagan!

Zweifellos eine ausgezeichnete Idee, die weiterverfolgt werden sollte.

Die Tageszeitung schreibt zur Begründung nicht ganz frei von selbstkritischen Ansätzen:

„Es mag sein, dass wir das damals alle etwas albern fanden. Ronald Reagan galt als wunderlich, und genauso gut hätte er Gorbatschow auch auffordern können, den Mond umzudrehen oder die Taiga aufzutauen. Die Mauer niederreißen – was für ein Unfug. Hatte nicht Honecker persönlich versichert, das Ding stehe noch 50 oder 100 Jahre?“

Allerdings, doch der sog. „Mantel der Geschichte“ rauschte an „DDR“-Diktator Erich Honecker vorüber  – und zweieinhalb Jahre nach „Ronnys“ großer Rede war die Mauer tatsächlich gefallen.

Hierzu fragt der Tagesspiegel-Redakteur ganz zu Recht:

„Wo ist die Ehrung, die er doch für seine visionäre Rede verdient hätte? Wo der Platz oder die Straße, die an ihn und seinen großen Beitrag zur politischen Wende erinnern würde?“

Ein Lob an die Berliner Tageszeitung für diesen erfreulichen Artikel!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Link zum Tagesspiegel-Artikel: http://www.tagesspiegel.de/berlin/leserdebatte-eine-strasse-fuer-ronald-reagan/6737254.html


Gotteslästerlicher Spezial-Rosenkranz der „Seherin“ Myriam van Nazareth

Eine seit vielen Jahren erscheinungsbewegte Visionärin, die sich als „Myriam van Nazareth“ bezeichnet, hält es neben der Niederschrift himmlischer „Offenbarungen“  für Ihre besondere Aufgabe, den bewährten, überlieferten katholischen Rosenkranz durch allerlei selbsterdachte bzw von „oben“ gelieferte Spezial-Rosenkränze zu verdrängen  –  zweifellos  ohnehin ein beliebtes Spiel im visionären Spektrum.

Auf Ihrer kuriosen Webseite (Myriam-van-Nazareth.net) bietet die Seherdame eine reichhaltige Auswahl diverser Rosenkränze, darunter auch einen solchen, bei dem es um nichts Geringeres geht als um die „Bekämpfung von allem Bösen in der Welt“ – dann kann er natürlich nur gut sein, denn diesem  edlen Anliegen wird sich kaum jemand widersetzen wollen.

Das „Einführungsgebet“ dieses erleuchteten Spezialrosenkranzes richtet eine „demütige“  Bitte an die Madonna, „himmlische Legionen zu senden, damit sie unter Deinen Befehlen die Teufel verfolgen und überall bekämpfen, ihre Kühnheit unterdrücken und sie in den Abgrund zurück treiben“.

Die Visionärin übersieht offenbar, daß die himmlischen Engel Gottesboten sind  – und keine Teufelsjäger. Es wäre eine Erniedrigung dieser erhabenen Diener des Höchsten, sie zu Dämonenverfolgern zu degradieren.

Sodann soll gebetet werden:   „O Göttliche Mutter, sende die heiligen Engel, um mich zu verteidigen und um meinen grausamen Feind weit von mir fort zu treiben.“

Maria ist nicht göttlich, also auch keine „göttliche Mutter“, sondern die menschliche Mutter des göttlichen bzw gottmenschlichen Erlösers. Einer Seherin, die sich namentlich als „Myriam“ (Maria) „van Nazareth“ anpreist, dürfte dies bekannt sein.

Wer die Gottesmutter,  die das heiligste Geschöpf des Allmächtigen ist, als „göttlich“ anspricht, begeht eine Gotteslästerung, weil hierbei Geschöpf und Schöpfer vertauscht werden. 

Es handelt sich folglich um einen massiven Verstoß gegen das 1. Gebot Gottes.

An den „kleinen Rosenkranz-Perlen“ soll folgendes gebetet werden:   „Aufgrund der Tränen und Bluttränen unserer Miterlöserin Maria, o Jesus, vertilge alle Äußerungen des Bösen und der Sünde“.

Die Überwindung des Bösen und der Sünde und damit die Erlösung der Menschen ist allein durch Christus möglich. Zudem ist von „Bluttränen“ der Madonna  nichts bekannt, weder in der Heiligen Schrift noch in der kirchlichen Überlieferung.

Zum Schluß dieses blasphemischen „Rosenkranzes“ soll dreimal die folgende Anrufung gesprochen werden: „Durch Deine Unbefleckte Empfängnis, o Maria, zermalme jetzt den Kopf der teuflischen Schlange, damit das Reich Christi kommt und die Finsternis sich für ewig im Licht auflösen möge“.

Wie dürfen wir das nun verstehen, daß sich die „Finsternis“ für „ewig im Licht auflösen möge“?  – Daß die Hölle für immer in den Himmel verwandelt wird?  Soll uns hier die häretische Allerlösungs-Lehre unter Verwendung frommster Ausdrucksweisen untergejubelt werden?

Felizitas Küble

Link zum blasphemischen Myriam-Rosenkranz:  http://www.myriam-van-nazareth.net/index.php/de/myriam-rosenkraenze


Vatikan: auch amerikanische Nonnen sind an kirchliche Lehre gebunden

Der Vatikan betont die Notwendigkeit, dass amerikanische Ordensfrauen die überlieferte Lehre der Kirche getreu zu vermitteln hätten.

Dies wurde in einer Mitteilung des vatikanischen Pressesaals im Anschluß an ein Treffen zwischen hochrangigen Vertretern der Glaubenskongregation und der Konferenz der amerikanischen Ordensfrauen (LCWR), den Schwestern Pat Farrell und Janet Mock, deutlich.

Am heutigen Dienstag trafen die Ordensschwestern unter anderem mit dem Präsidenten der Glaubenskongregation, Kardinal William Levada, im Vatikan zusammen.

Das Gespräch sei in einer Atmosphäre der Offenheit und Herzlichkeit verlaufen, so die Mitteilung weiter.

Die Ordensschwestern sind nach Rom gekommen, um ihrer Sorge über die vom Vatikan angeordneten Überprüfung der Konferenz der Ordensfrauen Ausdruck zu verleihen. Die LCWR war vom Vatikan unter Beobachtung gestellt worden, nachdem die Glaubenskongregation festgestellt hatte, sie weiche von der kirchlichen Lehre ab und verbreite „gewisse radikalfeministische Positionen“.

Quelle: Radio Vatikan

 


Israel will 60.000 afrikanische Einwanderer abschieben

Die israelische Regierung hat am gestrigen Montag mit der Massenabschiebung illegaler Einwanderer aus Afrika begonnen. Einem umstrittenen „Notfallplan“ folgend werden tausende Migranten, von denen die meisten aus dem Südsudan stammen, zunächst in der Stadt Eilat am Roten Meer festgehalten.

Die Regierung möchte durch die Aktion den jüdischen Charakter des Staates Israel erhalten.

„Es handelt sich nur um eine kleine Gruppe von Eindringlingen“, sagte Innenminister Eli Yishai. „Ich handle nicht aus Hass gegen Fremde, sondern aus Liebe zu meinem Volk –  und um das Heimatland zu retten.“

Ziel ist es, eine geschätzte Zahl von 60.000 Afrikanern in ihre Heimatländer zurückzubringen. Premierminister Benjamin Netanyahu hatte die umstrittene Maßnahme nach monatelanger Debatte im Mai entschieden.

Viele Israelis betrachten die wachsende Zahl von Einwanderern als Bedrohung für die Innere Sicherheit des eigenen Landes. Kritische Stimmen sehen in der Massenabschiebung allerdings eine mögliche Gefährdung für das internationale Ansehen Israels.

Quelle: österreichische Zeitung „Die Presse“ vom 12.6.2012


Papst Benedikt erläutert die Bedeutung der Taufe und der Absage an den „Pomp des Teufels“

Der Papst kritisiert Kultur, „bei der nicht die Wahrheit zählt, sondern der Schein“

„Gott ist kein ferner Stern, sondern das Ambiente meines Lebens.“  – Das sagte Papst Benedikt am Montagabend (11.6.2012)  in einer frei gehaltenen Betrachtung über unser Leben als Christ und als Getaufte.  In seiner Bischofskirche San Giovanni (Lateran) eröffnete er einen Pastoralkongreß:

„Wenn die Taufe bedeutet, dass wir mit Gott verbunden werden, dass wir mit einer einzigen, neuen Existenz zu ihm gehören, dann bedeutet das: Gott ist für uns nicht weit entfernt, wir brauchen nicht darüber zu diskutieren, ob es ihn gibt oder nicht. Wir sind in Gott, und Gott ist in uns. Der Vorrang Gottes in unserem Leben ist eine erste Konsequenz der Taufe. Auf die Frage „Gibt es Gott?“ lautet die Antwort: „Es gibt ihn, er ist mit uns, er ist der Mittelpunkt unseres Lebens  –  kein ferner Stern, sondern das Ambiente meines Lebens.“

Das heiße dann gleichzeitig: „Wir machen uns nicht selbst zu Christen“, so der Papst. „Christwerden ist nicht eine Entscheidung, die ich treffe – auch wenn natürlich meine Entscheidung mit dazukommen muss.“

Zugleich verbinde die Taufe mit anderen Christgläubigen,  mit den Lebenden und den Verstorbenen.  Taufe sei „eine erste Etappe der Auferstehung“, ein „Hineingehen in das unzerstörbare Leben Gottes“.

Wasser und Wort spielen eine große Rolle beim Sakrament der Taufe.  Dazu gehören auch die „Widersagungen“: Widersagst du dem Bösen und all seinen Verlockungen?

In der Urkirche habe die entsprechende Formel lange gelautet „Widersage dem Pomp des Teufels“, so der Papst.

Das sei einerseits auf grausame Spektakel wie etwa im Kolosseum gemünzt gewesen, andererseits aber auch „auf eine Art Kultur, von Lebensstil, bei dem nicht die Wahrheit zählt, sondern der Schein, wo man nicht die Wahrheit sucht, sondern den Effekt, die Sensation, und wo man unter dem Alibi der Wahrheit in Wirklichkeit Menschen zerstört und selbst als Sieger erscheinen will“.

Zudem sagte der Papst: „Ich lasse jeden von euch jetzt einmal nachdenken über diesen Pomp des Teufels, über diese Kultur, zu der wir Nein sagen. Getauft sein heißt vor allem, sich emanzipieren, sich befreien von dieser Kultur.

Wir kennen auch heute eine Art Kultur, in der die Wahrheit nicht zählt, auch wenn man sich auf sie beruft; nur die Sensation zählt, die Verleumdung und die Zerstörung. Eine Kultur, die nicht das Gute sucht, deren Moralismus nur eine Maske ist, in der die Lüge als Wahrheit und Information verkleidet auftritt. Zu dieser Kultur sagen wir Nein!  – Die Taufe und ihr Weg, der unser ganzes Leben dauert, ist genau dieses Nein, das jeden Tag erneuert wird, auch unter Opfern.“

Eine weitere Frage aus dem Taufritus, über die der Papst laut nachdachte: Widersagt ihr der Sünde, um in der Freiheit der Kinder Gottes leben zu können? In unserer heutigen Kultur gelte das Christentum vielen als eine Religion der Regeln; Freiheit bedeute dann, sich von diesen Regeln zu lösen.

Aber das sei keine wirkliche Freiheit, vielmehr sei es das Eingehen von „Sklaverei, Abhängigkeit von so vielen Diktaturen unserer Zeit, denen man sich unterwerfen muss, um auf der Höhe der Zeit zu gelten“.

Neben den Widersagungen kenne der Taufritus auch die positive Kehrseite: das Bekenntnis zum Glauben:

„Die positive Formel der Taufe ist auch ein Dialog, nicht nur eine Formel. Vor allem aber ist das Bekenntnis des Glaubens nicht nur etwas Verstandesmäßiges, etwas, das man auswendig lernt  –  es rührt vor allem an unsere Art zu leben. Und das scheint mir sehr wichtig. Es ist nicht eine intellektuelle Sache, sondern ein Gespräch Gottes mit uns, sein Handeln an uns, und unsere Antwort; es ist ein Weg.

Erst wenn wir Christus wirklich als Weg begreifen, können wir auch seine Wahrheit verstehen. Eine Wahrheit, die man nicht lebt, erschließt sich nicht. Erst als Lebensstil ist sie wirklich Wahrheit in all ihrem Reichtum und ihrer Tiefe.“

Quelle: Radio Vatikan



„Drum hilf dem, der sich ewig bindet“: Pfarrer in Italien will sich mit 500 € an Hochzeitskosten seiner Schäflein beteiligen

Wegen der steigenden Zahl von „Heiratsmuffeln“ in seiner Pfarrgemeinde will sich ein Priester in der norditalienischen Gemeinde Volania (Region Emilia Romagna) mit 500 Euro an den Hochzeitskosten beteiligen, um seinen Schäflein so das Ja-Wort zu erleichtern.
Seit Jahresbeginn habe er in seiner 1000-Seelen-Pfarrei noch keine einzige Hochzeit feiern können, beklagte der Geistliche.  Nun hat Pfarrer Giancarlo Pirini kurzerhand beschlossen, dem Übelstand auf praktische Weise abzuhelfen, berichtete die Tageszeitung von Bologna, „Il Resto del Carlino“.

1960 wurden in der Gemeinde noch 17 Hochzeiten pro Jahr geschlossen, im Laufe der Jahre wurden es immer weniger:  „Viele Paare haben finanzielle Schwierigkeiten, daher wollen wir als Pfarrei einen kleinen Beitrag leisten“, erklärte der Priester.

Quelle: österreichische Tageszeitung „Der Standard“


Studie: Religiöse Arbeitnehmer sind streßfester und gelassener

Religiöse Arbeitnehmer sind laut einer Studie offenbar entspannter in ihrem Job. Glaube und Spiritualität hätten einen positiven Einfluss auf die Gesundheit, erklärte die Fachhochschule der Diakonie am Montag in Bielefeld.

Mitarbeiter, die Bewältigungsstrategien aus religiösen Überzeugungen einsetzten, fühlten sich weniger stark beansprucht, erläuterte der Arbeitspsychologe Tim Hagemann von der Fachhochschule. Die empfundene Belastung sei auch von sozialer Unterstützung, Wertschätzung sowie Transparenz und Partizipation abhängig.

„Einrichtungen sollten ihre Mitarbeitenden ermuntern und es ermöglichen, religiöse Glaubensvorstellungen und Spiritualität zu leben“, rät Hagemann. Für seine Studie über den Einfluss von Spiritualität auf Gesundheit und Arbeitsklima befragte der Arbeitspsychologe knapp 1.000 Mitarbeiter. Rund 170 Befragte von ihnen arbeiteten in nicht konfessionell gebundenen Einrichtungen.

Die Ergebnisse der Studie sollen auf einer Fachtagung in Bielefeld-Bethel am 18. Juni vorgestellt werden.

Quelle: Kölner Domradio, epd